Dienstag, 5. November 2013

Restaurantführer „Bochum geht aus 2014“ erschienen



Stolz wie Kloppo: Chefredakteur Peter Erik Hillenbach

Die dritte Ausgabe des Restaurantführers „Bochum geht aus“, die gestern in „Diergardts Kühlem Grund“ in Hattingen vorgestellt wurde, muss leider einen etwas bedrückenden Status Quo der Bochumer Gastro-Szene dokumentieren. Die beiden Läden, die in den letzten Jahren die Spitzenplätze der Top-Ten „Gourmet-Restaurants“ belegten, gibt es nicht mehr. Die „Orangerie im Stadtpark“ und „Herr B.“ mussten in diesem Sommer schließen. Zwar gibt es Neueröffnungen wie den „Herr B.“-Nachfolger „Restaurant Harmonie“ oder „Heimat“ an der Stiepeler Dorfkirche – „Franz Ferdinand“ im ehemaligen „Tierpark’s“ schaffte es wegen des Redaktionsschluss nicht mehr in die Test-Runde -, die die Lücke schließen könnten, doch ist es noch zu früh, hier die Entwicklung abzusehen.

Bei den „Gourmet-Restaurants“ steht jetzt der „Livingroom“ an erster Stelle, ein folgerichtige und auch gute Wahl. Doch sie zeigt auch, wie die Qualitätsansprüche, mit der die das Bermudadreieck mit seinem aufs studentische Publikum abzielenden Party-Catering große Erfolge feiert, letztendlich das Niveau der Bochumer Gastronomie prägt. Die erfolgreichste gastronomische Einrichtung des letzten Jahres war bezeichnenderweise kein richtiges Restaurant, sondern die „Knüppelknifte“, die als ambulante Einrichtung auf der Bühne des Konrad-Adenauer-Platzes das Kindergeburtstagsvergnügen Stockbrot für die Bochumer Stadtjugend inszeniert. Betrachtet man die national erscheinenden Restaurantführer, ist übrigens das japanische Restaurant „Takeshi“ jetzt der höchst-dekorierte Laden in Bochum, und es steht auch im Ranking „Von Tunis bis Tokio“ an erster Stelle.

So ist es mehr als tröstlich, dass Bochum das kulinarische Hinterland von Hattingen und vom EN-Kreis ist. Die dort ansässigen Landgasthöfe, die in „Bochum geht aus“ eine eigene Top-Ten haben, spielen mittlerweile auf einer Qualitätsklaviatur, die Zeichen setzt. So war es goldrichtig, die Präsentation von „Bochum geht aus 2014“ in „Diergardts Kühlem Grund“ in Hattingen, dem Spitzenreiter des Rankings, zu veranstalten.

 Friedel Diergardt hält eine muntere
Laudatio auf die Bochumer Köche

Hugo Fiege beschwörte den Zusammenhalt der Region.
Links Verlags-Geschäftsführer Sven Merten.

Für die Fans des Blogs „Genussbereit“ bringt der Genießer wie gewohnt eine Parade der Häppchen, die die im Heft erwähnten Gastronomen für diesen Event hergestellt hatten. (Für die Fotos von den Rednern des Abends möchte sich der Genießer entschuldigen. Aber traditionsgemäß halten die Verantwortlichen der „Geht Aus“-Hefte ihre Gesichter immer dahin, wo keine Lampe hin leuchtet. Und das überfordert einen Amateur-Fotografen wie mich und meine kleine Kamera immer wieder.)
 
Westfälisches Zwiebelfleisch vom Roastbeef – 
Kartoffel und Senf
P. Diergardt - Diergardts Kühler Grund

Capuccini von der Gänsecrème – Trüffelschaumhaube – Sesam-Blätterteig-Praline und Segel von geräucherter Gänsebrust
T. Weiß – Gasthaus Weiß

Crunchy Tuna Roll mit eingelegtem Ingwer - serviert mit Shiso-Kresse, Wasabimayonaise und Thai-Pesto
M. Amada – Tapasia

Bigoli mit Entenragout
A. Casagrande - Bassano

Filet vom Kabeljau auf Rahmsauerkraut und Blutwurstpüree
J. Mucha – Beckmannshof

Sauerbraten – Rotkohl – Kürbis
L. Demiri – Waldhaus

Käseüberraschung
J. Kasprzak – Oekey

„Hof-Töpfchen“ – Bisquit-, Kaffee- und Nougatmousse – Pflaumenkompott – Tonkabohne
D. Schwind - Strätlingshof

"Bochum geht aus 2014" gibt es für 7,90 Euro im Zeitschriftenhandel oder hier im Internet.


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