Sonntag, 5. Februar 2012

Gestern bei Mama: Rosenkohlauflauf



Eigentlich wollte ich gestern den Vinz kochen und für Mama Sauerbraten vom Schweinefilet machen. Da das Fleisch bei diesem Rezept von Meister Klink aber rosa bleibt und Mama nicht auf so neumodisches Zeug steht, habe ich lieber darauf verzichtet und bin auf Nummer Sicher gegangen. Also:

Gestern habe ich für Mama Rosenkohlauflauf gemacht. Obwohl: Das war auch ein Minenfeld, wenn auch nicht so gefährlich wie rosa (Schweine)Fleisch. Das letzte Mal hatte ich diesen Auflauf am 21. Februar 2010 gemacht, und damals musste ich mir anhören, dass es falsch sei, wenn der Auflauf auf dem Teller auseinander fällt. Also verquirlte ich diesmal 2 Eier mit dem Schmand, auch auf die Gefahr hin, dass die Plempe sich im Backofen in Beton verwandeln würde. Tat sie aber nicht, dafür fiel der Auflauf beim Servieren trotzdem auseinander. Als Mama sich daran aber gar nicht störte und dann noch sagte, endlich würde sie mal wieder was schmecken, war ich glatt geplättet wie ein Schnitzel unterm Fleischhammer.
Der Auflauf war aber auch lecker, kann ich sagen. Das lag nicht zuletzt an dem wunderbaren, mit Koriander gewürzten Frühstücksspeck von Metzger Gläser, den ich anstelle von Schinkenwürfeln verarbeitet hatte, und an dem an mittelalten Gouda erinnernden Bergkäse, den mir der Käse-Karsten zum Überbacken empfohlen hatte.
Vernünftiges Gemüse gab es im Biomarkt wegen der lausigen Kälte nicht. Die wenigen Röschen des Rosenkohls, die noch da lagen, waren arg verschrumpelt, dass ich keine Lust drauf hatte. Also ging ich in den Discounter nebenan und kaufte kurzerhand einen 750-Gramm-Sack Tiefkühl-Rosenkohl für 1,39 Euro – der war zwar nicht bio, aber absolut großartig.

Zum Rezept bitte hier klicken.

Kommentare:

  1. Ich hab den Sauerbraten von Schweinefilet gemacht. Ist empfehlenswert, und muss sicher nicht unbedingt rosa bleiben.

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  2. Liebe Zorra, deinen Sauerbraten habe ich natürlich schon entdeckt. Ich hatte aber auch die Fernsehsendung gesehen, in der Vincent Klink ihn zubereitet. Und mein Ehrgeiz als Hobby-Koch wäre es, ihn genauso rosa hinzukriegen, wie der Meister. Doch das Kochen für Mama ist für so eine Experiment nicht geeignet.

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  3. Das Kochen für Mama und die entsprechenden Kommentare kenne ich auch. Bei ihr gibt es drei Stufen:

    1) Begeistertes "DAS schmeckt gut", noch bevor der erste Bissen heruntergeschluckt is, und fortwährendes Wiederholen der Komplimente während des gesamten Essens. So mag ich's!
    2) Schweigen während des Essens.
    Dann sollte ich besser nicht nachfragen. Mach ich aber doch immer und ernte dann:
    3) "Das brauchst du aber nicht nochmal zu machen"

    So sind se, die Mütter. Meine ist allerdings auch schon fast 90. ;-)

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