Donnerstag, 15. April 2010

Bochums mediterranes Einkaufsparadies II: Dorstener Straße



Geräucherter Büffelkäse charmant geteilt:
Sandra Attianese

„Little little Italy“ nannte vor zwei Monaten ein Internet-Blog den Häuserblock von Dorstener und Herner Straße zwischen Kortländer und Ring am Nordrand der Bochumer City, und der Grund dafür war die Neueröffnung von „La Bufala“. Der kleine, mit rustikalem Charme eingerichtete Kombinations-Laden aus Salumeria „Nonna Assunta“, Vineria „Don Armando“ und Trattoria ist, wie die anderen mediterranen Läden am Kiez auch, ein Familienbetrieb, wie ihn Deutsche gar nicht auf die Reihe bekommen würden.

Hier ist das Reich der Familie Attianese: Papa und Onkel hantieren in der Küche, Mama, Töchter und Kusinen machen den Service an den Tischen und hinter der Ladentheke. Als der Genießer bat, ein Foto machen zu dürfen, wurde dazu Sandra, die „kleine Schwester“, als Model abgestellt. Und mit dem süßesten Lächeln schnitt sie graziös einen „Scamorza“ an, einen geräucherten Mozzarella (den der Genießer dann erwarb und zum Abendessen zu Hause mit Genuss verzehrte). Denn originaler kampanischer Büffel-Mozzarella bildet das Kerngeschäft der Ladenabteilung von „La Bufala“, wo es darüber hinaus noch sizilianische Brotspezialitäten und eine kleine Auswahl italienischer Feinkost gibt. Zweites Standbein ist die Weinabteilung mit eine bunten Auswahl von Weinen bekannter Erzeuger aus allen italienischen Regionen: Librandi aus Kampanien, Regaleali aus Sizilien, Braida die Bologna Giacomo aus dem Piemont und Badia a Coltibuono aus der Toskana. Alle Weine werden auch glasweise ausgeschenkt.

Mittagsmenü für 5 Euro - ohne Getränke

Denn das Hauptgeschäft von „La Bufala“ ist die Trattoria, die ein quirliger Treff in Bochum geworden ist. Abends gibt es eine große Karte, und mittags für 5 Euro ein Menü, das zu diesem Preis wohl nur mit der Aufopferungsbereitschaft eines Familienbetriebes zu erklären ist. Mit Müh und Not ergatterte der Genießer zur Mittagszeit einen Platz zwischen Studenten, Arzthelferinnen und Rathausbeamten aus der ganzen Stadt, um Folgendes serviert zu bekommen: als Vorspeise Melone mit Parmaschinken, als Hauptgang ein mit Salami belegtes und mit Büffelmozzarella überbackenes Schweineschnitzel in Tomatensauce samt mit Hack gefüllter Paprika und Karotten als Beilage, und zum Nachtisch ein mit Limoncello getränktes Zitronen-Tiramisù. Sensationell! Dazu genehmigte er sich ein Gläschen Grignolino d’Asti von Giacomo Bologna für 5,10 Euro – das „dolce vita“ war perfekt!

Hier geht's zur Internetseite von "La Bufala"

In der 3. Folge über den Bochumer Kulinarik-Kiez lesen Sie morgen, was die Türken an der Dorstener Straße zu bieten haben.

Kommentare:

  1. Dafür kann man ja gar nicht selbst kochen. Liest sich gut.

    AntwortenLöschen
  2. wann gibt es endlich ein Verbot für Balsamicocremetellermalereien? Weg damit.

    AntwortenLöschen
  3. aber mit Stil.

    AntwortenLöschen
  4. @kiss the cook: Wohl eher Düsseldorfer Überdruss. Nein, Sie haben ja nicht unrecht, aber hier ist das eine falsche Kritik am falschen Ort. (Und dann noch auf Currywurst stehen!)

    AntwortenLöschen
  5. kreative Ergüsse dieser Art gefallen mir in Düsseldorf, Köln, Berlin, Mailand, Paris und Honolulu nicht. Der Ort ist irrelevant. Bestimmen Sie den richtigen Ort für Kritik? Interessant.

    AntwortenLöschen
  6. Besser gesagt, im falschen Lokal. Wer sich die Mühe macht, bei einem 5-Euro-Menü noch zur Balsamico-Flasche zu greifen, den sollte man nicht abkanzeln. Bei einem 25-Euro-Menü, geschweige denn bei einem sog. "Gourmet"-Menü, wäre das etwas anderes.

    AntwortenLöschen
  7. ein Lächeln verzauberte den Genießer in einen Zensor.

    AntwortenLöschen