Montag, 1. März 2010

Sonntagsessen mit Xynthia: Lammhaxe mit Kartoffel-Tomaten-Gratin






Eigentlich wollt Petra zum Sonntagsessen kommen, aber Orkan „Xynthia“ machte da einen Strich durch die Rechnung. Also tat sich bei brausenden Wettern der Genießer allein an den schönen Lammhaxen gütlich, die er am Samstag bei Metzger Gläser erstanden hatte. Er konnte gerade noch die beiden letzten ergattern. Eine schnitt Frau Gläser extra von einer Keule ab. „Ich verkaufe etwa ein Lamm in der Woche“, meinte sie. Ob es zu Ostern wieder Zicklein gibt, wusste sie nicht, da ihre Lieferantinnen, zwei Nebenerwerbs-Ziegenfreundinnen, die Zucht aufgegeben haben.

Die Lammhaxen bereitete der Genießer auf ganz rustikale Art zu. In eine Auflaufform schichtete er gekochte Kartoffel-, Zwiebel- und Tomatenscheiben, die er lagenweise mit Pfeffer, Salz, Knoblauch und Thymian würzte. Dann goss er alles mit Weißwein auf. Auf die Auflaufform legte er ein Gitter, auf das er wiederum die gesalzenen und gepfefferten Lammhaxen legte. Das Ganze schmorte er bei 220 Grad anderthalb Stunden im Ofen. Ein Stück Keulenfleisch, das er extra bekommen hatte, kam nach einer halben Stunde hinzu. Das Fleisch war durch, sehr zart und außen etwas knusprig.
Dazu trank er einen Roten aus dem südfranzösischen Anbaugebiet „Costière de Nîmes“, die Syrah-dominierte Cuvée „La Sommelière“ vom Chateau de Campuget aus dem Jahr 2001, ein wunderbarer weicher, fruchtig-wuchtiger Gaumenschmeichler mit würziger Tiefe.
Zum Nachtisch gab es eine Crème Brûlée, bei deren Zubereitung der Genießer sein neues Küchenspielzeug ausprobierte: einen Bunsenbrenner. (Rezept hier.)

1 Kommentar:

  1. die Lammhaxe steht jährlich in der Osterzeit auf meinem Menüplan. Ich freue mich schon darauf. Wo, wann und mit wem die Umsetzung erfolgt, weiß ich jedoch noch nicht. Ich beziehe die Haxen bei Münstermann in Düsseldorf.

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