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Dienstag, 4. Dezember 2012

Slow Food: Gemeinsames Kochen in der "Tafelrunde"

Schon am 14. November 2012 trafen sich 12 Mitglieder zur ersten „Tafelrunde“ des Slow-Food-Conviviums Mittleres Ruhrgebiet. Das gemeinsame Kochen hatte die Kochbloggerin Freundin des guten Geschmacks ins Leben gerufen und soll in Zukunft regelmäßig stattfinden. Austragungsort war die große und recht gut ausgestattete Küche der Kath. Familienbildungsstätte am Bergbaumuseum in Bochum.

Auf dem Programm stand diesmal die Fischsuppe. Monika hatte verschiedene Fische besorgt, Steinbutt, Knurrhahn und Forelle, die nach Art einer Bouillabaisse (Rezept hier) samt Rouille zubereitet wurden (Rezept hier). Vorher gab es einen herbstliche Antipasti wie gebackene Pilze und Chicoree und Linsensalat (Rezepte hier), zum Nachtisch ein Torroneparfait (Rezept hier).

Hier ein paar Fotoimpressionen.

 Kochkurs: Drei arbeiten, alle gucken zu

Steinbutt und Forelle

Knurrhahn

Steinbutt

 Fachgerechtes filetieren

 Muscheln

Fisch in die Suppe!

Fischsuppe mit Rouille
Antipasti im Herbst
Torrone-Parfait
 
Kochbloggerinnen Klärchen Kompott
und Freundin des guten Geschmacks:
"Na, schmeckt's?"

Sonntag, 5. Dezember 2010

Vorgestern bei der Freundin des guten Geschmacks: Heldinnen am Herd

Gelungen, es ist gelungen: Mme. Mardermann
und die Freundin des guten Geschmacks

Gesagt hatten sie vorher natürlich nix, die Mädels: Plötzlich flatterte dem Genießer eine Einladung zum Essen ins Haus – die Freundin des guten Geschmacks und Mme. Mardermann wollten zusammen kochen. FdgG-Schwager Heinz hatte nämlich im Sauerland einen Bock geschossen, und Rehrücken und –keule harrten nun auf fachkundige Zubereitung und Verzehr. Also packte der Genießer die letzte Magnum-Flasche 1996 Remelluri, die noch im Keller hatte, in den Rucksack, und startete die Bus-Expedition in den verschneiten Bochumer Norden. Unterwegs wollte er noch Monsieur Mardermann aufgabeln, aber den armen Mann hatte die Grippe erwischt, so dass er das Bett hüten musste und nicht im Bus auftauchte. Also blieb dem Genießer und Herrn Geschmacksache nicht anderes übrig, als allein das zu verspeisen, was die Damen in weiblicher Eintracht (sowas gibt’s!) zubereitet hatten.

Fröhliches Muschelschrubben

Die beiden hatten sich seit dem Nachmittag beim Einkaufen und in der Küche bewegt, wie es sich für Heldinnen am Herd gebührt: sicher, kompetent & hingebungsvoll. Für die Vorspeise wurden ein ganzer Haufen spanischer Pfahlmuscheln geputzt und von den franseligen Byssusbärten befreit, damit sie sich schließlich in einem Sud aus Gemüse, Kräutern, Speck und ebenfalls spanischem Weißwein dem aromatischen Genuss öffnen konnten. Getrunken wurde dazu eine Riesling-Scheurebe-Cuvé vom Weingut Hiestand in Rheinhessen, die Mme. Mardermann als Köchinnenwein schon tapfer vorverkostet hatte.

Herr Geschmacksache schneidet auf

Und dann der Hauptgang: Die noch leicht blutig gegarte Rehkeule war herrlich mürbe und hatte die krümelige Saftigekeit von frischem Marzipan, genauso wie der wunderbar rosa-farbene Rehrücken, der wie von selbst auf der Zunge zerging. Der altersmilde Remelluri vom höchsten Weingut in der Rioja ergänzte mit sanften Vanilletönen. Nicht zu vergessen die Beilagen - mit altem Balsamico verfeinerte Linsen und Ravioli, die mit einer köstlichen Kartoffel-Kräuter-Paste gefüllt waren. Schließlich sollten die Kohlehydrate nicht zu kurz kommen. Zum Nachtisch gab es Blauschimmelkäse mit Madeira-Weinen in verschiedenen Süße-Graden und die legendären Knusperwaffeln, die Herr Geschmacksache eigenhändig auf einem antiken Waffeleisen gebacken hatte. Das feine Abendmahl endete schließlich in einer Gedenkminute für den kränkelnden Monsieur Mardermann, der ihn leider nicht miterleben durfte, und fürsorgliche Frauenhände packten noch einige Doggybags, damit er sich später an den Resten laben könne.

Fachkundiges Begießen

Rehkeule und -rücken an schwerem Silber

Rehrücken rosa

Rehkeule mit Balsamico-Linsen und
Ravioli mit Kartoffelfüllung

Spanische Pfahlmuschel

Edle Weinauswahl

Dass der Abend auch noch ein richtiges Abenteuer wurde, dafür sorgte schließlich der Bochumer Personennahverkehr. Wie Mme. Mardermann und der Genießer Opfer einer nachmitternächtlichen Verschwörung von Bus-Fahrplan und Taxizentrale wurden, der sie nur mit höchstem Durchhaltevermögen im nächtlichen Hordel trotzen konnten, erzählen wir aber lieber ein anderes Mal.

Ob's schmeckt?

Siehe auch hier bei der Freundin des guten Geschmacks
Siehe auch hier beim Kochplattenteller

Sonntag, 11. April 2010

Vorgestern bei der Freundin des guten Geschmacks: Portugiesisches Bloggermenü

Stilvolle Präsentation: Portugiesisches Menü bei der Freundin des guten Geschmacks

Vorgestern hatte die Freundin des guten Geschmacks zum zweiten Mal zum Bloggermenü geladen. Diesmal hatte sie es unter das Motto „Portugiesische Spezialitäten“ gestellt, und der Weindeuter, der Genießer und die Blog-Beobachterin P.Sch. ließen es sich nicht nehmen, der Einladung zu folgen. Der Mahlzeitvogel war nicht da; er hatte wohl keinen Hunger.

Das Menü war, schlicht gesagt, sensationell. Besser als kann in Portugal auch nicht essen, mit solch einem Enthusiasmus kam die Freundin des guten Geschmacks für die portugiesisch sprechende Welt nach. Als Aperitif wurde auf der Terrasse Poncha, gereicht, eine Rum-Spezialität von Madeira. Dazu gab es stilecht weiße Bohnen als authentisches Knabberzeug. Am Amuse gueulle, einer Thunfisch-Paté zum Brot, Oliven, Butter und verschiedene Salzspezialitäten, hätte man sich satt essen mögen, doch das wäre ein Fehler gewesen. Als ersten Gang gab es eine Fischplatte der besonderen Art mit Stockfischkrokette, gebackener Jakobsmuschel und Tintenfischsalat – delikat, delikater, am delikatesten. Dem folgte eine Caldo verde, eine rustikale Suppe aus eine besonderen Kohlart mit Chourizo-Wurst aus Nordportugal. Als Hauptgang gab es schließlich ein Muschel-Schweinefleisch-Ragout aus der Cataplana, einer bombenartigen Deckelpfanne, die früher direkt ins offene Feuer gesetzt wurde. Das Dessert bestand aus Ananas mit Caiprinha-Sorbet, ein Tribut an das größte Land der Welt, in dem portugiesisch gesprochen wird: Brasilien. Doch es war noch nicht der Abschluss des Ganzen. Den bildeten die extra aus einer portugiesischen Bäckerei in Hagen eingeflogenen Pastel nata, Blätterteigtörtchen mit Pudding.

Dass alles mit Raffinesse gekocht und einer Extraportion Charme serviert, aber immer wieder überraschend sein würde, darauf hatten die Gäste von Anfang an gefreut. Also legten sich der Weindeuter und der Genießer mächtig ins Zeug, um entsprechende Rotweine beizusteuern. Für einen weißen Vinho Verde und einen Madeira hatte bereits Herr Geschmacksache gesorgt. Der Genießer brachte einen eleganten 2000er Pactus aus der Estremadura aus der roten Rebsorte Touriga Nacional mit. Der Weindeuter überraschte nicht nur mit einem mächtigen 2005er Grou Cabeção aus dem Alentejo, sondern auch mit einem Portwein Ottima 10 von Warre’s.

Das üppige Mal dauerte von halb sieben bis weit nach Mitternacht. Muss man noch mehr sagen?

Gute Laune auf der Terrasse: Freundin des guten Geschmacks, P.Sch., Herr Geschmacksache, Genießer. Der Weindeuter hat fotografiert.


Sonntag, 1. November 2009

Vorgestern bei der Freundin des guten Geschmacks


Dass es ein außergewöhnlicher Abend unter Genuss-Bloggern werden würde, war klar, als der Weindeuter, der Mahlzeitvogel und der Genießer die Einladung von der Freundin des guten Geschmacks zu einem gemeinsamen Essen bekamen. Dass Küchenfee Monika aber ein so perfektes Dinner mit einer so unaufgeregten Leichtigkeit auf den Tisch brachte, davon waren die drei Herren aber doch überrascht. Und auch wieder nicht. Denn nach dem zweiten Bissen kam es einem alles wie eine elysische Selbstverständlichkeit vor. Es war ein herrlicher Abend, den Monika und Gatte Manfred den Genussbloggern bereiteten. Die Gespräche drehten sich um die drei bekannten Dinge des Lebens: gutes Essen, gutes Essen und weite Reisen.


Zu essen gab‘s Folgendes (der Mahlzeitvogel hat es schön aufglistet): verschiedene Schmalzstüllchen als kleine Schnauzenamüsierer (1), auf der eigenen Terrasse selbst geräuchretes Forellenfilet auf Linsensalat (2), eine mit Lammfleisch gefüllte Maultasche in Hühnerbrühe (die Zutaten natürlich vom Archehof Ibing)(2), als Hauptgang das Ibinger Landschaf im Heumantel gegart mit Spätzle und Gemüse (2) und zum Dessert ein fast schon weihnachtliches Halbgefrorenes nach Art des Hauses. Über die dargereichten Weine kann man bei der Freundin des guten Geschmacks nachlesen (und auch beim Weindeuter).