Dienstag, 14. Februar 2012

Flaschenpost: Neues Bier „Moritz Fiege Bernstein“




Da hatte der Genießer leider keine Kamera parat: Gestern klingelte es, zwei Herren in historischer Bierkutscher-Uniform der Bochumer Privatbrauerei Moritz Fiege standen vor der Tür und überreichten ihm eine leere Fiege-Flasche. Kaum, dass sich der Genießer besinnen konnte, waren die dienstbaren Geister schon wieder entfleucht.

Hugo (2.v.l.) und Jürgen Fiege stoßen mit den traditio-
nellen Fiege-Bierkutschern Klaus Eckhoff (li.) und Werner Ott
(re.) erstmals mit dem „Moritz Fiege Bernstein“ an.
Foto: Privatbrauerei Moritz Fiege  

Bei näherer Inspektion erwies sich die Flasche aber keineswegs als leer. Vielmehr war sie ordentlich versiegelt und enthielt eine Flaschenpost der besonderen Art: eine Presseinformation über die 10. Biersorte, die Fiege seit neustem im Programm hat: „Moritz Fiege Bernstein“. „Viele Biere gleichen sich untereinander“, sagen die Geschäftsführer Jürgen und Hugo Fiege, mit ihrem Unternehmen Mitglied bei den „Freien Brauern“. Sie wollen mit dem neuen Bier den umgekehrten Weg gehen und einen eigenen traditionellen Geschmack bewahren – und eine traditionelle Bierfarbe der Region.


Markt in Bewegung
Das warme Bernstein-Gelb resultiert aus einer besonderen Malzmischung des milden Gebräus und erfreute sich besonders bei Bieren im südlichen Ruhrgebiet großer Beliebtheit. So kann man das „Moritz Fiege Bernstein“ durchaus als eine Bochumer Reverenz vor der alten Brauerstadt Schwelm im Ennepe-Ruhr-Kreis sehen – und als eine Reaktion auf den sich verändernden Biermarkt in der Region. In Schwelm hatte die „Schwelmer Brauerei“ bis zu ihrer Insolvenz ein „Schwelmer Bernstein“ produziert, eine Tradition, die die „SchwelmeBräu“, die nach der Schließung der traditionsreichen Brauerei von engagierten Bierfreunden auf genossenschaftlicher Basis gegründet wurde, mit ihrem Bier „Schwelmer Kupfer“ weiterführt. Gebraut wird dieses Bier in der Privatbrauerei Liebhart in Detmold.

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