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Sonntag, 9. Oktober 2016

Sonntagsessen: Reineclauden-Tarte als Nachtisch

 Perfekt waren sie leider nicht, die Reineclauden, die mich bei einem Obst- und Gemüsehändler in der Hattinger Innenstadt neulich anlachten. Bemerken tat ich das allerdings erst zu Hause. Sie waren wohl nicht richtig gelagert worden, jedenfalls waren sie zwar reif, aber hart, und wurden auch nach mehreren Tagen nicht weich und saftig.


Reineclauden sind eine Pflaumendelikatesse.

Eigentlich sind die Reineclauden, jene grünen Pflaumen, die nach der französischen Königin (frz. reine) Claude aus dem 16. Jahrhundert benannt sind, eine wahre Delikatesse. Also entschloss ich mich, sie zu einer Tarte zu verbacken, die ich einem meiner Lieblingsrezepte für Birnentorte nachempfand. Das Ergebnis hätte etwas süßer sein können, was bei guten und vollreifen Früchten auch kein Problem gewesen wäre. Aber auch so schmeckte die Tarte, nachdem ich noch einen Klacks gesüßter Sahne auf die Stücke verteilt hatte.

Aromabringer Pflaumenbrand

Dass beim Backen und auch hinterher die Küche von einem wunderbaren Pflaumenduft erfüllt war, lag sicherlich daran, dass ich die Eier-Sahne-Crème mit einem Mini-Fläschchen Altes Pflümle von der Brennerei Scheibel parfümiert hatte, das noch im Schrank stand. Es war das letzte Überbleibsel von einem Obstbrand-Degustations-Menü im Jahr 2010, das der damals noch unbekannte Koch Dennis Rother im Restaurant des Dortmunder Fernsehturms zu den Scheibel-Produkten kreiert hatte. Heute ist er der Hauskoch vom BVB.


Rezept: Reineclauden-Tarte

175 g Mürbeteig (Rezept hier, oder Fertigteig)
400 g Reineclauden
20 g Zartbitterschokolade, gehackt
80 g Mandelsplitter oder gehackte Mandeln

Für die Eiercrème:
1 Ei
125 ml Sahne
20 ml Pflaumenbrand

Geschlagene Sahne oder Crème fraîche zum Servieren

Backofen auf 200 Grad vorheizen.
Reineclauden waschen, halbieren und entkernen.
Ei, Sahne und Pflaumenbrand miteinander verquirlen.
Tarteform mit Backpapier ausschlagen. Mit Mürbeteig auslegen, so dass es einen Rand gibt.
Gehackte Mandeln und gehackte Schokolade darauf verteilen. Reineclaudenhälften mit der Schale nach oben darauf setzen. Eiersahne darüber gießen.
Tarte bei 200 Grad in den Ofen geben und ca. 35-40 Minuten backen, bis der Teig gar und die Eiercrème gestockt und gebräunt ist.











 

Fotos vom 11.8.2025
Geburtstagskuchen mit Pflaumen von der Bonnekamphöhe



Vor dem Backen





Bei Doris in Kürten

Montag, 19. September 2016

Herbst-Vergnügen: Kleiner Pflaumenkuchen auf Omas Hochzeits-Service


Seitdem meine Großeltern vor fast 45 Jahren gestorben sind, ist das Kaffeeservice, das sie zur ihrer Hochzeit bekamen, nicht mehr benutzt worden. Und ich glaube auch, dass es vorher bei meiner Oma eigentlich auch nur im Schrank gestanden hatte und höchstens zu Geburtstagen mal auf den Tisch kam. So ist es nicht verwunderlich, dass ich es mit großer Ehrfurcht spülte, als ich diese Kaffee-Foto-Session vorbereitete.

Zwetschgen-Tarte mit Pfirsich-Herz, ungebacken.

Die Idee zum kleinen Pflaumenkuchen, eigentlich eine Zwetschgen-Tarte, bekam ich durch einen zweiten Fund in den Tiefen der Unterschränke. Plötzlich hatte ich die Campingpfanne in der Hand, die mich auf den entsprechenden Reisen in den 1970er/80er Jahren begleitet hatte, ohne Griff und mit etwa 20 cm Durchmesser. Gerade recht als Form für einen hübschen kleinen Obstkuchen.

Teig-Zutaten in der Schüssel

Die Mengenangaben der einschlägigen Teigrezepte sind jedoch für größere Formen gedacht, und so beschloss ich, sie einfach zu halbieren. Das klappte auch ganz gut, nur mit einem halben Ei war so eine Sache. Also verklepperte ich ein ganzes Ei und nahm davon dann die Hälfte. (Aus der anderen machte ich mir später ein halbes Rührei.)

Ein knappes Pfund Zwetschgen

Doch auch in kleine Form gingen eine Menge Zwetschgen, fast ein Pfund. Ich hätte sie vielleicht anders legen können, doch ich fügte kurzerhand einen halben Pfirsich als „Herz“ in der Mitte hinzu.


Rezept: Kleiner Pflaumenkuchen (Zwetschgen-Tarte)
Für eine 20-cm-Form
Teig:
90 g Mehl
¼ gestrichener TL Backpulver
40 g Zucker
40 g weiche Butter
1 Ei, verkleppert, davon die Hälfte
2 TL Vanillezucker
etwas abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz

Belag:
500 g Zwetschgen
1 EL gehackte Mandeln
1 EL Zimt und Zucker

Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und mit der Hand durchkneten, bis sich alles von den Fingern löst. In Folie wickeln und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Unterdessen die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen. Eine Quicheform von 20 cm Durchmesser mit entsprechend zugeschnittenem Backpapier so auslegen, dass auch der Rand bedeckt ist. Zu weit überstehendes Backpapier abschneiden.
Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, noch einmal geschmeidig kneten. Ein kleineres Stück für den Rand abtrennen.
Das Große Teigstück ausrollen auf dem Boden der Form verteilen. Aus dem kleineren Stück eine Rolle formen und rundum an den Rand drücken. Pflaumenhälften darauf verteilen, mit gehackten Mandeln bestreuen.
Für etwa eine halbe Stunde bei 180 Grad backen, bis der Teig gar und gebräunt ist. Die noch sehr heißen Quiche mit Zimt und Zucker bestreuen. Abkühlen lassen. Mit geschlagener Sahne oder Crème fraîche servieren.




Montag, 4. Juli 2016

Zum Kaffee auf dem Balkon: Aprikosen-Rosmarin-Ziegenfrischkäse-Tarte


Endlich kam einmal das von Mama geerbte Kaffeeservice auf dem Balkon zum Einsatz. Zu dem hübschen Blumendekor passte diese aromatische Aprikosentarte besonders gut. Rosmarin gab den besonderen Pfiff. Die Sahnefüllung wurde mit Ziegenfrischkäse verfeinert und mit Orangenhonig gesüßt, der gerade zur Hand war.


Rezept: Aprikosen-Rosmarin-Ziegenfrischkäse-Tarte

Pâté brisée (Mürbeteig):
250 g Mehl
110 g Butter
2 Eigelbe
100 g Zucker
2 EL Wasser oder mehr
Salz

Füllung:
8 große Aprikosen
1 Zweig Rosmarin
100 ml Schlagsahne
150 g Ziegenfrischkäse
1 bis 2 EL Honig
1 Ei
Eiweiß von 2 Eiern

Für den Teig Mehl in eine Schüssel sieben. Zucker und 1 Prise Salz dazu geben. Eier trennen, Eigelbe zum Mehl geben, Eiweiß für die Füllung aufbewahren. Kalte Butter in kleinen Stücken dazu geben. 2 El Wasser dazu geben. Alles mit der Hand verkneten. Ist der Teig zu trocken, Hände nass machen und weiterkneten. Teigkugel in Frischhaltefolie wickeln und eine halbe Stunde ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Tarteform ausbuttern und mit Semmelbröseln bestreuen. Teig mit einem kleinen Roller und mit den Fingern in der Form verteilen. 20 Minuten blind backen.

Für die Füllung den Rosmarinzweig in der Sahne aufkochen und einige Minuten ziehen lassen. Zweig herausnehmen. Wer es rustikaler mag und die Rosmarinnadeln in der Füllung hübsch findet, kann die Rosamrinnadeln auch hacken und einfach in die Sahne, ohne sie zu kochen, tun. Ziegenfrischkäse in der aromatisierten Sahne verrühren. Übriggebliebenes Eigelb und ein zusätzliches Ei dazugeben. Umrühren. Mit Honig nach Geschmack süßen. Noch einmal umrühren

Aprikosen halbieren und die Kerne entfernen.

Die Aprikosenhälften auf dem leicht abgekühlten blind gebackenen Teig verteilen und mit dem Ziegenfrischkäse-Sahne –Gemisch auffüllen. Bei 180 Grad ca. 45 Minuten fertig backen. Aus dem Ofen holen und eine halbe Stunde ruhen lassen.




Dienstag, 24. Juli 2012

Auf dem Balkon: Aprikosentarte zum Dessert


Nach den deftigen Dicken Bohnen mit Lammcarrée gab es natürlich noch was Süßes – eine gestürzte Tarte nach Art der Schwestern Tatin mit wunderbar reifen Aprikosen. Wann, wenn nicht jetzt!

Rezept: Aprikosentarte

125 g Mehl
75 g Zucker
1 Eigelb
100 g kalte Butter
Salz
500 g Aprikosen
Mandelblättchen
Zucker
Butter

Mehl, kalte Butter, eine Prise Salz, Zucker und ein Eigelb am besten mit der Hand zu einem Mürbeteig verkneten. In Frischhaltefolie einschlagen und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Die Aprikosen waschen, entsteinen und in Spalten schneiden. Butter in einer Pfanne oder Tarteform auf dem Herd zum Schmelzen bringen, Zucker und Mandelblättchen dazugeben und karamellisieren lassen. Aprikosen darauf verteilen.
Teig auf die Größe der Form ausrollen, auf die Aprikosen legen und leicht andrücken. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad etwa 30 - 35 Minuten backen.
Die Tarte noch heiß auf eine Kuchenplatte stürzen. Mit einem schweren Messer o.ä. auf den Boden klopfen, damit sich alles löst. Form vorsichtig abheben.

Am besten schmeckt die Aprikosentarte lauwarm mit etwas Crème fraîche oder Joghurt.

Montag, 28. November 2011

Geburtstagskuchen: Tarte aux Poires et Chocolat

Wenn man schon mal Geburstag hat, sollte es auch einen Kuchen geben. Also backte der Genießer einen Schokoladen-Birnen-Kuchen, wie er im Loiretal gern gegessen wird. Denn da sind ungedeckte Obstkuchen die große Spezialität, und die Stadt Blois war früher Sitz einer der größten Schokoladenfabriken Frankreichs. Das passt.
Hier das Rezept, übrigens aus Anne Willans Kochbuch „Frankreichs ländliche Küche“.

Rezept: Schokoladen-Birnen-Kuchen

Mürbeteig:
175 g Mehl
3 EL Zucker
¼ TL Salz
100 g kalte Butter

Weitere Zutaten
125 g Halbbitter-Schokolade, am besten 75 Prozent Kakaoanteil
6 reife Tafelbirnen
1 EL Butter zum Einfetten der Form
Zucker oder Semmelbrösel zu Ausstreuen der Form.

Für die Eiercrème:
1 Ei
1 Eigelb
125 ml Sahne
1 TL Kirschwasser
Crème fraîche zum Servieren.

Zutaten für den Mürbeteig miteinander verkneten, Frischhaltefolie einschlagen und eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
Backofen auf 200 Grad vorheizen. Schokolade fein hacken.
Birnen schälen, längs halbieren, Kerngehäuse entfernen. Wenn die Birnen noch nicht ganz reif sind, in Zuckerwasser kochen, bis sie nicht allzu weich sind.
Zutaten für die Eiercrème miteinander verquirlen.

Eine Springform ausbuttern und mit Zucker oder Semmelbrösel ausstreuen. Teig ausrollen und die die Form damit auskleiden. Den Teig mit der gehackten Schokolade bestreuen.
Birnenhälften mit der Schnittseite auf ein Brett legen und quer in dünne Scheiben schneiden, aber die Birnenform dabei erhalten. Leicht flach drücken und mit einem Messer oder einer Palette hochheben und mit der Spitz zur Mitte auf die Schokobrösel legen.
Den überschüssigen Rand des Teiges nach innen drücken und alles mit der Eiercrème begießen.
10 Minuten bei 200 Grad backen, auf 175 Grad herunterschalten und so lange backen, bis die Eiercrème gestockt und wie der Teig gebräunt ist.
Am besten lauwarm mit etwas Crème fraîche servieren.





Fotos vom 26.11.2019



Bilder vom 18.10.2021
 

 





Sonntag, 1. November 2009

Gestern bei Mama: Buttercrèmetorte nach Mama (und Weißkohl durcheinander mit Schweinebauch)



Gestern haben wir in kleinem Kreis Mamas 93. Geburtstag gefeiert. Da habe ich eine Buttercrèmetorte (Mokka) gemacht, wie sie Mama sie früher auch immer gemacht hat: nach dem Rezept von Dr. Oetker. Allerdings habe ich den Biscuitboden nicht selbst gebacken, sondern bin ins Bochumer Café „Zur Altstadt“ in der Pariser Straße gegangen und habe einen Wiener Boden gekauft, der mir dort sofort in drei Scheiben geschnitten wurde. Beim Füllen der Torte fügte ich eine Lage Schwarze-Johannisbeer-Marmelade hinzu, so wie Mama es auch immer getan hatte. Beim Füllen war ich mit der Buttercrème so großzügig, dass für die Garnitur nicht mehr viel übrig blieb. Leider war es in Mamas Wohnung etwas zu warm und im Kühlschrank kein Platz. So wurde die Buttercrème etwas weich und die Torte bekam Schlagseite. Geschmeckt hat es trotzdem.


Zum Mittagessen vorher hatte ich Weißkohl durcheinander mit Schweinebauch gemacht, nach dem Rezept für Schlabberkappes aus meinem Kochkurs. Allerdings nahm ich mir diesmal etwas mehr Zeit und kochte zuerst den Schweinebauch, so dass eine prima Brühe entstand, in der ich anschließend den Kohl schmorte. Auch nahm ich diesmal genug Zwiebeln, die ich zusätzlich mit Zucker karamellisierte. Auch tat ich noch etwas Ingwer an den Kohl. Der Schweinebauch stammte von Bio-Metzger Gläser. Weißkohl hatten sie im Biokauf nicht, und so musste ich zum Rewe nebenan.