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Dienstag, 14. Juli 2026

Duisburg: 2. Kulinarisches Laufhaus 2026 in der Faktorei21 im Innenhafen

Christian Krüger (rechts) und Mitorganisator Andreas Schmitt (Gastronomy Innovation Hub)

Alle guten Geister, die das Laufhaus organisierten.

Vielleicht erinnert sich ja noch jemand daran, aber der legendäre Tatort-Kommissar Horst Schimanski war jene Ikone der populären Kultur, die in den letzten 45 Jahren das Image von Duisburg prägte wie keine andere. In seinem kulinarischen Verhalten gab es einen klischeehaften klassenkämpferischen Reflex: Immer, wenn der notorische Currywurst-Esser im Rahmen einer Ermittlung ein Fine-Dining-Restaurant betreten musste, explodierte der Rüpel in ihm und am Ende war der Laden komplett zerlegt.


Versöhnliches Food-Pairing: Champagner und Currywurst

Ich weiß nicht, ob Christian Krüger von der Faktorei21, die Duisburger Traditionsfleischerei Sieveneck und der „Champagner Club“ um Corinna Dosch und Rafael Mittmann an Schimanski dachten, als sie als Food-Pairing-Highlight für die zweite Ausgabe des Kulinarischen Laufhauses „Currywurst & Bubbles“ kreierten. Immerhin, der Zusammenprall zweier Genusskulturen konnte kaum versöhnlicher gestaltet werden wie bei dieser Kombination von Currywurst und Champagner und hätte, wenn schon nicht den Kommissar Schimanski, aber bestimmt seinen Darsteller Götz George begeistert. Und natürlich auch die Gäste der Faktorei21, auf deren Speisekarte dieser Gaumen-Twist demnächst stehen wird.



Laufhaus-Chef Christian Krüger...

... zieht sich ...



...den "Italian Hand Job" (Rinderfilet mit Trüffelmayo Oliehoorn und Crunch) ...



... des ehem. Sternekochs Renato Manzi rein.

Bereits im letzen Jahr hatte das „Kulinarische Laufhaus by Christian Krüger“ gezeigt, welch beeindruckendes gastronomische Potenzial Duisburg und der Niederrhein haben. Bei der diesjährigen Ausgabe am 12. Juli wurde das Areal des Genussfestivals in und an Krügers Restaurant Faktorei21 noch einmal beträchtlich erweitert, so dass im Duisburger Innenhafen wahrhaftig eine Gourmetmeile für einen Tag entstand. Mehr als 30 Spitzenrestaurants, Gastronomielieferanten, Wein-, Spirituosen- und Lebensmittelproduzenten waren mit Ständen vertreten. Obwohl das Ganze natürlich nicht ganz so groß dimensioniert war, wurde ich in vielerlei Hinsicht für den Verlust der „Gourmedo“ in Dortmund entschädigt, die in diesem Jahr ausfallen musste. Wie auf dieser Spitzengourmetmeile war allein die Anzahl der Sterne- und ehem. Sterneköche überwältigend, und die Newcomer, die sich daneben präsentierten, hielten mühelos Schritt. Großer Wert wurde auf die Regionalität der Aussteller gelegt – wobei die Region neben dem Niederrhein (bzw. dem westlichen Ruhrgebiet) natürlich auch das Münsterland und die Niederlande umfasste und weniger eine Nachhaltigkeits-Utopie widerspiegelte, sondern eine knallhart wirtschaftliche, gastronomische Professionalität.


Schatten im Innenhafen



Pressefrau Corinna Dosch

DJane  Dominique und Saxophonist Joël



Maler Artur "Kulibree" Kulikowski



Der Zauberkünstler 
Thomas Maria Graf von Bratwurst

So erlebten die 350 Gäste des „Laufhauses“ einen entspannten Urlaubstag. Im Schatten hoher Bäume waren die angesagten 32 Grad so gut wie kein Problem. DJane Dominique und Saxophonist Joël Mozes van de Pol sorgten auch musikalisch für wohltemperierte Stimmung, der Maler Artur „Kulibree“ Kulikowski schuf eine Live-Kunstwerk und der Zauberkünstler Thomas Maria Graf von Bratwurst  ließ die Geldbörsen brennen.

Der vom Laufen (und Essen) ermattete Genießer

Alles zu probieren war geradezu unmöglich, so überwältigend war das Angebot. Zudem waren einige Portionen so groß, dass kaum noch Appetit für anderes aufgebracht werden konnte. Und manchmal war es anstregend, eine Abstellfläche für die schweren abgegessenen Teller zu finden, denn andere Gäste waren da immer fixer (wobei das Service-Personal, das dann abräumte, noch fixer war). Aber das sind Wachstumsprobleme, die im nächten Jahr sicher behoben sind.

Hier also die Dokumentation dessen, was ich mit der bewährten Unterstützung von Slow-Food-Kollege Jochen bewältigen konnte.

2. Kulinarisches Laufhaus by Christian Krüger
12.7.2026, Faktorei21 im Innenhafen Duisburg




Carsten Goms
Ceviche vom geräuchertem Buntbarsch / Wakame Gel / 
Chili Mayo / Gewürze 
Auch der TV-Koch Casten Goms überraschte mit 
einem Häppchen auf die Hand.




Christian Vincke
Spezialitäten vom Westfälischen Iberico
Christian Vincke züchtet die schwarzen Iberico-Schweine im westfälischen Everswinkel. Ich habe ihn einmal besucht, als er damit begann (klick hier).



Wellings Parkhotel, Kamp-Lintfort
Confierte Wassermelone, Pfifferling, Tomaten-Couscous, Frischkäserolle, Linsen
von Wolfgang Labudda
Eine wunderbar erfrischende Kombination von Sommer-Aromen.



Verve, Krefeld
„Meine Hummersuppe“
von Philipp Rümmele, 1 Michelinstern 
Perfekt ausbalancierter Hochgenuss vom Sternekoch




Wundertüte, Essen
Gebeizter Edelfisch, Chorizo, Crunch, Koriander
von Marlon Kouth 
Der Newcomer aus Essen-Borbeck forderte mit grün gebeiztem Fisch heraus.




Jordan Olivenöl
Feta Mousse, Hot Honey Picadillo, Jordan Olivenöl Crumble
von Bastian Jordan und Elias Engers 
Bastian Jordan von der Wuppertaler Olivenöl-Firma überzeugte mit einem griechisch inspirierten Sommerhappen.



Otto Gourmet / Retigo
US Entrecote / Rehydrierte Gemüse / Erbse Minze /Ingwer-Chili-Espuma
Der Gastro-Großhändler und der Kombidämpfer-Hersteller versuchten, mit einem extravaganten Fleischgericht zu überzeugen.



Restaurant 1876, Düsseldorf 
Tringoli Ricotta / Limone / Madeiraschaum / Pistazie
von Daniel Dal-Ben, 1 Michelinstern
Das Nudelgericht vom Düsseldorfer Sternekoch war ein Lieblingsgericht der Gäste. 






MOD by Sven Nöthel
Thunfisch / Gurke / Alge / Avocado / Buttermilch
von Sven Nöthel, 1 Michelinstern 
Grandiose Sommerkomposition von Duisburgs Sternekoch Sven Nöthel. 



Grafschafter Wirtshaus

InnField-Vanillemousse, Süßweingelee, Himbeere, CrunchDessert
von Timo Wiesel 
Ein Dessert zum Wegschlabbern



Patrick von Vacano, Original Beans
Schokomousse mit Erdbeeren
aus Piura 75% Original Beans/Shiso-Calpico und Chuncho 100% Original Beans
Exklusive Schokolade an einem exklusiven Ort 




"The Taste Company" Nic Shanker, David Rippen und Hakan Celebi
Espresso-Martini 
Zum Schluss ein Cocktail vom TV-Barkeeper...
 

...und ein großartiger Espresso vom Haus

Fotos: Peter Krauskopf, Jochen Hoss, Michael Alisch

2. Kulinarisches Laufhaus by Christian Krüger, Faktorei21, Duisburg-Innenhafen, Philosophenweg 21. Infos hier.

Der Genießer bedankt sich für die Einladung.

Samstag, 13. Juni 2026

Duisburger Innenhafen: Am 12. Juli 2026 findet das „2. Kulinarische Laufhaus by Christian Krüger" in der Faktorei21 statt


Als alter Gourmetmeilenhopper habe ich mich schon immer gewundert, warum es so eine Sommerveranstaltung, bei der sich die Spitzengastronomen einer Stadt im Rahmen eines kulinarischen Festivals präsentieren, in Duisburg nicht gibt. In anderen Ruhrgebietsstädten haben Gourmetmeilen ja eine zum Teil recht lange Tradition. Umso erfreuter war ich, als im letzten Jahr das „1. Kulinarische Laufhaus“ stattfand, das zwar nur ein Ein-Tages-Event war, aber ein genauso prickelndes Feeling wie die großen Meilen in Dortmund, Essen oder anderswo hervorrief, zum Teil sogar wesentlich exklusiver. Der ehem. Strenekoch Christian Krüger und seine Frau Swetlana, die seit einiger Zeit das Restaurant Faktorei21 betreiben, hatten das sinnlich-genussvolle Konzept von ihrer vorherigen Wirkungsstätte am Niederrhein mitgebracht. An fast zwanzig Ständen in den verschiedenen Räumlichkeiten und auf den Terrassen des Restaurants gaben vor der eleganten Kulisse des Duisburger Innenhafens zahlreiche regionale und internationale Spitzenköche einen Überblick über den State of Art des aktuellen Fine Dinings. Zum großen Genussbereit-Bericht über das „1. Kulinarische Kaufhaus“ bitte hier klicken.

Am 12. Juli findet nun das „2. Kulinarische Laufhaus“ statt – angesichts der Absagen der großen Gourmetmeilen wie „Essen verwöhnt“, „Bochum kulinarisch“ und „Gourmedo“ in Dortmund ein absoluter Lichtblick in der kulinarischen Landschaft des Ruhrgebiets und eine beachtliche Aufwertung der Duisburger Gastro-Szene.

An den diesjährigen Kochstationen und Ständen präsentieren wieder jede Menge Sterne- und Spitzenköche ihre exquisiten Kreationen. Darunter aus der direkten Nachbarschaft Timo Wiesel vom Grafschafter Wirtshaus, der regionale Matador Sven Nöthel vom Duisburger Sterne-Restaurant MOD, Spitzenkoch Philip Rümmele aus dem Restaurant Verve in Krefeld und Wolfgang Labudda von Wellings Parkhotel in Kamp-Lintfort. Aus Düsseldorf kommen Sternekoch Daniel Dal-Ben und sowie die beiden Spitzenköche Chris Dietz & Flo Piszczek vom der neu eröffneten Wein- und Delikatessenbar Tumult. Viele weitere spannende Partner runden das Gesamtkonzept ab. Nicht nur essenstechnisch setzt das Festival neue Maßstäbe, sondern auch im Bereich des Bartendings. So konnten die ‚drei Cocktail-Jungs‘ Nic Shanker, David Rippen und Hakan Celebi von „The Taste Symphony“ gewonnen werden.

Auch dieses Mal wird es eine Premiere geben: Gemeinsam mit Corinna Dosch und Rafael Mittmann vom Champagner Club stellt Christian Krüger sein neues Foodpairing-Angebot vor, das künftig einen festen Platz auf seiner Karte finden soll: verschiedene Currywurst-Spezialitäten mit ausgewählten Champagner wie Louis Roederer.

So ist das „2. Kulinarische Laufhaus“ quasi ein Pflichttermin für jeden Gourmet. Allerdings: die Karten sind auf 300 Personen limitiert.

2. Kulinarische Laufhaus by Christian Krüger. Sonntag, 12. Juli 2026, 15–20 Uhr. Faktorei21, Philosophenweg 21, 7051 Duisburg • Preis p. P.: 210,00 EUR • Weiter Infos und Tickets klick hier. Karten limitiert: maximal 300 Personen • Im Ticketpreis enthalten ist ein Gericht aller Köche, weitere Speisen der Foodpartner sowie alle Getränke wie Champagner, Wein, Bier und Alkoholfreies.

Montag, 30. Juni 2025

Duisburg: Das kulinarische Laufhaus by Christian Krüger in der Faktorei 21


Easy Living am Innenhafen

Ich war angenehm überrascht, als ich mitbekam, dass im Restaurant „Faktorei21“ im Duisburger Innenhafen am gestrigen Samstag so eine ambitionierte Veranstaltung wie „Das kulinarische Laufhaus“ sattfinden sollte. Denn spätestens, seit der Restaurantführer „Duisburg geht aus“ als erstes Magazin der verdienstvollen, mittlerweile komplett eingestellten „Geht Aus“-Reihe nicht mehr herauskam, hatte ich die Stadt mit dem größten Binnenhafen der Welt als äußerst schwieriges Pflaster für Fine Dining in Erinnerung. Von den Adressen, die ich damals testen durfte, haben die meisten die Coronazeit nicht überstanden oder verschwanden schon davor von der Bildfläche, etwa so ambitionierte Projekte wie der „Akazienhof“, „Im Eichwäldchen“ oder „Gasthof Brendel“, aber auch Traditionslokale wie „Schumachers“, das „Dreigiebelhaus“ oder „Costa Azzurra“. Wie ein Leuchtturm wirkte da die Neueröffnung von Sven Nöthels „Mod“ im Stadtteil Baerl im Jahr 2021, die dann auch prompt mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde, der bis heute gehalten werden konnte.

Christian und Swetlana Krüger


Coole Stimmung am heißen Sommertag:
Saxophonist Joel Mozes van de Pol

Seit 2024 scheint sich das Blatt zu wenden. Nicht nur dass beispielsweise die neuen Betreiber des Spielcasinos das hauseigene Restaurant „inside“ wieder belebten, auch im Innenhafen gab es einen bemerkenswerten Neuzugang. Eigentlich ist die sorgsam gepflegte industriekulturelle Freizeit- und Bürolandschaft ja eigentlich ein Sammelbecken für allerlei Systemgastronomie, wenn man mal vom Restaurant in der Küppersmühle absieht, aber als ein neuer Betreiber für die „Faktorei21“ gesucht wurde, traten Christian Krüger und seine Frau Swetlana auf den Plan und übernahmen im letzten Jahr das Restaurant. Die beiden hatten vor zehn Jahren das Sternerestaurant „Axt“ in Mannheim betrieben und vor einiger Zeit im niederrheinischen Kalkar die Aktion „Regiotable“ ins Leben gerufen, mit der sie dort den historischen Beginenhof bespielen. Bei ihren Veranstaltungen verbinden sie Fine Dining mit Regionalität. Neben Kochkursen zum Thema Fermentation und Menüs, mit denen sie den nachhaltigen No-Waste-Gedanken in der Küche fördern wollen, veranstalteten sie im letzten Jahr auch ein „Kulinarisches Laufhaus“.

Bevor die Gäste kommen, wird die Presse informiert

Pressefrau Corinna Dosch und Duisburgs Sternekoch Sven Nöthel

Am letzten Samstag realisierten die beiden dieses Format als 1. Gourmetfestival in Duisburg an ihrer neuen Wirkungsstätte. Elf zum Teil mit Michelinsternen dekorierte Spitzenköche und weitere kulinarische Protagonisten präsentierten sich den ca. 300 Gästen im Laufe des Nachmittages und Abends mit außergewöhnlichen und aufwendigen Gerichten. Abgeschlossen wurde die Veranstaltung mit einer Versteigerung für das Sozialprojekt „Duisburg schaut hin“. Ich freute mich besonders darüber, dass als Duisburger Koch Sven Nöthel vom „Mod“ mit einem löffelweichen Short Rib dabei war, und dass der kulinarische Tausendsassa Tobias Sudhoff, seines Zeichens ehem. Sternekoch in Münster, Erfinder der „Ernährungswende“, Produktentwickler, Musiker und Kabarettist, die von ihm entwickelte nachhaltig produzierte Gänseleber „Happy Foie“ mit einem witzigen Gericht präsentierte, das man sich vom Handrücken lecken musste. 



Der kulinarische Tausendsassa Tobias Sudhoff

Die Truppe vom FrischeParadies



Andreas Alt von der Kingfish Company


Bilz Brause: Alkoholfreie Eleganz


Weil aber die Entdeckungsreise an die Stände allein aller Köche so viel Aufmerksam beanspruchte, kam ich kaum dazu, die begleitenden weiteren Angebote wahrzunhemen. Es gab noch Austern und Champagner, Gin und Confiserien, Bio-Brot und Käse und natürlich Weine von illustren Weingütern aus Rheinhessen und der Pfalz. Aber getränkemäßig widmete ich mich lieber dem alkoholfreien Angebot. Ich freute mich über die Bilz-Brause, die die Duisburger Rheinfels-Quelle mit der Übernahme der Marke Sinalco wieder ins Leben gerufen hat, und genoss den alkoholfreien Secco vom Demeter-Weingut Flohr-Eller in Rheinhessen. 

Die Gerichte, die es zu essen gab, waren beeindruckend und gaben einen bestechenden Eindruck über den State of Art des Fine Dinings. Die Regionalität spielte immer wieder eine große Rolle, und dazu gehören im niederrheinischen Ruhrgebiet natürlich auch die benachbarten Niederlande. Lustig war die Herausforderung, dass man alls einzige Bewaffnung für die Bewältigung des Genuss-Angebotes nur einen Löffel bekam. Bei Gerichten, die nicht löffelweich daher kamen, musste man halt die Finger zu Hilfe nehmen - Fine Dining im Ruhrgebiet?


Ein Löffel für alles


Das Kulinarische Laufhaus by Christian Krüger
1. Duisburger Gourmet Festival
28.6.2025 Faktorei21 



Juliën Van Loo
2 MICHELIN-Sterne, Restaurant Parkheuvel, Rotterdam
Ravioli Langoustine | Douxelles | Crème | Homard
Haute Cuisine made in Holland. Feinste Krustentiere perfekt in Szene gesetzt – und das im Duisburger Innenhafen.



Moses Ceylan
Gastrodesign, Zürich
Hartweizentartar der Osmanen | Meerettich Airan | Kohlrabi | Kräutersalat
Optisch und geschmacklich wie ein turbulentes Stück Janitscharenmusik. Ein moderner Beweis, dass türkisch inspirierte Küche absolute Hochküche ist.



Daniel Dal Ben
1 MICHELIN-Stern, Restaurant 1876, Düsseldorf
Cannelloni | Räucheraal | Capresschaum | Kürbiskern
Eine regionale Kreation mit bodenständigen Zutaten, die den Vergleich mit dem Raviolo Langoustine vom Stand nebenan nicht zu scheuen braucht.




Sven Nöthel
1 MICHELIN-Stern, MOD by Sven Nöthel, Duisburg
Gegrilltes Short Rib | Spargel | Erbse | Shiitake
Farblich, aromatisch und saisongemäß eine Wucht. Das löffelweiche Fleisch war mit dem einzig zugelassenem Essbesteck bequem zu bewältigen, der knackige Spargel musste allerdings mit den Fingern genossen werden.



Bjorn Massop
1 MICHELIN-Stern, Eten Hotel Villa Ruimzicht, Doetinchem
Tartelette | Gartenerbsen | Estragon | Lazuli | Piccalilly
Ein ganzer Bauerngarten in einem Tartelette brachte den Frühsommer auf  die Zunge. Piccalilly ist eine pikante Würzsauce – aber sollte es bei Lazuli wirklich um den blauen Edelstein handeln?



Martin Scharff
Schloss Heidelberg
Maispoulardenbrust vom Grill | Pfifferlinge | Lauch / Chorizo / Polenta | Kirschbalsamico
Klassisch und bodenständig. Für Leute, die satt werden wollen.



Tobias Sudhoff
Neue Westfälische Stube, Münster
Weidekuh 13 Jahre (48h / 53° C) | Happy Foie Espuma | Jus mit schwarzer Johannisbeere und schwarzem Knoblauch | Waldmeistercracker
Was wie ein schelmischer Witz wirkt, ist modernste nachhaltige Hochküche. Die 13 Jahre alte Kuh, von Natur aus eher zäh. wurde 48 Stunden bei 53 Grad wunderbar weich gegart. Die Gänseleber, die die Basis für das Saucenschäumchen bildete, stammte von glücklichen, nicht gestopften Gänsen.



Paskal Karels
Restaurant Karels, Braamt
Kingfish | fermentierte Shiitake | Knoblauch | Algen | Soia
Ein Gericht, das von unten betrachtet werden musste. Denn der Kingfish wurde von den anderen Zutaten zugedeckt. 



Wolfgang Labudda
Welling Parkhotel, Kamp-Lintfort
Tafelspitz | Pfifferlinge | Röstzwiebelcreme | Brunnenkresse
Ein üppiges, erfrischend unexotisches Gericht. Das Gebäckkränzchen brachte eine irritierende Süße.



Philip Rümmele
verve5, Krefeld
Gemüsesalat „Tatar Style“ | Gurkenrelish | Monschauer Senfschaum | knuspriges Bauernbrot 
Feine, regionale Küche



Oliver Coppeneur
Cheesecake Coppeneur Style | Haselnusscrumble | Johannisbeere |Cassissorbet
Eine Dessertkreation der Confiserei Coppeneur. Leider nur fotografiert und nicht gegessen.



Andreas Alt
The Kingfish Company
Kingfish Lolli Mojito Style
Minze Zitrone

Perfekt gegrillter Kingfish mit Mojito-Würze. Witzig und lecker.



Daniel Androleit
The Wolf of Streetfood
Pulpodog
Eine witzige Variante des Hotdog mit einem gegrillten Pulpo-Tentakel anstelle des Würstchens. Allerdings fand ich die Aromenkombination des herben Kimchi der Gemüsebeilage und des recht süßen Brötchens etwas gewagt.

Faktorei21. Philosophenweg 21, 47051 Duisburg. Tel. 02 03. 3 46 83 79. Di-Sa 18-23 Uhr, Küche bis 22 Uhr. https://faktorei.de/

Der Genießer bedankt sich für die Einladung.
Dank auch an Corinna Dosch und Michael Alisch für die Organisation.