Mittwoch, 27. Juni 2018

Dessert: Mousse au Chocolat Ruby



Endlich ist der Genießer mal trendy. Beim Besuch in der METRO nín Düsseldorf (klick hier) lernte ich neulich die Ruby Schokolade kennen, die in Europa erst seit diesem Frühjahr vereinzelt im Handel ist. Entwickelt hat diese neue rosafarbene Schokoladensorte der belgische Schoko-Papst Barry Callebout. Die exzentrische Farbe entsteht dabei nicht durch den Zusatz von Farbstoffen oder Früchten, sondern durch Selektion jener Bohnen der traditionellen Kakaosorten, die eine entsprechende Abweichung von der Farbnorm aufweisen. Durch die Weiterverarbeitung des rötlichen Kakaos entsteht dann die rosafarbene Schokolade.

Ruby Schokolade von Blunck

Barry Callebout hofft, mit Ruby neben der braunen und weißen Schokolade eine neue Sorte auf dem Markt zu etablieren. Marktforscher haben herausgefunden, dass besonders die Generation der Millennials auf die rosa Schokolade abfahren. Die heute 20- bis 40-Jahrigen scheinen halt alles durch die rosarote Brille zu sehen.

Beim Genießer als langsam ins Opa-Alter gekommenen Baby Boomer stachelte das neue Produkt eher die Kreativität an. Die Ruby-Kouvertüre, die mir die Berliner Manufaktur Blunck zur Verfügung gestellt hatte, schmeckte ungefähr so süß wie Vollmilchschokolade. Durch den relativ hohen Säuregehalt wirkte sie sehr fruchtig, aber das mag auch auf die Imagination durch die seltsame Farbe sein. Schließlich gilt: Auch die Augen essen mit. Aber kann man sie auch weiterverarbeiten?

Rosa Mousse au Chocolat

Als erstes Dessert fiel mir „Mousse au Chocolat Ruby“ ein. Ich mischte die mit etwas Butter geschmolzene Schokolade ganz klassisch mit Eigelb, Eierschnee und geschlagener Sahne. Da die Kouvertüre ziemlich süß war, gab ich nur wenig auf zusätzlichen Zucker hinzu. Tatsächlich hatte die fertige Mischung einen zarten Rosa-Ton, doch der verschwand zu Gunsten eines Gelb-Tones, als die Mousse zum Auskühlen ein paar Stunden im Kühlschrank gestanden hatte. Wer weiß, vielleicht hätte ich auf das Eigelb und eine Großteil der Sahne verzichten sollen. Aber da weiß ich nicht, wie sich das auf die Konsistenz ausgewirkt hätte. Oder ich hätte dunklere Pellets mit höherer Kakao-Konzentration nehmen müssen. Die hatte ich aber nicht zur Hand.

Wie dem auch sein: Je länger die Mousse im Kühlschrank stand, desto mehr schmeckte sie wunderbar nach Schokolade. Und zusammen mit in Zucker marinierten Erdbeeren garniert, war sie auch optisch ein Gedicht.

Rezept: Mousse au Chocolat Ruby

100 ml Sahne
2 Eier
100 g Ruby Schokolade
25 g Butter
1/4 TL Zucker
Erdebeeren
Ruby-Schokoladensplitter
getrocknete Lavendelblüten

Die Eier trennen. Eiweiß zu einem steifen Eierschnee aufschlagen. Eigelbe mit einem EL heißem Wasser und etwas Zucker verrühren, bis die Masse cremig wird.
Sahne steif schlagen.
Ruby-Schokolade und Butter im Wasserbad erhitzen, bis alles flüssig ist. Gut verrühren.
Flüssige, etwas abgekühlte Schokolade zu den Eigelben geben und verrühren. Eierschnee und Sahne vorsichtig unterheben, bis die Masse homogen ist. Mindestens 2 Stunden im Kühlschrank kalt stellen. Mit Erdbeeren, Ruby-Schokoladensplittern und getrockneten Lavendelblüten garnieren.


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