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Montag, 27. April 2026

Frühlingslust: Egg Muffins mit Spinat und Feta


So ein Single-Haushalt wie der des Genießers hat an einer Packung Tiefkühl-Blattspinat wahrlich eine Menge zu kauen. Jedenfalls war nach meinem Experiment mit der Bärlauch-Spinat-Blauschimmelkäse-Tarte-Tatin von neulich (klick hier) noch so viel übrig, dass ich eine weitere Spinat-Käse-Kombination ausprobieren konnte. Auf Instgram hatte ich ein auf Englisch verfasstes Rezept gefunden, Spinach and Feta Egg Muffins. Beim Übersetzen(lassen) fiel mir auf, dass ich egg muffin ganz einfach mit dem deutschen Wort Eierkuchen wiedergeben konnte; dann aber, nachdem ich mich entschlossen hatte, das Rezept zu verfeinern und den Spinat ordentlich mit Knoblauch abzuschmecken, was nach meinem Geschmack unbedingt erforderlich ist, dachte ich daran, das ganze italienisch frittata zu nennen. Weil ich die Eierküchlein dann aber in Muffinförmchen buk, blieb ich dann bei der englischen Bezeichnung.





Dass die kleinen Dinger einfach wunderbar schmeckten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Und für den optischen Gipfel der Appetitlichkeit sorgte wieder einmal das wunderbare Frühlingslicht auf meinem Balkon.


Rezept: Egg Muffins mit Spinat und Feta

Ergibt 6 Stück

6 große Eier
125 ml Tasse Milch
1/2 TL Salz
1/4 TL Pfeffer

250 g frischer oder tiefgekühlter Blattspinat
80 g Feta
1-2 Frühlingszwiebeln
Rapsöl
geriebene Muskatnuss
1-2 Knoblauchzehen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.
6 Muffinformen ausbuttern.
Eier, Milch, Pfeffer und Salz Muskatnuss schaumig rühren.
Frühlingszwiebeln fein würfeln in etwas Rapsöl andünsten. Frischen Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen bzw. TK-Spinat darin sanft (ca. 8 Minuten) auftauern lassen. Feta klein würfeln und unter den Spinat rühren, dabei einige Würfel zurückhalten. Mit Pfeffer, Salz, durchgedrücktem Knoblauch und geriebener Muskatnuss würzen.
Spinatmischung gleichmäßig auf die Formen verteilen. Jede Form zu ¾ mit der Eiermischung auffüllen. Restliche Fetawürfel darauf verteilen.
20–25 Minuten goldbraun backen. Evtl. unter dem Grill kurz nachbräunen. Etwas abkühlen lassen, rundum mit einem spitzen Messer lösen und aus dem Formen gleiten lassen.

Weitere Rezepte:
Frittata mit wildem Spargel klick hier
Ratatouillekuchen mit Tomatensauce klick hier
Tomatenmuffins klick hier

Dienstag, 13. Dezember 2022

Adventsküche: Winterpasta aus Kichererbsenmehl mit geschmortem Spitzkohl, Semmelstoppelpilzen, Walnüssen und frittierten Zwiebeln


Vor etwas über zehn Jahren erlitt ich einen Gichtanfall und brachte infolgedessen hier im Blog eine Reihe von Rezepten unter dem Motto „Aus der Gichtküche“ mit purinarmen Zutaten (klick hier). Ein schönes Gericht war eine Winterpasta mit Wirsing und Walnüssen (klick hier), das ich einem einschlägigen Gesundheitskochbuch entnahm. An diesem Adventswochenende kam ich auf die Idee, das gesunde Rezept kulinarisch ein wenig zu überarbeiten, indem ich einige Zutaten veränderte. Vor allem wollte ich die Bandnudeln durch meine heißgeleibten sizilianischen Casarercce ersetzen. Doch im Supermarkt meines Vertrauens hatten sie keine aus Weizenmehl, sondern nur welche aus Kicherbsenmehl, und ich dachte, probier die einfach mal aus.

Nicht für jeden gesund: Pasta aus Kichererbsenmehl

Das war leider zu kurz gedacht. Nicht dass sie mir nicht geschmeckt hätten, aber die Idee, mein Rezept als „Aus der Gichtküche revisited“ zu veröffentlichen, konnte ich damit vergessen. Kichererbsen sind zwar glutenfrei und Low Carb, aber als Hülsenfrüchte nicht gerade purinarm und deshalb für Gichtkranke nicht besonders zu empfehlen.


Zutaten: Casarecce, Walnüsse, Parmesan, Curry, Speck, Zwiebel, Spitzkohl, Ei, Knoblauch und Semmelstoppelpilze. Nicht im Bild Kümmel.

Nun denn, so ist ein ganz normales, herzhaft-raffiniertes Wintergericht daraus geworden. Ich wechselte nicht nur die Nudelform aus, sondern nahm statt Wirsing den noch feineren Spitzkohl, den ich, auch nicht gerade purinarm, in ausgelassenem Speck schmorte. Für den Crunch sorgten nicht nur Walnusskerne, sondern zusätzlich auch frittierte Zwiebeln. Die Sauce bestand diesmal nicht aus Schmand, sondern aus mit Parmesan verschlagenem Ei, das ich der Pasta alla carbonara (zur Liste mit kreativen Carbonara-Gerichten klick hier) entlieh. Gewürzt wurde zusätzlich mit Kümmel und Curry. Die neue Fassung war zwar aufwendiger als die alte, aber das lohnte sich auf alle Fälle.

Wer trotzdem ein Gericht aus der Gichtküche zubereiten will, nehme doch einfach Nudeln aus Weizenmehl und schmore den Spitzkohl nicht in ausgelassenem Speck, sondern in Rapsöl.


Rezept: Winterpasta aus Kichererbsenmehl mit geschmortem Spitzkohl, Semmelstoppelpilzen, Walnüssen und frittierten Zwiebeln

2 Portionen

250 g Casarecce aus Kichererbsenmehl
Salz zum Kochen der Nudeln
300 g Spitzkohl
1 TL zerstoßener Kümmel
80 g Semmelstoppelpilze
30 g durchwachsenen Speck
1 Knoblauchzehe
1 Ei
4 EL geriebenen Parmesan
½ TL Curry
Pfeffer
1 Zwiebel
1 EL Mehl
½ TL Zucker
0.1 l Rapsöl
1 Prise Salz
8 Walnüsse

Walnüsse knacken und die Kerne in Stücke brechen.
Spitzkohl in feine Streifen hobeln oder schneiden.
Speck würfeln.
Semmelstoppelpilze putzen und in ggf. in Stücke schneiden.
Zwiebel in dünne Ringe schneiden und in Mehl, Zucker und Salz wälzen.
1 Ei mit dem Parmesan verrühren und mit Curry würzen.
Eine Pfanne erhitzen, die Walnusskerne darin sanft anrösten und in eine Schüssel gben. Etwas Rapsöl in die Pfanne geben und die Pilze darin 5 bis sechs Minuten anbraten. Herausnehmen und in eine zweite Schüssel geben.
Speckwürfel in die Pfanne geben und auslassen. Spitzkohlstreifen und die in zwei Hälften geschnittene Knoblauchzehe dazugeben, mit zerstoßenem Kümmel und wenig Salz würzen und scharf anbraten. Mit einem Schuss Wasser (oder Brühe oder Weißwein) ablöschen, Deckel auflegen und bei niedriger Hitze ca. 10 Minuten schmoren, bis sie weich sind, aber noch Biss haben. Nach 5 Minuten die gebratenen Pilze dazugeben und mitschmoren lassen.
Genügend Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Casarecce darin in 9 Minuten nach Packungsvorschrift gar kochen.
In einem Topf 0,1 l Öl erhitzen und die eingemehlten Zwiebelringe darin goldbraun frittieren. Aus dem Öl nehmen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und zu den gerösteten Walnüssen geben.
Wenn die Nudeln gar sind, mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben und tropfnass zum geschmorten Spitzkohl geben. Beides kurz gemeinsam braten. Von der Herdplatte nehmen und etwas abkühlen lassen, damit das Ei, das jetzt dazu kommt, nicht gerinnt.. Mit der Ei-Parmesan-Mischung verrühren, ggf. mit etwas Nudelwasser geschmeidig machen.
Auf angewärmten Tellern anrichten und Pfeffer aus der Mühle darüber streuen. Die Zwiebeln und Walnüsse darauf geben und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Sonntag, 7. Februar 2021

Gichtküche Revisited: Weiße Shakshuka – In Senfsauce pochierte Eier mit Spinat und Pellkartoffeln


Es ist jetzt ziemlich genau zehn Jahre her, dass den Genießer das Zipperlein plagte und sein dicker Onkel von einem veritablen Gichtanfall heimgesucht wurde. Um dem fürderhin zu entgehen, machte ich mich in der Rubrik „Aus der Gichtküche“ (klick hier) auf Suche nach purinarmen Gerichten und wurde in einem einschlägigen Kochbuch fündig. Eier in Senfsauce, eigentlich ein Klassiker der Ruhrgebietsküche, seien in dieser Hinsicht gar nicht so übel.

Mein damalige Post mit dem Rezept für Eier in Senfsauce (klick hier) erwies sich im Lauf der Zeit als eine Art „Steadyseller“ im Blog. In bescheidenem Umfang wurde er immer wieder angeklickt und erreichte in den letzten Wochen sogar den Platz 10 in den Top Ten der meistbesuchten Genussbereit-Rezepte. Auch bei anderen Kochenthusiasten auf Facebook wurden die Senfeier in letzter Zeit immer wieder gepostet, und ein Kommentar dabei machte mich stutzig. Da gab es den Tipp, die Senfsauce nicht über bereits fertig gekochte Eier zu kippen, sondern die Eier darin gleich zu pochieren, das gäbe mehr Aroma. Und prompt war die Idee für die weiße Shakshuka geboren.




Auf den Fotos köchelt die Sauce etwas zu heftig.

Shakshuka ist ein momentan schwer in Mode gekommenes Gericht aus der israelisch-levantinischen Küche, für das Eier in einer knallroten Tomaten-Chili-Sauce pochiert und ggf. durch andere Gemüse ergänzt werden. Warum also das Ganze nicht mit einer ebenso pikanten Senfsauce und den klassischen Beilagen Spinat und Kartoffeln machen? Es funktioniert prima und schmeckt fantastisch. Nur sollte man die Eier bei extrem niedriger Hitze pochieren, damit der Senf in der Sauce nicht bitter wird.

Dass passend zum Gericht Petrus einen Wintereinbruch schickte und mein Balkontisch fürs Foto unter einer zwanzig Zentimeter dicken Schneedecke versank, machte die ganze Sache nur noch wunderbarer.


Rezept: Weiße Shakshuka – In Senfsauce pochierte Eier mit Spinat und Pellkartoffeln

Für 1 Portion

Eier in Senfsauce:

3 Eier
2 EL Rapsöl
1 EL Mehl
1/8 l Gemüsebrühe
1/8 l Milch
einen guten Schuss Weißwein
geribene Muskatnuss
weißer Pfeffer, Salz
1 TL scharfer Senf
1 TL körniger Senf

Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Mehl hineinrühren, bis kein Klumpen mehr da ist. Mit Gemüsebrühe, Wein und Mich aufgießen und köcheln lassen, bis die Sauce eindickt. Sollte sie zu dick weden, Flüssigkeit nachgießen. Temperatur senken, mit Pfeffer, Salz und Muskat abschmecken. Senf einrühren.

Dir Eier vorsichtig in die leicht simmernde Sauce geben und mit geschlossenem Deckel ca. 5 Minuten ziehen lassen.

Spinat und Pellkartoffeln:

6 kleine Kartoffeln in der Schale gekocht und gepellt
1 Handvoll Spinat
4 Frühlingswiebeln in feinen Scheiben
1 Knoblauchzehe fein gewürfelt
Pfeffer, Salz, Muskat

Spnat waschen und gut abtropfen lassen. Öl in einer Pfanne, die man auch zum Servieren benutzen kann, erhitzen. Frühlingszwiebeln und Knoblauch darin anschwitzen. Spinat dazugeben und mit geschlossenem Deckel zusammen fallen lassen. Die Kartoffeln in Wedges schneiden und in die Pfanne geben. Alles kurz anbraten. Mit Pfeffer, Salz und Muskat würzen.

Anrichten:
Zum Anrichten Kartoffeln und Spinat kreisförmig an den Rand der Pfanne schieben. Pochierte Eier vorsichtig in Mitte geben und mit Senfsauce übergießen.


 

Weitere Shakshuka-Varianten: 

Eier im Fegefeuer - Uova in purgatorio klick hier.
Shakshuka vom Wachtelei klick hier.

Samstag, 7. April 2012

Frühlingslust: Bärlauch-Minz-Pesto

Karfreitag, 19.01 Uhr. Im Fernsehen wird ja auch immer alles wiederholt, hieß es früher als running-gag im "Stern". Also wiederholte der Genießer das betörende Limetten-Minz-Pesto vom 25.Mai 2011, aber mit einer kleinen Abwandlung. Die Zutaten Petersilie und Knoblauch ersetzte er durch Bärlauch, und fertig war ein erfrischendes Frühlingspesto, das das sonnig-kühle Wetter des frühen Abends auf dem Teller wiederspiegelte. Auf Spaghetti einfach köstlich.

Rezept: Bärlauch-Minz-Pesto

1 Teil Bärlauch
2 Teile frische Minze
1 Teil Cashewkerne
Saft und abgeriebene Schale einer Limette
Olivenöl
geriebener Parmesan
Pfeffer, Salz

Cashewkerne in der Pfanne anrösten. Bärlauch und Minze waschen, trockentupfen und harte Stiele abschneiden. Zusammen mit den gerösteten Cashewkernen, Limettensaft und -schale sowie etwas Olivenöl mit dem Mixstab pürieren. Geriebenen Parmesan unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Parmesan

Mit Bärlauch-Kapern (20.4.2018)


Mit gekochtem Ei (11.4.2016)


Mit gebratenen Jakobsmuscheln (11.4.2016)

Freitag, 24. Februar 2012

Aus der Gichtküche: Spaghetti alla carbonara vegetarisch

Keine Angst, wenn ich heute mal wieder die Gichtküche strapaziere, hat das nichts damit zu tun, dass mich die Strafe Gottes für die Völlerei mal wieder in Geiselhaft genommen hätte. Toi, toi, toi – seit fast einem Jahr habe ich keinen Gicht-Anfall mehr gehabt. Man sieht es den veröffentlichten Rezepten im Blog nicht an, aber im Alltag habe ich durchaus die purinreiche Nahrung reduziert.

Dazu gehört, dass ich z.B. beim Balkonklassiker „Spaghetti alla carbonara“ auf die Karbonnaden, sprich das fette Schweinefleisch verzichte. Den wunderbaren Geschmack von knusprig gebratenem, ausgelassenem Speck zu Parmesan und Eiern möchte ich allerdings nicht missen, und so bin ich auf die Idee gekommen, ihn durch gebratene Brotcroutons zu ersetzen. Die können ruhig von kräftigem Roggenbrot sein, aber Laugenbrezel wie im vorliegenden Fall gehen auch. Hauptsache, die Brotwürfel sind knusprig und gut gesalzen, dann kommen sie glatt an den Speckgeschmack heran. Ich röste sie extra in einer beschichteten Pfanne ohne Fett. Sie würden sich nur vollsaugen und weich bleiben.

Damit das Gericht auch ein paar Vitamine bekommt, mische ich neuerdings in Streifen geschnittenen Salat unter die fertigen Nudeln. Diesmal hatte ich süße Little-Gem-Herzen (Römischer Salat) zur Hand, das schmeckte wunderbar. Aber ein pikanter Rucola wäre auch nicht schlecht gewesen.

Rezept: Spaghetti alla carbonara vegetarisch

200 g Spaghetti
Salz fürs Nudelwasser

1 Laugenbrezel
Salz
1 EL Olivenöl, 1 Knoblauchzehe
2 Eier, 4 EL geriebener Parmesan
1 Handvoll Salat
Pfeffer, bestes Olivenöl zum Würzen

Wasser zum Kochen bringen, salzen und Spaghetti nach Vorschrift al dente kochen.
Salat waschen und in Streifen schneiden.
Eier und gerieben Parmesan miteinander verquirlen.
Laugenbrezel in Würfel schneiden, noch mal salzen und in einer beschichteten fast ohne Fett zu braunen Croutons rösten.
In einer großen Pfanne Knoblauch im Olivenöl braten. Wenn er braun wird, die Zehe entfernen.
Fertig gegarte Nudeln abgießen. 1 Tasse Kochwasser zurück behalten. Nudeln in das Knoblauchöl geben, etwas braten, vom Herd nehmen und minimal abkühlen lassen. Eier-Parmesan-Gemsich über die Nudeln gießen. Die Nudeln dürfen nicht zu hieß sein, damit die Eier nicht stocken, sondern flüssig bleiben. Unter die warmen Nudeln die Croutons und die Salatstreifen heben. Mit Pfeffer und Olivenöl würzen.

Freitag, 19. August 2011

Auf dem Balkon: Krabben-Gurkenschiffchen mit Lachs-Kartoffel-Puffern


Mal wieder was aus dem „Großen Gicht-Kochbuch“ von Sven David-Müller und Christiane Weißenberger, aber auch ideal für einen coolen Imbiss auf dem Balkon kurz vor einem Sommergewitter. Zu den leichten, kräftig süß-pkanten Krabben-Gurkenschiffchen mit den sättigenden Lachs-Kartoffel-Puffern schmeckte dem Genießer ein Riesling „Graziosa“ 2005 von Peter Jakob Kühn aus dem Rheingau, der es mit seiner pfeffrigen Restsüße kraftvoll mit dem Meerettich-Joghurt-Dressing der Krabben aufnahm.

Rezept: Krabben-Gurkenschiffchen

2 kleine Gurken
100 g Nordseekrabben
150 g Joghurt
3 TL Meerrettich aus dem Glas
1 TL Zitronensaft
½ rote Paprika
Dill
Salz, Pfeffer, Zucker

Gurken waschen, schälen und längs halbieren. Kerne mit einem Teelöffel herauskratzen.
Paprikaschote fein würfeln. Joghurt mit dem Meerrettich verrühren, mit Zitronensaft, Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken. Dill, Paprikawürfel und Krabben unterrühren, nochmal abschmecken.
Den Krabbencocktail in die Gurken füllen.

Rezept: Lachs-Kartoffel-Puffer

500 g Kartoffeln
Salz
100 g Räucherlachs
1 EL Petersilie
1 Ei
Pfeffer
Paniermehl
2 EL Rapsöl

Kartoffeln schälen und in Salzwasser kochen, bis sie übergar sind. Räucherlachs in schmale Streifen schneiden. Kartoffeln, Lachs, Ei, Petersilie in einer Schüssel mit einem Kartoffelstampfer zu einem Teig verarbeiten. Eventuell Rapsöl zufügen.
Mit feuchten Händen flache Küchlein formen und im Paniermehl wenden. In etwas Öl portionsweise goldbraun braten.

Samstag, 30. Juli 2011

Aus der Gichtküche: Überbackenes Ananas-Meerrettich-Ziegenfrischkäse-Baguette

Gicht hin, Gicht her, die Salsiccia von Metzger Gläser ist dem Genießer immer eine Sünde wert, obwohl sie als Bratwürste einen recht hohen Puringehalt haben. Aber wenn einen das Zipperlein schon lange nicht mehr geplagt hat…

Immerhin machte sich der Genießer als gesunde Beilage dazu das Ananas-Meerettich-Ziegenfrischkäse-Baguette aus dem „Großen Gicht-Kochbuch“ von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger, und fertig war ein köstliches Abendbrot, das eigentlich auf dem Balkon hätte eingenommen werden können – wenn der Juli-Regen nicht eien Strich furch die Rechnung gemacht hätte.

Die Herstellung des Baguettes war einfach. Der Genießer schnitt ein entsprechendes Brot auf, bestrich es mit einer Meerrettich- zubereitung aus dem Glas, verteilte darauf frische Ananasstückchen und krönte alles mit etwas Ziegenfrischkäse. Dann für 10 Minuten ab in den 200 Grad heißen Ofen.

Einen Wein dazu gab es nicht, gegen die Säure der frischen Ananas war, so glaube ich, keine Traube gewachsen. Vielleicht hätte ein schwerer Übersee-Chardonnay dazu gepasst mit exotischen Frucht-Noten, doch sowas hatte der Genießer nicht im Keller.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Aus der Gichtküche: Tomatenmuffins


Dass purinarme Kost durchaus pfiffig sein kann, zeigen diese kleinen Schmackofatze aus dem „Großen Gicht-Kochbuch“. Sie eignen sich auch prima als Beilage für Schmorgerichte, die viel Sauce mit sich bringen – so wie die Daube mit Pilzen und Orange von Sonntag. Aber Achtung: Zu viel noch so zartes Schmorfleisch macht die Vorteile der Purinarmut der Beilage wieder zunichte!

Rezept: Tomatenmuffins
Ergibt 5 Stück

1 Zweig Thymian, 2 Zweige Rosmarin und andere Kräuter
2 Tomaten
25 g Parmesan
4 EL Magerquark (Der Genießer nahm 2 EL Quark und 2 EL Ziegenfrischkäse)
2 EL Milch
1 Ei
100 g Weizenmehl
1 TL Backpulver

Kräuter fein hacken. Tomaten enthäuten und in Würfel schneiden. Parmesan reiben.
Öl, Quark, Milch und Ei verrühren. Mehl und Backpulver vermischen und mit den Kräutern unterrühren, bis ein Teig entsteht.
Papierförmchen auf ein Backblech setzen, halb mit Teig füllen. Tomatenwürfel und Parmesan darauf geben und den restlichen Teig darauf geben. Übrige Tomatenwürfel darauf verteilen.
Bei 200 Grad ca. 25 Minuten backen.

Dienstag, 31. Mai 2011

Aus der Gichtküche: Ratatouillekuchen mit Tomatensauce


Und noch ein Rezept aus dem „Großen Gichtbuch“ von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger. Der Ratatouillekuchen, eine Art Gemüseomelette, ist leicht und lecker. Die nicht ganz geschmolzenen, eingebackenen Käsestückchen geben ihm sogar etwas Biss. Aber irgendwie hat man das Gefühl, dass er nur die Beilage zu etwas ist, was ein Zipperlein-Geplagter nicht essen sollte: Lammkoteletts zum Beispiel. Ein frischer Salat wäre auch nicht übel, aber da sollte man vielleicht erst einmal diese EHEC-Geschichte abwarten.

Käse in der Eier-Milch-Mischung gibt etwas Biss.

Der Genießer hatte das Gefühl, dass im Originalrezept etwas zaghaft gewürzt wurde. Deshalb tat er noch ein paar frische Kräuter vom Balkon an die Ratatouille und vor allem sein berühmtes Zaubermittel an die Tomatensauce: Ananasmarmelade.

Rezept: Ratatouillekuchen mit Tomatensauce
Für 2 Personen

Ca. 200 g Zucchini
1 rote Paprika
1 gelbe Paprika
2 Tomaten
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
Salz Pfeffer
2 Scheiben Gruyère
2 EL Milch, 2 Eier
Thymian, Rosmarin

Sauce:
1 TL Olivenöl
1 kl. Dose San-Marzano-Tomaten
1 Schuss Balsamico-Essig
1 TL Ananasmarmelade
Oregano, Thymian, Rosmarin, Salbei, Basilikum nach Belieben
Pfeffer, Salz

Zwiebeln und Knoblauch in kleine Würfelschneiden. Gemüse gut waschen und würfeln. (Wer will, kann die Tomaten und Paprika schälen, nicht nur wegen EHEC, sondern auch wegen der besseren Verdaulichkeit.)
Olivenöl erhitzen und darin zwei Drittel von Zwiebeln und Knoblauch andünsten. Paprika- und Zucchiniwürfel dazugeben, mit dünsten lassen. Dann die Tomatenwürfel dazugeben und alles ein paar Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und einem Teil der gehackten Kräuter würzen.
Käse in kleine Stücke oder Streifen schneiden und mit den Eiern, der Milch und den restlichen Kräutern verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Gemüse in eine Auflaufform geben und mit der Eierkäsemilch übergießen. Form auf ein tiefes Backblech stellen, rundum mit heißem Wasser aufgießen und für 30 Minuten in auf 200 Grad vorgeheizten den Backofen stellen.
Unterdessen in einem Topf etwas Olivenöl erhitzen, restliche Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. San-Marzano-Tomaten und Ananasmarmelade dazugeben, einkochen lassen, mit Salz und Aceto Balsamico abschmecken, Kräuter dazu geben und noch weiter einköcheln lassen.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Aus der Gichtküche: Spaghetti mit Limetten-Minz-Pesto


Was hier aussieht, als gehöre es in die Kategorie „Auf dem Balkon“, ist in Wirklichkeit ein Gericht aus dem „Großen Gichtkochbuch“ von Sven David-Müller und Christiane Weißenberger. Der Genießer hatte nämlich letzte Woche zu sehr dem Spargel-Genuss gefrönt, und die Strafe folgte im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Fuße. Das dicke Zehengelenk wuchs sich zu einem akuten Anfall aus. Spargelgerichte sind nämlich sehr reich an Purin, besonders wenn auch Meeresfrüchte, Lachs oder Flusskrebse dazugehören. Also hieß es: zurück zur purinarmen Kost, wie es dieses wunderbare Pesto ist.

Zutaten: Petersilie, Olivenöl, Pfeffer,
 Minze, Zitrone, Limetten,
Knoblauch, Parmesan und Cashewnüsse

Dazu röstete der Genießer zwei Esslöffel Cashewkerne an, tat ordentlich Blätter von der englischen Minze, die bereits im vierten Jahr immer wieder auf dem Balkon wuchert, und Petersilie dran und mixte das Ganze mit einer zerdrückten Knoblauchzehe, der abgeriebenen Schale und dem Saft von drei kleinen, leicht verschrumpelten Limetten aus dem Bioladen und etwas Zitronensaft, zwei gehäuften Esslöffeln geraspeltem Parmesan und einem guten Schuss Olivenöl auf. Dann schmeckte er das Pesto mit wenig Salz und noch weniger von dem schweinescharfen Tellicherry-Pfeffer ab, den es für wenig Geld bei EDEKA gibt. Laut Aufschrift wächst er an der indischen Malabar-Küste, ist aber ein südafrikanisches Produkt. Hm. Zudem muss man in Kauf nehmen, dass das Bild von Jamie Oliver auf die Einwegpfeffermühle geklebt wurde.

In der Zwischenzeit kochte der Genießer ein paar Spaghetti al dente, machte das Pesto mit etwas Kochwasser geschmeidig und mischte es dann unter die fertigen Nudeln. Weil das Auge bekanntlich mit isst, garnierte er den Teller mit dünnen Streifen von gerösteten Antipasti-Paprika.

Aus gegebenem Anlass verzichtete der Genießer auf Alkohol und trank dazu einen sortenrein aus der Sorte "Topaz" gekelterten Apfelsaft von Van Nahmen aus dem Jahrgang 2009, ein wunderbar sämig-süßer Balsam mit erfrischender Säure.

Sonntag, 22. Mai 2011

Aus der Gichtküche: Kartoffel-Kräuter-Salat


Zur Zeit ist Spargel angesagt, doch das königliche Gemüse ist etwas, das Gichtkranke eigentlich meiden sollten. Denn Spargel enthält – wie Fisch, Meeresfrüchte, Krustentiere, Fleisch und Hülsenfrüchte – viel Purin, das zu Harnsäure umgewandelt wird. Und die kann sich als Kristalle im Wurzelgelenk des dicken Zehs ablagern und zu schmerzhaften Entzündungen führen.
Hier ein Rezept aus dem „Großen Gicht-Kochbuch“ von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger, für das der Genießer alle Zutaten im Haus und auf dem Balkon hatte.

Rezept: Kartoffel-Kräuter-Salat
Zutaten für 2 Personen

300 g kleine festkochende Kartoffeln
Salz
1 Tasse Gemüsebrühe
150 g TK-Erbsen (Trotz des relativ hohen Harnsäuregehaltes sind Erbsen bei Gicht geeignet, wenn nicht zusätzlich Fleisch bzw. Wurstwaren gegessen werden.)
1 EL Rapsöl
1 EL Essig
1 TL Senf
Pfeffer
1 kleines Bund Petersilie
1 kleines Bund Schnittlauch
½ Karton Kresse

Kartoffeln in Schale kochen und anschließend pellen. Erbsen in der Gemüsebrühe weich kochen. Das Kochwasser nicht weggießen.
Essig, Öl, Senf, Pfeffer, Salz und 2 EL von dem Kochwasser zu einer Salatsauce verrühren.
Petersilie fein hacken, Kresse vom Beet schneiden, Schnittlauch in Röllchen schneiden.
Kartoffeln in Scheiben schneiden, Salatsauce, Erbsen mit dem Kochwasser und Kräuter darüber geben und alles vermischen.
Etwas ziehen lassen.

Mittwoch, 30. März 2011

Aus der Gichtküche: Curry-Suppe mit Bananen nach Klaus Gorzny

„Indische Suppen“, so schreibt Klaus Gorzny in seinem Suppenkochbuch, „sind im Ruhrgebiet ein Sammelbegriff für Rezepte auf der Basis von Curry, Kokosmilch mit Früchten wie Banane und Ananas sowie exotischen Gewürzen und Zutaten wie Limetten, Kurkuma und Cashewnüssen“. Tina Foodina, die Blog-Spezialistin für Indische Küche, meint zwar, in der indischen Küche gäbe es eigentlich gar keine „wirklichen“ Suppen und schon gar keine mit Curry, sondern höchsten mit Masala, aber so ist das hier nun mal. Im Ruhrgebiet wird schließlich alles in einen „Pott“ geworfen, der dann bekanntlich „kocht“.

Der Genießer fand jedenfalls Klaus Gorznys „Curry-Suppe mit Bananen“ faszinierend, zumal sie auch prima in die Rubrik „Gichtküche“ passt, denn alle Zutaten sind extrem purinarm. Also kochte er sie nach – und aß sie mit Genuss.

Rezept: Curry Suppe mit Banane nach Klaus Gorzny

2 Bananen
1 Zwiebel
1 Apfel groß
1,2 l Gemüsebrühe
30 g Butter
35 g Mehl
2 EL Curry
1 Zitrone

Zwiebel und Apfel fein reiben und in der Butter andünsten. Es entsteht ein zäher Brei. Anschließend wird das Mehl eingerührt, wobei sich alles zu einem Kloß verdickt. Danach den Curry untermischen, bis sich eine homogene Masse entwickelt. Dann in kleinen Portionen die kräftig gewürzte Brühe unter Rühren zufügen, bis die Suppe sämig wird. 1 ½ Bananen mit der Gabel zerquetschen, untermischen und unter ständigem Rühren den Rest der Brühe zufügen. Unter gelegentlichem Umrühren die Suppe 5 Minuten köcheln lassen, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Zum Schluss mit Zitrone, Pfeffer und Salz und ggf. mit trockenem Weißwein abschmecken. Zum Servieren die zurückbehaltene halbe Banane in Scheiben schneiden und auf die Teller verteilen.

Der Genießer konnte natürlich nicht umhin zu experimentieren. In Ermangelung von Zitrone und Weißwein schärfte er die Suppe zusätzlich mit etwas Chili, süßte sie mit etwas Ananasmarmelade und Quittengelee und machte sie mit einem Schuss Sahne geschmeidig.

Dienstag, 15. März 2011

Aus der Gichtküche: Honighühnchen mit rotem Püree und Radicchio-Orangen-Walnuss-Salat

Eigentlich soll man bei Gicht Fleisch, Geflügel und Fisch meiden. Die eiweißreiche Kost enthält viel Purin, was zu einem zu hohen Harnsäurespiegel führt. Bis 100 Gramm Fleisch pro Tag gelten aber als tolerabel. Hier eine Mahlzeit mit einer kleinen Hähnchenkeule, zusammengestellt aus dem „Großen Gicht-Kochbuch“ von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger.

Rezept: Honighühnchen mit rotem Püree
Zutaten für 2 Personen

2 kleine Hähnchenkeulen
1 TL Rapsöl
1 EL flüssiger Honig
Salz, Pfeffer, Curry

4 eigroße Kartoffeln
150 g Hokkaidokürbis
150 g Karotten
2 Gläser Milch
Muskatnuss, Pfeffer, Salz

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Aus Öl, Honig und Gewürzen eine Marinade herstellen und die Hähnchenkeulen damit einstreichen. Keulen im Ofen 30 bis 40 Minuten backen.
Kartoffeln und Karotten schälen, Kürbis ev. entkernen. Alles in kleine Stücke schneiden und in mit Pfefer und Salz gewürzter Milch aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze in 20 Minuten weich kochen. Alles fein zerstampfen und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. (Ein Stich Butter, findet der Genießer, schadet auch nichts.)

Rezept: Radicchio-Orangen-Salat mit Walnussdressing
Zutaten für 2 Personen

1 kleine rote Zwiebel (Der Genießer verzichtete darauf, weil er rohe Zwiebeln nicht verträgt)
Ca. 400 g Radicchio
1 Orange
2 EL weißer Balsamico
2 EL Walnussöl
4 EL Orangensaft
Salz, Pfeffer, Zucker
1 EL Walnüsse, geknackt

Zwiebel fein würfeln. Radicchio waschen, trocken schleudern und zerzupfen. Orange filetieren und den Saft auffangen. Salz in Essig und Orangensaft auflösen, Öl hinzufügen, mit Pffer und Zucker abschmecken. Walnüsse grob hacken und in einer beschichteten Pfanne ohne Fett anrösten.
Radicchio im Dressing marinieren und mit Orangenfilets und Nüssen anrichten.

Montag, 7. März 2011

Aus der Gichtküche: Auberginenschnitzel nach Art der Freundin des guten Geschmacks


Es ist rührend, wie die KochbloggerInnen-Community Anteilnahme für das Zipperlein des Genießers zeigt. So wollte die Freundin des guten Geschmacks den Fußkranken zu einem kräftigen, gichtkompatiblen Mahl einladen, aß dann aber die Auberginenschnitzel in kalter Tomatensauce, die sie dafür ausgesucht hatte, lieber selber auf. Dankenswerterweise veröffentlichte sie das Rezept in ihrem Blog, so dass der Genießer es vor ein paar Tagen nachkochen konnte. Was soll ich anderes sagen, es schmeckte natürlich wunderbar und war ein sehnsuchtsvoller Vorgriff auf die sommerliche Ess-Saison auf dem Balkon.

Beim Genießer sah das Gericht, ergänzt durch ein paar Bandnudeln, bei weitem nicht so schön aus wie bei der FdgG. Das Teller-Arrangement auf dem Küchentisch gibt eher die Verstörtheit des Genießers bei der Neuausrichtung seiner Essgewohnheiten wider. Über den Chianti im Hintergrund sollte man nicht stolpern. Ein Rotwein-Gläschen in Ehren ist auch dem Gichtkranken nicht zu verwehren, zumal der Genießer die Sardellen als Würze für die Tomatensauce durch ein Spritzer thailändische Fischsauce ersetzte, deren Purin-Gehalt in dieser winzigen Menge wohl vernachlässigenswert ist. Der Chianti Ruffina Riserva 2004 von Renzo Masi ist jetzt so auf dem Höhepunkt, wie ein Chianti nur sein kann – herrlich! (Rechts auf dem Bild ist übrigens eine Flasche mit Saft der Aroniabeere zu sehen, der alle gesunden Antioxidantien des Rotweins enthalt, aber keinen bösen Alkohol. Schmeckt schrecklich gesund.)

Übrigens: Die Milch für die Auberginen ist mir auch angebrannt.

Rezept: Auberginenschnitzel nach Art der Freundin des guten Geschmacks

1 Dose geschälte Tomaten (425 g)
1 – 2 Sardellenfilets in Öl eingelegt (Der Genießer nahm ein paar Spritzer thailändische Fischsauce)
1 EL Olivenöl
1 – 2 Knoblauchzehen
1 EL geschälte Petersilie
1 EL Basilikum
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Cayennepfeffer
etwa 7 Scheiben Toastbrot (sie sollen 150 g Brotkrume ergeben – der Genießer nahm schönes frisches Paniermehl vom Bäcker)
4 feste Auberginen (etwa 800 g)
½ l Milch
2 Eier
3 EL Parmesankäse (frisch gerieben)
60 – 70 g Butterschmalz zum Braten
Limetten- oder Zitronenachtel
Basilikum und Petersilie zum Garnieren

Den Saft der Dosentomaten abgießen, die Tomaten durch ein Sieb streichen. Die Masse mit kleingehackten Sardellenfilets und Olivenöl im Mixer pürieren. Den Knoblauch pellen und zum Tomatenpüree pressen. Alles noch einmal pürieren.
Petersilie und Basilikumblättchen hacken und mit dem Püree verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken.
Das Toastbrot entrinden, würfeln und kurz mit der Moulinette zerkrümeln.
Die Auberginen putzen, schälen, längs in ½ cm dicke Scheiben schneiden. Die Milch mit einer Prise Salz zum Kochen bringen. Die Auberginenscheiben portionsweise zwei bis 3 Minuten darin garen. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Die Oberfläche trocken tupfen.
Die Eier verquirlen, mit dem Parmesan verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Auberginenscheiben darin wenden. In die Brotkrume geben, dabei die Panierung gut andrücken.
Butterschmalz heiß werden lassen und die Auberginenscheiben von beiden Seiten darin goldbraun braten. Mit der Sauce anrichten. Mit Limetten- oder Zitronenachteln, Petersilie und Basilikum garnieren.

Freitag, 18. Februar 2011

Aus der Gichtküche: Eier in Senfsauce

Die Freundin des guten Geschmacks hat extra ein Rezept für den gichtkranken Genießer in ihrem Blog veröffentlicht: Auberginenschnitzel mit Tomatensauce. Ich freue mich schon darauf, es nachzukochen. Es ist wirklich ein schöner, leichter Sommergruß, den ich dringend brauchen kann. (Nur die Sardellen, die dabei zum Einsatz kommen, stehen für Gichtgeplagte auf der roten Liste, sie haben über 70 mg Purin auf 100 g. Aber vielleicht ist das bei zwei Sardellenfilets als Würze auch vernachlässigenswert…)

Hier ein eher wenig verlockendes Beispiel von Gichtküche, dass ich heute verspeist habe. Es stammt aus dem bewährten „Großen Gicht-Kochbuch“ und hat nur 54 mg Harnsäure pro Portion. War aber doch ganz lecker – und ist irgendwie auch ein Stück Ruhrgebietsküche.

Rezept: Eier in Senfsauce mit Pellkartoffeln

4 Eier
500 g Kartoffeln
2 EL Rapsöl (Der Genießer nahm Butter)
2 EL Weizenmehl
400 ml Milch
Salz, Pfeffer
2 EL Senf

Eier hart kochen, pellen und zur Seite stellen. Kartoffeln waschen und in etwas Salzwasser garen. Abschrecken und pellen. (Der Genießer hatte nur vorwiegend festkochende Kartoffeln und machte deshalb Salzkartoffeln.)
Öl (bzw. Butter) erhitzen, Mehl darüber stäuben und kurz anschwitzen, unter ständigem Rühren nach und nach die Milch angießen, 5 Minuten köcheln lassen. Sauce mit Salz, Pfeffer und Senf würzen und mit Eiern und Kartoffeln servieren. (Der Genießer schmeckte noch mit Curry, Cayennepfeffer und Zitronensaft ab.)

Hier geht es zu einer Variante des Gerichts:
Weiße Shakshuka - In Senfsauce pochierte Eier mit Spinat und Pellkartoffeln (klick hier)

Montag, 14. Februar 2011

Aus der Gichtküche: Pasta mit Wirsing und Champignons (vegetarisch)


Vielleicht ist es dem ein oder anderen „Genussbereit“-Leser aufgefallen, in den letzten drei Wochen hat der Genießer, was die Rezepte angeht, ganz schön geschwächelt. Das hatte einen guten Grund. Denn durch einen akuten Anfall von Gicht ist er recht schmerzhaft aus dem Gourmet-Himmel gefallen. Von Sanguinikern zärtlich „Zipperlein“ genannt, gilt die unangenehme Krankheit nicht umsonst als Gottes Strafe für Völlerei. Denn sie greift ganz ungeniert in die lieb gewonnenen Gewohnheiten des guten Essens, Trinkens und Kochens ein, und da musste sich der Genießer erst einmal zurecht finden..

Die Gicht zerfällt in zwei Teile, in einen unsichtbaren und sichtbaren Teil. Der unsichtbare ist die Hyperurikämie, der erhöhte Harnsäurewert im Blut. Das bedeutet noch nichts, doch die überschüssige Harnsäure, die nicht über die Niere ausgeschieden wird, setzt sich als Kristalle in Gelenken ab. Mit Vorliebe in das am Dicken Onkel, wo es zu Entzündungen und höllischen Schmerzen kommen kann. Die Harnsäure produziert der Körper selbst oder nimmt sie in der Vorform der Purine auf mit der Nahrung auf, die dann in der Leber umgewandelt werden.

Also heißt es, auf purinreiche Lebensmittel weitgehend verzichten. Und das ist happig, denn es handelt sich dabei in erster Linie um Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte oder Innereien – alles kulinarische Highlights. Alkohol ist auch von Übel, denn er behindert die Arbeit der Niere und damit das Ausscheiden der Harnsäure. Bier ist dabei besonders pfui, weil’s zum Alkohol auch noch Purine zuführt. Rotwein geht so gerade noch in homöopathischen Mengen, weil er keine eigenen Purine hat.

Dabei geht das nicht immer mit dem zusammen, was man gemeinhin unter gesundem oder gut gekochtem Essen versteht. Ein leckeres Würstchen, wenn man Hunger hat? Pustekuchen, da sind zu viele Purine drin. Dann schon besser ein Stück Sahnetorte – da ist nix drin. Oder einen Risotto mit selbst gekochter Hühnerbrühe? Ganz übel, nur Purin. Dann doch lieber eine Instant-Gemüsebrühe. Die lebt zwar von Glutamat und Geschmacksverstärkern, hat aber keine Purine. Was den Genießer erwischt hat, ist übrigens eine veritable Bio-Gicht – weil er anscheinend zu viel vom guten Bio-Schweine-Fleisch gegessen hat. (In Wirklichkeit liegt es aber wohl daran, dass der Genießer zu viel Zeit vorm Computer verbringt, um zu kochbloggen und chatten, statt regelmäßig ausgiebige Spaziergänge machen und sich zu bewegen…).

Hier also ein erstes Gericht aus der Gichtküche. Es stammt aus dem „Großen Gicht-Kochbuch“ von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger.

Rezept: Winterpasta

100g Champignons
250 g Wirsing
1 kleine Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
100 ml Gemüsebrühe
1 Becher Schmand
120 g Bandnudeln

Champignons putzen und vierteln. Wirsing in schmale Streifen schneiden.
Knoblauchzehe und Zwiebel fein hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig braten. Champignons und Wirsing hinzufügen, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Mit Brühe ablöschen. Zugedeckt 10 Minuten schmoren lassen.
Unterdessen die Nudeln bissfest garen.
Schmand zum Wirsing geben, und umrühren. Nudeln abgießen und unter das Gemüse mengen. Evtl. noch einmal nachwürzen.

Das Gericht hat eine schöne nussige Note, so dass der Genießer den Teller noch mit Walnusskernen garnierte. Um den Ganzen etwas mehr Pep zu geben, hatte er zu Zwiebeln und Knoblauch zusätzlich feingewürfelten Ingwer und eine halbe Chilischote gegeben. Mit Käse überbacken, hätte es das Gericht einen schönen Auflauf gegeben.