Montag, 10. August 2009

Kulinarisches Wochenende



Freitag: Eigentlich sollte man es gar nicht weitersagen. Der Mövenpick Weinkeller hat seine monatlichen Proben umgestellt. Vor 15 Jahren, als der Laden im Dortmunder Indupark noch Weinland Keiler hieß, haben der Weindeuter und ich hier das Weintrinken an den exklusivsten Tropfen der Welt gelernt, die es für kleines Geld glasweise gab. Heute sparte man am Personal und man musste sich selbst bedienen – jedenfalls bei den Weinen, die nicht aus der Kühlung kamen. Dafür war das Angebot nicht so hoch gehängt wie früher, aber immer noch beachtlich und ganz ohne Probengebühr. So gefielen uns am Freitag z. B. die 2007er Rieslinge von Kaiserberghof (Limestone Spätlese), Van Volxem (Fuder 13) und Heymann-Löwenstein (Schieferterrassen) und die Roten Viña Claudia (2003, Alejandro Fernandez, Spanien), Vigna Pedale (2005, Castel del Monte, Italien) und Muro Antico (2006, Renzo Masi, Chianti) besonders gut. Um die Rückkehr des Weindeuters aus dem Urlaub zu begießen, nahmen wir eine Flasche Domaine Richeaume mit nach Hause. Der Provençale hatte uns bereits vor 15 Jahren mächtig imponiert.
Samstag: Nach kurzem Schlaf zog es mich dann in das dem Ruhrgebiet am nächsten gelegene Weinanbaugebiet: die Ahr. Eineinhalb Stunden mit dem Auto, und man ist in einer anderen, von Spätburgunder und bizarren Steillagen geprägten Welt. Mit Freund Ruprecht aus Bonn ging es erst auf den Flohmarkt in Linz, dann mit der Fähre über den Rhein und weiter nach Mayschoss ins Ahrtal. Dort wanderten bei wolkenverhangenem Himmel zwei Stündchen über den Rotweinwanderweg nach Rech, tuckerten mit der Ahrtalbahn zurück nach Mayschoss und labten uns schließlich in der Wirtschaft „Zur Saffenburg“ an Wildschweinschinken und Sülze. Dann ging es wieder nach Hause.
Sonntag: Heute gab’s Hähnchenschenkel auf Zucchinibett mit Knoblauch. Das Rezept finden Sie hier.

Kommentare:

  1. Der Wildschweinschinkenfruchtsalat sieht doch recht gut aus, an die Ahr geht es auf jeden Fall wieder im Herbst...

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  2. War auch ganz lecker. Als eine Art Dip im Chicoree-Blatt gab es süße Sahne mit Kirschstückkchen dazu, wie die Füllung einer Schwarzwälderkirschtorte. An Stelle der auf der Karte versprochenen "Melonenschiffchen" reichte es aber nur für Pfirsichstückchen aus der Dose. Lange nicht mehr gegessen...

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