Montag, 25. Februar 2013

armeritta supper club in Dortmund: Private Dining im Loft




Entspannte Atmosphäre beim "Coq au Vin blanc"


In den USA entstanden „supper clubs“ als gesellschaftliche Treffpunkte in den dünnbesiedelten Staaten des Mittelwestens, in Groß Britannien sind „supper clubs“ Jazz-Clubs für die Sub-Kultur. In Deutschland stehen „supper clubs“ für eine Underground-Gastronomie, bei der sich kulinarisch Interessierte im privaten Rahmen treffen, um unter Umgehung der gängigen Gastronomie-Konventionen ein ungezwungenes Ess-Erlebnis zu haben. Das Restaurant im Wohnzimmer: die unbekannten Koch-Fähigkeiten der Gastgeber verbunden mit einem Blick in eine bislang ungesehen Privatsphäre machen einen „supper club“-Abend zu einem unperfekten Live-Erlebnis des „perfekten Dinners“. Gutes Essen und lockere Kommunikation als ursprüngliche Spielart der Gastronomie, nahe an der Person des Gastgebers, aber durch das Bezahlen eines mehr oder weniger freiwilligen Menüpreises von angenehmer Unverbindlichkeit.

Professioneller Service: Perik und Patricia

Perfektes Team: Perik und Pia


Arme Ritter gelten als volkstümliches Gericht in der westfälisch-rheinischen Ruhrgebietsküche. In Dortmund hat die Grafikerin Patricia den „armeritta supper club“ gegründet und die in Rührei ausgebackenen Brot- oder Zwiebackscheiben in einen kulinarischen Rap-Rhythmus gebracht. In gewissen Abständen zaubert sie in ausgesuchten privaten Refugien Menüabende, zu denen sie auf einer Internetseite oder auf Facebook einlädt. Freunde und Bekannte tauchen dann auf, aber auch wildfremde Menschen, die einfach das Abenteuer beim Essen suchen. Und da kommen sie im „armeritta supper club“ voll auf ihre Kosten. Denn Patricia bringt kein Hip-Hoppelpoppel auf den Tisch, sondern ausgebuffte Menüs, bei denen sie sich als Koch-Amateurin im ursprünglichen und besten Sinne des Wortes ausweist – als Koch-Liebhaberin.

Genuss unter Aufsicht

Letzten Samstag traf sich eine muntere Truppe von 14 Underground-Essern im Hinterhof-Loft des Dortmunder Kultur- und Gastro-Journalisten Perik Hillenbach, und der Genießer war auch dabei. Patricia, Perik und seine Frau Pia zauberten ein Menü auf den Tisch, das glatt drei P’s verdient hat – eine Symphonie der Köstlichkeit mit dem Charme des Unvollkommenen.


 Arbeit am Herd


 Spaß am Tisch

Hier eine kleine optische Präsentation des langen Abends.

Zum Empfang hausgebackene Grissini


Da kriegt sogar Jack Nicholson Hunger:
Leberpastete vom Landhuhn mit Portweingelee, hausgebackenes Brot 
  
Farbenspiel wie bei Joseph Beuys:
Spinatsüppchen mit Wachtelei 

 Fantastische Rohkost:
Salat von Roter Bete mit Ziegenkäse


 Einfach nur großartig:
Coq au Vin blanc vom Label-Rouge-Hähnchen, hausgemachte Bandnudeln, grüne Böhnchen


 Süßer Abschluss:
Schokoladen-Tarte mit Mandeln und Kardamom, Vanilleeis mit Rotweinkorinthen, Espresso


 Knabberspaß zum Digestif:
Gefrorene blaue Trauben, Schokolade, Baiser

 Hinterher:
Ein roter Dão aus Portugal

 Hatte auch Hunger: Mary Poppins

Drei P für die Gastgeber: Patricia, Pia, Perik

Die Weine hatte Perik vomWeingut Sonenbuerg, Erwin Sauerwein, Palzem an der Mosel, besorgt: 2011er Auxerois Trocken, 2011er Blauer Spätburgunder, Blanc de Noir, weiß gekeltert,2007er ALBUS Elbling Winzersekt Extra Brut, traditionelle Flaschengärung, handgerüttelt.

Wer sich über weitere Veranstaltungen des "armeritta supper club" informieren möchte: klick hier


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