Montag, 6. Juni 2016

Spektakuläre Weinprobe: Der „alte fränkische Satz“ bei Slow Food Essen



Schöne Auswahl von Raritäten

Bereits Ende April veranstaltete Slow Food Essen im Café Machwatt des Essener Beginenhofs eine spektakuläre Weinprobe zum „Alten fränkischen Satz“ mit sensationellen Weinen von wurzelechten Reben. Solch eine breite Probe hat es bisher nur drei oder vier Mal gegeben - fast ausschließlich nur im Frankenland.

Die Reblaus-Plage brachte Anfang des 20. Jhdts.
dem deutschen Weinbau fast das Aus.

Bis zur großen Reblaus-Plage Anfang des 20. Jahrhunderts war es in Deutschland durchaus üblich, im Weinberg verschiedene Rebsorten, den „gemischten Satz“, anzubauen und dann auch gemeinsam zu Wein zu vergären. Erst als man dazu übergehen musste, traditionelle Rebsorten auf reblausresistente Wurzelstöcke zu propfen, kam es auf, sortenrein zu produzieren.

In wenigen Lagen in Franken hat sich der alte Satz von vor 1900 bis in die heutige Zeit „retten“ können. Mit einem Anteil von gerade einmal 0,12 Prozent (7,5 Hektar) der gesamten fränkischen Rebfläche ist der „Alte fränkische Satz “ allerdings doch in seiner Existenz bedroht. So wurde er vor kurzem ein Passagier der „Arche des Geschmacks“ von Slow Deutschland.

Am 29. April 2016 war es endlich soweit. Elf Weine „Alter fränkischer Satz“ sowie einen „Alten Satz“ aus dem Badischen konnte Slow Food Essen verkosten. Um zu erfahren, um welche Weine und Rebsorten es sich dabei handelte, klicken Sie bitte hier zum großen Verkostungsbericht.

Der Blaue Kölner ist eine alte Rebsorte.


Winzer Hartmut Scheuring pflegt
den alten fränkischen Satz.

Slow Food Essen verkostet.


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