Sonntag, 12. Dezember 2010

Gestern bei Mama: Schnitzel mit Rosenkohl und Kartoffeln



Gestern habe ich für Mama Schnitzel mit Rosenkohl gemacht. Es war ein Wunsch meiner Schwester, die bekanntlich immer mitisst und fürs Abendessen gern die übrig gebliebenen Schnitzel mitnimmt.

Mir war es letztendlich ganz recht, diesen Mama-Klassiker machen zu können. Denn in letzter Zeit geht mir, was ich zerknischt zugebe, die Puste aus, um immer neue Ideen von alter Hausmannskost zu produzieren, die auch noch meine lieben kritischen Blog-LeserInnen überraschen können.  (Was für ein tragischer Konflikt: hin und her gerissen zu sein zwischen den Patent-Köchinnen, Möchtgern Carrie-Bradshaws und Doris-Day-Updates der weltweiten Blogger-Szene und dem armen Mütterlein, das daheim auf sein Mittagessen wartet!) Da muss sich manchmal der gesunde Menschenverstand durchsetzen, so dass man schweren Herzens in den Fundus greift. Wofür hat man den denn?

Das Ergebnis gab mir recht. Sowohl Mama als auch Schwester waren spontan begeistert. „Das schmeckt wie früher“, meinte Mama gut gelaunt. Ich hingegen lächelte nur leicht frustriert. Ob es daran lag, dass ich aus Zeitnot auf einen Packung Tiefkühl-Rahm-Rosenkohl und für die Sauce auf eine Mischung aus Kalbsfond aus dem Glas und gekörnter Rinderbouillon zurückgegriffen hatte? Mama schien froh, einmal nicht Versuchskaninchen für die Kochkünste des Genießers zu sein. So ist das mit der Küche wie bei Muttern...

PS: Meinen Fotoapparat hatte ich in der samstäglichen Hektik auch vergessen. So gibt’s nur ein Schnitzelbild aus dem Archiv. Im Fernsehen wird ja auch immer alles wiederholt.

Kommentare:

  1. Bei uns gabs auch Rosenköhlen. Aber vom Markt. Und zwar vom Trantenrother Hof. Die schmeckten wirklich so wie früher. Nur daß sie mir als Kind zu bitter schmeckten. Jetzt waren sie einsame Spitze. 1a Qualität! Ansonsten frag ich natürlich, wo Du an dem Tag mit Deinen Gedanken warst? Rosenköhlchen aus der TK-Theke, Fotoapparat vergessen! Wie mag da der Abend zu Ende gegangen sein (bis dahin gabs ja wohl noch viele Möglichkeiten, etwas zu vergessen!).

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  2. Nochmal: ich mag das "Mama-Essen" so, wie es ist, denn es waren bisher viele Gerichte dabei, die ich so oder so ähnlich aus der Kindheit kenne. Modernere Küche kann ich woanders nachlesen. ;)

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  3. @ mvo: Ich war im Biomarkt einkaufen, und da gab es nur einen schäbigen Rest Rosenkohl. Zeit um auf den Wochenmarkt zu gehen hatte ich nicht, und so blieb nur der Sprung in den konventionellen Supermarkt an den Tiefkühlschrank.

    @ Hesting: Danke für das Lob. Liebe Grüße.

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