Mittwoch, 26. August 2009

Eichelschwein: Eins von 170




Wenn Schweine mit Eicheln gemästet werden, geben sie das wunderbarste Fleisch mit einem einzigartigen nussigen Geschmack, kerniger, fester Struktur und einem hohen Anteil an geschmackstragendem intramuskulärem Fett. Das scheint man heutzutage nur noch in Spanien zu wissen, wie die Schweine- und Schinkenspezialitäten von der iberischen Halbinsel beweisen. Auch der westfälische Schinken hat seinen guten Ruf davon, dass die Schweine einst mit Eicheln gemästet wurden. Heute ist das, wie in ganz Deutschland, längst nicht mehr der Fall.
In ganz Deutschland? Nein! In Unterfranken, in der Nähe der Weinstadt Iphofen, hat eine Gruppe von Schweinefreunden 2003 die gute alte Tradition der Eichelmast aufgegriffen und treibt alljährlich 170 glückliche Schwäbisch-Hällische Schweine in einen 22 Hektar großen Eichenhutwald, wo die Tiere nach Lust und Laune weiden können. Jedes Tier hat 1000 Quadratemeter Weidefläche. (Zum Vergleich: Die EU-Richtlienien sehen für ein Schwein einen Platzbedarf von 0,8 Quadratmetern vor und in den Schachthöfen des Schalke-Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies werden jährlich 11 Millionen Schweine geschlachtet!) Die Haltung ist so artgerecht, wie sie nur sein kann. Die Tiere haben Schlammsuhlen zur Hautpflege, Heuschüttungen als Schlafplatz, Wühlmöglichkeiten zur Futterergänzung und können natürliche Herdenstrukturen bilden.
Der Feinkosthandel http://www.essengenuss.de/ bietet als Spezialist für ausgesuchte hochwertige, handwerkliche und nachhaltig hergestellte Produkte in Zusammenarbeit mit dem
Züchter dieses einmalige Fleisch in haushaltsgerechten Mengen für den „normalen“ Verbraucher an. Wer jetzt bestellt, kann sich das Fleisch Mitte November bzw. Dezember im Laden im Girardetcenter in Essen abholen.

1 Kommentar:

  1. das ist aber eine gute Promotion - da möchte man das gerne mal haben, am besten wenn es der Geniesser holt und dann fachgerecht in seinem Kochlabor zubereitet...

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