Der Text erschien erstmals in "Bochum geht aus 2016".
Das Restaurant ist umgezogen und befindet sich jetzt (2024) in der Wiescher Straße in Herne.
Im Jahr 2016 betreibt die Familie Kroll seit 30 Jahren die Elässer Stube in einem historischen Fachwerkhaus an der Kreuzkirche in Herne. Von Anfang an gehört das Haus zu den beliebtesten Restaurants im Ruhrgebiet. „In Deutschland isst man viel und schlecht, in Frankreich wenig und gut. Im Elsass aber isst man viel und gut“, beschrieb eine Kochbuchautorin einmal die Küche der deutsch-französischen Grenzregion, die also nicht von ungefähr für die Menschen im Ruhrgebiet wie ein Offenbarung sein muss. Die Elsässer Sauerkrautplatte Choucroute Alsacienne mit Kassler, Schweinebauch und Würstchen erinnert ein wenig an den hiesigen, wesentlich kargeren Grünkohl mit Mettwurst und ist hier der Hauptgang des 3-gängigen Rustikalen Elsässer Menüs (19,90 Euro). Der berühmte Elsässer Flammkuchen (7,90) steht als Vorspeise ebenfalls auf der Karte. Nur die berühmte Quiche Lorraine kann ich nicht finden.
Ein weiterer Grund für die Beliebtheit des vielbesuchten Restaurants ist sicherlich das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis. Wo bekommt man schon das ganz große Kino eines 5-gängigen Schlemmer-Menüs für 33,90 Euro, ein Preis, der mir die Auswahl meines Test-Essens ziemlich leicht macht? Als die Gänge nach und nach auf meinem Tisch Revue passieren und mit Behagen in meinem Bauch verschwinden, merke ich rasch, warum hier so scharf kalkuliert werden kann. Alles ist äußerst professionell durchkonfektioniert und perfekt vorbereitet, die Salatgarnitur ist bei den verschiedenen Gängen z.B. immer identisch.
Dass alles so gut schmeckt, liegt sicherlich an der Sahne, die bei den Saucen eines jeden Ganges zum Einsatz kommt und die die Kulinarik des Elsass mit der des Ruhrgebiets ideal verbindet. So wird die saftige Rehterrine des ersten Ganges von einer fruchtigen Preiselbeersahne begleitet, in Gang zwei die Jakobsmuscheln auf schwarzen Tagliatelle von einer sanften Safran-Chili-Sahne. Der dritte Gang ist ein Passionsfruchtsorbet, das mit dem Aperitif La Belle Sandrine übergossen ist und die Geschmacksnerven entspannt. Sahne ist da nicht drin, sondern Armagnac.
Beim vierten Gang, einem ebenfalls schön saftig gebratenen Fasanenbrustfilet im Speckmantel mit Rosenkohl, taucht die Sahne beim dazugehörigen Kartoffelgratin auf – und natürlich als Rosmarinsahne, die eine aromatische Sauce abgibt. Dazu schmeckt natürlich ein Elsässer Riesling (0,2-l-Glas 4,60 Euro), der es mühelos mit den deftigen Speisen aufnimmt.
Zu guter Letzt genieße ich noch als fünften Gang das Dessert, eine hübsche Variation aus Schoko-Mousse und (Sahne?-)Parfait. Erst später, als ich die Elsässer Stube verlassen habe, bemerke ich, dass ich ja eigentlich den zur Auswahl stehenden Munsterkäse mit Honig als Nachtisch haben wollte. Das hat die Bedienung bei dem großen Gästetrubel im Haus wohl vergessen, und ich angesichts der üppigen Speisefolge auch. Macht nichts. Dann probiere ich diese Elsässer Spezialität das nächste Mal.
Das Restaurant ist umgezogen und befindet sich jetzt (2024) in der Wiescher Straße in Herne.
Im Jahr 2016 betreibt die Familie Kroll seit 30 Jahren die Elässer Stube in einem historischen Fachwerkhaus an der Kreuzkirche in Herne. Von Anfang an gehört das Haus zu den beliebtesten Restaurants im Ruhrgebiet. „In Deutschland isst man viel und schlecht, in Frankreich wenig und gut. Im Elsass aber isst man viel und gut“, beschrieb eine Kochbuchautorin einmal die Küche der deutsch-französischen Grenzregion, die also nicht von ungefähr für die Menschen im Ruhrgebiet wie ein Offenbarung sein muss. Die Elsässer Sauerkrautplatte Choucroute Alsacienne mit Kassler, Schweinebauch und Würstchen erinnert ein wenig an den hiesigen, wesentlich kargeren Grünkohl mit Mettwurst und ist hier der Hauptgang des 3-gängigen Rustikalen Elsässer Menüs (19,90 Euro). Der berühmte Elsässer Flammkuchen (7,90) steht als Vorspeise ebenfalls auf der Karte. Nur die berühmte Quiche Lorraine kann ich nicht finden.
Ein weiterer Grund für die Beliebtheit des vielbesuchten Restaurants ist sicherlich das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis. Wo bekommt man schon das ganz große Kino eines 5-gängigen Schlemmer-Menüs für 33,90 Euro, ein Preis, der mir die Auswahl meines Test-Essens ziemlich leicht macht? Als die Gänge nach und nach auf meinem Tisch Revue passieren und mit Behagen in meinem Bauch verschwinden, merke ich rasch, warum hier so scharf kalkuliert werden kann. Alles ist äußerst professionell durchkonfektioniert und perfekt vorbereitet, die Salatgarnitur ist bei den verschiedenen Gängen z.B. immer identisch.
Dass alles so gut schmeckt, liegt sicherlich an der Sahne, die bei den Saucen eines jeden Ganges zum Einsatz kommt und die die Kulinarik des Elsass mit der des Ruhrgebiets ideal verbindet. So wird die saftige Rehterrine des ersten Ganges von einer fruchtigen Preiselbeersahne begleitet, in Gang zwei die Jakobsmuscheln auf schwarzen Tagliatelle von einer sanften Safran-Chili-Sahne. Der dritte Gang ist ein Passionsfruchtsorbet, das mit dem Aperitif La Belle Sandrine übergossen ist und die Geschmacksnerven entspannt. Sahne ist da nicht drin, sondern Armagnac.
Beim vierten Gang, einem ebenfalls schön saftig gebratenen Fasanenbrustfilet im Speckmantel mit Rosenkohl, taucht die Sahne beim dazugehörigen Kartoffelgratin auf – und natürlich als Rosmarinsahne, die eine aromatische Sauce abgibt. Dazu schmeckt natürlich ein Elsässer Riesling (0,2-l-Glas 4,60 Euro), der es mühelos mit den deftigen Speisen aufnimmt.
Zu guter Letzt genieße ich noch als fünften Gang das Dessert, eine hübsche Variation aus Schoko-Mousse und (Sahne?-)Parfait. Erst später, als ich die Elsässer Stube verlassen habe, bemerke ich, dass ich ja eigentlich den zur Auswahl stehenden Munsterkäse mit Honig als Nachtisch haben wollte. Das hat die Bedienung bei dem großen Gästetrubel im Haus wohl vergessen, und ich angesichts der üppigen Speisefolge auch. Macht nichts. Dann probiere ich diese Elsässer Spezialität das nächste Mal.
-kopf
Wiescherstraße 156, 44625 Herne
Fon 02323. 1 05 80
Mi-Fr: 17 - 23 Uhr, Sa 16 - 23 Uhr,So 12 -21.30 Uhr, Mo,Di geschlossen
https://elsaesser-stube.de/
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