Mittwoch, 30. November 2011

Genießers Kochkurs: Kochen für Männer Herbst 2011, zweiter Abend



Präzises Arbeiten an der Nudelmaschine

Auf Wunsch der Teilnehmer sollte am zweiten Abend des Kochkurses für Männer an der VHS Herne italienisch gekocht werden. Also stellte der Genießer ein entsprechendes Menü zusammen, das die Kochmänner mit gewohnter Leidenschaft zubereiteten. Lediglich das Dessert war französisch inspiriert.

Crostini ai funghi (Pilz-Croutons mit Ei)
Der erste Gang erforderte einiges Fingerspitzengefühl. Auf eine mit Pilzcrème bestrichene Scheibe Toast musste ein Schlag Eierschnee gesetzt werden, in den eine Vertiefung gedrückt werden musste, in die ein Eigelb gefüllt wurde. Das Eiertrennen und die folgende Bastelarbeit wurde mit Bravour gelöst. Das Ganze wurde im Ofen kürz überbacken (Rezept hier).

Ravioli mit Schinkenfüllung
Kein italienisches Menü ohne Pasta-Gang. Der Genießer forderte die Kochmänner damit heraus, dass sie den Nudelteig selbst kneten und ausrollen mussten (Rezept hier). Im Schweiße ihres Angesichts erledigten sie diese aufwändige Arbeit. Die Füllung aus Schinken, Schweinebraten und Marsala gelang prächtig (Rezept hier).

Schweinskarree mit Fenchel
Der Hauptgang war da fast die leichteste Übung. Für einen einfachen Schweinebraten würde ein Schweinskarre zwichen den Rippen eingeschnitten und mit einer Würzpaste aus Fenchelsamen, Rosmarin und Knoblauch gefüllt. Das Fleisch wurde in der Pfanne angebraten und kam dann in den Ofen, bis es eine Kerntemperatur von 85 Grad hatte und gar war. Damit das in der Kurszeit innerhalb von 1 ½ Stunden möglich war, wurde die relativ hohe Temperatur von 200 Grad gewählt. Bei einer niedrigeren Temperatur wäre der Braten etwas saftiger geblieben. Dennoch war er vorzüglich. Das Biofleisch konnte die hohe Temperatur ab (Rezept hier).
Als Gemüsebeilage gab es mit Mozzarella und Tomatensauce überbackenen Fenchel (Rezept hier).

Schokoladen-Birnen-Kuchen
Zum Nachtisch gab es den bewährten Schokoladen-Birnen-Kuchen (Rezept hier). Obwohl der Mürbeteige etwas kletschig war, gelang der Kuchen sehr gut. Besonders schön war es, dass es den Kochmännern gelang, die Birnenhälften wie die Blätter einer Blüte auf dem Teig anzuordnen. Optisch und geschmacklich ein Genuss.

 Zutaten für die Crostini

Einfühlsame Bastelarbeit

Ausstechen der Ravioli

Das Bratenthermometer gibt die genaue Kerntemperatur an

Der gefüllte Braten

Überbackener Fenchel als Beilage

Auch optisch ein Genuss: Schoko-Birnen-Kuchen

Dienstag, 29. November 2011

Geburtstagsmahl: Ein Herz für den Genießer



Kalbsherz

Die Fleischtheke von Metzger Gläser ist doch immer eine Inspration. So lag da neulich zwischen allerlei Leckerem von Rind, Schwein und Lamm auch ein Kalbsherz. Da konnte der Genießer nicht widerstehen. Es gibt Leute, die verfüttern so etwas an ihren Hund, dabei verbirgt sich unter dem Fett ein fantastisches straffes Muskelfleisch, das in Süddeutschland als Delikatesse geschätzt wird. Als kaufte der der Genießer die Innerei, ohne zu wissen, was er eigentlich damit machen sollte. (Essen sollte er sie wegen der Gichtgefahr eigentlich nicht, aber toi toi toi, es ging schließlich gut.) Bei der Internetsuche stieß er auf ein einfaches Rezept von Vincent Klink, und danach bereitete der Genießer am Sonntag ein kleines betörendes, aber verspätetes Geburtstags-Dinner zu.

Rosa gebratenes Kalbsherz: pure Energie

Dafür befreite er das Kalbsherz von allem äußeren Fett und halbierte es. Eine Hälfte kam für später in den Tiefkühler, die andere wurde gesalzen und gepfeffert, scharf angebraten und dann für eine Viertelstunde bei 170 Grad in die Röhre gesteckt, bis sie schön rosa war. Im Mund hatte sie eine seltene Konsistenz, mürbe und fest zugleich, die pure Energie.
Für die Sauce wurden Schalotten und Knoblauch angeschwitzt, mit schwarzer Johannisbeermarmelade verfeinert und mit Balsamico abgelöscht. Dazu kam der Bratensatz, der mit einem Schuss Rotwein losgekocht war.

Rosenkohl mit Hütchen von der Schwarzen Walnuss

Als Beilage geb es Gnocchi, Petersilienwurzel-Püree und Rosenkohl – letzterer so, wie ihn der Genießer neulich im Restaurant von Herrn B. in der Gesellschaft Harmonie in Bochum gegessen hatte. Die Röschen wurden mit Scheiben von unreif eingelegten, sog. Schwarzen Walnüssen gekrönt eine wunderbar nussig-süße Ergänzung. (Die leckeren Dinger gibt es übrigens beim Aromafänger).

2001 Barolo "Leon" von Luisin

Ob der burgundische 2001er Barolo „Leon“ von Luisin wirklich der ideale Wein-Begleiter zu dem Gericht war, sei einmal dahin gestellt. Vermutlich wäre ein cassisbetonter Bordeaux zur Schwarze-Johannisbeer-Sauce passender gewesen, doch der rosenduftige kühle Norditaliener füllte den Mund mit samtweichen Tanninen – ein schöner Kontrast zu dem taffen, muskelspielfreudigen Kalbsherz.
Hinterher gab es dann den Schoko-Birnen-Kuchen von der Loire.

Ein leckerer Geburtstag.

Montag, 28. November 2011

Geburtstagskuchen: Tarte aux Poires et Chocolat



Wenn man schon mal Geburstag hat, sollte es auch einen Kuchen geben. Also backte der Genießer einen Schokoladen-Birnen-Kuchen, wie er im Loiretal gern gegessen wird. Denn da sind ungedeckte Obstkuchen die große Spezialität, und die Stadt Blois war früher Sitz einer der größten Schokoladenfabriken Frankreichs. Das passt.
Hier das Rezept, übrigens aus Anne Willans Kochbuch „Frankreichs ländliche Küche“,

Rezept: Schokoladen-Birnen-Kuchen

Mürbeteig:
175 g Mehl
3 EL Zucker
¼ TL Salz
100 g kalte Butter

Weitere Zutaten
125 g Halbbitter-Schokolade, am besten 75 Prozent Kakaoanteil
6 reife Tafelbirnen
1 EL Butter zum Einfetten der Form
Zucker oder Semmelbrösel zu Ausstreuen der Form.

Für die Eiercrème:
1 Ei
1 Eigelb
125 ml Sahne
1 TL Kirschwasser
Crème fraîche zum Servieren.

Zutaten für den Mürbeteig miteinander verkneten, Frischhaltefolie einschlagen und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Schokolade fein hacken.
Birnen schälen, längs halbieren, Kerngehäuse entfernen. Wenn die Birnen noch nicht ganz reif sind, in Zuckerwasser kochen, bis sie nicht allzu weich sind.
Zutaten für die Eiercrème miteinander verquirlen.

Eine Springform ausbuttern und mit Zucker oder Semmelbrösel ausstreuen. Teig ausrollen und die die Form damit auskleiden. Den Teig mit der gehackten Schokolade bestreuen.
Birnenhälften mit der Schnittseite auf ein Brett legen und quer in dünne Scheiben schneiden, aber die Birnenform dabei erhalten. Leicht flach drücken und mit einem Messer oder einer Palette hochheben und mit der Spitz zur Mitte auf die Schokobrösel legen.
Den überschüssigen Rand des Teiges nach innen drücken und alles mit der Eiercrème begießen.
10 Minuten bei 200 Grad backen, auf 175 Grad herunterschalten und so lange backen, bis die Eiercrème gestockt und wie der Teig gebräunt ist.
Am besten lauwarm mit etwas Crème fraîche servieren.

Sonntag, 27. November 2011

Gestern bei Mama: Linsen mit Olivenhähnchen



Gestern habe ich für Linsen mit Olivenhähnchen gemacht. Dafür bereitete ich zuerst eine klassische Linsensuppe zu. Dazu kochte ich erst einmal aus einem Stück Flache Rippe mit Knochen, Sellerie, Möhre, Porree, einer mit Nelken gespickten Zwiebel und einem Gewürzsäckchen mit Pfeffer, Piment und Koriander eine Rinderbrühe. Darin garte ich dann die Berglinsen (zusammen mit einem Stück durchwachsenem Speck), bis sie einigermaßen weich waren, tat dann gewürfelte Möhren und Sellerie sowie in Streifen geschnittenen Porree und einige mehlig kochende, geschälte Kartoffeln dazu. Als alles gar war, fischte ich Speck und Kartoffeln heraus. Den Speck schnitt ich in Würfel, die Kartoffeln zerdrückte ich mit deiner Gabel und gab alles zurück in die Suppe. Es wurde ein sämiges Linsengemüse, das ich mit Salz, Pfeffer und etwas Apfelessig abschmeckte.

Parallel dazu bereitete ich die mit Olivenpaste gefüllten Hühnerbrustfilets zu. Dazu zerteilte ich zwei Hühnerbrüste in jeweils zwei Filets und schnitt sie etwas auf, damit ich sie aufklappen konnte. Dann bedeckte ich sie mit Frischhaltefolie und klopfte sie mit einer schweren Pfanne platt. Die Fleischtranchen bestrich ich mit Olivenpaste, rollte sie auf und band sie mit Küchengarn zusammen. Diese Rouladen briet ich an, bis sie braun waren, löschte mit Milch und etwas Apfelessig ab und salzte ein wenig. Dann schmorte ich sie in einer dreiviertel Stunde fertig.
Es schmeckte großartig. Dennoch meinte Mama: „Das ist nicht richtig. Eine Linsensuppe muss flüssiger sein.“

Donnerstag, 24. November 2011

Muss das sein, Herr Schuhbeck?



Topfgucker: Entdeckungen im Netz 101



Rezensiert: Genießers Beitrag über Bottrop in "Revier für Genießer"
Heute im Fernsehen: RTL-II-Kochprofis in Wetter
Politik:Lehren aus der EHEC-Krise 
Wattenscheider Tafel: Mehr als eine Suppenküche
Ethnologie: Besuch bei Veganern 
Existenz: Auf Currywurst gebaut
Spezialtäten: Mallorca Online
Schöner essen: Foodstylist Rafael Pranschke
Umfrage: Wo geht Bochum aus?
Restaurantkritik: Interview mit dem Chefredakteur des Guide Michelin Deutschland
Sternekoch: Nelson Müller
Wintergemüse I: Schwarzwurzel
Wintergemüse II: Grünkohl
Wintergemüse III: Rosenkohl
Wein: Verstärkte Nachfrage nach Nicht-Bordeux-Weinen 
Bier I: Wirtschaftsfaktor Brauwirtschaft
Bier II: WM im Bierkasten-Curling
Auch das noch: Die peinlichsten Weihnachtsgrußfehler

Ruhrgebietsgastronomie
Bochum: La Bottega del Vino
Dortmund: Tom's kleine Tapas
Dortmund: Restaurant Kolossos 
Duisburg: Zweite Jedermann-Kneipe in Duissern
Essen: Außengastronomie auch im Winter
Gelsenkirchen: Schloss Horst ab nächstem Jahr mit Außengastronomie
Sprockhövel: Eggers tritt dem Verein "Westfälisch genießen" bei

Dienstag, 22. November 2011

Gault-Millau 2012: Alle Bewertungen für Restaurants im Ruhrgebiet



Der Gault-Millau vergibt maximal 20 Punkte für die Küchenleistung eines Hauses. 13 Punkte sind etwa mit einem Michelin-Stern vergleichbar.
Das Ambiente eines Hauses wird separat durch gekreuzte Bestecke gekennzeichnet.




18 Punkte/5 Bestecke Résidence, Essen
18/3 Rosin, Dorsten

16/3 Zum Eichwäldchen, Duisburg
16/3 Hannappel, Essen
16/3 Kölner Hof, Essen
16/3 La Grappa, Essen
16/4 Nero im Schloss Hugenpoet, Essen
16/3 Kurlbaum, Moers
16/3 Landhaus Köpp, Xanten
16/3 Haus Stemberg, Velbert

15/4 Goldener Anker, Dorsten
15/2 Brendel, Duisburg
15/3 Möllecken’s Altes Zollhaus, Mülheim a.d. Ruhr
15/2 Landhaus Nikolay, Schermbeck

14/3 Orangerie im Stadtpark, Bochum
14/3 Henschel, Dorsten
14/2 Oase due, Essen
14/2 Tablo, Essen
14/2 Am Kamin, Mülheim a.d.Ruhr
14/2 Achterrath’s Restaurant, Neukirchen-Vluyn
14/3 Hackbarth’s, Oberhausen
14/3 Opgen-Rhein, Oberhausen

13/1 Achterath’s im Seehaus, Duisburg
13/2 Dettmann’s, Duisburg
13/2 La petite France, Duisburg
13/1 Walsumer Hof, Duisburg
13/2 Akasaka, Essen
13/2 Arabesque, Essen
13/3 Hugenpöttchen, Essen
13/2 Schote, Essen
13/3 Vincent & Paul, Essen

12/3 La Cuisine Mario Kalweit, Dortmund
12/2 Restaurant Schumachers, Duisburg

Sonntag, 20. November 2011

Gestern bei Mama: Hühnersuppe



Gestern habe ich für Mama Hühnersuppe gemacht (ausführliches Rezept hier). Dazu habe ich in der Brühe, die ich vor einiger Zeit aus einem Suppenhuhn hergestellt hatte, gewürfelte Karotten, Sellerie, Wurzelpetersilie, Lauch und einige Hähnchenschenkel ca ¾ Stunde weich ziehen lassen. Kurz vor Schluss kamen noch ein paar blättrig geschnitten braune Champignons dazu. Das weiche Fleisch habe ich von den Knochen gezupft und wieder in die Brühe getan. Abgeschmeckt wurde nur mit Pfeffer und Salz, die Brühe war schon würzig genug. Als Einlage kamen gar gekochte Gabelspaghetti dazu. War lecker, durch die Wurzelpetersilie angenehm süß.

Freitag, 18. November 2011

Genießers Kochkurs: Kochen für Männer Herbst 2011, erster Abend



Ins Cotechino-Brät wird
Zitronenschale gerieben

Am letzten Montag fand der erste Abend des Kochkurses „Kochen für Männer“ in diesem Herbst statt. 


12 kochlustige Teilnehmer hatten sich eingefunden, um ein viergängiges Menü zu kochen, das der Genießer zusammengestellt hatte. Dabei ging es wie immer nicht streng pädagogisch zu, sondern es wurde eine Kochparty nach dem Motto „Learning by doing“. Anfänger guckten sich von versierteren die Tricks ab. Wenn es nicht weiter ging, sprang der Genießer hilfreich ein. Am Ende saßen alle am Tisch und verzehrten unter ehrfürchtigem Schweigen das, was sie am Herd produziert hatten. Der Grund für die Stille: Die Herren waren überrascht, wie gut ihrer Hände Arbeit schmeckte!

Bratapfel mit Blutwurst-Pumpernickel-Haselnuss-Füllung und Senfsauce
Am Samstagabend hatte der Genießer beim Ruhrgebietsmenü im Herner Weinrestaurant „Julius“ dieses tolle Gericht serviert bekommen, und er war begeistert. Also ließ er es im Kochkurs nachkochen. Für die Füllung improvisierte er Rezept, bei dem eine schwarze Ahle Wurscht zum Einsatz kam (Rezept hier). Für die Senfsauce musste ein Rezept des bewährten Alfons Schuhbeck mit einer Mischung aus süßem und scharfem Senf herhalten (Rezepthier). Wieder überzeugte der Zusammenspiel der süßsäuerlichen Äpfel (hier die Sorte Ingrid Marie) mit dem Senf.

Kürbis-Broccoli-Tarte mit Rote-Bete-Dressing
Für diesen Gang griff der Genießer auf ein Gericht aus der Reihe „Gestern bei Mama“ zurück. Allerdings verzichtete er bei der Kürbisfüllung auf die Zugabe von gekochtem Schinken, so dass die Tarte eine rein vegetarische Sache wurde (Rezept hier). Die Teilnehmer lernten vor allem, dass man Mürbeteig am besten mit der Hand knetet. Und ihnen imponierte ein Trick: Damit die Broccoli-Röschen oben auf der Tarte beim Backen nicht verkohlten, wurden sie einzeln mit kleinen Stücken Alufolie abgedeckt. Für einen besonderen farblichen und geschmacklichen Kick sorgte das Rote-Bete-Dressing (Rezept hier).

Cotechino mit Rotweinlinsen und Lorbeerkartoffeln
Auch für den Hauptgang griff der Genießer auf ein Gericht zurück, das er vor Kurzem schon für Mama gemacht hatte: Cotechino nach einem Rezept von Vincent Klink (Rezept hier). Die italienische Kochwurst wurde aus bestem fetten Bio-Schweinebauch und –nacken hergestellt. Beim Durchdrehen des Fleisches lernten die Teilnehmer sehnten sich die Männer nach fertigem Hackfleisch. Doch der Geschmack der guten Zutaten rechtfertigte jede Anstrengung. Als Beilagen gab zwei Kochkurs-Klassiker: Rotweinlinsen (Rezept hier) und Lorbeerkartoffeln (Rezept hier).

Reisauflauf nach Nelson Müller
Und auch beim Nachtisch wurde auf ein Rezept eines Fernsehkochs zurückgegriffen. Der Reisauflauf stammte aus dem Kochbuch des frischgebackenen Essener Sternekochs Nelson Müller und war so, wie ihn meine Mutter auch immer gemacht hatte: Er bestand aus Milchreis, Äpfeln, Rosinen und Eierschnee (Rezept hier). Leider waren die Kochmänner schneller, als der Genießer gucken konnte. Das mühsam steif geschlagene Eiweiß verrührten sie mit den anderen Zutaten so gründlich, dass sich beim Backen der Soufflé-Effekt leider nicht einstellte und der Auflauf nicht aufging. Auch erwies sich die das Rühren der Eigelbe für die Vanillesauce auf dem Herd zu schwierig (Rezept hier). Einfacher wäre es für die Anfänger im Wasserbad gewesen. So gab es statt Vanillesauce Rührei mit Vanillegeschmack als Beilage. Ein großes Malheur war das alles nicht. Der flache Reisauflauf schmeckte auch so fantastisch.


Donnerstag, 17. November 2011

Gault-Millau 2012: Neues aus dem Ruhrgebiet



Am Wochenanfang ist der neue Gault-Millau erschienen, neben dem Guide Michelin der wichtigste Restaurantführer in Deutschland. In Nordrhein-Westfalen wurden 189 Restaurants getestet. Am besten schnitten dabei Joachim Wissler und sein Restaurant "Vendome" in Bergisch Gladbach (19,5 von 20 Punkten) und Nils Henkel mit dem "Gourmetrestaurant Lerbach" (19 Punkte), ebenfalls in Bergisch-Gladbach, ab. Das Ruhrgebiet ist den beiden jedoch dicht auf den Fersen. Frank Rosin (Dorsten) und die "Résidence" (Essen-Kettwig) mit ihrem scheidenden Küchenchef Henri Bach bekamen jeweils 18 Punkte. Als neue kulinarische Metropole des Ruhrgebeits behauptet sich Duisburg. "Achterrath's im Seehaus" und "La petite France" erhielten mindestens 13 Punkte, was so viel wie ein Michelin-Stern sein soll.
Ein detailliertere Auswertung des Gault-Millau erschient hier, wenn der Computer des Genießers wieder funktioniert.

Mittwoch, 16. November 2011

Kleine Blog-Pause



Sorry, der Computer des Genießers streikt und ist in der Reparatur. Neue Posts kommen so schnell wie möglich.

Dienstag, 15. November 2011

Restaurantführer: "Essen geht aus 2012" erschienen



Präsentierten die zehnte Ausgabe von "Essen geht aus": von links Chefredakteur Peter Erik Hillenbach, die Küchenchefs Suvad Memovic (Parkhaus Hügel) und Jeannette Schnitzler (Schnitzlers, Essen-Byfang), Gastgeber Hans-Hubert Imhoff (Parkhaus Hügel), Küchenchef Knut Hannappel (Hannappel, Essen-Horst) und Geschäftsführer Sven Merten (Überblick Medien)

Gestern war die große Präsentationsparty des Restaurantführers "Essen geht aus 2012", und der Genießer war nicht dabei! Der Grund: Gleichzeitig lief sein Kochkurs "Kochen für Männer" an der VHS Herne, und er konnte doch nicht die 13 kochlustigen Herren, die sich dort eingefunden hatten, ohne Aufsicht Mürbeteig kneten und Fleisch durch den Wolf drehen lassen. Doch von diesem Happening in einem späteren Post.

Zum 10. Mal erscheint in diesem Jahr "Essen geht aus", der vom Überblick Verlag herausgegebene Restaurantführer für die Ruhrgebeitsmetropole. Im letzten Jahr hatte es einige Turbulenzen gegeben. Die Muttergesellschaft des Verlags VVA war in die Insolvenz gegangen und Chefredakteur Peter Erik Hillenbach hatte das sinkende Schiff verlassen, so dass die Ausgabe 2011 von einer Interimsbelegschaft herausgebracht wurde. Nun ist aber wieder alles beim Alten. Der Überblick Verlag wurde an den Ruhr-Nachrichten-Verleger Lensing verkauft, Hillenbach erneut angeheuert, und so konnte das neue Heft wieder mit der alten Crew realisiert werden. In bewährter Manier wurden über 200 Restaurants in Essen und Umgebung getestet und zur Rankinglisten zusammen gestellt. News aus der Gastroszene und Einkaufstipps für Leute, die selbst kochen, ergänzen das Ganze. Das Titelbild ist, diese Bemerkung sei erlaubt, das beste, was es je gab. Eine Abendmahlszene mit den wichtigsten Köchinnen und Köchen der Stadt, die Leonardo da Vinci nicht besser hätte malen können.
Die Präsentationsparty im "Parkhaus Hügel" war entsprechend ein Stelldichein der Essener Gastro-Szene. Hier einige Bilder, die der Überblick Verlag dem Genießer zur Verfügung gestellt hat.

Berthold Bühler, Patron der Résidence (Essen-Kettwig)
mit Eric Werner, einem seiner beiden neuen Küchenchefs

Vorspeise von Suvad Memovic, Parkhaus Hügel:
Sanft gegarte Taubenbrust mit lauwarmer Gemüsesülze

Der frischgebackene Michelinsternträger Nelson Müller mischte sich unter die Gäste

Marcel und Marius vom “Paragraf”  freuen sich über ihre Platzierung

 Schrieb das Grußwort zur neuen Ausgabe:
Gourmetmeilen-Initiator Rainer Bierwirth

Fotos: Michael Lübke

"Essen geht aus 2012" ist im Zeitschriftenhandel und hier erhältlich.

Montag, 14. November 2011

Weinrestaurant Julius: Ruhrgebiets-Tapas in Herne




Auch wenn das Kulturhauptstadtjahr vorbei ist, Hartmut Julius Meimberg vom Weinrestaurant Julius in Herne bleibt dem Weg treu, der 2010 mit der Gründung der Köchegruppe ReVier eingeschlagen worden ist. Besonders mit ReVier-Mitglied Mario Kalweit aus Dortmund kocht immer wieder zusammen. Leider konnte der Genießer an ihrem letzten gemeinsamen Menü Anfang Oktober nicht teilnehmen. Am Samstag präsentierte Julius aber ganz allein acht Ruhrgebiets-Tapas in seinem Restaurant. Das konnte sich der Gneießer nicht entgehen lassen. Das Menü war ein fünfstündiger Aromenmarathon, der es in sich hatte, begleitet von souverän ausgewählten Weinen sondergleichen.

Westfälische Pizza aus Kartoffelteig mit Schmand und Mettwurst: ein klasse Einstieg.


Luftige Kartoffelterrine von weißer und lila Kartoffel mit weißer Schokolade auf knallgrünem Kopfsalat-Jus mit luftgetrocknetem westfälischem Schinken. Die Verbindung von Kartoffel und Schokolade war hinreißend. Der Genießer weiß jetzt, was er demnächst ans Püree tut.
Wein: 2010 Weißburgunder trocken, Weingut Später-Veit (Mosel)


Häppchen von fein geräucherter Makrele auf Schäumchen von frischem Meerettich und grünem Senf. Besonders der Senfschaum überzeugte und spiegelte die Aromen des Weins wider.
Wein: 2009 Rheinhessen Riesling trocken. Selection ReVier

Westfälisches Bohnengemüse (Blindhuhn) mit Birne und Brösle von spanischer Chorizo. Die spanische Paprikawurst machte das Gericht überraschend pikant.
Praline von Spanisch Fricco. Das westfälische Traditionsgericht ist von Henriette Davidis überliefert. Julius kombinierte ein Kartoffelgratin mit einem Würfel vom Iberico-Schwein.

Kleiner Bratapfel gefüllt mit Blutwurst, Pumpernickel und Haselnüssen, dazu Sauce vom ReVier-Senf. Die Granate des Abends:. Apfel und Senf gingen fantastisch miteinander.
Wein: 2008 Spätburgunder trocken, Weingut Minges (Pfalz)


Filet vom Landschwein im würzigen Brotmantel aus Kastenpickert-Teig. Nahrhaft und gut!
Wein 2005 Navarra Garnacha Reserva, Bodegas Alconde (Spanien)


Westfälisches Apfel-Tiramisu
Wein: 20o6 Chardonnay Beerenauslese, Weingut Auer (Thermenregion/Österreich)


Zum Abschluss: Förderturm Halbbitter von Meimberg

 Ausgesuchte Weine charmant serviert.