Dienstag, 26. Juli 2011

Bochum: Feines bei Feuerstein



Spezialität im Bistro: Flammkuchen

Eleganter kann eine Adresse in Bochum gar nicht sein als im Bügeleisenhaus der Bochumer Sparkasse. Der an das entsprechende New Yorker Vorbild erinnernde Bau ist in den 1920er Jahren vom Neue-Sachlichkeit-Architekten Wilhelm Kreis entworfen und ist zusammen mit dem Lueg-Haus im Bermudadreieck und dem Kortum-Haus eine der wenigen architektonischen Glanzpunkte der Bochumer City, die den zweiten Weltkrieg überstanden haben. Hier hat seit 2006 „Feines bei Feuerstein“ sein Domizil, ein kulinarischer Geschenkeartikel- und Feinkost-Laden. Im Jahr 2000 hatten Lilian Feuerstein und ihr Mann das Geschäft in der Grabenstraße gegründet, da wo sich heute die Kaffeerösterei „Röst.Art“ befindet. Doch der Laden wurde langsam zu klein, und so konnten den Feuersteins dem Angebot, in die Sparkassen-Galeria in der Schützenbahn zu ziehen, nicht wiederstehen – innerhalb von vier Wochen, wie Lillian Feuerstein betont. Größer ist es hier, und auch elegant, und trotzdem hat man den Eindruck, in einem vor Leckereien überquellenden, gemütlichen Kolonialwaren zu sein. Man merkt, mit wie viel Leidenschaft und Spaß die Feuersteins bei der Sache sind.

Lilian Feuerstein zapft losen Essig ab.

„Den Genuss wieder nach Bochum zu bringen“ war und ist die Absicht, die hinter „Feines bei Feuerstein“ steckt. Hier gibt es ausgesuchte Delikatessen und Weine, Spirituosen und Schokolade, Kaffee, Tee und die dazugehörigen Utensilien. Besondere Attraktion sind die zahlreiche Glasballons mit Likör- und Essigspezialitäten, aus denen die verführerischen Essenzen lose in Geschenkflaschen gezapft werden können. „Was wir z.B. an losen Whiskys anbieten, ist schon sehr exklusiv“, meint Lillian Feuerstein. In einer kleinen Frischetheke wartet ein überschaubares Sortiment an Wurst-, Schinken- und Käse-Spezialitäten auf die Genießer. Darüber hinaus kann man auch weitere Lebensmittel-Spezialitäten bestellen.

Das Angebot ändert sich je nach Jahreszeit. Jetzt im Sommer ist z.B. die Schokolade zurück gefahren, während im Winter mit dem Start des Bochumer Weihnachtsmarktes der komplette Laden vor Weihnachtsartikeln geradezu überquillt. „Das ist für uns die wichtigste Saison“, meint Lilian Feuerstein, denn dann sorgen nicht nur die Laufkundschaft, sondern auch zahlreiche Geschäftskunden beim Geschenkekauf für die Umsatzbasis für das gesamte Jahr.

Feine Weinauswahl für jeden Tag

In der Weihnachtszeit wird auch das kleine Bistro geschlossen, das im Rest des Jahres bei den Besuchern der Bochumer Innenstadt immer noch ein Geheimtipp ist. „Wir sind kein Restaurant“, stellt Lilian Feuerstein klar, aber die kleinen Speisen, die in der noch kleineren Küche hergestellt werden, sind ein begehrter Imbiss. Spezialität sind die Original Elsässer Flammkuchen, die auf verschiedene Art belegt werden. Dazu werden nur Zutaten benutzt und Weine ausgeschenkt, die auch im Laden verkauft werden. Das Bistro ist auch eine originelle Location für private Feiern. „Aber wir übernehmen auch das Catering an jedem anderen Ort.“

Infos hier.


Exklusive Whiskys sind lose im Angebot

Überquellendes Angebot an Delikatessen

Aus der Frischetheke: Pata Negra zum Probieren

1 Kommentar:

  1. Der häufige Gebrauch des Wortes "lose" ändert nichts daran, dass es völlig fehl am Platze ist. Lose können nur stückmäßig zählbare Sachen sein (nicht verpackt, in einzelnen Stücken), vom "losen" Essig oder Whisky möchte ich nichts lesen. Ich empfehle einen Blick in den Duden.

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