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Dienstag, 7. Mai 2013

Gourmetmeilen im Ruhrgebiet 2013

Gourmetmeile Metropole Ruhr

Mit der „Kulinarischen Symphonie Herne“ beginnt morgen, am 8. Mai 2013, der diesjährige Gourmetmeilen-Reigen im Ruhrgebiet. Seit 2009 berichtet „Genussbereit“ ausführlich über diese publikumswirksamen Aushängeschilder der Ruhrgebiets-Gastronomie, und seit dem Kulturhauptstadtjahr 2010 kam auch ordentlich Bewegung in die Szene. Neben den traditionsreichen Dauerbrennern wie „Dortmund à la carte“, „Bochum kulinarisch" oder auch „Essen verwöhnt“, die schon seit Jahrzehnten den Speisenverzehr unter dem blauen Himmel an der Ruhr propagieren, kamen einige hochwertige Neuzugänge wie die „Gourmetmeile Metropole Ruhr“ auf Zollverein, „GourmeDo“ in Dortmund oder das „Spargel-Gourmetfestival“ in Bottrop-Kirchhellen dazu. Im letzten Jahr hatte das Thema „Gourmetmeilen“ die Freizeit-Seiten der Revier-Medien gesprengt und war sogar ins Wirtschafts-Ressort vorgedrungen.
Ob es in diesem Jahr genauso erfolgreich weiter geht? Die im letzten Jahr im wahrsten Sinne des Wortes mit vollem Mund angekündigte Wiederaufnahme von „Werne à la carte“ kommt doch nicht zu Stande, der Wittener Event „Genuss am Fluss“, „Bottrop echt lecker“ und "Herrten isst auf Ewald" finden nicht statt.. Überhaupt scheinen einige Termine noch nicht festzustehen. Sobald sie der Genießer mitbekommt, wird diese Liste aktualisiert.


8.5. - 12.5.2013
Gourmetmeile
Kulinarische Symphonie Herne
Herne, Robert-Brauner-Platz
Infos hier

18.5. - 20.5.2013
Essen genießen
Spargel-Gourmetfestival
Bottrop-Kirchhellen, Hof Umberg
Infos hier

29.5. - 2.6.2013
Gourmetmeile
Castrop kocht über
Castrop-Rauxel, Am Markt
Infos hier

30.5. - 2.6.2013
Gourmetmeile
Kulinarischer Altstadtmarkt
Hattingen, St.-Georgs-Kirchplatz
Infos hier

30.5. – 1.6.2013
Matjesfest
Duisburg, Innenstadt
Infos hier

1.6. – 3.6.2013
Gourmetmeile
Wesel erleben
Wesel, Berliner-Tor-Platz
Infos hier

9.6.2013
Gourmetmeile
Weinblütenfest
Düsseldorf, Kaiserswerth
Infoshier

19.6. - 23.6.2013
Gourmetmeile
Essen verwöhnt
Essen, Innenstadt
Infos hier

20.6. – 23.6.2013
Genuss-Vestival
Herten isst auf Ewald
Herten, Landschaftspark Hoheward
Infos hier

28.6. - 30.6.2013
Gourmetmeile
Schermbeck genießen
Schermbeck
Infos hier

6.7. -  7.7.2013
Gourmetmeile u.a.
Herdecker Genießertage
Herdecke,  Fußgängerzone
Infos hier

12.7. - 14.7.2013
Gourmetmeile
Kettwiger Seerosenfest
Essen-Kettwig, Ufer-Promenade
Infos hier

12.7. - 14.7.2013
Stadtparkfest
Food, Wine & Music
Essen, Stadtpark, hinter der Philharmonie
Infos hier

17.7. - 21.7.2013
Gourmetmeile
Dortmund à la carte
Dortmund, Hansaplatz
Infos hier

18.7. - 21.7.2013
Gourmetmeile
Kulinarischer Treff an der Ruhr
Mülheim, Ruhrufer
Infos hier

31.7. - 4.8.2013
Gourmetmeile
Rü Genuss pur
Essen, Rüttenscheid
Infos hier

31.7. -4.8.2013
Gourmet Vestival
Zu Gast in Recklinghausen
Recklinghausen, Rathausplatz
Infos hier

1.8. - 4.8.2013
Gourmetmeile
GourmeDo
Dortmund, Friedensplatz
Infos hier

2.8 - 4.8.2013
Gourmetmeile
Hamm kulinarisch
Hamm, An der Pauluskirche
Infos hier

4.8.2013
Gourmetmeile
Schönebeck is(s)t gut
Essen, Dorfwiese Schönebecker Str.
Infos hier

7.8. - 11.8.2013
Gourmetmeile
Bochum kulinarisch
Bochum, Boulevard
Infos hier

9.8. - 11.8.2013
Gourmetmeile
Kirchhellener kulinarische Landpartie
Bottrop-Kirchhellen, Johann-Breuker-Platz
Infos hier

22.8. - 25.8.2013
Gourmetmeile
Metropole Ruhr
Essen, Zollverein
Infos hier

23.8. - 25.8.2013
Gourmet Festival Düsseldorf
Düsseldorf, Königsallee
Infos hier

5.9. - 8.9.2013
Gourmetmeile
Steele à la carte
Essen-Steele, Kaiser-Otto-Platz
Infos hier

3.10. - 6.10.2013
11. Hattinger Panhas-Fest
im Rahmen des Herbstmarktes
Hattingen, Kirchplatz


Mittwoch, 2. Januar 2013

Ruhrgebiet - bloß nicht! Eine Zuschrift zum neuen Jahr.

Hier  eine Zuschrift zum neuen Jahr, die den Genießer per E-Mail erreichte und die er den "Genussbreit-Lersern nicht vornthalten möchte:
Hallo Peter Krauskopf,

mal ehrlich: darfst ja gerne stolz sein auf Bochum und ´dein´ Ruhrgebiet. Es ist die halbe Welt Europas im Kleinen. Ein Schmelztiegel der Nationen, und - obwohl leicht osteuropa- und damit etwas kohl- und kartoffellastig - inzwischen auch kulinarisch vorzeigbar (ein paar Sternchen schimmern ja zumindest schon mal über dem Pott).

Aber mehr als 70 Mio. Deutsche haben damit leider gar nichts am Hut, sondern sind stolz auf ihre bayerische, fränkische, schwäbische, pfälzische und/oder usw... - Küche. Mehr als ein Drittel aller Michelin-Sterne strahlen 500 km südlich des Ruhrgebietes. Deine Seite ist ja ganz nett, aber der Untertitel geht für Gourmets aus dem Süden leider überhaupt nicht. Vorschlag: Schreib anstatt ´Nachrichten aus meiner Küche des Ruhrgebiets´ einfach nur: `Gute Nachrichten aus meiner Küche´. Damit brichst du dir sicher keinen Zacken aus der Bochumer Krone, öffnest dich aber einem wesentlich breiteren Publikum.

Glaub´ mir: kaum macht man´s richtig - schon gehts.

Montag, 1. Oktober 2012

Neu erschienen: „Revier für Genießer“ 04




Ganz frisch in den Buchläden und an den Kiosken liegt die vierte Nummer von „Revier für Genießer – das Magazin für Genussmenschen im Ruhrgebiet“ aus dem Klartext Verlag. Zum zweiten Mal erschien das Heft unter der Chefredaktion von Torsten Wellmann und dem Team des Redaktionsbüros „Schacht 11“, nachdem der Gründungsredakteur Michael Köster zum Restaurantführer „Essen geht aus“ wechselte. Lustig: Dem Heft ist ein Tütchen Würzmischung der kroatischen Marke „Vegeta“ samt Rezeptheft beigeklebt, die man in verschiedenen Supermarktketten, aber auch in türkischen, ex-jugoslawischen und russischen Lebensmittelgeschäften erhält. Leider enthält die Gewürzmischung den bei bewusst arbeitenden Köchen verpönten Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat.

Gourmetheft mit Gimmick: Würzmischung als Beikleber

Dass in dem 96 Seiten starken Heft die ganze Vielfalt der kulinarischen Landschaft des Ruhrgebiets abgebildet wird, dafür sorgen Autoren, die das kulinarische Ruhrgebiet gut kennen.  U.a. porträtiert Klaus Dahlbeck den Bochumer Weinsammler Uwe Bende und die ebenfalls in Bochum ansässige Kaffeerösterei „röst.art“, Schacht-11-Mitglied Thomas Sell die Gelsenkirchener Gewürzmühle „Fortkamp & Wiegers“ und Chefredakteur Torsten Wellmann das italienische Ristorante „Mimi e Rosa“. Küchenchef Michael Hau aus der Bochumer „Orangerie im Stadtpark“ steuert die Rezepte eines exklusiven Drei-Gänge-Menüs bei.

Der Genießer ist mit der Titelgeschichte über jungen Dortmunder Spitzenkoch Dennis Rother vom Hotel „l’Arrivée“ und einer Geschichte über die Wandlung der kulinarischen im Dortmunder Stadtteil Hörde rund um den neuen Phoenixsee.

„Revier für Genießer“ 04. 96 Seiten. Klartext Verlag. Erhältlich im Buchhandel, im guten Zeitschriftenhandel und hier im Internet.

Dienstag, 10. Juli 2012

Ruhrgebietsküche à l`anglaise via Frankreich-Krimi eines schottischen Autors

Erst jetzt kam der Genießer dazu, den schon im Jahr 2009 erschienen Krimi „Bruno – Chef de police“ von Martin Walker zu lesen. Das politisch überkorrekte Europa-Bild, das der Held verkörpert, wirkt heute angesichts der Euro-Krise schon fast wehmütig nostalgisch. Begeistert war der Genießer von einer Passage, in der eine Engländerin dem gaumenverwöhnten Dorfpolizisten im Perigord erklärt, warum die englische Küche einen so schlechten Ruf hat. Mit einigen wenigen Abänderungen könnte das eine Passage aus dem „Manifest einer kulinarischen Bewegung im Ruhrgebiet“ sein, das der Genießer einst für die Kulturhauptstadt RUHR.2010 verfasste.

„Der Grund ist denkbar simpel“, erläuterte Christine. „Mit der industriellen Revolution, die in England bekanntlich früher stattfand als in anderen europäischen Ländern, kam der Ackerbau fast gänzlich zum Erliegen. (…) Die Landarbeiter fanden Beschäftigung in den neuen Fabriken, und so wuchsen mit der Industrie die Städte und ein Bedarf an Lebensmitteln, die einfach zu transportieren, gut zu lagern und auf die Schnelle zuzubereiten waren, weil auch die meisten Frauen in den Fabriken arbeiteten und keine Zeit mehr hatten, am Herd zu stehen. Gleichzeitug waren in Nordamerika und Argentinien große Farmen entstanden, und weil das britische Königreich seine Grenzen für den freien Handel öffnete, konnten die noch übrig gebliebenen Landwirte mit den sehr viel günstigeren Weltmarktpreisen nicht mehr konkurrieren. Es kamen billige Lebensmittel ins Land, Fleisch in Konserven und Brot aus Massenproduktion. Und in den allmählich kleiner werdenden Familien gingen die von Generation zu Generation weitergereichten traditionellen Kochkünste verloren.“ (Martin Walker: Bruno – Chef de police. 2009. Diogenes, Zürich. S. 245f).

Dienstag, 31. Januar 2012

„Restaurant-Karussell 2012“ startet am 3. Februar im westlichen Ruhrgebiet

Die Essener Köche und ihre Freunde aus dem
westlichen Ruhrgebiet präsentieren das Restaurant-Karussell

Der Genießer ist immer wieder erstaunt, wie viele Betriebe es gibt, die hinter den Kulissen dafür sorgen, dass die Restaurants im Ruhrgebiet mit frischen Produkten versorgt werden. Einer davon ist der "Gilde Frischmarkt" in Essen, ein Gastro-Großhandel, der sich aus einem Zuliefer-Betrieb für Fleischereien entwickelt hat. Fleisch ist immer noch eines der Hauptprodukte, die bei der Gilde angeboten werden, doch bietet der Cash & Carry Markt, der nur für Profi-Köche geöffnet ist, alles, was das Herz des Gastronomen begehrt.


Rainer Bierwirth von "Essen genießen e.V." und Rolf Strobel
vom Gilde Frischemarkt erläutern das "Restaurant-Karussell"

Gestern war der Laden im Großmarkt an der Lützowstraße Schauplatz eines Pressetermins, den die Köchevereinigung „Essen genießen & friends“ aus Anlass des „Restaurant-Karussells“. Die Gilde ist Partner der Aktion, die von Restaurants aus dem westlichen Ruhrgebiet bestritten wird. Vom 3. Februar bis zum 31. März bieten 43 Restaurants aus Essen, Duisburg, Gelsenkirchen, Heiligenhaus, Mülheim, Oberhausen und Wesel Vier-Gang-Menüs inkl. Getränke zum Schnupperpreis an. Die Spanne reicht von 35 Euro im Essener Mezzo Mezzo bis hin zu 95 Euro im 2-Sterne-Gourmettempel Résidence in Kettwig. Als besonderes Schmankerl wird den Gästen ab zwei Menüs noch eine 0,375-l-Flasche der Metropole Ruhr Weine für zu Hause mitgegeben.

Damit ist der gastronomische Karussell-Reigen in Ruhrgebiet komplett. Zusammen mit dem „Westfalen Menüfrühling“ und den „Menue-Karussells“ in verschiedenen Städten des östlichen Ruhrgebiets bietet das „Restaurant-Karussell“ von „Essen genießen & friends“ einen umfassenden Überblick über die beeindruckende Gastronomie-Landschaft im Ruhrgebiet. Und der Gast hat die Qual der Wahl: In insgesamt 146 Restaurants kann er in Februar und März 2012 auf preiswerte Art die kulinarische Qualität der Region entdecken.

Infos über die Teilnehmer des „Restaurant-Karussells“ und ihre Menüs finden sie hier.

Freitag, 13. Januar 2012

Neu in Bochum: Schulz - Suppen, Eintöpfe, Nudeln, Salate

Alles frisch: Suppenkoch Thomas Canavan alias Schulz

Schulz. Kurz und knapp ist der Name der kleinen Imbiss-Stube, die den hungrigen Business-Leuten und Shopping-Bummlern in der östlichen Bochumer Innenstadt einen hochwertigen Mittagstisch bieten will – vor Ort und to go. Bis Ende 2011 war in dem Lokal in der Brückstraße 35a neben dem Alten Amtshaus ein Dönerladen mit Halal-Produkten untergebracht, jetzt gibt es hier feinste Eintöpfe und Suppen – echte Ruhrgebietskost. Schulz, das ist der Geburtsname von Thomas Canavan, der bislang mit seiner Frau des „Colonial“ auf der Hattinger Straße betrieben hat. Doch jetzt wandelt er auf Solo-Pfaden, den neuen Laden kann er fast im Alleingang betreiben.

„Slow Food als Fast Food“ ist das Motto, nach dem Thomas Canavan seine Suppen und Eintöpfe vor Ort kocht. Keine Fertigprodukte, keine Geschmacksverstärker, nur beste frische, der Saison entsprechende Zutaten landen in seinen Kochtöpfen. Das meiste ist vegetarisch. Manchmal kocht er Kassler mit. Auf Mettwürstchen, die traditionelle Suppeneinlage im Ruhrgebiet, verzichtet er lieber. „Da sind zu viele E‘s drin“, meint er. Und auf teure Bioware kann er – wie auch beim Gemüse - nicht zurückgreifen. „Dann könnte ich die Preise nicht halten“.

 Schulz meets Fritz: Linsensuppe

Auch Salat und Nudeln hat Thomas Canavan alias Schulz im Programm. Doch der Genießer aß lieber das Tagesangebot, einen sättigenden Linseneintopf für 4,50 Euro und trank zum „Schulz“ eine Apfelschorle vom Hamburger Kult-Limonaden-Hersteller „Fritz“, der Ende Februar sein 10-jähriges Bestehen feiern kann.

Schulz. Brückstr. 35a. 44787 Bochum. Tel. 02 34/54 24 99 00. Öffnungszeiten:  Mo-Fr 11.30-19 Uhr, Sa 11.30-16 Uhr


Freitag, 7. Oktober 2011

Schlemmer Atlas erschienen

Als erster der großen Restaurantführer Deutschlands ist gestern der diesjährige Schlemmer Atlas erscheinen. Hier werden die getesteten Restaurants mit bis zu fünf gekreuzten Löffeln ausgezeichnet. Im Postleitzahlbereich 4… findet man 361 Restaurants (klick hier). Vielleicht liegt es am Standort des Verlages Busche in Dortmund: das Ruhrgebiet wird dabei besonders sorgfältig abgegessen.

Essen
Als Gastro-Metropole zwischen Rhein & Ruhr wird in diesem Jahr einmal mehr Essen bestätigt. Die Stadt beherbergt das einzige 4-Löffel-Restaurant der Region und drei 3-Löffel-Restaurants.
4 Löffel Résidence
3 Löffel Parkhaus Hügel (klick hier)
3 Löffel Schloss Hugenpoet Nero Restaurant Nesselrode
3 Löffel Schote (klick hier)
An 2-Löffel Restaurants zählte der Genießer über zwanzig Stück, darunter u.a. Vincent & Paul (klick hier), Rotisserie du Sommelier (klick hier), Wallberg (klick hier) und Schnitzler’s (klick hier).

Dorsten und Niederrhein
Ein kulinarisches Phänomen ist Dorsten. Hier am nördlichen Rand des Ruhrgebiets tummeln sich drei 3-Löffel-Restaurants: Rosin, Goldener Anker und Henschel.
An der niederrheinischen Peripherie des Ruhrgebiets sei noch als 3-Löffel-Restaurant das Landhaus Köpp in Xanten genannt.

Die anderen Ruhrgebiets-Städte bewegen sich nur im 2-Löffel-Bereich:

Bochum/Hattingen:
2 Löffel Gastronomie im Stadtpark (klick hier)
2 Löffel Borgböhmer’s Waldesruh
2 Löffel Herr B. – Gesellschaft Harmonie (klick hier)
2 Löffel Trattoria San Marco
2 Löffel Haus Kemnade Burgstuben Hattingen
2 Löffel Landhaus Grum Hattingen

Dortmund
2 Löffel La Cuisine Mario Kalweit (klick hier)
2 Löffel Casino Hohensyburg Palmgarden Fine Dining (klick hier)
2 Löffel Il Gambero
2 Löffel Kräutergarten
2 Löffel Pullman Dortmund – George (geschlossen, klick hier)
2 Löffel Stravinsky
2 Löffel Toni’s Ristorante

Duisburg
2 Löffel Im Eichwäldchen
2 Löffel inside (klick hier)
2 Löffel Akazienhof
2 Löffel Brendel
2 Löffel Friedrichs Bistro NT

Mülheim
2 Löffel Möllecken’s Altes Zollhaus Mülheim
2 Löffel Ratskeller Mülheim
2 Löffel Walkmühlen Mülheim

Hier noch eine kleine Auswahl von 2-Löffel-Restaurants im Rest des Reviers:
2 Löffel Overbeckshof Bottrop
2 Löffel Hackbarth’s Restaurant Oberhausen
2 Löffel Haus Stemberg Velbert
2 Löffel Gasthaus Stromberg Waltrop (klick hier)
2 Löffel Arcadia Hotel Goldschmieding Castrop-Rauxel
2 Löffel Olivo Castrop-Rauxel
2 Löffel Schloss Berge Gelsenkirchen
2 Löffel Ringhotel Waldhotel Heiligenhaus Parkrestaurant Heiligenhaus
2 Löffel Bullerkotte Marl
2 Löffel Kurlbaum Moers
2 Löffel Pina Oberhausen
2 Löffel Haus Breuing Recklinghausen
2 Löffel Eggers Sprockhövel (klick hier)
2 Löffel ART Wesel

Düsseldorf
Für Leute, die immer noch glauben, das beste am Ruhrgebiet sei die Autobahn nach Düsseldorf, hier die 5- bis 3-Löffel-Tipp aus der Landeshauptstadt:
5 Löffel Im Schiffchen
3 Löffel Hummer-Stübchen
3 Löffel Jean Claude
3 Löffel Berens Am Kai
3 Löffel Tafelspitz 1876
3 Löffel Victorian Restaurant

Schlemmer Atlas 2012. Ein Wegweiser zu rund 4000 Restaurants in Deutschland, Belgien, Elsass, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Südtirol und der Schweiz. Mit Beilegern 'Airlines & Schiffe' und 'Gesundheits-Urlaub'.  892 Seiten. Busche Verlagsgesellschaft. 29,90 Euro. ISBN-10: 3-89764-334-0

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Schlemmer Atlas: Zwei der besten Köchinnen 2012 kommen aus dem Ruhrgebiet

Erika Bergheim
Foto: Schloss Hugenpoet

Auch für das Jahr 2012 vergibt der Aral Schlemmer Atlas den Titel „Beste Köchin“ an 25 Köchinnen aus dem deutschsprachigen Raum. Mit dabei sind Erika Bergheim vom "NERO Restaurant Nesselrode" im Schloss Hugenpoet in Kettwig und Leonore Henschel vom Restaurant „Henschel“ in Dorsten. Erika Bergheim konnte bereits 2009 für das NERO einen Michelin-Stern erkochen. Leonore Henschel steht seit 1963 am Herd ihres Restaurants in Dorsten – die Sterne gingen bisher allerdings nur an die Nachbarjungs Frank Rosin und Björn Freitag.
Alle Titelträgerinnen finden Sie hier.

Freitag, 30. September 2011

Fast verpasst: Französischer Gourmetmarkt in Bochum, Pfefferpotthastfest in Dortmund und Panhasfest in Hattingen

Das hätte der Genießer fast verpasst zu melden: Drei kulinarische Großereignisse machen das lange Wochenende um den Tag der deutschen Einheit im westfälischen Ruhrgebiet zu einem Festival für Gourmets.

Noch bis Samstag, den 1. Oktober 2011, läuft in Bochum der französische Gourmetmarkt auf dem Dr.-Ruer-Platz in Bochum. Weitere Infos hier.

Ebenfalls schon seit Mittwoch läuft in Dortmund das Pfefferpotthastfest. Noch bis Sonntag, den 2. Oktober, präsentieren zum 17. Mal sieben Dortmunder Gastronomien (Thüringer, Hotel Drees, Haus Suberg, Holzknecht, Jägerheim, Eisenbarth, Altes Gasthaus Grube) im großen Festzelt auf dem Alten Markt das Dortmunder Nationalgericht und weitere westfälische Spezialitäten. Weitere Infos hier.

Vom 1. bis zum 3. Oktober läuft der Hattinger Herbstmarkt mit dem Panhasfest in der Hattinger Altstadt. Das Gasthaus Weiß, Diergardts Kühler Grund, Hotel-Restaurant Eggers, An der Krüpe und Haus Kemnade laden zu ihren Variationen des westfälischen Traditionsgericht Panhas ein. Eine schöne Ankündigung des Hattinger Herbstmarktes finden Sie hier.

Ach ja: Und heute ist auch Tag des Kaffees!

Freitag, 23. September 2011

Meine Ernte: Ab auf den Acker

Kohlrabi und Chinakohl

Selbstversorgung hat im Ruhrgebiet eine lange Tradition. Die prägendste urbane Ikone in dieser industriell geprägten Stadtlandschaft ist das Backsteinhäuschen mit Gemüsegarten in der Bergmannssiedlung. In den Gründerzeiten stellten die Bergwerksunternehmen ungenutztes Land vor den Toren der Zechen zur Verfügung, um Nahrungsmittel anzubauen. Daraus entwickelte sich schließlich eine weitläufige Schrebergarten-Landschaft in und zwischen den Revierstädten. Es scheint, als seien im Ruhrgebiet jene avantgardistischen Visionen vorweg genommen worden, mit denen heute gehört die urbane Landwirtschaft versucht, soziale und Ernährungsprobleme zu lösen.

Mitglieder des Vereins Slow Food informieren sich auf einer Gemüseparzelle bei Bauer Blome in Bochum-Hiltrop.


Ganz praktisch geht das die Agentur „Meine Ernte“ an. In Kooperation mit örtlichen Bauern bietet „Meine Ernte“ in deutschen Städten, u.a. ind Bochum und Dortmund, Gemüsegartenparzellen für Privatleute an. Der Bauer stellt einen Acker zur Verfügung und macht die Erstaussaat bzw. Bepflanzung von ca. 20 Gemüsesorten. Danach ist es von Mai bis zum Frost Aufgabe des Pächters, sich um seine Parzelle zu kümmern. Per „Fernwartung“ via email bekommt der Gemüse-Anfänger Pflege- und Ernte-Tipps und auch Rezepte zur Verwertung. Eine große, für den Bedarf einer vierköpfigen Familie gedachte Parzelle kostet 329 Euro im Jahr, eine kleine, 45 qm große für zwei Personen 179 Euro. Bei der üppigen Ausbeute ist das ein eine mehr als lohnenswerte Investition.
Weitere Infos unter http://www.meine-ernte.de/

Hokkaido-Kürbisse

Weißkohl und Mangold

Rote Bete

Samstag, 3. September 2011

Gourmetmeile Metropole Ruhr 2011: Und plötzlich scheint die Sonne!

Himmel & Erde à la Heiner's vor edler Kulisse:
Ein Förderturm aus Apfelgelee, Kartoffelplätzchen
und Blutwurst. Im Glas ein 2008er Spätburgunder
von Battenfeld-Spanier

Besser hätten es Rainer Bierwirth und sein Verein „Essen genießen“ nicht treffen können. Ausgerechnet zur Eröffnung der „Gourmetmeile Metropole Ruhr“ auf Zollverein tat die Sonne das, was sie in diesem Sommer zum größten Teil vergessen hatte. Sie schien. Neun Essener Gastronomen – darunter „Schloss Hugenpoet“ (1 Michelin-Stern) und „Schote“ (kein Stern, dafür mit Star-Koch Nelson Müller) – werden von den vier auswärtigen Häusern „Waldhotel“ (Heiligenhaus), „Heiner’s“ (Gelsenkirchen), „Franky’s“ (Mülheim) und „Altes Brauhaus Rietkötter“ (Bochum) bei der Gourmetmeile auf dem Weltkulturerbe unterstützt. (Alle Teilnehmer finden Sie hier.)

Die "Essen genießen"-Brigade winkt dem hungrigen Volke zu.

Thomas und Axel Stauder, Zollverein-Chef Herrmann Marth und Rainer Bierwirth geben den Startschuss für die "Gourmetmeile Metropole Ruhr".

Entstanden war die Idee für die „Gourmetmeile Metropole Ruhr“ im letzten Jahr zur Kulturhauptstadt, und wenn man sieht, wie jetzt die Gastronomen der Region die Ruhrgebietsküche vor der edlen Kulisse präsentieren, scheint ein großer, nachhaltiger Schritt für dieses Kellerkind unter den Regionalküchen Deutschlands ins Bewusstsein der Gourmets getan zu sein. Zum Konzept der Meile gehört, dass neben großartigen Feinschmeckergerichten jedes teilnehmende Restaurant auch ein „Bergmannsgericht“ im Angebot hat. Und da lassen sich die Ruhrgebietsköche nicht lumpen. Bei ihren Kreationen beweisen sie gleichermaßen Traditionsbewusstsein wie Experimentierfreude, so dass es eine Lust war, die Gerichte zu probieren. So hatte der Genießer das Gefühl, dass er nach der lockeren Eröffnung der Meile gestern um 12 Uhr das ganze Ruhrgebiet aufgegessen hatte. Dabei hatte er doch nur fünf Gerichte probiert! (Der offizielle Staatsakt mit OB und Minister fand erst um 18 Uhr statt. Doch da zog der Genießer ein Verdauungsschläfchen im Liegestuhl auf dem heimischen Balkon einem zweiten Gourmetmeilen-Besuch vor.)

Schon mittags war die Meile gut besucht.

Hier also die Dokumentation der Bergmannsgerichte, die der Genießer probiert hat. „Himmel & Erde“ von Heiner’s (6 Euro) ist das Aufmacherfoto dieses Beitrags, Nelson Müllers Schnibbelbohneneintopf mit Steckrüben, Mettwürstchen und Schweinbauch (6 Euro) und den Zander auf Weißkohl vom Casino Zollverein (8 Euro) gab‘s ja schon auf der Pressekonferenz vor zwei Wochen - zum Ansehen bitte hier klicken.


Heiner’s: Sauerbraten von der Ochsenbacke mit Stielmus-Kartoffelstampf (8 Euro). Das Heiner’s im Gelsenkirchener Nordsternpark ist geübt in der modernen Verpackung von kulinarischer Folklore – und Sauerbraten gehört nun mal zum Ruhrgebiet wie Emscher und A 40. Das Ochsenbäckchen war angenehm sauer eingelegt, wunderbar weich geschmort und hatte noch eine zart geschmolzene Sehne im Herzen. Und dazu Stielmus-Kartoffelstampf: eine historisch wie geschmacklisch korrekte Alternative zum gängigen Rotkohl!

Trattoria Trüffel: Coniglio alle verdure – Kaninchen mit Gemüse (9 Euro). Was wäre die Ruhrgebietsküche ohne die Küche der eingewanderten Italiener! Und das Kaninchen gehört in Italien genauso traditionell auf den Speiseplan wie der Stallhase bei den hiesigen Bergleuten mit ihren Arbeitergärten. Deswegen sind die zart und saftig geschmorten Kaninchenkeulen, die Diego Palermo mit mediterran gewürzten Gartengemüsen anbietet, gleichermaßen typisch für Italien wie fürs Ruhrgebiet.

Gummersbach: Getrüffelter Möhreneintopf mit Jakobsmuscheln (9 Euro). Damit dürfte ich Mama nicht kommen. Schweinebauch gehört in die Möhren durcheinander, aber Jakobsmuscheln und Trüffel? Das ist nicht richtig. Aber so ist nun einmal der kulinarische Strukturwandel im Ruhrgebiet. Dinge, von denen man gestern noch gar nicht wusste, dass man sie essen kann, werden heute mit Genuss verzehrt. Und die Trüffel auf dem Möhreneintopf könnten ein Klassiker der Cucina povera des Ruhrgebiets werden wie etwa Trüffel auf Spiegelei. Zum Reinlegen!

Vincent & Paul: Eintopf von zweierlei Erbsen mit Mettwurst (5 Euro). Das ist einer angekommen im Ruhrgebiet. Frank Heppner, der im Kulturhauptstadtjahr aus München kam, um im neuen Museum Folkwang im Restaurant „Vincent & Paul“ mit euro-asiatischer Küche einen internationalen Wind wehen zu lassen, hat seinen jungen Küchenchef Jan Schlögl einen Eintopf aus grünen und gelben Erbsen kreieren lassen, der mit seinem unspektakulären Auftritt auch meinen Vater, seins Zeichens Steiger auf Zeche Hagenbeck, in Verzückung versetzt hätte.

Schlemmen unterm Weltkulturerbe

Zollverein im Gourmetmeilen-Look

Die „Gourmetmeile Metropole Ruhr auf Zollverein geht noch bis Sonntag, den 4. September 2011. Infos hier.