Freitag, 3. Juni 2011

Biergartenführer fürs Ruhrgebiet erschienen



Klartext-Verleger Ludger Claßen,
Martin Grahl vom Biergarten "Dampfe" in
Essen-Borbeck und Autor
Michael Köster präsentieren den Biergartenführer.

Eigentlich sind Biergärten ein bayerisches Phänomen, schreibt Autor Michael Köster in seinem Biergartenführer „Die schönsten Biergärten im Ruhrgebiet“, der rechtzeitig zur Saison 2011 im Essener Klartext Verlag erschienen ist. Auch der Genießer erinnert sich gut daran, als in den 1980er Jahren die SPD unter Johannes Rau mit absoluter Mehrheit (!) im Land regierte und sich über die „bayerischen Vehältnisse“ in NRW unter politisch umgekehrten Vorzeichen freute. Das schienen damals die bayerischen Brauereien von Hefe- und Weizenbieren als Aufforderungen zur Überquerung des Weißwurstäquators genommen zu haben und begannen mit massiver Werbung das nördliche Deutschland zu erobern. Im Ruhrgebiet, eigentlich eine klassische Bierlandschaft, verödete die Brauereienlandschaft durch einen traurigen Konzentrationsprozess zusehends.

Gleichzeitig kam aber ein findiger Szene-Gastronom in Bochum, Leo Bauer, auf die Idee, auf dem neu entstandenen Konrad-Adenauer-Platz in der Innenstadt Tische und Stühle zu stellen und legte so den Grundstein für das Bermudadreieck, eine der größten gastronomischen Erfolgsgeschichten des letzten Vierteljahrhunderts im Ruhrgebiet. Der Freilufttrend in der Ruhrgebietsgastronomie war geboren und setzte sich alsbald in den Städten und an den Flussufern der Region durch.

In seinem Element: Autor Michael Köster

Jetzt hat der Klartext-Verlag reagiert und einen Biergartenfüherer fürs Ruhrgebiet herausgebracht. Autor ist Michael Köster, als ehemaliger Redakteur bei der WAZ Essen und heutiger Verlagsleiter des Forma-Verlags (TOP Magazin Essen) ein ausgewiesener Kenner der Biergartenszene. 73 Biergärten aus 20 Ruhrgebietsstädten hat er für sein Buch herausgesucht, stellt sie mit informativen Texten vor und gibt jeweils einen Freizeit-Tipp in der Nähe. Spitzenreiter ist dabei Essen mit 18 Adressen, während die klassische Bierstadt Dortmund nur mit mageren fünf Tipps aufgeführt wird. Ziemlich gut weg kommt Duisburg mit zwölf Adressen.

Bei der Auswahl ging Köster mit dem Mut zur Lücke vor. Das Buch durfte nur ca. 160 Seiten umfassen, und so setzte Köster als Kriterium das Minimum von 70 Sitzplätzen an – alles andere galt als Terrasse und schied aus. Nicht aufgeführt sind etwa innerstädtische Biergartenlandschaften wie das Bermudadreieck in Bochum oder der Markt in Dortmund, die aufgrund ihrer Unübersehbarkeit vom Gast wohl kaum vermisst werden - leider aber auch die Gärten der großen Dortmunder Landgasthäuser wie Dieckmanns, Overkamp, Eisenbarth und Co.. Ebenfalls nicht drin sind sehr schöne Läden wie etwa die traditionsreiche „Alte Fähre“ am Ruhr-Ufer in Bochum-Stiepel mit ihrem sensationellen Ausblick auf die Burg Blankenstein oder die überaus romantische „Wolfsbachquelle“ in Essen-Bredeney mit ihrer wunderbaren Küche.

Michael Köster: Die schönsten Biergärten im Revier. Biergartenführer Ruhrgebiet. 160 Seiten. Klartext Verlag. 9,95 Euro

Kommentare:

  1. Hier heißt das einfach "Draussen ..."

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  2. Alles Gute mit den Bieren.

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