Dienstag, 28. Februar 2017

Bloggertreffen bei Pia Engel Nixon



Pia und der Fischgang

Am Rosenmontag konnte der Genießer an einer Karnevalsparty ganz besonderer Art teilnehmen. Pia Engel Nixon hatte zu einem pappnasenfreien Bloggertreffen in ihr (noch) neues Restaurant NIXON in Gelsenkirchen eingeladen. Die aus Herne stammende Köchin mit der kessen Kurzhaarfrisur, der extravaganten Brille und dem poetischen Namen hat sich, seitdem sie wieder im Lande ist, zu einer ganz besonderen gastronomischen Marke im Ruhrgebiet entwickelt. Lange Zeit war sie in Australien, wo man die Vielfalt der kulinarischen Erscheinungen der ganzen Welt erfahren kann. Back to the roots fiel sie mit verschiedenen Aktionen auf. Zuletzt drehte sie gemeinsam mit Frank Rosin die Videos für dessen Internet-Kochschule und übernahm auf seine Anregung hin auch das Restaurant im Golfclub Haus Leythe.

Wenn's mal ein Denkmal geben sollte...

So wundert es nicht, dass sieben Kochblogger aus der Region die Einladung zum gemeinsamen Kochen annahmen. Neben dem Genießer kamen Elke von Herzstück, Tine von Pottlecker, Ilona von No Fastfood Today, Gabi von USA kulinarisch, Florian von Big Meat Love und Sascha von Lecker muss es sein. Zusammen mit Pia und ihrem Jungkoch Michael Hess stellten sie die Küche auf den Kopf, schnippelten, brutzelten, kochten und richteten an. Daneben wurde viel übers Kochen und Bloggen geredet, natürlich gut gegessen und ausgezeichnet getrunken. Die begleitenden Weine hatte Sebastian Banhold von Getränke Possemeyer spendiert, der sie auch kompetent kommentierte.

 Pia und Jungkoch Michael Hess

 Noch wird brav zugehört

Doch dann ging's rund.

 Kompetente Weinberatung von Sebastian

Hier also das Menü, das Pia Engel Nixon kreiert hat und von den Kochbloggern ausgeführt wurde. Wer Hunger drauf bekommt, kann es noch im Rahmen des Menue-Karussells bis Ende März bei Pia im Restaurant essen.

Surf &Turf Carpaccio vom Wagyu und Blue Marlin | Baby Mangold | Pecorinokäse | Balsamico Vulkansalz
Wein: Rosé vom Zweigelt, Dürnberg (Österreich)

Schaumsuppe von Beluga Linsen | Entenpraline | Pecanusscracker
Groh Grauburgunder vom Weingut Heinrich Groh (Rheinhessen)

Filet vom Loup de Mer | Blumenkohl-Mandelpüree | Pastinakenchips | Schwarze Walnuss | Weisse Schokolade
Sauvignon Blanc vom Weingut Hörner (Pfalz)

Flanksteak vom “Australischen Weideochsen” (in Zedernholz gegart) | Kräutersaitlinge | Dauphinkartoffeln Kubeben-Pfefferjus
Aglianico Irpinia von Vinosia (Kampanien/Italien)


U.S. Apple Pie – Nougatcrumble | Popcorneis Amalfizitrone | Crème Frâiche
Riesling Kabinett „Saarburger Rausch“ von Forstmeister Geltz Zilliken (Mosel) 

 Sascha bereitet die Pastinakenchips vor.

Flinke Hände überall

Jugend forscht: Michael und Tine

Fachsimpelei übers Fleisch: Florian und Pia

Ruhe vor dem Sturm

Profi bei der Arbeit

 Mädchenküche: Pia und Ilona


 Happen zwischendurch: 
Gepökeltes und geräuchertes Iberico-Schwein


 Gestandene Köchinnen: Gabi, Elke und Pia

Schwatzen und trotzdem nix anbrennen lassen:
Pia und Tine beim Multitasking

 Salz- und Gewürzmischungen

 Entenpralinen für die Linsensuppe

Alles wird dokumentiert.

Hier wird angerichtet.

Das Pecanuss-Segel wartet auf den Suppenozean.


Fleisch im Sous-Vide-Bad.


 Nachtisch muss auch sein.


 Auch die Tischkultur wurde nicht vergessen.


NIXON Restaurant by Pia-Engel Nixon
im Golfclub Haus Leythe, Middelicher Str. 72, 45891 Gelsenkirchen
www. restaurantnixon.de
www. getraenke-possemeyer.de


Hier ist der Bericht von Big Meat Love. Klick hier.
Hier ist der Bericht von No Fastfood Today. Klick hier. 
Hier ist der Bericht von USA kulinarisch. Klick hier.

Sonntag, 26. Februar 2017

Grünkohl-Essen von Slow Food Bochum




Zum Abschluss der diesjährigen Saison traf sich Slow Food Bochum am 22.2.2017 zu einem großen gemütlichen Grünkohl-Essen in Katrins Manufaktur "im Glas". Die Teilnehmer hatten zu Hause verschiedene Gerichte mit dem Wintergemüse zubereitet, die in der Manufaktur-Küche ihr Finish bekamen.

Aufgetragen wurden:

Knusprige Grünkohl-Chips von Wiebke zum Knabbern.
(Rezept hier)

Mit Orangen-Dressing massierter Grünkohl-Salat von Katrin und Peter.
(Rezept hier)

Grünkohl-Crème-Süppchen von Dieter (Rezept hier)

Asiatisches Grünkohl-Curry mit Lachs von Monika.
(Rezept hier)

Klassischer Grünkohl mit hausgemachtem Pinkel von Peter.
(Rezept hier)

Grünkohl-Dessert mit Yoghurt und Quinoa-Crunch von Katrin.
(Rezept hier)







Noch mehr schöne Bilder auf Facebook. Klick hier.


Mittwoch, 22. Februar 2017

Hausgemacht: Pinkel nach Genießerart




Es sind immer wieder die appetitlichen Bezeichnungen, durch die die Spezialitäten der norddeutschen Küche nicht nur dem Feinschmecker auffallen. Eine Spitzenposition nimmt dabei gewiss Pinkel ein, jene Grützwurst, die traditionell zum Grünkohl gegessen wird. In gut geführten Metzgereien kann man sie selbstverständlich fertig kaufen, aber es ist auch gar nicht schwer, sie selbst zu machen.

Selbst gerollter Pinkel.

Neben Schweinefleisch ist Grütze Hauptbestandteil von Pinkel. Dieses nicht minder seltsame Wort lernte ich als Kind – wie kann es anders sein – erstmals bei der Karl-May-Lektüre kennen, als in „Winnetou III“ der Westmann Sans-Ear in einem launigen Dialog darüber spekuliert, wer denn mehr Grütze im Kopf habe, seine hässliche Stute Tony oder Old Shatterhand. Den marmeladigen Frucht-Nachtisch „Rote Grütze“, der mich nie wirklich überzeugen konnte, lernte ich erst später kennen. Gestern, bei den Vorbereitungen zum großen Grünkohl-Essen zum Saisonende dieses Wintergemüses von Slow Food Bochum, kaufte ich dann zum ersten Mal in meinem Leben echte Grütze.

Grütze wird durch spezielles Mahlen aus verschieden Getreidesorten gewonnen, es gibt u.a. Hafer-, Weizen- oder auch Buchweizengrütze. Kleie ist etwas feiner. Bulgur ist gedämpfte Weizengrütze, Haferflocken bestehen aus gedämpfter und gewalzter Hafergrütze.

Für meinen Pinkel verwendete ich Buchweizengrütze, die einzige, die ich nach einer kleinen Odyssee durch verschiedene Bioläden endlich in der Cerealienabteilung eines auch von vielen türkisch- und polnischstämmigen Mitbürgern frequentierten Real-Marktes in Bochum fand. Hafergrütze wie im ursprünglichen Rezept vorgesehen war nicht aufzutreiben. (Sicherlich hätte ich auch Haferkleie oder Haferflocken verwenden können, aber dann wär’s ja keine Grützwurst mehr gewesen , klaro?)

Den Schweinebauch drehte ich selbst durch.

Beim Fleisch erinnerte ich an eine Rezept von Vincent Klink für italienischen Cotechino (klick hier) hier und ließ mir beim Biometzger gut durchwachsene Schweinenacken durchdrehen. Dieses Hackfleisch ergänzte ich mit fast der gleichen Menge selbst durchgedrehten fetten Schweinebauch.

Diese Hackfleisch-Mischung verknetete ich zusammen mit weich gedünsteten Zwiebelwürfeln und würzte sie traditionelle mit Pfeffer, Salz, Majoran und zerstoßenem Piment. Für etwas Frische gab ich noch den Schalenabrieb eine Zitrone dazu.

Professionelle Metzger geben zur Unterstützung der Bindung Eiswürfel an die Wurstmasse; Vincent Klink nimmt dafür in seinem Cotechino-Rezept eiskalte Milch. Ich machte es mir einfacher und mischte einfach ein Ei unter die Masse. Zu Bällchen geformt und gebraten wären dabei sicher schöne Frikadellen herausgekommen. Doch ich rollte die Masse zu Würsten, die ich stramm in Frischhaltefolie wickelte und dann beim anderthalbstündigen Kochen des Grünkohls mitziehen ließ.


Rezept: Pinkel nach Genießerart
Für 4 Portionen

300 g durchgedrehte gut durchwachsene Schweineschulter
300 g durchgedrehten fetten Schweinbauch ohne Schwarte
200 g Buchweizengrütze
250 g Zwiebeln
½ EL zerstoßene oder gemahlene Pimentkörner
½ EL Majoran
Schalenabrieb einer Zitrone
Salz, Pfeffer
Schweineschmalz
1 Ei

Zwiebeln fein würfeln und in Schmalz weich dünsten, ohne dass sie Farbe annehmen. Abkühlen lassen.
Hackfleisch, Buchweizengrütze und abgekühlte Zwiebeln gut miteinander vermischen. 1 Ei unterheben. Mit Piment, Majoran, Pfeffer und Salz kräftig würzen. Zitronenabrieb untermischen.
Aus dem Hackfleischteig mehrere Würste formen und in Frischhaltefolie wickeln. An den Enden wie Bonbons stramm abbinden.
Würste zum Grünkohl geben und beim Kochen anderthalbs Stunden mitziehen lassen. Fertige Würste aus der Folie wickeln und in Scheiben schneiden.


Rezept: Grünkohl klassisch
Für 4 Portionen

1 kg Grünkohl
300 g durchwachsener, geräucherter Speck
400 g Zwiebeln
50 g Schweineschmalz
40 g Buchweizengrütze
1 El Zucker
4 Mettwürstchen
500 ml Rinderfond (Glas) und Speckbrühe
1 TL gekörnte Gemüsebrühe
Pfeffer, Salz


Speck etwa 30 Minuten lang in Wasser köcheln lassen.
Grünkohl zupfen und waschen. Kurz in kochendem Wasser blanchieren, abgießen und abtropfen lassen. Zwiebeln fein würfeln.
In einem großen Topf Schweinschmalz auslassen. Zwiebelwürfel und Buchweizengrütze darin glasig schwitzen. Grünkohl und 1 EL Zucker dazugeben und ebenfalls anschwitzen lassen.
Ein Glas Rinderfond mit etwas Speckbrühe auf 500 ml auffüllen und 1 TL gekörnte Gemüsebrühe darin verrühren. Den Grünkohl damit auffüllen. Aufkochen lassen.
Pinkel-Würste, angestochene Mettwürste und gekochten Speck dazugeben und etwas im Grünkohl vergraben. Anderthalbstunden bei niedriger Hitze köcheln lassen, bis der Grünkohl weich ist.
Würste und Speck herausnehmen. Pinkel aus der Folie holen. Alles in Scheiben schneiden. Grünkohl eventuell mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Grünkohl mit Würsten und Speck anrichten. Dazu schmecken Bartkartoffeln.





Montag, 20. Februar 2017

Genussbereit auf Facebook 13



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Aktion Essener Köche zur "Grünen Hauptstadt Europas". Klick hier
WAZ-Aktion "Beliebte Pizzerien in Essen". Klick hier
Oberhausener Café "Pictron" schließt. Klick hier
Café "Mocca Nova" in Mülheim. Klick hier
Netzwerk "Gute Lebensmittel im Revier". Klick hier
Neues Konzept für Dortmunder Sternelokal "Palmgarden". Klick hier
Kolpinghaus Höntrop wieder geöffnet. Klick hier
Gourmet-Restaurant "Die Schneiderei" in Dortmund. Klick hier
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Hygiene-Ampel in Essen. Klick hier