Dienstag, 9. November 2010

Genießers Kochkurs: „Männer kochen regional II“



Wenn der Vater mit dem Sohne:
Erwin und Martin sind seit Jahren
Stammgäste im Kochkurs für Männer

Gestern Abend fand der zweite Teil des Kochkurses „Männer kochen regional“ an der VHS Herne statt Diesmal ging es um die Einflüsse der Arbeitsimigranten auf die Küche des Ruhrgebiets. Seitdem unsere werte Kanzlerin das Ende von Mulitikulti konstatiert hat, schmeckt die Weltküche aus der Nachbarschaft schließlich besonders gut. Wie sagte schon Wilhelm Busch: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Besonders im Ruhrgebiet mit seiner Nationenvielfalt.

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Die zwölf kochlustigen Männer staunten nicht schlecht darüber, welche Kochkünste in ihnen schlummerten. Von lautstarken Begeisterungsstürmen bis zum ehrfürchtigen Schweigen reichten die Äußerungen über das, was sie mit viel Spaß, Engagement und Experimentierfreude am Herd zu Stande gebracht hatten. Bei der Vorbereitung war der Genießer allerdings auf Nummer Sicher gegangen und hatte nur Rezepte herausgesucht, von denen er glaubte, dass sie ihnen auch schmecken würden.

Moussaka klassisch

Also gab es zwei Sorten von Moussaka, dem griechischen Auberginen-Hackfleisch-Auflauf, der mit Bechamel-Sauce im Ofen überbacken wird. Im griechischen Original gibt es eine Reihe von Variationen von diesem Gericht. Die Koch-Männer machten eine abgespeckte Version ohne Kartoffeln, aber mit Hackfleisch vom Lamm. Gewürzt wurde der Auflauf u.a. mit Zimt (Rezept hier).

Spitzkohl-Moussaka

Dann gab es die westfälische Variation des griechischen Gerichts, die der Genießer schon einmal in der Rubrik „Gestern bei Mama“ gebracht hat (Rezept hier). Dazu wurden die Auberginen mit Spitzkohl ersetzt, der Zimt durch Kümmel und das Lamm hack durch Hackfleisch halb und halb. Zudem würzten die Kochmänner das Gericht wesentlich herzhafter, als es der Genießer bei Mama gewagt hatte – der Applaus gab ihnen recht.

Rouladen auf katalanische Art

Nicht so rustikal, dafür umso feiner gerieten die Rouladen auf katalanische Art, die der Genießer aus der dem Tapas-Klassiker „Dattel im Speckmantel“ entwickelt hatte. Dazu wurde die Dattel mit einer Mandel gefüllt, mit Speck umwickelt und dann noch einmal mit einer mit Feigensenf bestrichenen Scheibe Rindfleisch aus der Oberschale umwickelt. Geschmort wurde diese Rouladen in Rotwein und Fleischbrühe, die Sauce schließlich mit Schokolade abgeschmeckt und gebunden (Rezept hier). Als Beilage gab es die orientalische Linsen-Bulgur-Mischung Imdjadra (Rezept hier) und ein Zucchini-Auberginengemüse (Rezept hier).

Birnen in Rotwein mit Mousse au Chocolat

Das Dessert war schließlich ein Klassiker: in Rotwein gekochte Birnen (Rezept hier; im Kochkurs wurden die Birnen allerdings geachtelt, dabei spart man etwas Wein) mit Mousse au Chocolat (Rezept hier) – die den Kochmännern hervorragend gelang.

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