Donnerstag, 26. Februar 2026

Lecker Essen für Europa: Jüdische Artischocken, gefüllt nach Art von Pitigliano


Der ein oder andere Leser meines Blogs hat sich vielleicht darüber gewundert, dass in den letzten zwölf Wochen kein neues Rezept mehr auf Genussbereit erschienen ist. Das hatte einen guten Grund. Im Lauf des letzten Jahres wurde in das Haus, in dem ich wohne, eine Wärmepumpe eingebaut und aus diesem Anlass das ganze Gebaude komplett saniert. Ende November kam auch meine Wohnung dran, und so musste ich mit meiner gesamten Einrichtung interimsmäßig in die Nachbarwohnung ziehen, damit die Handwerker in aller Ruhe die neue Heizung, ein neues Bad, neue Fenster, neue Fußböden, neue Elektroleitungen und v.a.m. einbauen konnten. Ende Januar konnte ich dann wieder zurückziehen.

Noch aufgeräumt: Meine neue Küche

In diesem Zusammenhang nutzte ich die Gelegenheit, meine Küche auszutauschen, die ich vor vierzig Jahren beim Einzug übernommen hatte und die mittlerweile kurz vor dem Zusammenbruch stand. Das ging dank meines Küchenmannes Herrn Rose aus der Nachbarschaft ziemlich flott. Schon nach einer Woche konnte ich den neuen Induktionsherd und den neuen Backofen in Augenhöhe nutzen. Doch etwas Postenswertes zu Kochen, dazu fühlte ich mich nicht in der Lage. Hatte ich in meiner Interimswohnung nur zwei lahme Herdplatten zur Verfügung, auf denen kaum das Nudelwasser zum Kochen gebracht werden konnte, hielt mich nach dem Wiedereinzug die allgemeine Unordnung erst einmal davon ab. Doch letzten Sonntag war es endlich soweit.

Pitigliano: Das kleine Jerusalem in der Toskana. (Mehr Bilder auf Facebook klick hier).

Mein unfreiwilliges Exil zwischen unausgepackten Umzugskisten hatte ich mir durch hemmungslosen Fernsehgenuss versüßt, und dabei war ich auf die TV-Serie gestoßen, in der Jamie Oliver durch die italienischen Regionen reist und landestypische Gerichte vorstellt. In der Folge über die Toskana kam er gemeinsam mit seinem italienischen Koch-Mentor Gennaro Contaldo auch nach Pitigliano, was mich sehr interessierte. Auf Empfehlung von Ariane vom Blog „Tra dolce ed amaro“ besuchte ich vor elf Jahren diese wunderschöne Stadt auf den Tuffsteinhöhen der Maremma, die eine große jüdische Tradition hat. Im Viertel „La Piccola Gerusalemme“ wollten wir das jüdische Restaurant „Il Ghetto“ besuchen, aber das hatte natürlich Ruhetag. Mit der Erkundung der jüdischen Küche wurde also nichts, aber wir wurden in der Osteria „Il Tufo Allegro“ voll entschädigt, die damit warb, nur Produkte aus Slow-Food-Presidii zu verwenden.

So freute es mich umso mehr, dass Jamie Oliver und Gennaro Contaldo ein Gericht zubereiteten, das aus der Familie einer jüdischen Dame in Pitigliano stammte: Jüdische Artischocken. Eigentlich werden die carciofi alla giudia nach Rom verortet, wo sie als lokale Spezialität angeboten werden. Ariane hat in ihrem Blog „Tra dolce ed amaro“ einen schönen Post darüber geschrieben (klick hier). Das Besondere an dieser Zubereitung ist, dass die Artischocken zweimal gegart werden. Zuerst werden sie in sanft simmerndem Öl weich gesotten, um dann noch einmal bei großer Hitze knusprig frittiert zu werden.


In Pitigliano werden die Artischocken mit Rinderhack gefüllt.

Auch die Jüdischen Artischocken nacht Art von Pitigliano werden zweimal gegart; aber sie werden zuerst frittiert und anschließend noch einmal in einer Tomatensauce fertig gezogen. Der grundlegende Unterschied ist aber, dass sie noch mit Rinderhack gefüllt werden.

Für die Zubereitung braucht man die kleineren, flammenartigen italienischen Artischocken, nicht die großen, teils kindskopfgroßen runden von der Loire. Sie werden von den äußeren harten Blättern befreit und in Lilienform geschnitten, der Stängel gekürzt und geschält. Dann werden sie längs geviertelt und das Stroh im Innern entfernt. Zum Füllen nimmt man eine kleine Portion Rinderhack und drückt da die Artischockenviertel hinein, so dass wieder eine geschlossene Blüte entsteht. (Auf Facebook finden sich Clips von Jamie Oliver, in denen er das zeigt klick hier.)


Noch ist das Stroh in den Artischocken-Vierteln vorhanden.

Die Artischockenstücke müssen in Zitronenwasser aufbewahrt werden.

Gefüllt, paniert,...

...in Öl frittiert,...

...und in Tomatensauce gar gezogen.

Erst war ich skeptisch, ob mir das gelingen würde, aber ich fand es dann recht einfach. Das Zuschneiden funktionierte auch deshalb so gut, weil ich vier ziemlich frische italienische Artschocken mit noch weichen Blättern im Biosupermarkt gefunden hatte. Dass die gefüllten Blüten beim Frittieren nicht auseinanderfielen, lag sicherlich daran, dass das Rinderhack mit Ei gebunden war und das ganze Ding noch mit Mehl und Ei paniert wurde.

Rinderhack, Kräuter, Chili und Eier: Zutaten für die Füllung

Dosentomaten, Kräuter, Stangensellerie, Knoblauch und Zwiebel: 
Zutaten für die Sauce

Für die Tomatensauce und die Hackfüllung folgte ich dem Rezept, wie es Jamie Oliver vorschlägt (klick hier). Die eher herbe Tomatensauce mit Zwiebeln und Stangensellerie passt sehr gut zur Artischocke, die nur mit Chili, Basilikum und Petersilie gewürzte Rinderhackmischung wird besonders Burger-Aficionados überzeugen. Aber letztendlich kann jeder auch seine eigenen Versionen benutzen. Was mich wunderte war, dass Jamie Oliver im Ursprungsrezept für sechs Artischocken die Unmenge von 400 Gramm Hackfleisch angibt. Ich hatte für vier Artischocken 250 Gramm, und davon blieb soviel übrig, dass ich noch vier Fleischbällchen ohne Artischocken drumrum frittieren konnte.

Übrigens: Zuerst hatte ich die Idee, anstelle der Rinderhackmischung meine Linsenzubereitung für vegane Polpette zu verwenden (klick hier) und das Ganze so zu veganisieren. Doch dann entschied ich mich doch aus Respekt vor der jüdischen Tradtion des Gerichts für die Fleischversion.



Rezept: Jüdische Artischocken, gefüllt nach Art von Pitigliano

Ergibt 5 gefüllte Artischocken 

Tomatensauce:
2 400 g Dosen geschälte Tomaten
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
1 Stange Sellerie
15 g frisches Basilikum
15 g frische glattblättrige Petersilie
Olivenöl
Pfeffer, Salz

Für die Tomatensauce Zwiebel, Knoblauch, und Selleriestange fein würfeln. In einer größeren hochwandigen Pfanne Olivenöl erhitzen und die Gemüsewürfel darin weich schwitzen, ohne dass sie Farbe annehmen. Die Dosentomaten dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken. Mit ein bis zwei Konservendosen Wasser auffüllen und zum Köcheln bringen. Basilikum und Petersilie hacken und dazu geben. Alles für ca. 30 Minuten einkochen lassen. Mit Pfeffer und Salz abschmecken.

Artischocken:
4 italienische Artischocken
Saft einer Zitrone

Eine Schüssel mit kaltem Wasser füllen und den ausgepressten Saft einer Zitrone hinzugeben. Äußere harte Blätter der Artischocken dicht am Stielansatz abbrechen oder abschneiden. Das geht meiner Erfahrung nach am besten mit einer Schere. Mit einem scharfen Messer die Blüte rundum in Lilienform spitz zuschneiden. Stängel einkürzen und schälen. Die Artischocke längs vierteln. Das Stroh über dem Boden mit einem scharfkantigen Löffel entfernen. Artischockenviertel in das Zitronenwasser geben, damit sie nicht anlaufen.

Fleischfüllung:
250 g Gehacktes vom Rind
1 getrocknete Chili oder ein Prise Chiliflocken
1 Ei
15 g frisches Basilikum
15 g frische glattblättrige Petersilie
Pfeffer, Salz

Chili fein hacken, dabei zu viele Kerne entfernen. Gehackte Chili oder Chiliflocken mit Pfeffer und Salz unter das Hackfleisch mischen. Ein aufgeschlagenens Ei untermischen. Basilikum und Petersilie fein hacken und ebenfalls untermischen. Hackmischung in fünf Portionen teilen.

Fertig stellen:
100 g Mehl
1 Ei
ca ½ l Pflanzenöl zum Frittieren

Pflanzenöl in einem Tiopf auf ca 160 Grad erhitzen, d.i. Stufe 5.
In einem tiefen Teller ein Ei verkleppern. In einen anderen tiefen Teller das Mehl geben.
Je eine Portion Hackmischung auf ein Artischockenviertel geben, zwei andere Viertel dagegendrücken und so eine gefüllte Artischocken formen.
Gefüllte Artischocken in Mehl wälzen und dann im verklepperten Ei wenden. In das siedenden Öl geben und 7 bis 10 Minuten frittieren, bis sie goldbraun sind. Aus dem Öl heben, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und in die eingekochte Tomatensauce geben. Noch einmal 10 Minuten unter gelegentlichem Wenden köcheln lassen. 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Aus der Bochumer Nachbarschaft: Das „Kuchen Kollektiv“ in der Kronenstraße

Aus dem Café Mascha wurde das "Kuchen Kollektiv".

Nicht nur der Genießer war überrascht, als bekannt wurde, dass das Café Mascha am südlichen Rand der Bochumer Innenstadt kurz vor Weihnachten 2025 schließen würde. Vor fünf Jahren hatte Sandra Schemberg das kleine Café im schmucken Neubaugebiet an der Kronenstraße eröffnet, und sofort war es als gemütlicher Treffpunkt nicht nur von der illustren Nachbarschaft zwischen Schauspielhaus und Bermudadreieck angenommen worden (klick hier). Allerdings hatte der Erfolg auch seine Schatten. Die Arbeit wurde Sandra zu viel und sie zog die Reißleine. Doch der Standort blieb nicht lange verwaist. Ende Januar 2026 zog Katharina Hallepape mit ihrem „Kuchen Kollektiv“ in die lichtdurchflutete Räumlichkeit.



Omi backt: Betreiberin Katharina Hallepape

Katharina bringt alle Voraussetzungen mit, damit die überzeugten Kuchenfreundinnen und -freunde auch weiterhin auf ihre Kosten kommen. Seit 2020 betreibt die 39-jährige im nahen Ehrenfeld das Café „Omi backt“, das sich mit seinen trationellen Kuchen- und Tortenkreationen in die Herzen seiner Fans gebacken hat. D.h., so tradtionell sind die sie gar nicht, denn die meisten sind vegan oder vegetarisch. Von dort aus beliefert sie auch andere Cafés mit Kuchen, so die Kaffeerösterei RöstArt und das Barbera in der Innenstadt, das neue „Same Same“ im ehemaligen Katzencafé in der Oskar-Hoffmann-Straße oder das Immerschön in Hattingen.



Veganes aus der winzigen Backstube



Geduldsspiel: zusammengebundene Bestecke



Ein neuer Stern am Café-Himmel

Das „Kuchen Kollektiv“ ist jedoch keine Filiale von „Omi backt“, sondern ein eigenständiger Betrieb. Alle Kuchen entstehen vor Ort in der kleinen Backstube. Im „Kuchen Kollektiv“ will Katharina noch konsequenter sein und ausschließlich vegane Produkte anbieten. „Wichtig ist schließlich, dass sie schmecken“, umschreibt sie ihr Konzept. Gelernt hat Katharina das Backen durch learning by doing; ursprünglich hatte sie im Service gearbeitet, ist dann in den Küche gewechselt und hat erfahrenen Köchen und Konditoren über die Schulter geguckt.





Aus der Kuchenvitrine

Dass es im „Kuchen Kollektiv“ schmeckt, davon konnte sich der Genießer sich bei einem Mittagsbesuch überzeugen. Seinen ersten Hunger stillte er an der einer pikanten Spinat-Walnuss-Quiche mit Feigensenfsauce, und zum Nachtisch folgte ein Stück veganer Käsekuchen, beides begleitet im einer Kaffeespezialität, natürlich mit veganer Hafermilch. 


Walnuss-Spinat-Quiche


Veganer Käsekuchen


Kuchen Kollektiv. Kronenstr. 41, 44789 Bochum. Tel. 01 55. 65 85 98 93. Mo+Di geschlossen. Mi-Fr 12-18 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr. Frühstück Sa&So 10-13 Uhr, telefonische Reservierung

Der Genießer bedankt sich für die Einladung.

Weitere Tipps aus der Bochumer Nachbarschaft klick hier
Café und Bistro Vincent klick hier
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Allez I klick hier
Allez II klick hier

Kleene Tocke klick hier
Kult[UR]-Bude Zum Philosophen klick hier
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Fräulein Coffea klick hier

Samstag, 31. Januar 2026

Karneval: Die schönsten venezianischen Rezepte des Genießers


Heute, am 4. Februar, startet der Karneval 2023 in Venedig und geht noch bis zum 21. Februar. Die ideale Zeit, dem rheinischen Frohsinn rund um den Rosenmontag am 20. Februar zu entfliehen und sich der extravaganten Küche der Lagunenstadt zu widmen. Hier die Links zu den schönsten venezianischen Rezepten in diesem Blog.

Fritole veneziane: Die traditionellen venezianischen Hefteigkrapfen haben eine erstaunliche Ähnlichkeit mit den Wattenscheider Bullebäuskes. Klick hier

Risotto al Prosecco. Der ideale Einstieg in den Karneval mit der Weinspezialität aus Venetien. Klick hier

Marinierte Moscardini mit schwarzem Kartoffelpüree und frittierten Eier-Gnocchi. Eine Spezialität aus dem Badeort Caorle nördlich von Venedig. Klick hier

Spaghetti Palladio. Eine Eigenkretion des Genießer aus Spaghetti alla carbonara und Radicchio Variegato di Castelfranco, die er nach dem venezianischen Villen-Architekten benannt hat. Klick hier

Sarde in saor. Der venezianische Klassiker, chic angerichtet mit blauen Kartoffeln und roten Zwiebeln. Klick hier

Leber vom Bio-Zicklein mit Portweinzwiebeln und Feigen auf Sahnepolenta. Eine von der Venzianischen Leber mit Feigen inspirierte Genießer-Spezialität. Klick hier

Venezianischer Lagunenhase mit Oliven und Salsiccia, wie ihn Commissario Brunetti aß. Klick hier


 

Erstveröffentlichung: 4.2.2023 

Sonntag, 18. Januar 2026

Rezepte mit Skrei, dem Winterkabeljau von den Lofoten


In den Wintermonaten von Januar bis in die Osterzeit hat der Skrei Saison, eine besondere Sorte Kabeljau. Er stammt aus der Barentsee in der Nähe des Nordpols und wandert im Alter von fünf bis sieben Jahren zu den norwegischen Lofoten. Sein Fleisch ist besonders schmackhaft, deswegen ist er in der feinen Küche besonders beliebt und wird entsprechend als eine Art Edelfisch vermarktet.

Hier eine Übersicht mit den schönsten Skrei-Rezepten aus dem Blog Genussebreit.

Skrei’n’Skyr: Norwegischer Winterkabeljau unter einer isländischen Frischkäsehaube mit Schwarzwurzeln, Topinambur und wildem Blumenkohl. Klick hier

Gebratener Skrei auf grünen Linsen mit grünem Spargel, grünen Kapernäpfeln, gelber Birne und Riesling-Senf-Sößchen. Klick hier

Fischsuppe mit Skrei. Klick hier

Skrei von den Lofoten │ Kartoffelstampf mit Sauerkraut von den schwäbischen Fildern │ Senfsauce mit Kapern von den Liparischen Inseln. Klick hier

Gebratener Skrei auf Kartoffelsalat mit Puntarelle. Nach einem Rezept von Martina und Moritz. Klick hier


 




Weitere Rezept mit Kabeljau, die mit Skrei noch besser werden:

Kabeljaufilet │ Steckrübe │ Fenchel │ Rauchige Rote Bete │ Veggie-Kaviar. Klick hier

Kabeljau in Senfsauce. Klick hier



Erstveröffentlichung 22.2.2024

Sonntag, 11. Januar 2026

Slow Food Bochum: Neujahrstreffen im „JK's Eleven“ im Dorfkrug Witten-Heven

Nostalgie im ehemaligen Dorfkrug

Das neue Jahr war kaum eine Woche alt, da traf sich das Orga-Team von Slow Food Bochum (Nostalgiker sagen auch gern INI-Kreis), um die Aktivitäten für 2026 zu planen. Treffpunkt war das Restaurant „JK's Eleven“ in Witten. Seit Mitte 2025 betreibt die Köchin Joana Kachel (daher das Kürzel JK) das Lokal im Dorfkrug im Stadtteil Heven an der A43. Nach wie vor ist die auch als Dorfkrug bekannte gemütliche Fachwerkkneipe ein Treffpunkt nicht nur für die Nachbarschaft und jetzt auch eine feine Adresse für deftige Gasthausküche.

Slowfoodies bei der Vereinsarbeit

Doch bevor es für die Slowfoodies zum fröhlichen Schmausen ging, gab es etwas Vereinsarbeit zu erledigen und Ideen fürs nächste Jahr zu sammeln. Eine gute Nachricht war, dass die Slow-Food-Kochkurse weitergehen können. Bislang fanden sie ja in der Lehrküche der Kaholischen Erwachsenen- und Forbildungsstätte Bochum (KEFB) statt, die jetzt aber geschlossen wird. In Zukunft können sie in der Familenbildungsstätte der Stadt Bochum in Hamme stattfinden. Für den 19.3., und 29.6.2026 sind Termine gebucht; die genauen Themen werden noch rechtzeitig bekannt gegeben. Ebenfalls wurden die Besuche von verschiedenen Produzenten und Initiativen im Ruhrgebiet angedacht; auch hier werden die Termine bekannt gegeben, sobald sie realisert sind.

Joana Kachel, die neue Wirtin im Dorfkrug (Foto: JK's Eleven)

Vom Essen waren dann alle ziemlich angetan; es wirkte wie eine schöne Erinnerung an Weihnachten. Joana Kachel hat bei bei Sascha Stemberg in Velbert gelernt und u.a. auch als Köchin für Borussia Dortmund gearbeitet. „Gutbürgerliche Küche – neu gedacht“, umschreibt sie ihr Küchenkonzept auf der Restaurant-Website, und auch mit „Ehrlich. Regional. Kreativ.“ Und das ist ja gar nicht weit vom Slow-Food-Motto „Gut. Sauber. Fair.“ entfernt. Oder ist es nur eine ziemlich freie Übersetzung des Neon-Schriftzuges „F*ck the Diet“, der mit eleganter Leichtigkeit an einer Wand der Fachwerkstube leuchtet wie der Stern von Bethlehem über der Krippe?



Das Neujahrs-Menü
7.1.2026, JK's Eleven, Witten



Knusprige Garnelen
Blumenkohlpüree | Himbeere, 13,90 Euro 
Vorspeise, bei der auch für die Augen mitessen können



Kartoffelsuppe, Mettwurst, 7,50 Euro
Vorspeise zum Sattwerden 



Ravioli
Paprikasalsa | Blumenkohl, 16,50 Euro 
Hauptgang aus der vegetarischen Abteilung.




Wiener Kalbsschnitzel
Preiselbeeren | Kartoffel-Gurken-Salat, 30 Euro
Dazu gab es Kartoffel-Gurken-Salat anstelle der Spätzle, wie auf der Karte vorgesehen. Der Clou: Frittierte Kapern als Variante der klassischen Garnitur. 



Königsberger Klopse
Salzkartoffeln | Kapernsauce. 20,90 Euro
Ein Klassiker der Oma-Küche.
 


Hirsch Osso Buco
Spätzle | Rotkohl, 24,90 Euro 
Eigenwillige Variante des italienischen Klassikers.



Quark-Nougat-Knödel
Zwetschgenröster | Vanillesauce, 9,90 Euro




Eisschokolade
Winterliche Gewürze | Sahne, 6 Euro 
 
 

Hier hat man Lust, vom Fußboden zu essen 


JK's Eleven. Dorfstraße 11, Witten. Tel. 0 23 02. 1 85 22 84. Di-Fr 13:30 - 21:00 Uhr. Sa 17-21 Uhr. So Ruhetag.
https://www.restauranteleven.de/