Freitag, 2. September 2011

Gourmetmeile „Steele à la carte“ gestartet



Dusche statt Toilette:
Bergmannsdenkmal auf dem Kaiser-Otto-Platz

Während gestern auf Zollverein noch die Zelte für die „Gourmetmeile Metropole Ruhr“ aufgebaut wurden, konnte man in Steele schon schlemmen. Völlig unbeeindruckt von den großen Namen, die auf dem Weltkulturerbe antreten, ging es in Essens östlichem Stadtteil mit „Steele à la carte“ bereits um elf Uhr los, und zwar lässig, locker und lecker. Dass alles so zwanglos ablief, hatte seinen Grund. Immerhin findet das kulinarische Stadtteilfest bereits zum 10. Mal statt – und das Wetter war gestern sogar fantastisch.

Lässiges Feeling: Blauer Himmel über weißen Spitzzelten

Die meisten teilnehmenden Restaurants liegen direkt am Kaiser-Otto-Platz oder in fußläufiger Entfernung davon, so dass das Meilen-Karree wie ihr Außenbereich wirkt. (Alle Teilnehmer und ihre Angebote finden Sie hier). Gekocht wird dennoch in den bekannten weißen Spitzzelten, die mittlerweile Standard sind auf Gourmetmeilen. Allerdings verzichtete man auf den Aufbau einer ambulanten Toiletten.

Der Genießer gönnte sich ein kleines Mittagessen und war positiv überrascht von dem, was sich wie immer willkürlich und zufällig ausgesucht hatte – bis auf den Nachtisch.


Ruhr Stop: Zitronengrasschaumsüppchen mit zwei gebratenen Bio-Gambas (4,50 Euro). Da hätten auch zwei Genießer ihren Spaß dran. Die Portion wird pfiffig in zwei Gläsern serviert, die mit den Gambas gekrönt sind. Das Süppchen hatte einen intensiven Zitronengeschmack, die Gambas waren schön gebraten. Top.


La Turka: Bratwurst vom Lamm „nach hauseigener Rezeptur“ auf Feigen-Currysauce und gesundem Garten-Salat (4 Euro). Das Angebot vom Rüttenscheider Edel-Türken ist in Steele dieselbe wie schon auf der Gourmetmeile in Rüttenscheid. Fand der Genießer dort das Lammkarree ziemlich dröge, war hier von der Lammbratwurst begeistert. Die Feigen-Currysauce hatte er sich rot vorgestellt (deshalb nahm er einen türkischen Shiraz (3 Euro) dazu), doch sie gelb und hätte fruchtiger und schärfer sein können. Der ‚gesunde‘ Gartensalat war zwar gesund frisch, stellte sich aber als ein Häuflein unmarinierter Rucola mit ein paar Cherry-Tomatenhälften heraus. Für 4 Euro war’s aber großartig.


Haus Kuhlhoff: Kaffee und Kuchen (3,50 Euro). Die Tortenstücke sähen nur aus wie Schwarzwälderkirsch, seien aber Stracciatella, wurde der Genießer belehrt. Das Gedeck war gängiger Kantinen-Durchschnitt - eine Allerwelts-Crèmeschnitte mit Kaffeepott und Kondensmilch.

„Steele à la carte" geht noch bis zum 4. September. Infos hier.

Kommentare:

  1. ... und heute geht es weiter zum Zollverein - der Genießer ist zu beneiden. Weiterhin viel Vergnügen und guten Appetit.

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