Dienstag, 21. Juni 2011

Essen: „Die Insel“ auf der Rü



Das Restaurant hat ab 1. April 2017 geschlossen.

Insel-Essen: Lauwarmer Nudelsalat

Bei den meisten Leuten gilt ja Köln als die italienischste Stadt Deutschlands. Die kennen aber die Rüttenscheider Straße in Essen nicht, die der westdeutsche Corso schlechthin für italienische und mediterrane Ristorante, Cafés und Pizza-Buden ist. Und da fällt ein Laden ziemlich aus dem Rahmen: „Die Insel – Das nordische Bistro-Café“.

Christiane Elger und Ralf Klümper

Letzte Wochen konnten Christiane Elger und Ralf Klümper das vierjährige Bestehen ihres Ladens feiern, ein Beweis, dass das antizyklische Konzept aufgeht. „Es machen schließlich viel mehr Leute an Nord- und Ostsee als im Süden“, meint Ralf Klümper. „Und bei uns finden sie ihre Urlaubsstimmung wieder.“ Und seine Partnerin hat sogar eine ganz persönliche Beziehung zur Nordsee. Sie verbrachte ihre Jugend auf Norderney.

Doch was weit mehr als die Ausstattung an der „Insel“ überzeugt, ist die Qualität der Produkte, die in der Küche verwendet werden. „Die Insel“ ist eines der wenigen Restaurants in Essen, die bio-zertifiziert sind und so Gerichte auf ihrer Speisekarte mit dem EU-Biosiegel kennzeichnen dürfen. „Da wird streng kontrolliert, ob auch wirklich Bio-Produkte bei uns auf den Tisch kommen. Zum Beispiel wird der Wareneingang auch mit dem tatsächlichen Warenausgang verglichen“, erklärt Ralf Klümper. Da erweist es sich als praktisch, dass sich „Die Insel“ gegenüber des Biosupermarktes „Denn’s“ befindet, denn beide beziehen ihre Ware vom Bio-Großhändler „Dennree“. Fleischprodukte stammen von der Bottroper Bio-Metzgerei Scharun.

Dass alle Zutaten der Gerichte bio sind, ist jedoch nicht zwingend. Die sind aber auch nicht entsprechend gekennzeichnet. „Besonders beim Fleisch ist das Durchhalten der Bio-Qualität in unserem Preis-Segment des Casual Dining schwierig“, erklärt Klümper. „Hochpreisige Gourmet-Restaurants haben es da einfacher.“ So sind die Currywürste und die beliebten Hackfleischbällchen sowie der Aufschnitt beim Frühstück bio, während Schnitzel und Rouladen noch aus konventioneller Erzeugung stammen.

Insel-Wein: ein Müller-Thurgau

Bei der Zubereitung der Speisen ist völlige Transparenz angesagt. Vorbereitet werden Gerichte in der Küche, die durch ein stilechtes Bullauge für den Gast einsehbar ist. Das Finish erhalten die Speisen an einer Kochstelle hinter dem Tresen, ebenfalls vor den Augen der Gäste. Davon, dass es auf der „Insel“ schmeckt, konnte sich der Genießer bei einem der beliebtesten Gerichte überzeugen: Lauwarmer Nudelsalat aus hausgemachten Bio-Nudeln mit Bio-Gurke, Bio-Paprika, Bio-Rauke, Bio-Champignons, Bio-Möhren, Bio-Cocktail-Tomaten, Hähnchenfiletstücken und Bio-Dressing. (6,90 Euro). Dazu passte der „Insel-Wein“, ein Müller-Thurgau vom Weingut Hemer im rheinhessischen Abenheim (0,2l 4,90 Euro), natürlich bio.

Infos und Speisekarte der „Insel“ finden Sie hier.

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