Dienstag, 28. Mai 2013

Restaurantführer „Duisburg geht aus“ erstmals erschienen



Was die Gastro-Szene betrifft, kamen in letzter Zeit nur wenig erbauliche Nachrichten aus der westlichen Ruhrgebiets-Metropole Duisburg. Der renommierte und alteingesessene „Gasthof Brendel“ musste zwangsversteigert werden, Aushängeschilder wie die „Achterath’s Seehaus“ an der Wedau oder die „Schifferbörse“ in Ruhrort mussten Insolvenz anmelden. Da war es geradezu ein Mut machendes Zeichen, dass der Dortmunder Überblick-Verlag gestern die erste Ausgabe des Restaurantführers „Duisburg geht aus“ präsentierte. Er schließt damit eine Lücke in seinem Portfolio. Zusammen mit „Essen…“, „Bochum…“ und „Dortmund geht aus“ wird jetzt so ziemlich das gesamte Ruhrgebiet abgedeckt.

Michael Köster und Sven Merten

Geschäftsführer Sven Merten und Chefredakteur Michael Köster fanden ganz professionell entsprechend tröstliche Worte und wiesen darauf hin, dass es in Duisburg und Umgebung doch zahlreiche immerhin vom Gault-Millau hoch dotierte Restaurants gebe.

Allein der Ort der Präsentationsparty war zukunftsweisend. Unter neuer Leitung ist das „Seehaus“ nämlich nach wie vor präsent, und auf der Terrasse am Ufer der Wedau konnten die Gäste den ersten sonnigen Abend genießen, den dieser Frühsommer seit langer Zeit bereithielt. Und auch Dirk Brendel kocht in seinem neuen Bistro „Einfach Brendel“ weiter.

Über 200 Restaurants, Hotels und kulinarische Adressen wurden für „Duisburg geht aus“ getestet und in 9 Top-Tens bewertet. Auch Häuser aus der Umgebung sind darunter, wobei der Verlag allerdings z.T. auf letztjährige Texte aus „Essen geht aus“ zurückgriff. So stammen mit dem Spitzenreiter „Akazienhof“ nur sechs der zehn Häuser aus der Top-Ten „Gourmetrestaurants“ aus Duisburg, die anderen sind Reverenzen an Mülheim, Oberhausen und Neukirchen-Vluyn.

Sechs Köche und die Herausgeber präsentierten das Magazin.
Foto: Michael Alisch

Untermalt wurde die Präsentationsparty von einer kleinen Leistungsschau der ausgezeichneten Restaurants. Im warmen Licht eines traumhaften Sonnenuntergangs an der Wedau konnten sich die Gäste „Duisburg geht aus“ schmecken lassen.


Originell: „Dat Berta ihre Fischsupp“ von Ralf-Jürgen Roßbach
(Seehaus an der Wedau, Platz 3 „Klassisch & modern“)
 
Der Favorit des Genießers: „Gebackenes Lachs-Sashimi mit Wasabi-Gurken“ von Jörg Hackbarth (Hackbarth’s, Platz 8 „Gourmetrestaurants“)

Optisch überzeugend: „Lolli von der geräucherten Barbarie-Ente“ von Günter Rönner
(Akazienhof, Platz 1 „Gourmetrestaurants“)

Urlaubskost: „Tumbet mit Pinchitos de pollo“ von Patrik Bankow
(Bodegas de Puerto, Platz 9 „Mediterran“)


 Strohhalmweich: „Kalbsbäckchen auf Kartoffelstampf und Pastinakenchips“ von Kai Malczewski (Hotel Rheingarten, so neu, dass nicht gelistet)

 Betörung: „Waldhimbeeren mit Champagnerpunsch und Limettensorbet“ von Gregor Schuber
(Inside, Platz 2 „Gourmetrestaurants“)


Für die großzügige Weinauswahl sorgte die Essener Agentur Bierwirth. Hier bündelt ein „Saar Riesling“ von Van Volxem die Abendstimmung an der Wedau im Glas.


Duisburg geht aus. 164 Seiten. Zeitschriftenformat. Überblick Medien GmbH. 7,90 Euro. Erhältlich im Zeitschriftenhandel oder hier im Internet.


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