Freitag, 27. Juli 2018

Kulinarischer Treff an der Ruhr 2018 in Mülheim: Kulinarische Naherholung



Auch bei 35 Grad: Wohltuender Schatten
unter Bäumen und Zeltdächern

Es gehört zu den liebsten Gewohnheiten des Genießers, am Tag der Eröffnung möglichst früh den „Kulinarischen Treff an der Ruhr“ in Mülheim zu besuchen. Am späten Nachmittag herrscht in der grünen Oase auf die Wiese direkt an der Ruhr noch die Ruhe vor dem Sturm. Gestern kamen dann noch die sibtropischen Temperaturen von fast 40 Grad dazu, die dazu animierten, alles etwas ruhiger anlaufen zu lassen- Doch ab 18 Uhr wurde es dann voll. Dann strömten die Mülheimer mit Macht in den kulinarischen Naherholungsurlaub, denn die hohen Bäume, die schttenspenden Zletdächer und die Näghe des Wassers schafften eine angenehme Atmosphäre.

Ruhe vor dem Sturm

Kulinarisch hat sich zum letzten Jahr bei den 16 teilnehmenden Gastronomiennicht viel gerandert. Wenn man dann noch ein Gourmetmeilenhopper wie der Genießer ist, kam ihm vieles auch aus der diesjährigen Saison bekannt vor. So kannte ich das Angebot von Gummersbach, von Hugenpoet und Café Kötter schon von den Essener Gourmetmeilen. Auch wenn z. B. der Mallorquinische Mandelkuchen mit Fencheleis vom Schlosshotel Hugenpoet eine erneute Sünde wert gewesen wäre – ich hatte ihn schon zweimal in dieser Saison verspeist und sowohl vor dem Stauwehr in Essen-Kettwig (klick hier) und in der Innenstadt vor St.Johann-Baptist (klick hier) fotografisch dokumentiert.

Und dennoch folgte ich in Mülheim einer mittlerweile liebgewonnen Tradition. Bei der Mausefalle gab es als köstliche Kleinigkeit ein waschechtes Slow-Food-Produkt aus dem Ruhrgebiet: drei Winbergschnecken von der Grafschafter Schneckenzucht aus Moers. Und der Ausflug in die Luxusgefilde fand wiederum bei Renato statt, mit seiner üppige mit frischen Trüffeln beriebenen Pasta. Und ein alkohlfreier Cocktail von Farnky’s im Wasserbahnhof ist in Mülheim natürlich ein Muss.

Hier die komplette kleine kulinarische Ausbeute des heißen Nachmittages in Wort und Bild.


Mausefalle
3 Grafschafter Weinbergschnecken mit Knoblauch­Thymian­Sud und hausgebackenem Dinkel­Weißbrot 7 Euro
Klein aber fein. Weinbergschnecken aus Moers in einem köstlichen Sud zubereitet. Ruhrgebiets-Slow-Food. Einfach herrlich!

Zum Dömchen
Gebratene Bretonische Sardinenfilets an Ebly­Linsensalat aus der Champagne, Ciabatta und Basilikumpesto. 6,50 Euro
Dieses wunderbare Gericht erinnerte mich an einen Urlaub in den frühen 1960er Jahren in Caorle an der italienischen Adria. Da aß ich als 12-jähriger zum ersten Mal gebratene Sardinen, allerdings nicht so fein filetiert. Vielleicht hätte man hier die Säure etwas gerechter verteilen können. Etwas weniger Essig an den Linsen, dafür etwas Zitrone auf die Sardinen.

Bei Renato
Pasta mit frischem Trüffel und Parmesan auf Rucola 10 Euro
Es lag wohl an der Hitze. Der Trüffellieferant war irgendwo im Stau stecken geblieben, und so musste ich wein wenig auf diese Kostbarkeit warten. Es lohnte sich aber. Die feinen Trüffelscheiben auf den genauso feinen Bandnudeln in leichter Sahne-Käsesauce waren einfach ein Gedicht 

Zwei Männer beim Trüffel-Hobeln

Restaurant Gummersbach
Kanadische Jakobsmuscheln „Finkenwerder Art“, Aligot. 10 Euro
Die drei gebratenen Jakobsmuscheln mit den Krabben als Beilage sind ein geradezu barockes Hauptgericht. Nicht zuletzt wegen des üppigen süßen Püree-Polsters, auf dem sie in den Muschelschale angerichtet sind. Ein wenig Meersalz hätte sie wunderschön abgerundet.

Franky’s
Fruit Punch 6,50 Euro
Was für eine Erfrischung: der fruchtig spritzige alkoholfrei Cocktail.





Der „Kulinarische Treff an der Ruhr“ in den Uferanlagen in Mülheim (Haupteingang von der Innenstadt über die Delle) geht noch bis Sonntag, 19.7.2018. Tägl ab 12 Uhr. Alle Infos hier.


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