Restaurant mit Aussicht: Florians
Es ist, als säße man in einem luxuriösen Luftschiff der 1930er Jähre und flöge über das Ruhrgebiet. Im Schritttempo zieht die die Skyline von Dortmund an den Panoramafenstern vorbei: die Innenstadt mit dem neuen Kreativwirtschaftszentrum „U“, die Westfalenhalle, das BVB-Stadion, das Phoenix-Gelände. Dazwischen schnurgerade die Lichter de B1, die im Osten langsam in der Dunkelheit verschwindet, im Westen aber im roten Glanz der untergehenden Sonne erstrahlt. Doch in Wirklichkeit sitzt man im Turmrestaurant „Florians“, 137 Meter hoch knapp unter der Aussichtsplattform des Dortmunder Fernmeldeturms im Westfalenpark.
In dieser luftiger Höhe hatte einst Sascha Heitfeld nach den gastronomischen Sternen gegriffen, bis er vor knapp anderthalb Jahren ins „Pullman Hotel“ auf der anderen Seite der B1 wechselte, um dort mit dem Gourmet-restaurant „George“ sein Glück zu versuchen. Das Erbe des gewichtigen Küchenchefs trat in der Kombüse des Fernmeldeturms der junge Dennis Rother (Bild) an, der sich in den Spuren Heitfelds erstaunlich sicher tummelt und das „Florians“ zu einem der ambitioniertesten Restaurants Dortmunds ausgebaut hat. So fein kann man anderswo kaum in der Westfalenmetropole dinieren, schon gar nicht mit so einer Aussicht. Nach Mario Kalweit vom „la cuisine d’art manger“ und Heitfeld ist Rother sicherlich der Dritte im Bunde der Dortmunder Spitzengastronomie. Und der junge Koch hat noch viel Zukunft vor sich. So nimmt er z.B. im April am Wettbewerb der „Jungen Wilden“ in Berlin teil, bei dem ein Ausbildungsaufenthalt bei der spanischen Koch-Legende Ferran Adriá als Sieg-Prämie in Aussicht steht.

Kann es sein, dass im Text die (3) und die (4) verwechselt worden sind?
AntwortenLöschenDanke für den Hinweis! Ich habe es korrigiert!
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