Montag, 29. August 2016

Gourmetmeilen 2016: Saisonfinale mit dem „Kulinarischen Altstadt-Markt Hattingen“ und „Steele à la carte“ und ein kritischer Rückblick.



Ob die subtropischen Temperaturen von um die 30 Grad die Esslust der Gäste, die am letzten Wochenende der „Gourmet-Meile Metropole Ruhr“ nun wirklich gefördert hat, sei einmal dahin gestellt. Jedenfalls brachten der strahlend blaue Himmel und der permanente Sonnenschein ein Feeling in den Schatten des Doppelbocks des Welterbes Zollverein, das mediterraner nicht sein konnte. Überhaupt war die diesjährige Gourmetmeilensaison – neben den Terminverzerrungen durch die Fußball-EM – geprägt durch die Wetterkapriolen. Schermbeck versank im Regen, genauso wie die Eröffnungstage von Rüttenscheid und Kettwig, beim Spargel-Gourmetfestival in Kirchhellen bibberte man vor Kälte, genauso wie an manchen Tagen in Bochum. Und auf Zollverein knallte die Sonne.

Gegessen hat der Genießer sehr gut. Besonders Bochum, Mülheim, Recklinghausen und Haltern überraschten ihn. Die Favoriten GourmeDo und „Essen verwöhnt“ (hier und hier) versanken ein wenig im business as usual. Die Dortmunder GourmeDo muss bei aller Eleganz aufpassen, dass nicht zuviel Nordstadt-Feeling aufkommt, und „Essen verwöhnt“ muss sich überlegen, wie es nach dem Abgang der Résidence seinen Ruf als „Königin der Gourmetmeilen“ im nächsten Jahr verteidigen kann. Metropole Ruhr hat‘s vorgemacht und neben Nelson Müller mit Björn Freitag einen Ruhrgebiets-Sternekoch von außerhalb herangezogen. Überhaupt tun die Gourmetmeilen im Ruhrgebiet gut daran, angesichts der aufkommenden Konkurrenz durch die Street-Food-Bewegung mit ihren Food-Truck-Festivals das Profil in Richtung Qualität und Hochwertigkeit zu schärfen.

Den Abschluss der Gourmetmeilen-Saison 2016 bilden am kommenden Wochenende vom 1. bis zum 4. September 2016 noch einmal zwei Perlen unterschiedlichster Art.

Kulinarischer Altstadtmarkt in Hattingen

Der Kulinarische Altstadtmarkt Hattingen, der in dem historischen Häuserrund um die St-Georgs-Kirche stattfindet, bildet mit seiner malerischen Fachwerk-Romantik einen überraschenden Gegensatz zur Industriekultur von Zollverein. Bespielt wird er hauptsächlich von sechs bewährten Landgasthäusern des EN-Kreises wie Weiß, Hackstück und Kemnade sowie und dem griechischen Lokal Poseidon. Für den Genießer besonders überzeugend: Diergardts, Eggers aus Sprockhövel und - nach seinem Bochumer Debüt - An der Krüpe. Alle Infos zum Kulinarischen Altstadtmarkt Hattingen hier.

Steele à la carte

Steele ist neben Kettwig und Rüttenscheid der dritte Essener Stadtteil, der mit einer eigenen Gourmetmeile im ruhrgebietsweiten Konzert mitspielen kann. Die ortsansässigen Gastronomen um den Traditions-Italiener Acquario schaffen es bereits zum 15. Mal, gemütliche Esskultur in die Trabantenstadt zu bringen. Dieses Jahr haben sie lange gebraucht, um ihr Programm ins Internet zu stellen, aber dann hat doch alles geklappt. Und Romantik gibt es auch durch gleichzeitig startende Oldtimer-Rallye am Samstag und die Oldtimer-Traktoren-Schau am Sonntag. Alle Infos zu „Steele à la carte“ hier.

1 Kommentar:

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