Samstag, 27. Februar 2010

Gestern bei Mama: Chili con carne mit Spiegelei sunnyside up



Gestern bei Mama war eigentlich heute und hätte diesmal auch „Kochen für Männer“ heißen können. Denn heute habe ich für Mama jenes „Chili con carne nach Tim Mälzer“ gemacht, das der Genießer mit den Jungs im Kochkurs am letzten Montag gekocht hatte (Rezept hier). Dabei verzichtete ich auf die großzügige Zugabe von Cayennepfeffer. Auch musste eine einzige frische Chilischote reichen. Stattdessen tat ich einen Teelöffel meiner Allzweckwaffe Ananasmarmelade dran, und das Ergebnis war sehr überzeugend - nicht zuletzt wegen der vier Stücke Zartbitterschokolade, die dem Ganzen den wirklich letzten Pfiff gaben. Im Nachhinein fand ich, dass in der Senioren-Version des texanischen Nationalgerichtes Gehacktes die bessere Fleischeinlage gewesen wäre, aber Mama beschwerte sich nicht über das kernige Gulasch-Fleisch, das ich verwendet hatte. Das nächste Mal mache ich es aber nicht mehr in dreißig Minuten auf dem Herd, sondern bei niedriger Hitze in mindestens zwei Stündchen in der Röhre. Dann wird das Fleisch garantiert butterzart. Die Paprika tue ich dann eine Stunde vor Schmor-Ende dazu.
In Erinnerung an einen Urlaub in Texas mit der Karl-May-Gesellschaft servierte ich das „Chili con carne“ mit einem Spiegelei und etwas Salat. Genauso wurde es in den texanischen Ho- und Motels zum Frühstück angeboten. Das brachte uns deutsche Cowboys wieder in den Sattel um Winnetou zu suchen, wo er niemals war.

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