Dienstag, 8. Februar 2011

Genießers Kochkurs: Kochen für die Liebste I



Anregende Fischsuppe

Gestern fand an der VHS Herne der erste Abend des Männer-Kochkurses „Kochen für die Liebste“ statt. Da widmeten sich die 10 kochlüsternen Teilnehmer aber weniger dem, was der Liebsten tatsächlich schmeckt, sondern dem, was die Manneskraft stärkt (und somit erst nach dem Essen die Liebste glücklich macht). Der Genießer hatte ein Buch über aphrodisierende Lebensmittel herausgesucht und aus den dort gegebenen Tipps ein Menü zusammen gestellt, das die Teilnehmer in ihrer Männlichkeit zu aufs Höchste beflügelte.

Aphrodisierende Zutaten

Bei den meisten Lebensmitteln ist die aphrodisierende Wirkung aufgrund ihrer Form eher symbolisch, etwa bei Spargel oder Aal, die wohl an das Beste am Mann erinnern. Viele Dinge aber aufgrund ihrer Inhaltsstoffe aber auch kräftigend und anregend, etwa Meeresfrüchte, Nüsse oder verschiedene Gewürze. Ein besonders sinnliches Aphrodisiakum ist – wer hätte das geglaubt – ausgerechnet der Knoblauch.

Gekocht wurden folgende Gerichte.


Der Imam fiel in Ohnmacht
Dieses Gericht aus Auberginen und Tomaten (und natürlich Gewürzen und Knoblauch) ist eher ein Beispiel für die symbolische Sinnlichkeit: „Mediterrane Lebensmittel werden besonders geschätzt“, so da Aphrodisika-Buch. „Auberginen sehen mit ihrem purpurnen Glanz und ihrer rundlichen Form sehr sinnlich aus. (…) Die Araber erfanden überaus sinnliche Gerichte. Der berühmte Imam Bayaldi fiel angeblich in Ohnmacht, als er diese Kreation sah. (…) Auch Tomaten genossen einen außerordentlichen Ruf. Als sie ersdtmals aus der neuen Welt nach Europa kamen. (…) Der Zauber ist aber seht verblasst, und es hat sich auch herumgesprochen, dass ihr romantischer französischer Name „pomme d’amour“ nur eine falsche Übersetzung des italienischen „pomo di mori“, „Apfel der Heide“, war.“
Hier geht’s zum Rezept.

Fischsuppe nach Genießer-Art
Weitaus deftiger ging es beim zweiten Gericht zu. „Es gibt ein Gericht, für das Sie alle aphrodisischen Reichtümer des Meeres gelichzeitig plündern dürfen. Die Bouillabaisse aus der Provence lässt ihrem schöpferischen Talent alle Möglichkeiten offen“. Der Genießer hatte eine etwas abgespeckte Form der Bouillabaisse herausgesucht, die aus einem großen Lachskopf mit Safran, Fenchel und Orangenschalen gekocht wurde. Als Einlage ga es eine gebratene Garnele. Dazu gab es eine Rouille, eine Safran-Chili-Mayonaise, natürlich mit Knoblauch.
Hier geht‘s zum Rezept.

Huhn mit 40 Knoblauchzehen
Knoblauch, so das Buch, ist der „König unter den Aphrodisiaka“. „Wenn es um medizinische oder aphrodisische Zwecke geht, ist der wirksame Bestandteil das Öl. Zu seinen herausragenden Eigenschaften zählen die Reinigung des Blutes und der inneren Organe sowie die Stärkung der körpereigenen Abwehrkrafte. Diese Fähigkeiten tragen zu seinem Ruf als äußerst effizientes und kraftvolles Aphrodisiakum bei. Das beste Knoblauchgericht ist ‚Huhn mit 40 Knoblauchzehen‘.“
Letztendlich gebraucht wurden 6 halbierte Knoblauchzehen. Als Beilage gab es Zucchini-Risotto.
Zu den Rezepten geht es hier.


Afrikanisches Pistazien-Dessert
„Der hohe Eiweißgehalt von Nüssen wirkt belebend und kräftigend, was längerfristig die sexuelle Aktivität steigert“, so die Aphrodisiaka-Spezialisten. „Pistazien sind nicht nur zum Knabbern ein Genuss. Sie können als Paste pikanten und auch süßen Speisen beigefügt werden Allein der Gedanke an Pistazieneis kann bereits erotisch sein.“ Leider war zum Eis- oder Parfait-machen im Kurs nicht genügend Zeit für das Kühlen im Gefrierfach, und so hatte der Genießer ein afrikansches Dessert-Rezept herausgesucht, das zudem noch mit Walnüssen garniert wurde. „Walnüsse wurden bei römischen Fruchtbarkeitsritualen eingesetzt und bei Hochzeiten geworfen, so wie wir heute Reis streuen.“
Zum Rezept geht’s hier.

Nächste Woche geht es am zweiten Abend des Kochkurses dann wirklich um das „Kochen für die Liebste“. Da laden die Teilnehmer ihre Frauen oder Freundinnen ein und bereiten deren Lieblingsspeisen zu.

Kommentare:

  1. schön, daß sich das mit den Kochkursen so gut eingespielt hat. Wo es doch jetzt sogar eine Spülmaschine gibt. Und das stimmige Liebesmenü: ich koch das mal nach...

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  2. Un ehrlich zu sein: Die Koch-Jungs spülen lieber mit der Hand als der Spülmaschine beim arbeiten zuzusehen. Ist einfach kommunikativer.

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  3. Ein dickes Kompliment an die Koch-Jungs... Das sieht echt klasse aus, was da auf dem Teller gezaubert worden ist. Respekt und besten Gruß

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