Montag, 25. März 2013

Kult(ur)-Weinmesse: Zum letzten Mal auf Zollverein



Gelungene Veranstaltung:
Thilo Marquaß von der Weinhandlung "Rolf Kaspar"

Allen Grund zu strahlen hatte Thilo Marquaß von der Essener Weinhandlung „Rolf Kaspar“. Seine „Kult(ur)-Weinmesse“ auf Zeche Zollverein am Vorabend er „ProWein“ in Düsseldorf war ein voller Erfolg. Über dreißig in seinem Sortiment vertretene Winzer aus aller Welt hatten sich eingefunden, um den Kunden von „Rolf Kaspar“ ihre Weine zu präsentieren. Und neben dem edlen Rebensaft war natürlich auch die schöne Kunst vertreten, nämlich in Gestalt von Christian Nienhaus, der anlässlich der „Kult(ur)-Weinmesse“ zwei Etiketten entworfen hatte. Die hocherotischen Akte zierten 50 Magnum-Flaschen des italienischen Merlots „Notte a San Martino“ vom Gardasee, die zu Gunsten der „Manuel Neuer Kids Foundation“ verkauft wurden.

 Vielbestaunt: Bilder und Künstleretiketten von Christian Nienhaus

Der Umzug aus der großen Halle 12 in die kleiner Veranstaltungshalle des Casino Zollvereins war ein voller Erfolg. Die etwa dreihundert Gäste drängten sich an den Ständen, um die Weine zu probieren, aber es war nicht so voll, dass keiner an die Reihe kam. Das Casino Zollverein hielt ein paar Häppchen zur Verpflegung bereit, von denen den Genießer besonders die Focaccia mit Oliven, Ofentomaten und Salami begeisterte. Trotz des Erfolges war es das letzte Mal, dass die „Kult(ur)-Weinmesse“ auf Zollverein stattfand. Ab 2014 wird sie im wieder im „Stadtgarten Steele“ stattfinden, der jetzt unter der Leitung der Imhoff GmbH steht.

 Wieder dabei: Katie Jones
mit ihrem "Rouge" und "Fitou"

 Nach wie vor erfrischend:
Frank Spiegel und sein Grauburgunder

 Schenkte den Künstlerwein aus: Giovanni Olivini

Der Genießer nutzte die Gelegenheit, alte Bekannte zu besuchen. So frischte er noch einmal am Stand des Weinguts Ellermann-Spiegel die Erinnerung an Grauburgunder und Gewürztraminer auf, die er neulich bei einer großen Weinprobe kennen gelernt hatte. Bei Pompaelo Wines verkostete er Norrel Robertsons große Weine aus dem spanische Calatayud, „El Puño“ und „Dos Dedos de Frente“, bei Katie Jones ihren „kleinen“ Rouge und den „großen“ Fitou. Und natürlich ließ er sich auch noch einmal den „Notte a San Martino“ schmecken, dessen füllige Gaumenschmeichelei so gut zu den weichen Rundungen der Frauenakte auf den Künstleretiketten passt.

 Elegantes aus dem Piemont bei Denise Marrone

 Große Nebbiolo-Weine

Neu waren für den Genießer die Piemontesischen Spezialitäten des Barolo-Weingutes Marrone aus La Morra. Die charmante Denise Marrone schenkte mit strahlendem Lächelns die Produkte ihres Hauses aus, die von einzigartiger Eleganz sind. Der „Dolcetto d’Alba“ und der „Nebbiolo Langhe“ wiesen dabei den Weg, den der Barbaresco und der Barolo des Hauses dann virtuos weiter schritten. Leider stand der Lagen-Barolo „Pichemej“ nicht zu Verkostung an, doch da wird der Genießer auf der „ProWein“ noch einmal nachverkosten.

 Nachhaltiges aus dem Languedoc:
Bernd Köhler von Chateau Moyau

Am Stand von Chateau Moyau hatte sich der Genießer gern noch länger aufgehalten, doch neigte sich da die „Kult(ur)-Weinmesse“ schon dem Ende entgegen. In der Languedoc-Appellation „La Clape“ hat sich der deutsche Geschäftsmann Bernd Köhler einen Traum erfüllt und produziert tiefe, fruchtige Weine, die Südfrankreich alle Ehre machen. Schon der Einstiegsweine „Petite M“ überzeugte mit einer komplexen und doch unkomplizieren Fruchtigkeit, die dann „Terre de Pierres“, „Enfin“ und der Spitzen Wein „1792“ mit immer nachhaltiger werdender Mundfülle unterlegten.

 Die Kult(ur)-Weinmesse fand das
letzte Mal auf Zollverein statt.



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