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Sonntag, 25. Februar 2018
Veranstaltungsreihe „Thema Esskultur“ im Frühjahr 2018
Was so aussieht wie ein Stück Holz ist Katsuobushi. getrockneter und fermentierter Bonito (Thunfisch). Er ist Grundlage für Dashi, die Brühe, aus der die meisten japanischen Suppen bestehen. Im Asia-Laden ist Katsuobishi meist in Flockenform erhältlich.
Das Stück präsentierte der Ernährungswissenschaftler Guido Ritter am letzten Donnerstag im Rahmen seines Vortrages „Geschmack ist mehr als schmecken! - Einführung in die Sensorik“ als Geruchsbeispiel. Mich erinnerte der Duft an Bottarga, den süditalienischen Meeräschenrogen. Auch Katsuobushi würde sicherlich wunderbar über Spaghetti gerieben schmecken – und den Nudeln genauso wie Bottarga, Trüffel oder Parmesankäse den nötigen Umami-Schub geben. (Nebenbei: Bottarga gibt es natürlich auch in Japan, dort heißt es Karasumi.)
Guido Ritters umfangreiche und unterhaltsame Einführung bildete der Auftakt einer fünfteiligen Veranstaltungsreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) zum „Thema Esskultur - Perspektiven auf Geschmack und Ernährung in einer globalisierten Welt“, die das KWI noch bis Juli in seinen eigenen Räumen in Essen und im „Raum e.V.“ in Witten durchführt.
Es stehen noch folgende Termine an:
Donnerstag, 22. März 2018, 19.30 Uhr
"Kaffee – Geschmack, Produktion und Handelsweg" mit Benedikt Heitmann (Kaffeerösterei „Neues Schwarz“ aus Dortmund), [....] raum e.V.
Donnerstag, 26. April 2018, 19.30 Uhr
"GeschmacksBildung – Soziokulturelle Prägung des Geschmacks" mit Daniel Kofahl (Büro für Agrarpolitik und Ernährungskultur – APEK), KWI Essen
Donnerstag, 17. Mai 2018, 19.30 Uhr
"Essen in der Stadt – Über urbane Lebensmittelproduktion" mit Britta Acksel (KWI), [....] raum e.V.
Donnerstag, 05. Juli 2018, 19.30 Uhr
"Welternährung: Vier verschiedene Küchen, ihre Entstehungskontexte und die geschmacklichen Eigenheiten" mit Steven Engler (KWI), KWI Essen
Für detaillierte Infos hier klicken.
Mittwoch, 16. Juni 2010
Der Genießer bei den Meisterinnen und Meistern der Hauswirtschaft
Gestern erläuterte der Genießer den Meisterinnen und Meistern der Hauswirtschaft sein „Manifest zur Kulinarik des Ruhrgebiets“. Ca. 35 kulinarisch Interessierte waren in den Revierpark Nienhausen in Gelsenkirchen gekommen, um den Vortrag über die Ruhrgebietsküche zu hören. Der Genießer erläuterte, wie sich die regionale Küche in einer Industrieregion entwickeln konnte. Dabei kamen besonders die die Historie der Versorgungssituation von den Arbeitergärten über die Einkaufsgenossenschaften bis hin zu den Discountern zur Sprache und natürlich die „Fünf Säulen der Ruhrgebietsküche“, die rheinische, die westfälische, die polnische, die türkische und die italienische Küche.
Der Vortrag fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe statt, die die Meisterinnen im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 zum Thema „Esskultur“ organisieren.
Der Vortrag fand im Rahmen einer Veranstaltungsreihe statt, die die Meisterinnen im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 zum Thema „Esskultur“ organisieren.
Samstag, 20. Februar 2010
Ruhrgebietsküche: Der Genießer bei der Gartenstadt Hüttenau in Hattingen
Sonnenuntergang in der Eventkuppel des SatKom-Towers
Letzten Donnerstag hatte der Genießer das Vergnügen, beim "Vertretertag" der Hattinger Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt Hüttenau eG als Botschafter der Ruhrgebietsküche aufzutreten. Die Veranstaltung fand in der Eventkuppel des SatKom-Towers auf dem Gelände der ehem. Henrichshütte statt, einem architektonisch äußerst reizvollen Ausbau eines alten Hochbunkers.
Anlässlich der Kulturhauptstadt RUHR.2010 kam man auf die die Idee, die Veranstaltung unter das Motto „Ruhrgebietsküche“ zu stellen. Dazu lud man den Genießer ein, sein „Manifest für eine kulinarische Bewegung im Ruhrgebiet“ vorzustellen, was er in einem kleinen Vortrag auch tat. Einen besonderen Schwerpunkt legte er dabei dem Anlass gemäß auf die historisch so wichtige Lebensmittelversorgung der Menschen im Ruhrgebiet durch Konsumgenossenschaften (vergl. hier und hier) und durch das, was die Arbeiter in ihren Gärten anbauen konnten.
Passend zu den Ausführungen des Genießers hatte die Fa. Rainbow Catering ein mehrgängiges Menü kreiert, das besonders seine These von den „Fünf Säulen der Ruhrgebietsküche“ nachhaltig illustrierte und Elemente der westfälischen und der rheinischen Küche sowie der Küchen der polnischen, italienischen und türkischen Einwanderer miteinander verband.

Menü: Vorspeisenvariation (1), Duisburger Zwiebelsuppe (2), Dortmunder Pfefferpotthast, Rhabarber-Kompott (4). Der Schlodderkappes war aufgegessen, bevor er fotografiert werden konnte.
Die Vorspeisenvariation aus Mini-Bruschetta mit Tomate und Basilikum, Humus mit Fladenbrot, geräucherte Krakauer mit Apfelkonfit sowie Pumpernickeltaler mit gebratener Blutwurst und Senf bildete einen Querschnitt durch die landsmannschaftliche Vielfalt des Ruhrgebiets. Darauf gab es ein Eintopfgericht, das Bergmann und Stahlarbeiter gern mit auf Schicht nahmen: Schlodderkappes im Weckglas. Eine Verbeugung vor den rheinischen Wurzeln der Ruhrgebietsküche war dann die traditionelle „Duisburger Zwiebelsuppe mit Brotcroutons in der Terrine“. Darauf folgte ein „Dortmunder Pfefferpotthast mit Kartoffel-Karottenstampf und saurer Gurke“ als Tribut an die westfälische Küche. Das Dessert war schließlich einer beliebten Gartenpflanze gewidmet, dem Rhabarber. Er wurde als Kompott mit Sahne-Milchreis serviert.
Als Getränke gab es den Riesling Deidesheimer Hofstück aus der Pfalz und einen Lieblingswein des Genießers, den süditalienischen Salice Salentino (siehe hier und hier) – und natürlich ein gepflegtes Bier.
Der Genießer vor dem Vortrag
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