Sonntag, 2. Mai 2010

Gestern bei Mama: Spargel in der Folie mit Blutorangen-Sauce und Krüstchen von der Nuss




Gestern habe ich für Mama Spargel gemacht. Den Spargel habe ich nicht gekocht, sondern jeweils zehn Stangen mit Pfeffer, Salz, Butter und Zitronensaft in Alufolie gewickelt und bei 200 Grad im Ofen gebacken. Dazu gab es eine Bechamel-Sauce, die ich mit abgeriebener Schale und Saft einer Blutorange aromatisiert hatte. Als Fleischbeigabe gab es ein schön paniertes, knuspriges Krüstchen vom Schwein. Durch das Garen in der Folie hielt der Spargel sein volles Aroma, die Krüstchen waren herrlich saftig, und das Orangenaroma der Sauce war äußerst fein.

Soweit, so lecker. Doch alles hatte so seine Haken. Durch die Hektik, die der gestrige Feiertag beim Einkaufen am Freitag vorher hervorrief, bekam ich nicht, was ich eigentlich wollte. Auf dem Markt musste ich mit den letzten, viel zu dicken Spargelstangen vorliebnehmen, und statt Schnitzel aus der Oberschale bekam ich beim bewährten Bio-Metzger Gläser nur noch welche aus der Nuss.

So wurde der Spargel keineswegs in 30 Minuten Stunde gar wie im Rezept versprochen, obwohl ich die dicken Stangen der Länge halbiert oder sogar geviertelt hatte. Nach einer dreiviertel Stunde hatten sie für Mamas Kaugewohnheiten immer noch zu viel Biss. Ich fand ihn schön knackig. Auch die Fettschichten, die die wunderbaren Muskelstränge der Schweine-Nuss umschlossen, waren ihr zu zäh. Ich fand, sie sorgten für unübertrefflichen Geschmack und Saftigkeit. Also demnächst für Mama keine Experimente mehr, sondern erst am Sonntag danach zum Eigenverzehr. Dann werden alle glücklich.

Kommentare:

  1. Ich nochmal. Das mit der langen Garzeit im Backofen gefällt mir auch nicht. In einer großen Pfanne mit hohem Deckel -für die Dampfentwicklung- dauert es je nach Stangenstärke, 5 Min für knackig und 10 Min für biegsam. Durch den geschlossenen Garraum und sehr wenig Wasser bleibt das Aroma auch voll erhalten. Ein bisschchen O Saft dazu bringt nochmal ein tolles Aroma.

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