Sonntag, 5. September 2010

Gestern bei Mama: Wirsingauflauf



Gestern habe ich für Mama Wirsingauflauf gemacht. Wirsingauflauf gab es früher oft bei uns.
Das Rezept gestern stammte aus dem Kochbuch „Niederrheinische Küche“ von Rita Mielke. Dabei wird die Wirsing-Hack-Masse schichtweise mit blanchierten, großen Wirsingblättern in eine Auflaufform gegeben. Mama meinte, das sei nicht richtig. Die Wirsingblätter wären viel zur hart. Und ich hätte zu viel Hack genommen.

Rezept: Wirsingauflauf

500 g Wirsing
1 Brötchen
300 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
1 Ei
2 Tl Senf
Salz, Pfeffer
80 g Butter
2 EL Paniermehl

Den Wirsing waschen, putzen und den Strunk entfernen. Halbieren und 15 Minuten in heißem Salzwasser ca. 15. Minuten ziehen lassen.
Das Brötchen in Wasser einweichen. Feingehackte Zwiebel, Ei, Senf und das ausgedrückte Brötchen zum Gehackten geben. Acht Blätter vom Wirsing entfernen, den Rest klein hacken und zur Hackmasse geben. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. (Ich tat noch Kümmel, Chilipulver und etwas Zucker dazu.) Alles gut miteinander vermischen. Eine Auflaufform mit Butter ausstreichen, lagenweise die Wirsingblätter und den Fleischteig einschichten. Mit Panieremehl bestreuen und Butterflöckchen drauf verteilen und im Backofen bei 220 Grad ca. 40 Minuten abbacken.

Nach Rezept werden Bratkartoffeln dazu serviert. Ich gab in Scheiben geschnittene Pellkartoffeln als erste Lage in die Auflaufform. Damit es Mama nicht zu trocken wurde, gab ich zum Auflauf etwas Sauce Hollandaise.

Kommentare:

  1. Das Foto sieht sehr appetitlich aus.

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  2. Danke schön. Es ist authentisch...

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  3. Hast Du den Wirsing vorher in einzelne Blätter zerlegt, Strünke entfernt oder im Ganzen gekocht? (Weil der Wirsing Deiner Mutter zu hart war)

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  4. Ich habe mich ans Rezept gehalten, den kleinen Wirsing halbiert und den Strunk entfernt, dann die Halften 15 Minuten lang blanchiert. Dann habe ich große äußeren Blätter, die noch fest waren, zurückbehalten, das Innere des Wirsings, das jetzt schon butterwich war, klein gehackt und zur Hackmasse gegeben.
    Von den zurückbehaltenen Blättern habe ich die Rippen entfernt und dann als Trennung zwischen zwei Schichten Hack-Wirsingmasse gegeben. Alles war anschließend 40 Minuten im Ofen und garte noch nach. Meiner Mutter waren die Trennblätter zu hart, die in der Tat nicht so weich waren wie die Hack-Wirsingmasse.
    Ein normaler Esser hätte mit dem Wirsing keine Probleme hegabt. Als Seniorengericht für sehr alte Leute sollte man den Wirsingauflauf ohne diese Trennblätter machen.

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