Sonntag, 15. Juli 2018

Portugiesische Feinkost: Pereira in Mülheim



Liesel und Antonio José Pereira

Ende Mai 2018 schlossen Liesel und José Antonio Pereira ihr portugiesisches Restaurant auf der Mellinghofer Straße in Mülheim (klick hier). Grund war der grassierende Personalmangel in der Gastronomie. Pereira fand keinen Koch, der ihn in der Küche, die er ganz alleine bestritt, entlasten und dabei seine hohen Qualitätsvorstellungen aufrechterhalten konnte.

Ende Juni2018  haben die beiden nun ein kleines Feinkostgeschäft in Mülheim in der Zeppelinstraße 1A eröffnet, direkt an der Kreuzung zur B1 (Obere Saarlandstraße). Für Freunde illustrer Lebensmittel eine feine Adresse. Gleich nebenan ist der traditionsreiche Obst- und Gemüsehandel A. Becker, ein Tante-Emma-Laden wie aus einer anderen Zeit, der seine Kundschaft sogar aus dem fernen Düsseldorf anzieht.

Im Angebot sind bei Pereira portugiesische Spezialitäten, Weine und Spirituosen, Meersalz, Reis, Gebäcke u.v.a.m., frisch gemachte Salate, Wurst und Schinken vom portugiesischen Ibericoschwein, Käsespezialitäten und Pereiras selbst gebackenes Brot. Ab September wird es hausgemachte Komplettgerichte zum Mitnehmen in bewährter Pereira-Qualität geben. Dann ist nämlich die Produktionsküche am Rhein-Ruhr-Zentrum fertig, von der aus er den Laden mit eigenen Feinkost-Produkten und Fertiggerichten beliefern und das Heißener Gewerbegebiet Am Förderturm mit einem Mittagstisch zum Mitnehmen versorgen wird.

Pereira Feinkost. Zeppelinstr. 1A, 45470 Mülheim. (Nicht von der Baustelle irritieren lassen. Bei Pereira und A. Becker gibt es einen kleinen Parkplatz).

Freitag, 13. Juli 2018

Sommerfreuden: Ceviche vom Seeteufel



Ich liebe meinen Glasteller vom Flohmarkt.

Genau das richtige für einen schönen Sommerabend auf dem Balkon ist dieser leichte Salat. Die aus Südamerika stammende Ceviche ist eine der einfachsten Zubereitungen von Fisch. Man muss den festen Fisch nur im sauren Saft einer Zitrusfrucht, hier Limette, drei Stunden marinieren lassen.

Dazu gab es einen Limoncello Sour:
Mit Wasser etwas verdünnter Limoncello,
zusätzlich gesäuert mit einem kräftigen Schuss Limettensaft.


Rezept: : Ceviche vom Seeteufel mit Kartoffel, Tomate, Paprika, Gurke, Fenchel und Aioli

Pro Portion:
100 g Fleisch vom Seeteufel
Saft von drei Limetten
3 Kirschtomaten, gelb und rot
2 Minipaprika, gelb und rot
1-2 dünne Scheiben von einer kleinen Fenchelknolle (Wok-Gemüse)
1 kleine Gurke, mit dem Sparschäler in Streifen geschnitten
1 kleine Kartoffel, festkochend
Butterschmalz
Pfeffer, Salz, Zucker
Chiliflocken oder Cayennepfeffer
1 EL Mayonnaise
1 kleine Knoblauchzehe
1 Prise Safran oder Kukurma
1 Messerspitze Senf

Seeteufelfleisch in dünne Scheiben schneiden, evtll. vorher anfrieren. In Limmetensaft drei Stunden im Kühlschrank marinieren.

Kartoffel schälen und in kleine Würfelchen schneiden. In kochendem Salzwasser 4 Minuten blanchieren. Abtropfen lassen und in einer Pfanne anbraten bis sie knusprig braun sind. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen.

Kirschtomaten halbieren. Minipaprika in dünne Ringe schneiden, dabei die Kerne entfernen. Fenchel in dünne Scheiben schneiden. Gemüse mit Salz und etwas Zucker bestreuen und in der Pfanne anbraten, bis sie karamellisiert sind. Herausnehmen und abtropfen lassen.
Gürkchen mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden.

Für die Aioli Mayonnaise evtll mit etwas Wasser verrühren und mit gepresstem Knoblauch und etwas Senf abschmecken. Mit Kukurma oder Safran gelb färben.

Marinierten Fisch mit den Gemüsen und der Aioli auf einem Desserteller anrichten. Mit Chiliflocken oder Cayennepfeffer leicht bestreuen. Mit Fenchelgrün garnieren.


Variante: Ceviche vom Heilbutt auf Salzzitronen-Risotto klick hier

Donnerstag, 12. Juli 2018

Wochenplan: Kulinarische Termine vom 13.7. - 19.7.2018



bis 31.7.2018
Dein Kochquintett Dortmund
Monatsmenü Juli
Dortmund, Vivre

bis 31.7.2018
Dein Kochquintett Duisburg
Monatsmenü Juli
Duisburg, Küppersmühle

bis 31.7.2018
Dein Kochquintett Kreis Vest
Monatsmenü Juni
Recklinghausen, VestTafel

12.7. - 14.7.2018
Gin Festival NRW
Dortmund, U

14.7.2018
Führung durch den Arbeitergarten mit Kostprobe
Zuckerebsen
Dortmund, Zeche Zollern, 15 Uhr

18.7. - 22.7.2018
Gourmetmeile
Essen verwöhnt
Essen, Kettwiger Straße

Wochen- und Feierabendmärkte im Ruhrgebiet. Klick hier
Gourmetmeilen im Ruhrgebiet 2018. Klick hier


Sonntag, 8. Juli 2018

Neu in Essen-Werden: Dolcinella



Jahrzehntelang war das Löwental eine Spitzenadresse für Szenegastronomie in Essen-Werden, erst mit „e“ im Namen, dann ohne „e“, bis die Musikkneipe hinterm S-Bahnhof zumachte. Der Versuch, hier vor zwei Jahren anspruchsvolle Spitzenküche zu etablieren, war leider nicht von Erfolg gekrönt (klick hier).

Jetzt aber ist neues Leben in das schöne alte Haus eingezogen. „Dolcinella“ heißt das Konzept, mit dem an die erfolgreiche Zeit angeknüpft wird, aber in zeitgemäßem Gewand. Dahinter stehen die Freundinnen Fenja Fürer und Diana Struck, die sich über ihr Faible für Selbstgemachtes, Feines und Süßes gefunden haben. Anfangs verkauften sie ihre Manufakturwaren direkt auf Märkten, dann machten sie in Düsseldorf-Derendorf ihr Ladencafé „Dolcinella“ auf. Und das wurde schon bald zu einem Geheimtipp für Kaffeetrinker und Mittagesser.

Im Raum präsent: Dianas Kochbuchsammlung

Und jetzt sind sie, deutlich größer, auch im Werdener Löwental. Fenja, die in Werden wohnt, kannte den Laden schon von früher. Professionell von einem Innenarchitekten ausgestattet, zeigt die Einrichtung jedoch eindeutig persönliche Noten, wie etwa den blauen runden Tisch, an dem Diana schon als Kind gegessen hat. Auf den Regalbrettern an Wänden kommen ausgesuchte Exemplare aus Dianas umfangreicher Kochbuchsammlung zur Geltung. Auf Verkaufstischen stehen die Feinkostprodukte aus der eigenen und anderen Manufakturen.

Schön in die Mitte genommen: Fenja und Diana mit ihrem Koch Lukas

Dianas Leidenschaft fürs Kochen ist schließlich die Basis für die Küche, die im Dolcinella angeboten wird. Sie selbst kommt aus Gelsenkirchen, aber ihre Mutter stammt aus Goa, der portugiesischen Enklave in Indien. Und entsprechend vielfältig ist das Angebot, mediterran,asiatisch, orientalisch – und nicht zu vergessen ist die englische Tea-Time, eine Spezialität des Hauses. Und immer aus den besten Zutaten, häufig in Bio-Qualität.

Da sich Fenja und Diana hauptsächlich um den Betrieb in Düsseldorf und Werden kümmern müssen, steht n Werden Koch Lukas am Herd, der ihre Ideen kongenial umsetzt.. „Eigentlich hat er er sich ja für Düsseldorf beworben“, lachen die beiden. Aber jetzt muss er in Werden ran.

 Indischer Kartoffelsalat mit Dattel-Tamarinden-Chutney

 Sandwich Bombay Vegetable

Coq au Riesling

Trinidad Plantation Beef Stew
Karibischer Rinder-Schmortopf, Cashew-Pulao-Reis
mit Safran, Ananas, Banane

Dolcinella-Törtchen zum Dessert

Banoffee Sundae

 Lukas in seinem Element

Dolcinella. Im Löwental 15 . 45239 Essen-Werden. Tel.0201-52004915. Di-Fr 9-22 Uhr, Sa-So-10-22 Uhr. Mo Ruhetag. Infos hier.

Freitag, 6. Juli 2018

Mülheim: Sommeridylle auf dem Biohof Felchner



Spezialität Beeren- und Kernobst:
Johannisbeer-Baiser auf dem Biohof Felchner

Der Himmel spannt sich an diesem wunderbaren Hochsommertag tiefblau von Horizont zu Horizont. Zwischen den Feldern schlängeln sich Feldwege und schmale Sträßchen, die von Bauernhof zu Bauernhof führen. Aus den Rainen, die noch mit allerlei Feldblumen bewachsen sind, steigen Schmetterlinge und Falter hoch, als wollten sie die Privatflieger abfangen, die den Flugplatz Essen/Mülheim ansteuern. In der Ferne sieht man als schmales Band die A52, die auf der Mintarder Brücke über die tief unten dahinfließende Ruhr überquert und weiter nach Düsseldorf führt.

Das Fachwerkhaus stammt 1772 

Monika Felchner im Hofladen. Das Angebot wird um
Produkte andere Biohöfe ergänzt.

Hier auf den Raadter Höhen in Mülheim liegt eine Idylle sondergleichen: der Biohof Felchner. Rund um das Fachwerkanwesen aus dem Jahr 1772 bauen Monika und Klaus Felchner Beeren- und Steinobst nach Bioland-Richtlinien an. Verkauft werden die Früchte zusammen mit Gemüse von anderen Bio-Höfen in einem kleinen Hofladen, der von Freitag bis Sonntag geöffnet ab 12 Uhr hat.

Immer ein schattiges Plätzchen im Hof

Und vor allem: Es gehört auch ein kleines Hofcafé dazu. Ebenfalls von Freitag bis Sonntag gibt es selbst gebackenen Kuchen und auch einen deftigen Mittagstisch. An den Bierbänken unter den schattigen Hofbäumen komme ich mir vor wie im Österreichurlaub in den 60-er Jahren. Nebenan plaudern Gäste im wahrsten Sinne über Gott und Welt, ein Radler kommt vorbei, um sich mit Gemüse einzudecken, und ich tue mich an einem Stück Johannisbeer-Baiser-Torte gütlich.

 Aprikosen und Jostabeeren

Für zu Hause nehme ich Bio-Eier, Aprikosen und die zur Zeit in Bio-Kreisen so beliebten Jostabeeren mit, eine Kreuzung aus Johannis- und Stachelbeeren. Die Aprikosen landeten als Beilage zur Perlhuhnbrust im Sommermenü (klick hier), die Jostabeeren zwischendurch mal als Auflage auf einem Pfannkuchen – die gute Stimmung nach dem sommerlichen Besuch auf dem Hof hielt eine ganze Woche.

 Pfannkuchen mit Jostabeeren


 Idylle unterm Lindenbaum

Jostabeeren, eine Kreuzung
aus Johannis- und Stachelbeeren

Luftschlacht um Mülheim:
Die Falter steigen auf, um die Privatflieger abzufangen,
die den Flugplatz Essen/Mülheim ansteuern.

Biohof Felchner. Bollenberg 74, 45470 Mülheim an der Ruhr. Hofladen und Café geöffnet Fr, Sa 12-18 Uhr, So 12-17 Uhr. Infos hier


Donnerstag, 5. Juli 2018

Wochenplan: Kulinarische Veranstaltungen vom 6.7. - 12.7.2018



bis 31.7.2018
Dein Kochquintett Dortmund
Monatsmenü Juli
Dortmund, Vivre

bis 31.7.2018
Dein Kochquintett Duisburg
Monatsmenü Juli
Duisburg, Küppersmühle

bis 31.7.2018
Dein Kochquintett Kreis Vest
Monatsmenü Juni
Recklinghausen, VestTafel

6.7. - 8.7.2018
Gourmetmeile
Schermbeck genießen
Schermbeck, Am Rathaus

8.7.2018
Summer BBQ Festival
Bochum, Grillakademie

12.7. - 14.7.2018
Gin Festival NRW
Dortmund, U

Wochen- und Feierabendmärkte im Ruhrgebiet. Klick hier
Gourmetmeilen im Ruhrgebiet 2018. Klick hier

Mittwoch, 4. Juli 2018

Das Sommermenü der urbanen Landhausküche: Joghurt-Bömbchen von der Ziege mit Ruby-Schokolade und Erdbeerfüllung als Dessert




 Im Juli ist noch Hochsaison für Erdbeeren, deswegen gehören sie ins Dessert für das Sommermenü der urbanen Landhausküche. Die ursprüngliche Idee war es, das kuriose Phänomen der Philadelphiatorte aus dem Ghetto der Barbiepuppen-Küche zu befreien und den Industriefrischkäse durch bodenständigen Ziegenfrischkäse zu ersetzen. Aber der Stoff, den ich da hatte, schien mir dann doch zu salzig. So ersetzte ich ihn durch Ziegenjoghurt, den ich dann ähnlich wie eine Panna Cotta zubereitete, um ihm die nötige Stabilität zu verleihen. Für den Boden verwendete ich Pumpernickel, für die Garnitur die farblich so gut passende Ruby Schokolade



Rezept: Joghurt-Bömbchen von der Ziege mit Ruby-Schokolade und Erdbeerfüllung

Pro Portion
¼ Scheibe Pumpernickel
1 El Butter
50 g Ziegenjoghurt
1 TL Vanillezucker
Agar-Agar
Etwas Milch
3 Erdbeeren
2-3 Stücke Ruby-Schokolade, in Späne geschnitten

1 Servierring 6 cm Durchmesser und 4,5 cm Höhe

Pumpernickel zerkrümeln oder in kleine Würfelchen schneiden. Butter in einem Topfe zerlassen und die Pumpernickelwürfel hineingeben. Gut mit der Butter vermischen. Servierring auf einen Dessertteller setzen. Pumpernickel-Butter-Füllung hineingeben und verteilen, so dass ein dünner Boden entsteht. Teller in den Kühlschrank geben, damit die Butter wieder hart wird.
Ziegenjoghurt mit Vanillezucker abschmecken und verrühren. Zwei Erdbeeren in kleine Stücke schneiden und mit ein paar Ruby-Schokoladenspänen unter den Joghurt heben.
Eine der Joghurtmenge entsprechende Menge Agar-Agar nach Packungsvorschrift mit etwas Milch aufkochen. Zum Joghurt geben und verrühren. Den Servierring mit dem Pumpernickelboden schnell damit auffüllen und im Kühlschrank für zwei Stunden kalt stellen.
Ist der Joghurt fest geworden, den Servierring vorsichtig abheben. Joghurt-Bömbchen mit Ruby-Schokoladenspänen und Erdbeeren garnieren.

 Als Mini-Variante ohne Agar Agar im Schnapsglas,
zusätzlich mit Pistazien garniert.

Die weiteren Gänge des Sommermenüs der urbanen Landhausküche:
Vorspeise: Gebackene Jakobsmuschel │ Cocktailgarnele │ Gurke │ Fenchel │ Meeresspargel (klick hier)
Hauptgang: Perlhuhn mit Aprikosen, Mandeln und Couscous (klick hier)

Dienstag, 3. Juli 2018

Das Sommermenü der urbanen Landhausküche: Perlhuhn mit Aprikosen, Mandeln und Couscous als Hauptgang




Wenn es ein Sommerobst gibt, dann sind es Aprikosen. Ihr warmes, ins Rötliche changierendes Gelb ist die Sonnenfarbe schlechthin. Man denkt am Sommerferien in der Provence oder in Österreich, aber auch an die Orientromantk von „Tausend und eine Nacht“.

Für das Sommermenü der urbanen Landhausküche habe ich sie mit Perlhuhnbrust kombiniert. Es geht natürlich auch mit normaler Hähnchenbrust, aber Perlhuhn ist nun mal kleiner, feiner und ein wenig exotischer. Mit Lavendelblüten bei der Garnitur holt man sich sogar noch das sommerliche Blau des Himmels auf den Teller.


Rezept: Perlhuhn mit Aprikosen, Mandeln und Couscous
2 Portionen

2 Perlhuhnbrüste mit Keulen
500 g Aprikosen
5 kleine Tomaten oder 2 größere
5 Schalotten
300 ml Geflügelbrühe
0,1 ml Portwein
1 Schuss Weißwein
1-2 Zehen Knoblauch
ein paar Zweige Thymian
½ Chilischote
1-2 Lorbeerblätter
eine Prise Curry
Pfeffer, Salz, Zucker, Zitronensaft
Mandelplättchen
1 Tasse Couscous
3 Tassen Gemüsebrühe
Olivenöl
Lavendelblüten

Aprikosen und Tomaten mit heißem Wasser überbrühen und die Haut abziehen. Aprikosen halbieren und die Kerne entfernen. Schalotten schälen und halbieren. Knoblauch in dünne Scheiben schneiden. Chilischote entkernen und fein schneiden.
Perlhuhnbrüste salzen und leicht mehlieren. In einer genügend großen Pfannen goldbraun braten, einen Schuss Weißwein darüber geben und komplett verdampfen lassen. Perlhuhnbrüste aus der Pfanne nehmen.
Eventuell etwas Öl nachgießen. Schalotten, Knoblauch und Chili dazugeben und anbraten, ohne das alles viel Farbe annimmt. Tomaten und Aprikosen dazugeben und dabei sechs Aprikosenhälften zurückbehalten. Perlhuhnbrüste dazugeben und alles mit Portwein und Geflügelbrühe aufgießen. Lorbeerblatt und Thymian dazugeben. Deckel drauf und alles bei geringer Hitze 45 Minuten schmoren lassen.

In der Zwischenzeit ein Tasse Couscous mit 3 Tassen kochender Gemüsebrühe übergießen und quellen lassen. Mandelplättchen ohne Fett rösten und die zurückbehaltenen Aprikosenhälften leicht anbraten.

Wenn die Perlhuhnbrüste gar sind, aus der Pfannen nehmen und warm stellen. Die Sauce etwas einkochen lassen. Thymianzweige und Lorbeerblatt entfernen und mit dem Pürierstab pürieren. Mit Pfeffer, Salz, Zucker und Zitronensaft und eine Prise Curry abschmecken.

Zum Anrichten eine dünne Schichte Couscous auf die Teller Geben und mit Sauce beträufeln. Perlhuhnbrüste und gebratene Aprikosenhälften daraufsetzen und mit etwas Sauce einpinseln. Perlhuhnbrüste mit den gerösteten Mandelblättchen garnieren, alles mit Lavendelblüten bestreuen.



Die weiteren Gänge des Sommermenüs der urbanen Landhausküche:
Vorspeise: Gebackene Jakobsmuschel │ Cocktailgarnele │ Gurke │ Fenchel │ Meeresspargel (klick hier)
Dessert: Joghurt-Bömbchen von der Ziege mit Erdbeerfüllung (klick hier)

Montag, 2. Juli 2018

Das Sommermenü der urbanen Landhausküche: Gebackene Jakobsmuschel │ Cocktailgarnele │ Gurke │ Fenchel │ Meeresspargel als Vorspeise



Das wunderbare Sommerwetter in den letzten Tage erinnerte mich an einen Salat, den ich schon einmal vor sieben Jahren gepostet habe: in lange Tagliatelle-artige Streifen geschnitten Gurkenmit gebackenen Jakobsmuscheln an einer asiatischen anmutenden Sauce nach einem Rezept des ehemaligen Küchenchefs des „Vincent & Paul“ im Essener Museum Folkwang, Frank Heppner (klick hier). Ich dachte, bei den hochsommerlichen Temperaturen wäre das eine erfrischende Vorspeise für ein Sommermenü auf dem Balkon und machte daraus einen kleinen Reboost für meine urbane Landhausküche.

Dazu erweiterte ich den Meeresfrüchteanteil um Cocktailgarnelen und den Gemüseanteil um Fenchel und Meeresspargel. Für die Sauce nahm ich keine Tahin-Paste, die ich nicht im Haus hatte, sondern Erdnussbutter, die gerade zur Hand war. Das Ergebnis war ein sommerlich leichtes Gedicht.

Rezept: Gebackene Jakobsmuschel │ Cocktailgarnele │ Gurke │ Fenchel │ Meeresspargel
Für 2 Personen

1 Salatgurke
Salz
Saft von 1/2 Zitrone
1 kleine Fenchelknolle
etwas Meeresspargel
1 EL Erdnussbutter
1 EL Crème fraîche
1/2 EL helle Sojasauce
1 EL helle Sesamsamen
Fleisch von 2 Jakobsmuscheln
2 Cocktailgarnelen
2 EL Panko (japanische Brotbrösel)
Olivenöl
Pfeffer
1 TL Zucker
evt. Essig
Lavendelblüten

Die Gurken schälen, längs halbieren und die Kerne entfernen. Mit dem Sparschäler in lange Streifen hobeln. Diese Gurkentagliatelle in eine Schüssel geben, leicht salzen und einige Minuten ziehen lassen.
Erdnussbutter mit Crème fraîche, Sojasauce und der Hälfte des Zitronensafts verrühren.
Die Sesamsamen an rösten, dann unter die Sauce rühren. Die Sauce mit dem Stabmixer aufschäumen. Die Gurkentagliatelle ausdrücken, mit der Sauce vermengen.
Fenchelknolle längs in dünne Scheiben schneiden, so dass sie nicht auseinanderfallen.
Die Jakobmuscheln längs halbieren und mit dem restlichen Zitronensaft beträufeln. Halbierte Jakobsmuscheln in Panko drücken.
Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Jakobsmuscheln bei schwacher bis mittlerer Hitze auf der panierten Seite hellbraun braten.
Cocktailgarnelen ebenfalls an braten.
Fenchelscheiben mit etwas Zucker bestreuen und ebenfalls anbraten.
Die Gurkentagliatelle mit Essig, Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und mit den Muscheln, Cocktailgarnelen und Fenchelscheiben darauf anrichten. Mit Meeresspargel und Lavendelblüten garnieren.
Er will, kann die Cocktailgarnele auch mit Pernod flambieren.


Die weiteren Gänge des Sommermenüs der urbanen Landhausküche:
Hauptgang: Perlhuhnbrust mit Aprikosen, Mandeln und Couscous (klick hier)
Dessert: Joghurt-Bömbchen von der Ziege mit Erdbeerfüllung auf Pumpernickelgrund (klick hier)

Gourmetmeilen 2018: „Schermbeck genießen“ wieder am Start



Nachdem die Gourmetmeile „Schermbeck genießen“ im letzten Jahr eine Zwangspause einlegen musste, konnte Veranstalter Oliver Würtz zahlreiche Gastronomen, die Stadt und Sponsoren dazu bewegen, das eigentlich populäre Kulinarikfest vom 6. bis zum 8. Juli 2018 wieder zu beleben. Teilweise sind alte Bekannte dabei, manche sind neu. Interessant ist der Austausch mit den Teilnehmern von „Essen genießen“. Erstmals ist der unentwegte Diego Palermo mit seiner Trattoria Trüffel aus E-Rüttenscheid dabei, während der der Bottroper Metzger Scharun, schon immer Stammteilnehmer in Schermbeck, in diesem Jahr auch bei „Essen genießen“ präsent ist.

Hier die Teilnhemer von „Schermbeck genießen 2018“: als Doppelstand das Gasthaus Schwarzdrossle und der Landgasthof Triptrap (beide Schermbeck), Grillhouse Freudenberg (Schermbeck), Lakula im Haus Mühlenbrock (Schermbeck) mit afrikanischer Küche. Landhotel Voshövel (Schermbeck), Biometzgerei Scharun (Bottrop), Trattoria Trüffel da Diego (Essen), Restaurant Bergedick (Recklinghausen). Für Getränke sorgen die Sasse Feinbrennerei (Schöppingen) und der GG Tropical Cocktailservice (Düsseldorf).

Ob es sinnvoll war, den Neustart in die Zeit der Fußball-WM zu legen, sei einmal dahingestellt. Durch das frühe Ausscheiden der Deutschen sollte sich die Fußball-Hysterie aber gelegt haben und einem Besuch der Gourmetmeile nicht mehr im Wege stehen.

Schermbeck genießen.6.7. – 8.7.2018. Am Rathaus, Weseler Straße 2, 46514 Schermbeck. Alle Infos hier.