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Samstag, 8. August 2026

Rettet die Linsensuppe oder Saison auf dem Balkon: Tsirani Vosp Apur – Armenische Linsensuppe mit Aprikosen (vegan). Dazu ein Carpaccio aus roher Roter und Gelber Bete mit Walnüssen und Feta (vegetarisch).


Die Aprikose ist das Sommerobst schlechthin. Ihre fast kugelrunde, zwischen gelb, orange und rot changierende Frucht wirkt wie ein Symbol für die Sonne und die Hitze, wie man sie in weitab vom Meer liegenden Urlaubs- und Weinanbaugebieten erleben kann, etwa im französischen Rhônetal oder in der österreichischen Wachau. Ursprünglich stammt sie aus Armenien und wurde von den Persern, Römern und Osmanen im ganzen vorderen Orient verbreitet und nach Europa gebracht – ein Schicksal, das sie mit der Linse teilt.

In Armenien und darüber hinaus wird das Steinobst gern mit dieser Hülsenfrücht kombiniert. Angesichts der vollreifen Aprikosen, die mich im Supermarkt meines Vertrauens anlachten, und meiner Vorliebe für Linsensuppe war ich sofort von einem armenischen Gericht begeistert, dessen Rezept ich in verschieden Varianten im Internet entdeckte: Tsirani Vosp Apur. Beide Bestandteile werden für diese Linsensuppe mit Aprikosen zu einer fruchtig pikanten Suppe verarbeitet und orientalisch gewürzt. Um typische Walnüsse ergänzt, kam es mir wie eine vegane Variante von Chartscho vor, dem georgischen Rindertopf, den ich vor einiger Zeit zubereitet hatte und der mir sehr gut gefallen hatte (klick hier). Von diesem Rezept hatte ich noch etwas Schabzigerklee übrig, den ich hier zusätzlich fürs Würzen verwenden konnte.

Zutaten: Zwiebeln, rote Linsen, Dosentomaten, 
Aprikosen frisch, Aprikosen getrocknet, Karotten

Tsirani Vops Apur gelingt prima mit getrockneten Aprikosen, was wohl auch dem Original entspricht, doch mich überzeugte sehr, dass in in einigen Rezepten frische Früchte verwendet wurden und die getrockneten nur, um nachzusüßen. Beim Dosieren der Gewürze sollte man vorsichtig vorgehen, zu Beginn ein wenig mit anrösten und dann zum Schluss noch einmal präzise abschmecken.
Warm war die Suppe ein Gedicht, aber noch besser schmeckte sie mir bei der diesjährigen Sommerhitze am nächsten Tag kalt direkt aus dem Kühlschrank. Als Getränkebegleitung war ein Glas Kefir stilecht.


Rezept: Tsirani Vosp Apur – Armenische Linsensuppe mit Aprikosen


200 g rote Linsen
1-2 Karotten
1-2 Zwiebeln
1-2 Zehen Knoblauch
1 Chilischote
1 Dose geschälte Tomaten (400 g)
500 ml Gemüsebrühe
1-2 Zweige Rosmarin
4-5 frische Aprikosen
3-4 Softaprikosen
Salz, Pfeffer
Zitronensaft
Kreuzkümmel, Curry, geräuchertes Paprikapulver, Schabzigerklee, Zimt
Rapsöl
Zur Garnitur: Wanusskerne oder Mandeln, frische oder getrocknete Aprikosen

Zwiebeln, Knoblauch und Karotten fein würfeln, Chischote zerkleinern und Kerne nach Geshmack entfernen. Je 1 Messerspitze Kreuzkümmel, Curry, geräuchertes Paprikapulver in einer Pfanne anrösten. Öl dazugeben und die Gemüsewürfel darin andünsten. Geschälte Tomaten dazugeben und mit dem Pfannenheber zerkleinern. Mit Gemüsebrühe auffüllen, Rosmarinzweige dazugeben und zum Kochen bringen. Gewaschene rote Linsen dazugeben und ca. 15-20 Minuten köcheln lassen. Frische und getrocknete Aprikosen in kleine Stücke schneiden und in die Suppe geben. Weitere 15 Minuten köcheln lassen. Rosmarinzweige herausfischen. Mit Zitronensaft, Pfeffer und Salz und den anderen Gewürzen abschmecken.

Etwas überlagerte Gelbe und Rote Bete

Um die Mahlzeit zu komplettieren, wollte ich endlich die roten und gelben Bete-Knollen von der Bonnekamphöhe, die schon seit über einer Woche ihr Dasein im Gemüsefach fristeten, aufbrauchen. Da stieß ich auf ein Rezept für einen Rote-Bete-Salat mit Walnüssen und Feta-Käse, der mir sehr passend schien (klick hier). Allerdings war es mir zu aufwendig, meine Beten vorher zu kochen, und so beschloss ich, sie roh zu verwenden. Das ist durchaus möglich und sogar sehr gesund, doch muss man die Knollen wie ein Carpaccio hauchdünn hobeln. Das gelang mir nicht wirklich, denn meine Gemüsehobel war nicht scharf genug. So blieben die Scheiben entwas dick und waren dann beim Kauen entsprechend hart. Und wei sie nicht gekocht waren, setzte die in der Roten Bete enthaltene Oxalsäure meiner Verdauung doch etwas zu. So ist es für empfindliche Mägen wohl ratsam, die Knollen für dieses Gericht vorher zu garen. Verwendet man verschiedenfarbige, sollte man sie getrennt kochen, damit die rote Farbe nicht alles einfärbt.


Rezept: Salat von Roter und Gelber Bete mit Walnüssen und Feta


Je 2 kleine Rote und Gelbe Bete-Knollen
50 g Feta
2-3 Walnüsse
3 Frühlingszwiebeln
4 EL Olivenöl
2 EL weißer oder dunkler Balsamico Essig
1 TL Honig
Salz, Pfeffer

Rote und Gelbe Bete mit dem Sparschäler schälen und in hauchdünne Scheiben hobeln.
Aus Olivenöl, Balsamico-Essig Honig, Salz und Pfefer ein Dressing zubereiten und die Bete-Scheiben damit 15 Minuten marinieren.
Schalotten oder große Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden.
Walnüsse knacken und die Kerne zweischen den Fingern in Stücke drücken.
Rote und gelbe Bete-Scheiben auf flache Teller verteilen. Mit Zwiebelringen, zerkrümeltem Feta und Walnusstücken garnieren. Mit restlicher Marinade übergießen.


Montag, 27. April 2026

Frühlingslust: Egg Muffins mit Spinat und Feta


So ein Single-Haushalt wie der des Genießers hat an einer Packung Tiefkühl-Blattspinat wahrlich eine Menge zu kauen. Jedenfalls war nach meinem Experiment mit der Bärlauch-Spinat-Blauschimmelkäse-Tarte-Tatin von neulich (klick hier) noch so viel übrig, dass ich eine weitere Spinat-Käse-Kombination ausprobieren konnte. Auf Instgram hatte ich ein auf Englisch verfasstes Rezept gefunden, Spinach and Feta Egg Muffins. Beim Übersetzen(lassen) fiel mir auf, dass ich egg muffin ganz einfach mit dem deutschen Wort Eierkuchen wiedergeben konnte; dann aber, nachdem ich mich entschlossen hatte, das Rezept zu verfeinern und den Spinat ordentlich mit Knoblauch abzuschmecken, was nach meinem Geschmack unbedingt erforderlich ist, dachte ich daran, das ganze italienisch frittata zu nennen. Weil ich die Eierküchlein dann aber in Muffinförmchen buk, blieb ich dann bei der englischen Bezeichnung.





Dass die kleinen Dinger einfach wunderbar schmeckten, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. Und für den optischen Gipfel der Appetitlichkeit sorgte wieder einmal das wunderbare Frühlingslicht auf meinem Balkon.


Rezept: Egg Muffins mit Spinat und Feta

Ergibt 6 Stück

6 große Eier
125 ml Tasse Milch
1/2 TL Salz
1/4 TL Pfeffer

250 g frischer oder tiefgekühlter Blattspinat
80 g Feta
1-2 Frühlingszwiebeln
Rapsöl
geriebene Muskatnuss
1-2 Knoblauchzehen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen.
6 Muffinformen ausbuttern.
Eier, Milch, Pfeffer und Salz Muskatnuss schaumig rühren.
Frühlingszwiebeln fein würfeln in etwas Rapsöl andünsten. Frischen Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen bzw. TK-Spinat darin sanft (ca. 8 Minuten) auftauern lassen. Feta klein würfeln und unter den Spinat rühren, dabei einige Würfel zurückhalten. Mit Pfeffer, Salz, durchgedrücktem Knoblauch und geriebener Muskatnuss würzen.
Spinatmischung gleichmäßig auf die Formen verteilen. Jede Form zu ¾ mit der Eiermischung auffüllen. Restliche Fetawürfel darauf verteilen.
20–25 Minuten goldbraun backen. Evtl. unter dem Grill kurz nachbräunen. Etwas abkühlen lassen, rundum mit einem spitzen Messer lösen und aus dem Formen gleiten lassen.

Weitere Rezepte:
Frittata mit wildem Spargel klick hier
Ratatouillekuchen mit Tomatensauce klick hier
Tomatenmuffins klick hier

Sonntag, 19. April 2026

Frühlingslust: Tarte Tatin mit Bärlauch, Spinat und Blauschimmelkäse


Die spontane Idee beim Osterschmaus 2024, für die Gemüsebeilage Bärlauch und Spinat zu kombinieren (klick hier), hat mich seitdem immer wieder beschäftigt. Als ich neulich die Tartes Tatin mit grünem Spargel zubereitete (klick hier), dachte ich, dass ich mit einer Spinat-Bärlauch-Mischung ebenfalls hervorragend Blätterteig füllen und ohne weitere Form backen könnte. Das gäbe mit Sicherheit hübsche Küchlein, die ebenso rustikal aussehen würden wie die Tartes Tatin mit Spargel. Diese Optik hatte mir schließlich besonders gefallen. Und so machte ich mich ans Werk.

Schönen Bärlauch fand ich an der Gemüsetheke im Biomarkt, frischen Spinat gab es leider nicht. So blieb mir nichts anderes übrig, als auf Tiefkühl-Blattspinat zurückzugreifen, was auch wunderbar funktionierte. Zudem hatte ich noch Frühlingswiebeln aus dem süditalienischen Tropea im Haus, die der Spinat-Bärlauch-Mischung eine ganz besondere Würze verleihen würden.

Zutaten: Bärlauch, Frühlingszwiebel aus Tropea,
Blauschimmelkäse, TK-Blätterteig, TK-Spinat

Zu einer Tarte Tatin gehört natürlich auch, dass die Füllung schön karamellisert. Das wollte ich durch Blauschimmelkäse, genauer gesagt Gorgonzola dolce, erreichen.

Ausstechen des Blätterteigs


Also taute ich einige der quadratischen Scheiben TK-Vollkornblätterteig auf und stach dann mit dem Deckel einer 250-Gramm-Camembertschachtel acht Zentimeter große Kreise aus.

Für die Füllung legte ich mir 1/3 Bärlauch und und 2/3 Spinat zurecht. Vom Bärlauch zwickte ich die Stiele ab und schnitt sie in kleine Stücke, die ich mit einer feingewürfelten Frühlingszwiebel in Rapsöl andünstete. Dazu gab ich den gefrorenen Spinat und ließ ihn auf dem Herd langsam auftauen. Als das geschehen war, gab ich die Bärlauchblätter dazu und ließ sie zusammen fallen. Das Gemüse würzte ich mit Pfeffer, Salz, geriebener Muskatnuss und durchgepresstem Knoblauch, nahm es vom Herd und rührte Gorgonzolawürfel unter. Es schmeckte jetzt schon herrlich, wäre allein schon einen tolle Gmeüsebeilage oder Raviolifüllung gewesen.

Wie bei den Spargel-Tartes-Tatin, legte ich ein Backblech mit Backpapier aus, ölte es leicht ein, verteilte sechs Käsewürfelchen in ensprechendem Abstand darauf und setzte auf jedes ein Häuflein Spinat-Bärlauch-Zubereitung. Darüber stülpte ich einen ausgestochnen Kreis Blatterteig darüber und drückte die Ränder fest an. Dann pinselte ich den Teig mit verschlagenem Ei ein, stach ich mit einer Gabel ein paar Löcher hinein und buk das Ganze bei 180 Grad etwa 20 Minuten.


Vorbereitung fürs Backen

Nach dem Backen

Gewendet

Leider hatte ich beim Anschwitzen der Zwiebel zu viel Öl verwendet und dann die Spinat-Bärlauch-Mischung nicht genügend ausgedrückt, bevor ich alles weiter verarbeitete, und auch das Öl auf dem Backblech tat sein Übriges dazu: Beim Backen zog sich der Teig zusammen, die Flüssigkeiten verbanden sich mit dem geschmolzenen Käse und alles lief aus. Geschmacklich war das gar nicht schlimm, die fertigen Tartes Tatin schmeckten ganz wunderbar. Nur mit der Karamellisierung des Ganzen hatte es nicht geklappt.


Beim Anrichten auf dem Teller kam ich dann auf die rettende Idee. Ich kratzte einfach den geschmolzenen Käse vom Backpapier, soweit er nicht vebrannt war, und streute ihn als Crunch auf die fertigen Tartes.

Weinbegleitung: Ein gereifter Bordeaux aus dem Keller

Die begeisterten mich nicht weniger als jene mit Spargel von neulich. Das sanfte Knoblaucharoma der Spinat-Barlauch-Mischung und die elegante sahnige Schärfe des Gogonzolas waren einfach überzeugend. Besonders fasziniert war ich von den urwüchsigen Formen der kleinen Törtchen, die entstanden, weil sie ohne Formen gebacken wurden – handgemachtes Essen halt. Die feertigen Tartes knabberte ich so weg, als Begleitung eines gereiften Bordeaux.

Bei der Formulierung des Rezepts unten habe ich versucht, die Fehler mit der zu vielen Flüssigkeit auszugleichen.


Rezept: Tarte Tatin mit Bärlauch, Spinat und Blauschimmelkäse

Ergibt 6 kleine Tartes

6 Scheiben TK-Blätterteig, gern Vollkorn
ca 150 g TK-Blattspinat
ca 50 g Bärlauch
1 dicke Frühlingszwiebel
1-2 Zehen Knoblauch
Pfeffer, Salz
geriebene Musaktnuss
50 g Blauschimmelkäse (ich hatte Gorgonzola dolce)
1 Ei

Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Blatterteigscheiben auftauen lassen und 8 Zentimeter große Kreise ausstechen.
Stiele von den Bärlauchblättern zwicken und fein hacken. Frühlingszwiebel in feine Würfel schneiden. In wenig Rapsöl anschwitzen. TK Blattspinat hinzugeben und bei kleiner Flamme ca. 8 Minuten auftauen und etwas köcheln lassen. Immer wieder umrühren.
Bärlauchblätter hinzugeben und zusammenfallen lassen.
Mit Pfeffer, Salz, geriebener Musaktnuss und durchgepresstem Knoblauch würzen.
Blauschimmelkäse würfeln und unterrühren. Sechs Käsewürfel zurückbehalten.
Zurückbehaltene Käsewürfel in 8 Zentimeter Abstand auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Auf jeden Würfel ein gut ausgedrücktes Häufchen Spinat-Bärlauchzubereitung geben und mit einer Scheibe aufgetautem Blätterteig abdecken. Ränder gut andrücken. Mit dem verschlagenen Ei bepinseln und mit einer Gabel Löcher in den Teig stechen.
Bei 180 Grad ca 20 Minuten backen.

Anrichten:
Tartes mit einem Spatel vorsichtig wenden und auf Teller geben. Ggf. ausgelaufenen gebräunten Käse vom Blech kratzen und als Crunch darüber streuen.

Sonntag, 12. April 2026

Frühlingslust: Tarte Tatin vom grünen Spargel. Vegetarisch mit Morcheln oder Orangen. Traditionell mit luftgetrocknetem Schinken.



Eigentlich sind diese Rezepte ein Resteessen. Zu Ostern hatte ich nach langer Zeit mal wieder Pasteis de nata gemacht (klick hier), und da blieben nach dem Ausstechen des tiefgekühlten Fertig-Blätterteigs, den ich diesmal verwendete, einige Reste übrig. Gut verstaut in einer Tupperdose hielten die sich im Kühlschrank erstaunlich gut, und so kam ich auf die Idee, sie aufzubrauchen. Ich hatte nämlich auf Instagram ein Filmchen gesehen, in dem witzige Spargel-Tartes Tatin zubereitet wurden, die nicht rund, sondern spargelstangenlang waren. Das wollte ich nachmachen.

Die Zutaten: Pfeffer, Fleur de Sel, Honig, Öl, Spargel, Eigelb, Ziegenkäse, Blätterteig


Denn auch die anderen Zutaten waren nach meinem Geschmack. Ebenfalls von Ostern trocknete auch noch ein Bund grüner Spargel im Gemüsefach vor sich hin. Leicht verschrumpelt, wie die Stangen waren, hätten sie auf dem Teller keine bella figura gemacht; verbacken in eine Tarte waren sie aber noch bestens zu genießen. Und dann Honig und Käse von der Ziegenrolle, alles schnell und simpel verarbeitet – was wollte ich mehr. 

Das Garen der Spargelstangen unter der Teighaube erinnerte mich zudem an ihre Zubereitung in Alufolie Folie (klick hier) - nur, dass man hier die Ummantelung mitessen konnte. 


Fleur de Sel, Pfeffer, Öl und Honig 
auf ein Backpapier verteilen.


Spargel darauf legen. 


Es folgt der Ziegenkäse


Mit Blätterteig bedecken.
 
Mit Eigelb bestreichen.
 

Bei 180 Grad backen.

 
Fertig.

Im Original werden die fertigen Tartes mit Räucherforelle garniert. Ich nahm mir vor, sie zu vegetarisieren und verwendete zur Abrundung Morcheln und Orangen. Und für Traditionalisten hatte ich auch etwas luftgetrockneten italienischen Schinken im Kühlschrank, aus dem ich kleine Röschen formte.

Heraus kamen drei wunderbare Frühlingsgerichte.


Rezept: Tarte Tatin von Grünem Spargel (Grundrezept)


Zutaten pro Portion:
3-4 Stangen grüner Spargel (geht natürlich auch mit weißem), je nach Dicke
50 g (1 Platte) TK-Blätterteig aufgetaut
Fleur de Sel, gern mit Chili aromatisiert
Pfeffer
Rapsöl
2 TL Honig
4-5 kleine Scheiben Ziegenkäse (Ziegenrolle), 3 Millimeter dick
1 Eigelb
Schnittlauch

Backofen auf 180 Grad vorheizen.
Ein Backblech mit Backpapier belegen.
Grünen Spargel ggf. schälen, weißen auf alle Fälle.
Aufgetauten Blätterteig durchkneten und zu einem dünnen Rechteck ausrollen, das 2 cm länger und breiter ist als die nebeneinender gelegten Spargelstangen.
So lang wie die Spargelstangen sind, eine Spur aus Fleur de Sel und Pfeffer darauf streuen. Rapsöl und Honig darüber träufeln. Die Spargelstangen darauf legen, dann die Ziegenrollenschiben darauf verteilen.
Alles mit Blätterteig bedecken. Die Ränder sorgfältig unter den Spargel schieben. Mit Eigelb bestreichen und den Teig einstechen.
30 Minuten bei 180 Grad backen.
Wenn die Tartes schön braun sind, aus dem Ofen nehmen. Mit einer langen Palette vorsichtig wenden und mit feingeschittenem Schnittlauch garnieren.


Variation mit Morcheln:

Pro Portion 2-3 Morcheln, frisch
Sesamöl
1 TL Sesamkörner
2 TL Butter
2 TL Mehl
Etwas Sahne
Pfeffer, Salz

Spargel-Tarte Tatin zubereiten, aber Sesamöl benutzen.
In der Zwischenzeot frische Morchen halbieren und 8 Minuten blanchieren. Abgießen und das Blanchierwasser aufbewahren.
Aus Mehl und Butter eine Mehlschwitze herstellen, mit Blanchierwasser und Sahne auffüllen und einkochen lassen, bis es nicht mehr nach Mehl schmeckt. Sauce mit Pfeffer und Salz abschmecken.
Morcheln mit ein paar Sesamkörnern in Sesamöl anbraten.
Mit der Sauce auf einem Teller einen Spiegel herstellen. Tarte darauf platzieren und mit den Morchelhälften und Sesammkörnern garnieren.


Variation mit Orangen:

1 Biorange

Spargel-Tarte Tatin herstellen.
Orange in dünne Scheiben schneiden. Scheiben in einer Grillpfanne leicht angrillen.
Tarte mit angegrillte Orangenscheiben garnieren und mit etwas Orangensaft beträufeln. Mit Schnittlauchröllchen garnieren.


Variation mit Schinken:

Aus luftgetrocknetem Schinken kleine Röschen herstellen und damit die Tartes garnieren. Mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Dienstag, 24. März 2026

Urbane Landhausküche: Pikante Rosenkohlmuffins mit Champignons, Walnüssen, Ziegenfrischkäse und Kastanienhonig zu einem gereiften Riesling (vegetarisch)



Neulich entdeckte ich auf Instagram einen Post, bei dem gekochte Kartoffeln zu smashed potatoes in Muffinförmchen gedrückt wurden, dann mit Spargel gefüllt wurden und im Ofen überbacken wurden. Ich fand diese Idee so hübsch, dass ich sie nachmachen wollte. Allerdings fand ich, für Spargel war jetzt, Mitte März, noch keine Saison. Also bereitete ich als Füllung die Variation eines meiner Lieblingsgerichte zu, nämlich Rosenkohlauflauf (zum Original klick hier). Auch hatte ich noch keine neuen Kartoffeln, so dass ich sie nicht mit Schale, sondern gepellt verarbeitete.

Heraus kamen hübsche kleine Rosenkohlmuffins, die perfekt als Häppchen zum herrlich gereiften Scharzhofberg Saar Riesling Spätlese feinherb von von Hövel aus dem Jahr 2012 passten.

Die Zutaten

Rosenkohl und Champignons werden in der Pfanne vorgebraten

Gekochte Kartoffeln werden zu Muffin-Bechern zerquetscht...

...gefüllt und im Ofen überbacken



Rezept: Pikante Rosenkohlmuffins mit Champignons, Walnüssen, Ziegenfrischkäse und Kastanienhonig

Ergibt 9 Muffins

9 nicht zu große Kartoffeln, festkochend, z.B. Linda
ca. 18 Rosenkohl-Röschen
9 Champignons
9 Walnüsse
1 Bund Frühlingszwiebeln
1 El Kastanienhonig
1 Chilischote oder mehr nach Geschmack
150 g Ziegenfrischkäse
Pfeffer, Salz
Sesamöl
Rapsöl
ev. etwas Gemüsebrühe

Kartoffeln am besten am Vortag mit Schale in kräftig gesalzenem Wasser gar kochen und abgießen.

Rosenkohl putzen und jedes Röschen längs in drei Scheiben schneiden. Pilze putzen und blättrig schneiden. Frühlingszwiebeln in feine Röllchen schneiden.
Feingeschnittene, mit Pfeffer und Salz gewürzte Pilze in Sesamöl braten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Dafür deckt man sie in der Pfanne mit Alufolie ab und stetzt einen Deckel auf. Nach fünf Minuten nimmt man Alufolie und Deckel ab, gibt die Zwiebelröllchen dazu, lässt die entstandene Flüssigkeit verdampfen und die Zwiebelröllchen weich werden. 
Gebratene Pilze aus der Pfanne nehmen, wenig Sesamöl nachgießen und die Walnusskerne vorsichtig anrösten.
Walnusskerne aus der Pfanne nehmen, neun größere Stückchen beiseite stellen. Rosenkohlscheiben und feingeschnittene Chilischoten dazugeben und braten, bis sie Farbe an genommen haben. Pilze und Walnusskerne wieder dazugeben, alles noch einmal durchbraten und mit Kastanienhonig, Pfeffer und Salz abschmecken.
Gekochte Kartoffeln pellen. Neun Vertiefungen einer Muffinform mit Rapsöl einstreichen, und je eine gepellte Kartoffel hineinsetzen. Jede Kartoffel so mit einem passenden Glas so zerquetschen, so dass ein Becher entsteht.
Einen kleineren Teil Ziegenfrischkäse, etwas Kastanienhonig und etwas Gemüsebrühe zu einer dickflüssigen Sauce verrühren und auf die Kartoffelbecher verteilen. Jeden Becher mit der Rosenkohl-Pilz-Mischung befüllen. Restlichen Ziegenfrischkäse darauf verteilen und je ein Stück der zurückbehaltenen Walnusskern setzen.
Bei vorgeheizten 180 Grad ca 25 Minuten im Ofen backen, bis der Ziegenfrischkäse Farbe angenommen hat.

Sonntag, 21. Dezember 2025

Vegetarische Weihnachten: Die schönsten Rezepte auf Genussbreit

Seit ein paar Jahren gibt es zu Weihnachten beim Genießer zunehmend festliche vegetarische Gerichte. Hier eine Auswahl der schönsten Rezepte, die ich auf Genussbereit gepostet habe.

Seit jeher ein Klassiker: Kastaniensuppe mit mit Orangenfilets, Sahne und Granatapfelkernen. Zum Rezept klick hier

Ebenfalls ein Klassiker aus der Bistroküche: Pariser Zwiebelsuppe von der Roscoffzwiebel. Zum Rezept klick hier

Frisch und nahrhaft: Genießers Weihnachtssalat mit Rapunzel, mariniertem Rotkohl, Cranberries, Äpfeln, Orangen, Walnüssen und gebratenem Fenchel und Serviettenkloß. Zum Rezept klick hier

Wenn’s draußen schön kalt ist: Bratapfel „Himmel und Erde“ vegetarisch. Zum Rezept klick hier

Eine Idee vom Weihnachtsmarkt: Genießers Grünkohlcurry mit Süßkartoffeln, Maronen, Äpfeln, Kokosschmand und gebrannten Walnüssen. Zum Rezept klick hier

Kein Weihnachten ohne Festtagsbraten: Vegetarischer Nussbraten mit Genießers Tomatensauce. Zum Rezept klick hier

Ein Klassiker zum Dessert: Schwarzwälder Kirsch im Glas. Zum Rezept klick hier

Hier geht es zu allen vegetarischen Weihnachtsgerichten: klick hier