Samstag, 1. August 2026

Gourmetmeilen 2026: Weinfest „Food, Wine & Music“ im Essener Stadtgarten gestartet


Seit das Weinfest „Food, Wine & Music“ vor 13 Jahren das erste Mal stattfand (klick hier), war es ein wegweisendes Beispiel fürs Easy Living im sommerlichen Ruhrgebiet. Beschattet von den hohen Bäumen des Stadtgartens im Essener Südviertel waren die Stände von deutschen und internationalen Spitzenweingütern im Mittelpunkt, und der Weingenuss wurde beschwingt begleitet von den wohltemperierten Music-Acts des Essener Impresarios und ehemalige Gastronomen Igor Albanese. Und die kulinarische Grundlage fehlte natürlich auch nicht und bot eine kleine, aber feine Schnittmenge zur Gourmetmeile „Essen...verwöhnt“. Dass wunderte nicht, denn Veranstalter beider Veranstaltungen war der Weingroßhändler Rainer Bierwirth.

Und auch in diesem Jahr erfüllte das Weinfest im Stadtgarten alle Erwartungen, die ich bei meiner Stippvisite zur gestrigen Eröffnung hatte. Kurz vor 16 Uhr legten Rainer Bierwirth und sein Team noch letzte Hand an, damit auch alles klappen würde, von der Musikbühne ertönten die Klänge des Soundchecks, und der lauschige Weg hinter dem Sheraton Hotel füllte sich rasch mit Gästen. Elf Weingüter sind diesmal vertreten, vier Gastronomen sorgen fürs Essen und fünf Künstler und Gruppen über die drei Tage verteilt für musikalische Unterhaltung (für alle Infos klick hier).

Soundcheck mit Lauryn und Band

Und trotzdem, irgendwie spürte ich die Erosionen, die die (Freiluft-)Gastronomie in den letzten Jahren verändert haben. Das fängt beim Klimawandel an - immer muss man befürchten, die Veranstaltung könnte dem Extremwetter zum Opfer fallen. Vor den Corona-Wirren fand das Weinfest in der Regel am gleichen Wochenende mit dem „Kulinarischen Treff an der Ruhr“ in Mülheim statt, was mich notorischen Gourmetmeilenhopper häufig in Terminnot brachte. Doch in diesem Jahr liegen beide Veranstaltungen schön entzerrt wie zwei verlorene Inseln zwischen den anderen Gourmetmeilen der Saison. Die erste große Lücke im Juli war wohl noch der Fußball-WM geschuldet, mit der die Veranstalter nicht konkurrieren wollten, die zweite Lücke von jetzt an bis Ende August liegt aber schlichtweg daran, dass drei große Meilen in diesem Jahr ausfallen – neben je einer in Dortmund und Bochum auch die Große Schwester des Weinfestes „Essen...verwöhnt“ (klick hier).

Publikumsmagnet Foodtruck "Milina Pottglück"

Was mich zum großen Fan der Gourmetmeilen gemacht hat, ist, dass die die teilnehmenden Restaurants kein Streetfood machen, sondern ihre anspruchsvolle Restaurant-Küche auf die Straße bringen. Deswegen habe ich auch mit Argwohn beobachtet, dass sich im Laufe der Jahre immer häufiger Hamburger und Currywurst auf den Angebotskarten drängten. Diese ruhrgebietstypischen Streetfood-Gerichte kriegt man schließlich tagtäglich an jeder Straßenecke – wozu brauche ich da ein Gourmetfestival? Dass sie trotzdem ein Umsatzbringer sind, darf man den Gastronomen nicht vorwerfen, es liegt wohl an der normativen Kraft des Publikumsgeschmacks. Mir klingt noch der befreiende Ausruf eines Herrn in mittlerem Alter in den Ohren, den ich auf dem Weinfest gehört habe: „Ich weiß schon was ich esse: den Hamburger!“

Auf dem Weinfest steht schon seit längerer Zeit die Currywurst auf dem Speiseplan, ich erinnere mich da an die hervorragenden Produkte von „Ruhrfeuer“. In diesem Jahr ist es „Milina Pottglück“, der Pommeswagen des Rüttenscheider Kult-Restaurants „Bliss“, der die Weinfestgäste mit diesem „Modern German Street Food“ versorgt. Sich dem Unvermeidlichen hingebend, verschaffte sich der Genießer mit diesem Produkt vom Thüringer Duroc Schwein die nötige Grundlage für den weiteren Weingenuss.

Die Zukunft der Gourmetmeilen? 
Currywurst mit alkoholfreiem Wein (immerhin von Schloss Johannisberg)

Obwohl wäre das eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Denn das diesjährige Weinfest stand im Zeichen einer weiteren gastronomischen Entwicklung, die den Genießer irritiert: alkoholfreier Wein. Und der müsste ja eigentlich auch auf nüchternen Magen bekömmlich sein.

Früher galt mäßiger Weingenuss ja durchaus als gesund, doch seit in die Weltgesundheitsorganisation empfohlen hat, Warnhinweise wegen der Krebsgefahr durch Alkohol auf die Flaschen zu drucken, ist die Nachfrage nach alkoholfreiem Wein deutlich gestiegen, zumal das Ganze auch noch von solchen Internet-Aktionen wie „Dry January“ sekundiert wird. So hat sich die unter wirtschaftlichem Druck stehende Weinwirtschaft in letzter Zeit sehr darum bemüht, alkoholfreie Weine, die auch noch schmecken, herzustellen. Dabei wird fertigen Weinen der Alkohol entzogen.

Weinfest-Veranstalter Rainer Bierwirth und Winzer Michael Beck 
präsentieren ihre alkohlfreie Weinlinie  "B&B Zero"


Weinfest-Veranstalter Rainer Bierwirth, der im Hauptberuf Weingroßhändler für Gastronomie und Handel ist, hat sich mit dem rheinhessischen Weingut Beck zusammengetan, und eine alkoholfreie Weinlinie in Rot, Rosé, aus Riesling und Sauvignon blanc und als Secco kreiert, die auf dem Weinfest erstmals vorgestellt wird. Im Gegensatz zu gängigen alkoholfreien Weinen, die recht teuer sind, sollen die Weine unter 10 Euro in den Einzelhandel kommen und Gastromen die die Möglichkeit bieten, preiswert glasweise auszuschenken.

Aber auch andere Weingüter sind mit alkohlfreien Weine vertreten, häufig als Sparkling Secco. Ich probierte allerdings nur die Stillweine, darunter den Riesling Gelblack, den das legendäre Rheingau-Weingut Schloss Johannisberg für das einschlägige Label Kolonne/Null herstellt, den alkoholfreien Biowein „Jederzeit Rosé“ aus Pinot Noir, Merlot und Portugieser vom Neuspergerhof in der Pfalz und den Blanc de Noir alkoholfrei auf Spätburgunderbasis vom Weingut Lamm Jung im Rheingau.



Schloss Johannisberg
Riesling Gelblack alkoholfrei
Deutlich erkennbarer Riesling




Weingut Neuspergerhof
Jederzeit Rosé alkoholfrei
Limonadige Cuvée




Weingut Lamm Jung 
Blanc de Noir alkoholfrei

Würzige Entdeckung

Ja, man konnte alle Weine sehr gut trinken, sie wiesen geschmackliche Tiefe und Vielfalt auf, man konnte z.T. sogar die Rebsorte erkennen. Am besten gefiel mir der Blanc de Noir von Lamm Jung mit seinen würzigen Kräuternoten. Dennoch fand ich alle Weine ziemlich süß, fast wie Limonade, und ich zweifelte doch, ob man so einen Geschmackserlebnis nicht auch ohne so einen Produktionsaufwand herstellen kann. (Ich musste daran denken, dass auf den Fotos zu meinen Rezepten hier im Blog häufig eine fotogene Rhabarberschorle die Rolle des Rosé ersetzt, die ich anschließend austrinke und die ein herrlicher Essensbegleiter ist).

Immerhin war die Vekostung so vieler Weine eine Art Genuss ohne Reue. Die kam erst auf, als ich die Pendants der Weine mit Alkohol probierte. Auf einmal war Körper und Tiefe da und trotz der Wohltemperiertheit eine anheimelnde Wärme. Und vor allem fühlte ich mich in einer Genusstradtion, die etwas Tranzendentes hat.


Zum Schluss spendierte mir Silke Lohn vom Weingut Lamm Jung
 ein Gläschen des herrlich lachsfarbenen Blanc de Noir Spätburgunder feinherb. Mit Alkohol.



Das Weinfest im Stadtgarten geht noch bis zum 2.8.2026. Essen-Südviertel, Stadtgarten, hinterm Sheraton Hotel, Huyssenallee 55. Alle Infos hier. 

Dienstag, 28. Juli 2026

Neu im Dortmunder Kreuzviertel: Olivera Gastrobar


Seit Isaac Saiz Rosell vor drei Monaten Wochen seine Gastrobar Olivera auf der Lindemannstraße im Dortmunder Kreuzviertel eröffnet hat, sind seine Fans ganz aus dem Häuschen, wenn man von den Kommentaren auf den einschlägigen Facebook-Seiten ausgeht. Die Tapas-Kreationen des katalanischen Kochs hatte man in der Westfalenmetropole doch sehr vermisst, seit in den Corona-Wirren die Weinbar Weinadvokat in der Innenstadt, in der der gelernte Bauzeichner die nötigen Unterlagen zum Weingenuss lieferte, schließen musste. Als sich 2023 die Gelegenheit bot, Küchenchef in der Tapasbar Auszeit in Waltrop zu werden, griff Isaac zu und startete mit seinem gewohnten Temperament durch (klick hier). Doch das Glück währte nicht lang. Bereits nach ein paar Monaten verließ er das Auszeit wieder, weil er mit dem Geschäftskonzept der Inhaber nicht klar kam. In diesem Rahmen sah er nicht, wie er seine Vorstellung von handwerklicher Küche mit ausgesuchten Zutaten realisieren sollte. Also nahm er in Dortmund erst einmal seine Arbeit als Mietkoch für private Anlässe wieder auf, mit der er während des Lockdowns so großen Erfolg gehabt hatte. Das Auszeit ohne ihn musste im Sommer 2025 wieder schließen.

Isaac in seiner Küche

Das Olivera ist nun sein eigenes Kind. Mit vielleicht 30 Sitzplätzen und einer kleinen Terrasse auf der Lindemannstraße nicht zu groß, könnte es auch eine Bar in Barcelona sein – und das nicht nur, weil er seine Patatas bravas nach „BCN-Art“ bezeichnet. (Spanienurlauber wissen, dass BCN die Bezeichnug des internationale Airports in Barcelona ist.) Durch ein großes Durchreiche-Fenster am Pass können die Gäste sehen, wie Isaac in der Küche hantiert.



Ein Feuilletonist (und ein Koch) unter Influencern:
Die Gästeschar wartet darauf...
 
 
...dass das Essen fotografiert ist.

Der Betrieb hat sich langsam eingespielt, und so ließ Isaac am letzten Montag von Ramona und Elvis von CUDOS Foto & Film die Gerichte der kommenden Karte profimäßig fotografieren. Damit die sorgfältig vorbereiten Teller nach dem Knipsen aber nicht einfach entsorgt werden mussten, bat er meine Kollegin Silke von „Mein kulinarisches Dortmund“, doch ein paar Leute einzuladen, die die Gerichte am Ende ganz einfach aufessen würden. Und so kam es, dass der Genießer sich auf einmal in einer munteren Partytruppe wiederfand, allein als ergrauter Feuilletonist unter jugendlichen Influencern sozusagen. Während die sich auf die nach dem offiziellen Fotografiert-Werden herüber gereichten Teller stürzten, um lässig ihre Smartphones darüber kreisen zu lassen und flüchtige Reels für Social Media zu generieren, versuchte ich verzweifelt, bei meinem altmodischen Fotoapparat (immerhin schon digital) den eigenen Schärfepunkt für die Ewigkeit zu finden.




Aus Teruel kommt der beste spanische Schinken:
Isaac an der Jamonera.

Was wir immer gern vergessen ist, dass Spanien ein Zusammenschluss von selbstbewussten Regionen ist, die sich wie in Italien auch durch ihre kulinarische Individualität definieren. So war das Potpourri der Köstlichkeiten, die wir bekamen, eine Reise durch die iberische Halbinsel mit katalanischen Tapas, die nach den Tellern, die in den Kneipen zum Schutz vor Fliegen auf den Gläsern liegen, benannt sind und baskischen Pintxos, die nach den Spießchen heißen, die sie zusammenhalten. Häufig gab es den Kontrast von pikanter Grundzutat und süßer Marmelade, Zuckerrübensirup oder gar Apfelmus. Die Zutaten stammten meist aus Spanien, und so traditionell wie Isaac auch arbeitet, immer blitzte seine unbändige Kreativität durch. Besonders faszinierte mich sein Matjes auf Hummus, der in seinem Crossover von holländischen und orientalischen Zutaten das Zeug zu einem Ruhrgebietsklassiker haben könnte. In Spanien würde man dafür wohl Boquerones, in Essig eingelegte Sardellen, verwenden. Ich musste daran denken, dass ich einmal im italienischen Ristorante Casa Lodato in Essen-Kettwig auf einer Antipasti-Platte Matjes anstelle von Sardinen bekommen hatte (klick hier), im Prinzip nicht unähnlich.



Im Glas: Ein Blanc de Noir aus der Garnacha-Traube 
von Pompaelo (klick hier)

After-Fotosession-Party
Olivera, Dortmund, 20.7.2026


3 Pintxos


Olivera Oliven der Sorte Gordal
in hausgemachter Marinade


Eingelegte Sardellen aus Santoña (Kantabrien)
mit Picada und Pinienkernen

Picada ist eine katalanische Würzsauce


Jamón de Teruel mit Mandeln


Patatas Bravas BCN-Art in Salsa Brava und Milch-Allioli


Berenjenas fritas con miel
Die frittierten, gebratenen Bananen geschmacklich nicht unähnlichen Auberginenstreifen mit Zuckerrübensirup sind die andalusischen Pommes und erinnerten mich an die süditalienische Spezialität Melanzana alla cioccolata, Auberginen in Schokoladensauce (klick hier).

 

Bohnen-Thunfisch-Salat


Matjes auf Hummus
Spanische oder Ruhrgebietsküche? 


Miesmuscheln 

Navajas mit Safranallioli
Gegrillte Schwertmuscheln und Knoblauch-Petersilie-Dip


Babycalamares auf weißen Bohnen


Kabeljau mit Samfaina und Picada 

Kroketten mit Bacalhau


Croquetas de Chorizo mit Apfelmus


Zucchinicarpaccio mit Schinken, Kirschen und Pinienkernen


Samfaina mit Ziegenkäse & Padrón
Samfaina ist ein katalanischer Gemüseeintopf 
ähnlich der französischen Ratatouille



Hähnchenspieß mit Zitronen-Rosmarin-Sauce und Patatas Bravas


Geschmortes Kaninchen mit Ofenkartoffel


Marinierte Kirschen mit Crema Catalana Schaum


Klassische Crema Catalana mit selbst gemachtem Orangeneis


Und zum Abschluss ein eisgekühlter Hierbas

Olivera Gastrobar. Lindemannstr. 36, 44137 Dortmund. Tel 02 31. 77 57 10 66. Di-Sa 17-22 Uhr. https://oliveragastrobar.com/ 

Der Genießer bedankt sich für die Einladung. 

Freitag, 24. Juli 2026

Gourmetmeilen 2026: Kulinarischer Treff an der Ruhr in Mülheim gestartet


Durch das frühe Aus der deutschen Mannschaft während der Fußballweltmeisterschaft war es eigentlich gar nicht nötig gewesen, die Ende Mai begonnenene und im Juni sporadisch fortgesetzte Gourmetmeilensaison 2026 so lange zu unterbrechen. Es gab ja keine Spiele mehr, die die Fans davon hätten abhalten können, die kulinarischen Freiluftveranstaltungen zu besuchen. Doch jetzt, mit dem Start der Sommerferien, ging die zweite Runde mit dem „Kulinarischen Treff an Ruhr“ los. Zu den weiteren Terminen dieser Saison klick hier.

In Mülheim zu Gast: Julia Mair von der Gärtnerei/Fleischerei in Essen 
und Yavuz Cagretekin vom La Turka in Düsseldorf

Mittlerweile ist die Spritztour nach Mülheim ein lieb gewonnene Tradition für uns geworden. Sie findet immer am ersten Tag der Veranstaltung statt, und wir sehen zu, dass wir sofort, wenn die Stände am Nachmittag öffnen, vor Ort sind. Dann, wenn die Mülheimer noch gar nicht richtig mitgekriegt haben, dass der „Kuli-Treff“ wieder los geht, ist die Meile unter den grünen Bäumen auf die Wiese an der Ruhr ein geradezu idyllisches, heiteres Gartenfest. Anders als etwa samstags oder sonntags, braucht man an den Ständen noch nicht großartig Schlange zu stehen, um etwas zu bekommen, und ein Plätzchen zum gemütlichen Essen ist auch noch leicht zu finden.



Heimspiel: Borislav und Vladimir Veselinov 
vom Spices 1822 in Mülheim

Insgesamt elf Gastronomien sind in diesem Jahr vertreten, darunter Mülheimer Schwergewichte wie das Walkmühlen-Restaurant und sein Ukraine-Zelt, Spices 1822 und Café Leonardo. Aus Düsseldorf lässt es sich La Turka nicht nehmen, sein Zelt aufzuschlagen. Früher hatte ich an dieser Stelle öfter mal darüber gelästert, dass so viele Essener Restaurants auf der Mülheimer Veranstaltung vertreten sind. In diesem Jahr aber, in dem „Essen...vewöhnt“ anscheinend endgültig zu Grabe getragen wurde (klick hier), stillt der Kulinarische Treff in Mülheim ein wenig die Sehnsucht nach den guten alten Zeiten. Immerhin sind vier Essener Veteranen mit von der Partie: das unverwüstliche Gummersbach, die Alte Metzgerei, Bliss und erstmalig die Gärtnerei/Fleischerei.

Bei angenehmen 23 Grad und bezauberndem Sonnenschein versuchten der Genießer und sein Slow-Food-Kollege Jochen, sich durch das Angebot zu futtern. Hier das Ergebnis unserer Gourmandise.

Kulinarischer Treff an der Ruhr
Mülheim, 23.7.2026 

 


Walkmühlen-Restaurant
Frische irische Felsenaustern mit Schwarzbrot und frischer Zitrone
3 Stck. 8 Euro
Schade, dass Kollegin Silke aus Dormund nicht dabei sein konnte. Diese Einstiegsmahlzeit wäre für sie obligatorisch gewesen. Allerdings, es gab nur Prosecco (4,50 Euro das Glas) dazu. Champagner scheint man als Austern-Begleitung nicht zu kennen.



Walkmühlen-Restaurant
Oktopus vom Grill
auf erfrischendem Salatbouquet 15 Euro
Fast schon Tradition bei unseren Besuchen auf dem Kulinarischen Treff. Auch diesmal war der Oktopus fantastisch gegrillt, sehr zart und auch knusprig, mit animierendem Rauch-Aroma. Mit den Beilagen eine üppige Hauptmahzeit, so dass man fast nichts anderes mehr brauchte.


Bliss
Pulpo-Tempura
Teriyaki-Rothohl / Wasabicreme
8 Euro
Tintenfisch auf japanisch im direkten Vergleich zur Walkmühle. Der Pulpo im knusprigen Tempura-Teig war schmelzend zart. Der mit Teriyaki-Sauce marinierte Rotkohl war im Gegensatz zur deutschen Tradition erfrischend unsüß und salzig. Ein schöne Vorspeise.



Bliss
Risotto von Fregola Sarda 
Ratatouille, Basilikum-Pesto und Parmesan
12 Euro
Im Bliss können sie nicht nur japanisch, sondern auch italienisch. Fregola Sarda sind kleine, kugelförmige Nudeln, die man wie Risotto kocht. Auf den ersten Blick exotisch, entpuppte sich der Teller als ein nur wenig irritierendes Nudelgericht.


Gummersbach
Jakobsmuscheln
Safransauce, Blattspinat, Noilly Prat
15 Euro
Wie der Oktopus im Walkmühlen- Restaurant, sind die Jakobsmuscheln bei Gummersbach ein alljährliches Muss. Diesmal ganz klassisch mit Safran und Wermut.



Gärtnerei/Fleischerei
Mini-Romanasalat-Herzen „Ceasar's Style“
mit Zitrone, Parmesan-Crisp, Rosmarincoutons
und knusprigem Feta und Erdbeere
8 Euro
Hezhaft-Pikante Geschmackskombi: Der Feta im knusprigen Yufka-Teig und gedörrte Erdbeeen ergänzten die saftig geschmorten Salatherzen.



Gärtnerei/Fleischerei
Onsen-Ei
mit dreierlei Blumenkohl und Trüffelschaum
11 Euro
Die butterweiche gaumenschmeichelnde Konsistenz des bei niedriger Temperatur langsam gegarten Eis und des pürierten Blumenkohls wurde von kackigen, fast rohen Röschen von rotem Blumenkohl konterkariert. Der Trüffelschaum sorgte für aromatischeTiefe.



La Turka
Lava Cake, Bourbon
Vanille-Eis, Waldfruchtspiegel
7 Euro
Der flüssig gefüllte Brownie und das Eis bildeten ein klassisches Dessert von orientalischer Baklava-Süße.



Hüftgold
Himmlischer Rhabarber
XL-Kugel Rhabarber-Eis auf marinierten Erdbeeren
7 Euro
Ein herrlich einfaches, erfrischend süß-saures Sommer-Dessert.

Der Kulinarische Treff an der Ruhr in Mülheim (Auf dem Dudel) geht noch bis 26. Juli. Alle Infos hier.

Zu den Terminen aller Gourmetmeilen im Ruhrgebiet 2026 klick hier.