Montag, 8. Februar 2010

Sonntagsessen: Forelle in Salbeibutter




Richtig schätzen lernte der Genießer eine gebratene Forelle vor Jahren bei einem Urlaub in Nord-Portugal. In Viana do Castelo, an der Mündung des Rio Lima in den Atlantik, gab es in einem Straßenrestaurant diesen Fisch, ganz einfach mit Salzkartoffeln und einem grünen Salat serviert. Dazu als Hauswein einen einfachen weißen Vinho Verde, der mit seiner kräftigen Säure fantastisch passte.


Das fiel dem Genießer wieder ein, als er Samstagabend kurz vor neun an der Fischtheke von EDEKA Burkowski stand und ihn nicht zu große Regenbogenforellen aus glänzenden Augen ansahen. Also griff er zu. Dazu kaufte er schöne rotschalige französische Kartoffeln und zwei abgepackte Salatherzen, den frischesten Salat, den es um diese Zeit noch gab. Etwas schwierig war es mit frischem Salbei, von dem es nur noch einen angetrockneten Topf in Bio-Qualität gab.
Am Sonntag briet der Genießer die Forelle bei niedriger Hitze ca. 8 Minuten auf jeder Seite nach einem piemontesischen Rezept, leicht eingemehlt, gesalzen und gepfeffert und mit ordentlich Salbei im Bauch, in viel Butter, in der ein paar weitere Salbei- und Lorbeerblätter mit frittierten. Nach dem Wenden gab er noch einen guten Schuss Brandy, übrigens aus Portugal, und etwas Weißwein dazu. Zusammen mit den mit der Bratbutter beträufelten Salzkartoffeln und dem ganz einfach mit Pfeffer, Salz, etwas Zucker, Olivenöl und Weißweinessig angemachten Salat ein schnelles und wunderbares köstliches Essen.
Den Vinho Verde ersetzte mehr als genug der 2008 Schiefer Riesling von Van Volxem, ein prächtiger mineralischer Wein von erfrischender Säure.

Kommentare:

  1. ein wahrer Genießer der Genießer.

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  2. Viana do Castello: eine der schönsten Städte, die ich kenne!Und Macieira zählt für mich schon seit meinem 1.Portugalurlaub (lang, lang ists her)zu den besten Brandys schlechthin!
    Aber zum Thema: Forelle gehört schon ewig zu meinen Lieblingsfischen. Die Besten kann man frisch im Sauerland kaufen, dort, wo die Wasserqualität topp ist und man den Züchter persönlich kennt (von wegen: was fressen die Fische denn so?). Tipp: wenn kein Salbei zuhand: Rosmarino!

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