Verunreinigte Lebensmittel: Maßnahmen gegen EHEC
Tiere in der Landwirtschaft I: Auf Öko-Feldern weniger Blattläuse
Tiere in der Landwirtschaft II: Marienkäferinvasion aus China
Versorgung I: Food Planning in Amerika
Versorgung II: Individueller Vertriebsweg
Gartenkultur: Der LWL forscht
Gastrokritik: Gastronom siegt gegen Presse
Gastronomie: Umsätze steigen
Medien I : Zeitschrift "Jamie" voller Erfolg
Medien II: Lafer sagt, Kochsendungen boomen weiter
Medien III: Der Gault Millau und der Interessenkonflikt
Molekularküche: El Bulli schließt
Feinschmecker: Was Kinder gerne essen
Trinkkultur I: Bioweinpreis 2011 ausgelobt
Trinkkultur II: Aufruf zur Rettung alter Rebsorten
Trinkkultur III: Deutsches Bier soll UNESCO-Welterbe werden
Auch das noch I: Die Bier-Diät
Auch das noch II: Wenn Frauen trinken
Donnerstag, 26. Mai 2011
Mittwoch, 25. Mai 2011
Aus der Gichtküche: Spaghetti mit Limetten-Minz-Pesto
Zutaten: Petersilie, Olivenöl, Pfeffer,
Minze, Zitrone, Limetten,
Knoblauch, Parmesan und Cashewnüsse
In der Zwischenzeit kochte der Genießer ein paar Spaghetti al dente, machte das Pesto mit etwas Kochwasser geschmeidig und mischte es dann unter die fertigen Nudeln. Weil das Auge bekanntlich mit isst, garnierte er den Teller mit dünnen Streifen von gerösteten Antipasti-Paprika.
Aus gegebenem Anlass verzichtete der Genießer auf Alkohol und trank dazu einen sortenrein aus der Sorte "Topaz" gekelterten Apfelsaft von Van Nahmen aus dem Jahrgang 2009, ein wunderbar sämig-süßer Balsam mit erfrischender Säure.
Dienstag, 24. Mai 2011
Tribute to Manfred Meimberg
Heute fand die Trauerfeier für Manfred Meimberg statt. Der Gründer von Slow Food Mittleres Ruhrgebiet, Hobbykoch, Maler, Bonsai-Pfleger und Herner Unternehmer starb am 17.5.2011 im Alter von 78 Jahren. Der schwer Herzkranke hatte verfügt, dass die Lebenserhaltenden Maßnahmen nicht weiter fortgesetzt werden sollten.
Für Slow Food im Ruhrgebiet war er - wie bei vielem anderem – die treibende Kraft und Seele vom Ganzen. Nicht nur für das Convivium Mittleres Ruhrgebiet setzte er sich ein, auch die anderen Convivien in Essen, Dortmund und Duisburg unterstützte er aus ganzem Herzen. Der Genießer hat viele Aktionen mit ihm geplant und durchgeführt.
Für diesen Blog war Manfred ein entscheidender Inspirator. Er schrieb unter seinem Internet-Pseudonym Julius_3 zahlreiche Kommentare. Er war der Prototyp des Lesers, den ich mir beim Verfassen der Blog-Beiträge vorstellte.
Ich werde ihn vermissen.
Für Slow Food im Ruhrgebiet war er - wie bei vielem anderem – die treibende Kraft und Seele vom Ganzen. Nicht nur für das Convivium Mittleres Ruhrgebiet setzte er sich ein, auch die anderen Convivien in Essen, Dortmund und Duisburg unterstützte er aus ganzem Herzen. Der Genießer hat viele Aktionen mit ihm geplant und durchgeführt.
Für diesen Blog war Manfred ein entscheidender Inspirator. Er schrieb unter seinem Internet-Pseudonym Julius_3 zahlreiche Kommentare. Er war der Prototyp des Lesers, den ich mir beim Verfassen der Blog-Beiträge vorstellte.
Ich werde ihn vermissen.
Montag, 23. Mai 2011
Livingroom and Friends: Björn Freitag kochte in Bochum
Björn Freitag in der Küche des "Livingroom"
Ralph Curanz vom "Livingroom"
Zusammen mit Ralph Curanz, dem Küchenchef des kultigen Restaurants mit Metropolen-Flair, und weiteren Mitarbeitern zauberte er eine zwang- und formlose Küchenparty hin, die Freunden von Gourmet-Küche und All-you-can-eat-Büffets gleichermaßen Spaß machen konnte. An verschiedenen Stationen konnten sich die Gäste die sternewürdigen Kreationen abholen und dann an ihren Tischen verzehren. Das hielt einen ganz schön auf Trab, denn so lange man in den Schlangen an den Stationen warten musste, so schnell hatte man die Probierportionen auch schon aufgegessen und musste sich erneut in die Häppchenjagd stürzen.
Wer Björn Freitag aus seiner TV-Serie „Der Vorkoster“ in Erinnerung hat, war überrascht, wie schlank der telegene Ruhrgebietskoch geworden ist. Doch das das heißt nicht, dass auf der Party Schmalhans Küchenmeister war. Hier die Liste der Köstlichkeiten, die live und in Farbe vor den Augen der Gäste zubereitet wurden:
Ballotine vom Thunfisch mit Wasabi (Sushi trifft Sterneküche)
Beignets von Blut- und Leberwurst mit Apfel-Birnen-Chutney (schön regional)
Ragout vom Maibock mit Mispeln-Speck-Krokant und Kartoffelklößchen (sehr lecker, hätte aber saftiger sein können)
Ossobuco-Ravioli mit Schmorfond und Gremolata (mehr wäre mehr gewesen)
Spanferkelbäckchen (einfach klasse)
Livingroom Flammkuchen (unkomplizierte Zwischenmahlzeit)
Auf die Austern „Sylter Roval“, die sautierten Jacobsmuschel mit Kashmir-Curry und das warme Lachs-Sashimi musste der Genießer gesundheitstechnisch leider verzichten.
Zum Nachtisch gab es Erdbeer-Tiramisu (Bild), Crêpes Suzette, und Livingroom Crème Brûlèe.
Zum Sattwerden konnte man sich Scheiben vom frischgebackenen Brot der Bochumer Bio-Bäckerei Wickenburg abschneiden.
Gegen den Durst hatte die Bochumer Brauerei Moritz Fiege ihre Biere bereitgestellt, während Weinfreunde an der Weinbar des „Franzosen“ auf ihre Kosten kamen. 10 Weine waren im Ausschank, darunter die Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese 2007 von Selbach-Oster, der Roero Arneis 2010 von Giacomo Vico und der Ronan by Clinet 2009, ein reinsortiger Merlot vom Château Clinet aus dem Pomerol.
Übrigens: Wer Björn Freitag im Fernsehen sehen will, sollte heute um 20.15 Uhr WDR Fernsehen anschalten. Dann läuft die sechste Folge von „Der Vorkoster“: „Welche Schokolade ist wirklich gut für uns?“
Sonntag, 22. Mai 2011
Aus der Gichtküche: Kartoffel-Kräuter-Salat
Hier ein Rezept aus dem „Großen Gicht-Kochbuch“ von Sven-David Müller und Christiane Weißenberger, für das der Genießer alle Zutaten im Haus und auf dem Balkon hatte.
Rezept: Kartoffel-Kräuter-Salat
Zutaten für 2 Personen
300 g kleine festkochende Kartoffeln
Salz
1 Tasse Gemüsebrühe
150 g TK-Erbsen (Trotz des relativ hohen Harnsäuregehaltes sind Erbsen bei Gicht geeignet, wenn nicht zusätzlich Fleisch bzw. Wurstwaren gegessen werden.)
1 EL Rapsöl
1 EL Essig
1 TL Senf
Pfeffer
1 kleines Bund Petersilie
1 kleines Bund Schnittlauch
½ Karton Kresse
Kartoffeln in Schale kochen und anschließend pellen. Erbsen in der Gemüsebrühe weich kochen. Das Kochwasser nicht weggießen.
Essig, Öl, Senf, Pfeffer, Salz und 2 EL von dem Kochwasser zu einer Salatsauce verrühren.
Petersilie fein hacken, Kresse vom Beet schneiden, Schnittlauch in Röllchen schneiden.
Kartoffeln in Scheiben schneiden, Salatsauce, Erbsen mit dem Kochwasser und Kräuter darüber geben und alles vermischen.
Etwas ziehen lassen.
Freitag, 20. Mai 2011
Hygiene-Ampel für Gaststätten
Wie viele Medien berichten (z.B. hier und hier), haben gestern die Verbraucherminister der Länder beschlossen, dass ab 2012 eine Ampelkennzeichnung auf die hygienischen Zustände in Gaststätten hinweisen soll. Ein Problem ist allerdings, dass es zur Zeit noch zu wenig Kapazitäten für die Kontrollen gibt.
Wie die grafische Umsetzung, die die gastronomischen Betriebe an gut sichtbarer Stelle aushängen müssen, aussehen wird, steht noch nicht fest. Im Prinzip soll die Sache so funktionieren, wie das Bundes-Verbraucherministerium mitteilt: „Aus den Ergebnissen der Einzelprüfungen (der entsprechenden Behörden) ergeben sich Punkte, die zu einem Gesamtergebnis addiert werden sollen. Je nach Höhe der Punktzahl hat ein Betrieb die Anforderungen „erfüllt“, „teilweise erfüllt“ oder „unzureichend erfüllt“. Die Feststellung von Mängeln zieht je nach Schwere der Verstöße Maßnahmen der zuständigen Behörde bis hin zur Betriebsschließung nach sich. Das Kontrollbarometer sagt dabei nichts über Art und Umfang der behördlichen Maßnahmen aus.“
Eigentlich eine prima Sache. Aber wenn man es mit der Kontrolle wirklich ernst meinen würde, dürfte es nach Meinung des Genießers nur zwei Möglichkeiten geben. Wenn es in einem Restaurant sauber zugeht, hat es geöffnet. Wenn nicht, ist es geschlossen. Und wenn ein Prüfer Beanstandungen findet, die eine Schließung nicht rechtfertigen, dann hat er dafür zu sorgen, dass sie in kürzester Zeit abgestellt werden. Und nicht, sie zu kennzeichnen. Damit wird die Durchsetzung von Hygienevorschriften nur auf den Kunden abgewälzt.
Wie die grafische Umsetzung, die die gastronomischen Betriebe an gut sichtbarer Stelle aushängen müssen, aussehen wird, steht noch nicht fest. Im Prinzip soll die Sache so funktionieren, wie das Bundes-Verbraucherministerium mitteilt: „Aus den Ergebnissen der Einzelprüfungen (der entsprechenden Behörden) ergeben sich Punkte, die zu einem Gesamtergebnis addiert werden sollen. Je nach Höhe der Punktzahl hat ein Betrieb die Anforderungen „erfüllt“, „teilweise erfüllt“ oder „unzureichend erfüllt“. Die Feststellung von Mängeln zieht je nach Schwere der Verstöße Maßnahmen der zuständigen Behörde bis hin zur Betriebsschließung nach sich. Das Kontrollbarometer sagt dabei nichts über Art und Umfang der behördlichen Maßnahmen aus.“
Eigentlich eine prima Sache. Aber wenn man es mit der Kontrolle wirklich ernst meinen würde, dürfte es nach Meinung des Genießers nur zwei Möglichkeiten geben. Wenn es in einem Restaurant sauber zugeht, hat es geöffnet. Wenn nicht, ist es geschlossen. Und wenn ein Prüfer Beanstandungen findet, die eine Schließung nicht rechtfertigen, dann hat er dafür zu sorgen, dass sie in kürzester Zeit abgestellt werden. Und nicht, sie zu kennzeichnen. Damit wird die Durchsetzung von Hygienevorschriften nur auf den Kunden abgewälzt.
Donnerstag, 19. Mai 2011
Topfgucker: Entdeckungen im Netz 75
Lebensmittel I: Was alles weggeschmissen wird
Lebensmittel II: Pommes werden teurer
Lebensmittelindustrie: KraftFoods schluckt Bassetts
Lebensmittelvertrieb: Franz-Keller-Weine bei Aldi
Lebensmittelproduktion: Neuer Weinberg in Berlin
Lebensmittelproduktion: Tierschutzlobbyisten Albert-Schweitzer-Stiftung
Vegetarismus: Ur-Restaurant "Hiltl"
Gesundheit: Kaffee schützt vor Prostatakrebs
Verzicht: Chips und Diät
Lebensmittelwerbung: Goldener Windbeutel 2011 gesucht
Medien I: Kulinarische Zeitung BISS
Medien II: Kochzeitschrift EatSmarter
Foodblogger: Interview mit Stevan Paul
Saison: Waldmeister
Einkaufen: Hofläden im Ruhrgebiet
Ruhrgebietsgastronomie: Butterbrotbar in Bochum
Videos:
Deutschland isst mit Tim Mälzer vom 16.5.: Alles frisch?
Der Vorkoster mit Björn Freitag vom 16.5.: Welche Milch ist wirklich gut für uns?
Rückschau: Kult(ur-)Weinmesse auf Zollverein
Lebensmittel II: Pommes werden teurer
Lebensmittelindustrie: KraftFoods schluckt Bassetts
Lebensmittelvertrieb: Franz-Keller-Weine bei Aldi
Lebensmittelproduktion: Neuer Weinberg in Berlin
Lebensmittelproduktion: Tierschutzlobbyisten Albert-Schweitzer-Stiftung
Vegetarismus: Ur-Restaurant "Hiltl"
Gesundheit: Kaffee schützt vor Prostatakrebs
Verzicht: Chips und Diät
Lebensmittelwerbung: Goldener Windbeutel 2011 gesucht
Medien I: Kulinarische Zeitung BISS
Medien II: Kochzeitschrift EatSmarter
Foodblogger: Interview mit Stevan Paul
Saison: Waldmeister
Einkaufen: Hofläden im Ruhrgebiet
Ruhrgebietsgastronomie: Butterbrotbar in Bochum
Videos:
Deutschland isst mit Tim Mälzer vom 16.5.: Alles frisch?
Der Vorkoster mit Björn Freitag vom 16.5.: Welche Milch ist wirklich gut für uns?
Rückschau: Kult(ur-)Weinmesse auf Zollverein
Mittwoch, 18. Mai 2011
Spargel-Gourmetfestival 2011 von „Essen genießen“ in Bottrop-Kirchhellen
Es war eine Idee für die Kulturhauptstadt, als die beiden Mitglieder des Vereins „Essen genießen“ „Kiepenkerl“ und „Trattoria Trüffel“ u.a. im letzten Jahr aufs Land zogen, um zusammen mit dem Kirchhellener Restaurant „La Botte“ das erste „Spargel Gourmetfestival“ auf Hof Umberg zu feiern. Die Aktion war ein Riesenerfolg. Bei schönstem Sommerwetter stürmten die Gäste über die beiden Pfingstfeiertage den schmucken Bauernhof an der A31, um sich an Spargel, Erdbeeren und anderen Leckereien gütlich zu tun. Kein Wunder, dass die erfolgreiche Aktion jetzt fortgesetzt wird.
Jörg Umberg und Rainer Bierwirth (hinten) geben Auskunft
Dieses Jahr, so versprachen gestern auf einer Pressekonferenz „Essen genießen“-Geschäftsführer Rainer Bierwirth und Bauer Jörg Umberg, wird alles noch schöner. Und noch größer. Nicht nur zwei, sondern drei Tage lang wird das zweite „Spargel-Gourmetfestival“ vom 27. bis zum 29. Mai in diesem Jahr dauern, und zu den Restaurants vom letzten Jahr gesellen sich diesmal noch "Zum Brenner" und das „Landhaus im Grugapark“. Jeden Tag spielt eine andere Band auf, und am 28. Mai gibt sich sogar die nordrhein-westfälische Spargelkönigin Farina I. die Ehre.
Simone Schneider (vorne) von "La Botte"und die anderen Teilnehmer präsentieren den Fotografen die Gerichte des Festivals.
Aber hauptsächlich geht es natürlich ums gute Essen. Der Spargel, den die Köche vor Ort verarbeiten, stammt direkt von den Feldern von Hof Umberg, kann also nicht frischer sein. Zwischen 3 und 9 Euro kosten die Gerichte, die angeboten werden. Natürlich gibt es auch Speisen ohne Spargel und Kindergerichte.
Wenn jetzt Petrus wieder so glänzend mitspielt wie im letzten Jahr, wird das fröhliche Frühlingsfest garantiert wieder ein wunderbarer Erfolg. Bauer Umberg ist da optimistisch. Er hat schon genügend Parkplätze an seinem Hof abgesteckt.
Spargel Gourmetfestival. 27. – 29. Mai. Hof Umberg. Overhagener Feld 10, 46244 Bottrop-Kirchhellen. A31 Ausfahrt Kirchhellen. Infos hier.
Dienstag, 17. Mai 2011
Bottrop: Enopolio Weinbar und Weinhandel
"Enopolio" ist Ende 2013 in die Blumenstraße 6a, 46236 Bottrop, umgezogen. Klick hier.
Der Weinhandel ist seit dem 31.12.2017 geschlossen.
„Geschäftsführer“ steht auf der Visitenkarte von Ignazio Amante, und ein Wort, das man da weniger vermutet: „Weinthusiast“. Als solchen hatte der Genießer den gelernten Sommelier bereits vor einigen Jahren kennengelernt, als er Jury-Mitglied bei einer Weinprobe des legendären Ruhrgebietsmagazins MARABO war. Damals arbeitete Ignazio als Weinfachverkäufer bei der Essener Weinhandlung „Rolf Kaspar“, wollte sich aber schon selbstständig machen. Das hat er vor drei Jahren schließlich getan und betreibt seitdem „Enopolio“ in Bottrop.
Selten hat der Genießer einen eleganteren Laden gesehen. „Enopolio“ ist in einer ehemaligen Bottroper Windmühle untergebracht. Umgeben von schicken Eigentumswohnhäusern, scheint die Luggesmühle von 1874, die mit viel Aufwand und Geschmack restauriert und umgebaut worden ist, ein idealer Standort für so einen ambitionierten Weinladen zu sein. „Unserer Passion und Spezialität“, erklärt Ignazio, „sind Winzerweine als eigenständiges Naturprodukt mit individuellem Herkunftscharakter.“
Blättert man in der Weinkarte, so findet man viele einschlägige Namen: Beurer aus Württemberg, Ziereisen aus Baden, Saint Cosme von der Rhône, Renato Ratti aus dem Piemont, Jim Clendenen aus Kalifornien oder Château Musar aus dem Libanon. Damit sich der Kunde in dem Angebot zurecht finden kann, hat Ignazio ein besonderes Farbsystem entwickelt, das die Weine in insgesamt sieben Kategorien von „leicht & verspielt“ über „leuchtend & intensiv“ bis „gehaltvoll & seidig“ einteilt.
Hier wird der Wein nicht nur verkauft, sondern auch getrunken.
Doch „Enopolio“ ist mehr als Weinhandel, es ist vor allem auch eine Weinbar, in der alle vorhandene Weine mit einem Korkgeld von 10 Euro pro Flasche auch vor Ort zu genießen sind. Und das nehmen die Bottroper aus der Nachbarschaft nur allzu gern an, denn Ignazio Amante hat es geschafft, sein Geschäft mit einer einzigartigen familiären Atmosphäre zu erfüllen. Hinter seinem malerischen Namen steckt ein echtes Ruhrgebietskind, der Vater ist Sizilianer, die Mutter Griechin, geboren ist er in Solingen. Mutter und Vater bestreiten die Küche, in der immer frisch die sog. „Weinkost“ zubereitet wird, mediterrane Küche à la Mamma.
Feine "Weinkost": Riojanischer Eintopf
Der Genießer konnte einen wunderbaren spanischen Gemüseeintopf mit Chorizo probieren, den Ignazio bei einem Aufenthalt auf dem Weingut Remelluri in der Rioja Alte entdeckt hat und den seine Mutter nun perfekt nachkocht. Als Wein empfahl er dazu eine Besonderheit aus Monsant, einer anderen spanischen Weinregion, den Costers de Gravet von Capçanes. Beides mit Blick auf den – für deutsche Verhältnisse – riesigen Olivenbaum im Garten der Luggesmühle zu genießen, war ein einzigartiges Erlebnis.
Der Weinhandel ist seit dem 31.12.2017 geschlossen.
Ignazio Amante im "Enopolio"
Exklusive Lokalität:
Die Luggesmühle in Bottrop
Selten hat der Genießer einen eleganteren Laden gesehen. „Enopolio“ ist in einer ehemaligen Bottroper Windmühle untergebracht. Umgeben von schicken Eigentumswohnhäusern, scheint die Luggesmühle von 1874, die mit viel Aufwand und Geschmack restauriert und umgebaut worden ist, ein idealer Standort für so einen ambitionierten Weinladen zu sein. „Unserer Passion und Spezialität“, erklärt Ignazio, „sind Winzerweine als eigenständiges Naturprodukt mit individuellem Herkunftscharakter.“
Blättert man in der Weinkarte, so findet man viele einschlägige Namen: Beurer aus Württemberg, Ziereisen aus Baden, Saint Cosme von der Rhône, Renato Ratti aus dem Piemont, Jim Clendenen aus Kalifornien oder Château Musar aus dem Libanon. Damit sich der Kunde in dem Angebot zurecht finden kann, hat Ignazio ein besonderes Farbsystem entwickelt, das die Weine in insgesamt sieben Kategorien von „leicht & verspielt“ über „leuchtend & intensiv“ bis „gehaltvoll & seidig“ einteilt.
Hier wird der Wein nicht nur verkauft, sondern auch getrunken.
Doch „Enopolio“ ist mehr als Weinhandel, es ist vor allem auch eine Weinbar, in der alle vorhandene Weine mit einem Korkgeld von 10 Euro pro Flasche auch vor Ort zu genießen sind. Und das nehmen die Bottroper aus der Nachbarschaft nur allzu gern an, denn Ignazio Amante hat es geschafft, sein Geschäft mit einer einzigartigen familiären Atmosphäre zu erfüllen. Hinter seinem malerischen Namen steckt ein echtes Ruhrgebietskind, der Vater ist Sizilianer, die Mutter Griechin, geboren ist er in Solingen. Mutter und Vater bestreiten die Küche, in der immer frisch die sog. „Weinkost“ zubereitet wird, mediterrane Küche à la Mamma.
Feine "Weinkost": Riojanischer Eintopf
Der Genießer konnte einen wunderbaren spanischen Gemüseeintopf mit Chorizo probieren, den Ignazio bei einem Aufenthalt auf dem Weingut Remelluri in der Rioja Alte entdeckt hat und den seine Mutter nun perfekt nachkocht. Als Wein empfahl er dazu eine Besonderheit aus Monsant, einer anderen spanischen Weinregion, den Costers de Gravet von Capçanes. Beides mit Blick auf den – für deutsche Verhältnisse – riesigen Olivenbaum im Garten der Luggesmühle zu genießen, war ein einzigartiges Erlebnis.
Im Garten zu sehen: der Olivenbaum
Sonntag, 15. Mai 2011
Ausflug: Im Rheingau bei Peter Jakob Kühn
Winzer-Individualist: Peter Jakob Kühn
Aber was wäre ein Familienbetrieb, wenn die eine (im „Innendienst“) nicht ganz genau wüsste, was der andere (in Weinberg und Keller) tut. Angela Kühn hatte auf jede Frage eine kompetente Antwort, Information übers Produkt ist bei solch individuellen Erzeugnissen die halbe Miete. Nach wie vor sind die Kühn’schen Weine im Rheingau einzigartig. Nicht nur, dass Peter Jakob Kühn mit der Spontanvergärung ganz andere Wege als die auf Effizienz getrimmten Mehrheitsweine der unübersehbar großen Nachbarschaft, er arbeitet auch konsequent auf ökologische Art. „Das war nur eine logische Folge unseres Qualitätssdenkens“, sagt Angela Kühn. Das neue Biosiegel der EU sucht man bei Peter Jakob Kühn allerdings vergebens, dafür ist die Arbeitsweise auf dem Weingut zu gut. „Bei den Richtlinien für das Siegel hat man sich nicht auf die für die Arbeit im Keller einigen können“, erklärt Angela Kühn. Deshalb signalisiert bei Kühn das alte, wabenförmigen Signet weiterhin Bio im Weinberg, während der Demeter-Schriftzug für die komplett hohen Qualitätsansprüche beim gesamten Weinmachen auch im Keller steht.
Direkt am Oestricher Lenchen: Weingut Peter Jakob Kühn
Doch das entscheidende ist natürlich die Qualität im Glas, und die zu entdecken ist bei Peter Jakob Kühn immer ein Abenteuer. Zu Probe kamen Jacobus (9,20 Euro), Rheinschiefer (12,70 Euro), Quarzit (14,70 Euro) und Hallgarten Hendelberg (16,40 Euro), alle Jg.2010, die in der Regel trocken-mineralische Noten zum Ausdruck brachten, die sich in nächster Zeit zu großer Tiefe und Vielschichtigkeit harmonisieren werden. Geradezu begeistert war der Genießer von den fruchtsüßen Weinen aus der Lage Oestricher Lenchen direkt vor der Gutstür: Lenchen Kabinett (11,30 Euro), Spätlese (18,30 Euro), Auslese (25,30 Euro 375 ml) und Beerenauslese (65,30 Euro 375 ml). Wies schon der Kabinett eine wunderbar animierendes Süß-Säure-Spiel auf, gipfelte das bei der Beerenauslese in einer balsamischen Tiefgründigkeit. Auf einen Eiswein wird übrigens verzichtet, weil die Bio-Richtlinien den Einsatz von Pestiziden verbieten, die die überreifen Trauben bis zur Lese in der Frostzeit vor Verderben schützen würden. Da bliebe der Ertrag zu gering.
Panorama-Wintergarten: Gutsschänke von Schloss Johannisberg
Den Abschluss fand der Rheingau-Ausflug in einer ganz anderen Umgebung, in der Gutsschänke von Schloss Johannisberg, das alljährlich als glanzvolle Kulisse für das Rheingau-Festival fungiert. Leider war im modernen gläsernen Panorama-Wintergarten kein Platz mehr, der eine weite Aussicht über den Rhein bis nach Ingelheim gewährt, wo nicht nur Arthurs Tochter kocht, sondern einst auch Karl der Große mit sicherem Blick die Qualitäten des Johannisberges als Weinbergslage erspähte.
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