Freitag, 13. Oktober 2017

Besuch in Nietzsches Hogwarts: Kloster Pforta bei Naumburg

Das Internat von Kloster Pforta ist eine geradezu mythische deutsche Schulinstitution. Entstanden aus einem mittelalterlichen Zisterzienserkloster, existiert es als sachsen-anhaltinische Landesschule Pforta noch heute. Hier drückte im 18. und besonders im 19. Jahrhundert so manche deutsche Jeistesjröße die Schulbank, z.B. der Philosoph Fichte, der Ägyptologe Lepsius, der Dichter Klopstock, der Historiker Leopold von Ranke und besonders Friedrich Nietzsche. Das Gebäudekonglomerat im Stadtteil Schulpforte des nach Naumburg eingemeindeten Bad Kösen reicht von romanischen über echte gotische bis hin zu neogotischen wilhelminischen Repräsentationsbauten und ist eine schauerromantische Kulisse der deutschen Pädagogik, die ja so manchen Zauberlehrling hervorgebracht hat. Was schön ist: Direkt neben der Pforte befindet sich eine Verkaufsstelle des Landesweinguts Kloster Pforta, das ebenfalls einst von den Zisterziensern gegründet wurde. Doch wie sagte schon Professor Bömmel immer: „Dat krieje mer später.“

 

 



























 







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Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wochenplan: Kulinarische Veranstaltungen vom 13. - 19.10.2017

Das kommende Wochenende steht im Zeichen des Trinkgenusses. Auf Zollverein in Essen findet das Craft Beer Festival statt, in der Mülheimer Stdathalle die Whisky- und Spirituosenmesse Aquavitae.

bis 31.12.2017
Ausstellung
Essen außer Haus. Vom Henkelmann zum Drehspieß
Dortmund, Brauerei-Museum
Infos hier 

bis 14.1.2018
Ausstellung
Zum Wohl! Getränke zwischen Kultur und Konsum
Waltrop, LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Infos hier


bis 5.11.2017
Westfalen Gourmetfestival
Westfalen, versch. Restaurants
Infos hier

bis 29.10.2017
Restaurant-Karussell
Das Original im Herbst
Essen und westl. Ruhrgebiet, versch. Restaurants
Infos hier

bis 31.10.2017
Kochquintett Kreis Vest
Menü im Oktober
Ratshotel, Haltern am See
Infos hier








13.10. - 14.10.2017
Craft Beer Festival
Essen, Zeche Zollverein
Infos hier 

14.10. - 15.10.2017
Food Lovers Street Food Markt
Bochum, Fiege-Brauerei
Infos auf Facebook 

14.10. – 15.10.2017
Spirituosenmesse
Aquavitae
Mülheim, Stadthalle
Infos hier 

16.10.2017
Chefs Community LIVE
Gelsenkirchen, Küppersbusch Großküchentechnik
Infos auf Facebook

Wein-, Bier- und Spirituosen-Events im Ruhrgebiet 2017. Klick hier
Wochen- und Feierabendmärkte im Ruhrgebiet. Klick hier

Dienstag, 10. Oktober 2017

Restaurantführer „Dortmund geht aus 2018“ erschienen




Es war eine heitere Party, zu der sich gestern 200 Dortmunder Gastronomen und ihre Freunde bei Overkamp auf dem Höchsten trafen, um das Erscheinen der 2018er Ausgabe des Restaurantführers „Dortmund geht aus“ zu feiern. Erstmals 2004 erschienen, ist das Heft mittlerweile eine Institution in der Westfalenmetropole – so wie auch die Schwestermagazin in Essen, Bochum und Duisburg in ihren Städten.

In einschlägigen Facebook-Foren wird immer wieder diskutiert, wie wechselvoll es in der Dortmunder Gastroszene zugeht. Betrachtet man jedoch die im Journaljargon „Treppchen“ genannten ersten drei gewerteten Positionen in den insgesamt neun Toplisten des Heftes, so bekommt man einen anderen Eindruck. Es gibt es unter diesen 27 Spitzenreitern nur drei Lokale, die mit dem Zusatz „Neu“ versehen wurden: Die Soul Food Factory auf Platz 3 in „Jung & kreativ“, das Parkbad Süd in Castrop-Rauxel auf Platz 1 in „Locker & Lounge“ und das Mu-Kii auf Platz 2 in „Around the World“. Die anderen Platze werden entweder von ganz alten Hasen wie etwa Overkamp (Platz 1 Gutbürgerlich), Dieckmanns (Platz 1 Klassisch & modern) und Toni’s Ristorante (Platz 1 Ristoranti) oder mittlerweile ebenfalls zum Establishment gehörenden ehemaligen Jungspunden wie Emil (Platz 1 Grill & mehr) und natürlich dem einzigen Sternerestaurant Dortmunds Palmgarden (Platz 1 Fine Dining) belegt. Die zahlreichen Imbiss-Neueröffnungen wurden zum Glück in eine Extrastrecke um Burgerläden ausgelagert. Die „Dortmund geht aus“-Redaktion spricht da zwar von „Konsolidisierungsphase“ dieses Trends, für den Genießer jedoch hat er trotz massenhafter Begeisterung beim Publikum den Höhepunkt längst überschritten.

Informativ ist wie immer der Einstieg ins Heft, der mit kürzeren und längeren Artikeln die aktuelle Entwicklung der Dortmunder Gastronomie beleuchtet. Porträtiert wird „Der Schneider“, dessen namensgebender Küchenchef Pillip S. sich anschickt, den zweiten Stern nach Dortmund zu holen. Es werden die gelungene Umgestaltung des Sternerestaurant Palmgarden in der Spielbank Hohensyburg samt dazu gehörende Neugrundung SYGHT sowie die neue Stehbierhalle der Bergmann Brauerei gewürdigt und das neue gastronomische Leben, das sich rund um den Markt in der Innenstadt und am Phoenixsee abspielt.

Produktionsleiter Marc Lorenz (3.v.r.)  und Chefredakteur Tom Thelen (4.v.l.) stellen die Köche des Abends vor.

Und es werden kurz einige der fünf Köche porträtiert, die für das Flying Menue der Präsentationsparty von „Dortmund geht aus 2018“ verantwortlich zeichneten. Es mag sein, dass bei dessen Beurteilung der Genießer, der die Entwicklung von „Dortmund geht aus“ als freier Autor seit Beginn miterlebte, im Laufe der Jahre ein wenig der westfälischen Knötterigkeit anheim gefallen ist. Er kam zu dem Schluss, dass das Menü genau die Problematik widerspiegelte, an der die Dortmunder Gastronomie leidet. In ihr steckt riesiges Potenzial, auch und vor allem aufgrund der im Westfälischen wurzelnden regionalen Erdigkeit, aber die Umsetzung ist nicht immer perfekt. So kommt er zu folgender Einschätzung:

Toni Pace von Toni’s Ristorante
Duett vom Thunfischtatar, Miami Style (mit Basilikum, Limettenjus und Crunch) meets Chicago Style (auf Mango-Passionsfruchtspiegel mit Avocado-Gurkenhaube)
Rustikaler Einstieg mit einer feinen Zutat. Würziges „Thunfisch-Mett“, das gleich zu Anfang richtig lecker satt machte.

Phillip Schneider von Der Schneider
Gänseleber mit Birne, Kürbis und Haselnuss (Der Schneider)
Der Favorit des Genießers. Mit molekularer Theatralik inszenierte Gänseleber, großartig kombiniert mit Haselnüssen. Hanuta für Verwöhnte.

Pascal Sürig von Cielo/Esfera
Schollenfilet pochiert in Lemon Curd und Pfefferkruste, dazu Rauchmandel-Couscous und roh mariniertes Gemüse
Erstklassig zubereiteter Fisch, neben dem allerdings die roh marinierten Gemüse wie kärgliche Mixed Pickles ihr Dasein fristeten.

Günther Overkamp-Klein und Bianca Overkamp vom Gasthaus Overkamp
Pfefferpotthast DO 2.0
Dass ein Spitzenkoch wie Günther Overkamp-Klein, der sich um das Dortmunder Nationalgerichs Pfefferpotthast so verdient gemacht hat, sein Rindfleisch nicht immer faserig kochen will, wie es das Traditionsrezept vorsieht, ist verständlich. Trotzdem hätte sich der Genießer gewünscht, dass die Sous-Vide-Variante, die er in seiner 2.0-Version auf den Tisch brachte, wenigstens löffelweich gewesen wäre und den Spaß an der großartig abgeschmeckten Sauce und dem wunderbaren Rote-Beete-Chip nicht so geschmälert hätte.

Stefan Frank und Matthias Hoffmann vom Vivre + Rustique aus dem l´Arrivee
Variation von der Hauszwetschge und Schokolade
Das üppige Dessert wirkte etwas lieblos zusammen gestellt. 


Dortmund Geht aus 2018. Überblick Medien GmbH & Co. KG. 148 Seiten. Erhältlich im guten Zeitschriftenhandel und hier im Internet.

Montag, 9. Oktober 2017

Neu in Dortmund-Kirchhörde: Roter Hirsch

Update 2023: Das Restaurant ist dauerhaft geschlossen.
Update 26.2.2021: Steht unter neuer Leitung

Hirschen-Wirt Murat Dal (re.) und Koch Matthias Müller

Endlich hat er auch offiziell eröffnet, der Rote Hirsch in Dortmund-Kirchhörde, den der Genießer im Rahmen einer kleinen Presseveranstaltung schon vor ein paar Wochen abgegessen hatte. Hier, in dem netten Dortmunder Village-in-town Kirchhörde, unweit des Hipster-Treffpunktes VIDA by Dyllong & DeLuca, hat Murat Gal das seit 1851 als Gaststätte existierende Haus übernommen. Seine gastronomische Karriere begann der Dortmunder Junge in einem Vereinsheim in Aplerbeck, um dann in die Clubszene von München und Köln abzutauchen. Nunn ist er wieder aus der großen weiten Welt in die Heimat zurückgekehrt und behandelt die Dorfgasthaus-Ästhetik zumindest mit bei der Ausstattung mit postmoderner Ironie – der röhrende Hirsch ist witziges Leitmotiv bei der Wanddeko. Fußballfreunde werden hier beim Bier auf ihre Kosten kommen, Biergarten und das neue sog. „Herrenzimmer“ sind für Vereine und Gruppen aller Art attraktiv.


 Wer rot sieht, sieht auch Hirsch

Die mediterran inspirierte Küche, die er zusammen mit seinem Koch Matthias Müller präsentiert, kommt den Bedürfnissen der avisierten Kundschaft entsprechend eher unprätentiös daher. Flammkuchen in allen möglichen Variationen, natürlich glücklich machende Nudeln, schön panierte Kalbsschnitzel und Rinderfilet sorgen dafür, dass die Geselligkeit suchenden Kneipenbesucher keinen Hunger leiden.

 Leckere Salate und Antipasti

 Hausgemachte Frikadellen

 Nudeln machen glücklich

 Geschirr-Design: Witz im Detail

 Schön panierte Schnitzel

 Leckeres Dessert

Roter Hirsch, Hagener Straße 199, 44229 Dortmund-Kirchhörde. 0231/75811118. Mo-Fr 17-24, Sa, So ab 12 Uhr. Infos auf Facebook.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Wochenplan: Kulinarische Termine vom 6. - 12.10.2017



bis 31.12.2017
Ausstellung
Essen außer Haus. Vom Henkelmann zum Drehspieß
Dortmund, Brauerei-Museum
Infos hier 

bis 14.1.2018
Ausstellung
Zum Wohl! Getränke zwischen Kultur und Konsum
Waltrop, LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Infos hier


bis 5.11.2017
Westfalen Gourmetfestival
Westfalen, versch. Restaurants
Infos hier

bis 29.10.2017
Restaurant-Karussell
Das Original im Herbst
Essen und westl. Ruhrgebiet, versch. Restaurants
Infos hier

bis 31.10.2017
Kochquintett Kreis Vest
Menü im Oktober
Ratshotel, Haltern am See
Infos hier

6.10.2017
Grüne Hauptstadt Europas
Zukunftswerkstatt Essbares Essen
Essen, VHS
Infos hier











7.10.2017
Genussgilde Dortmund
Wein und Gut : Rotweine aus Deutschland
Dormund, Lensing-Carrée
Infos hier

7.10.2017
Grüne Hauptstadt Europas
Kochworkshop für Kinder
Essen, Beginenhof
Infos hier 

Wein-, Bier- und Spirituosen-Events im Ruhrgebiet 2017. Klick hier
Wochen- und Feierabendmärkte im Ruhrgebiet. Klick hier
 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Eintopfessen bei Diergardts Kühler Grund in Hattingen: Linsensuppe mit geschmorter Wachtel

Kokett in der Kokotte: Linseneintopf mit geschmorter Wachtel 

 Schon auf dem Teller angerichtet:
Halbe Wachtel auf Linsengemüse

Eigentlich hatte der Genießer als alter Linsensuppen-Aficionado ja auf den Linseneintopf mit geschmorter Wachtel spekuliert, der im Rahmen der neuen Mittagstischaktion mit einem Eintopf der Woche plus passender Fleischeinlage noch auf der Speisekarte von Diergardts Kühler Grund in Hattingen stand. Doch den gab es schon in der letzten Woche, und so war er leider alle. Doch der Genießer hatte Glück. Philipp Diergardt zauberte ihm eine schnelle Variante des Gerichts, die so manche langsam durchgezogene Version in den Schatten stellte. Würzige Wurzelsudaromen, animierende Säure und die Ideal-Paarung Linse und Wachtel – was will man mehr. Und dann die Präsentation: Auf dem Teller waren schon eine halbe Wachtel und etwas Linsengemüse angerichtet, und der Genießer konnte sich die Suppe und die andere Hälfte des Fleisches aus einer gusseisernen Kokotte nach Bedarf dazulöffeln.

Ab morgen gibt es übrigens Erbseneintopf mit Räucheraal.

Vorweg als Gruß aus der Küche: Königsberger Klops
aus mit Bries angereicherter Kalbsmaske

Erfrischend moderner Kontrast zu den Traditionsgerichten:
Limettencréme mit Gurkensorbet und Matcha-Mausespeck

Das Achtel zur Wachtel war ein Viertel
von Diergardts Spätburgunder Weißherbst


Sonntag, 1. Oktober 2017

Erntedankfest-Jause auf dem Balkon: Tartelette Tatin von der Roscoff-Zwiebel, Manouri mit Zwetschgenmarmelade von Tanja Leis und Salice Salentino


Enthält WERBUNG

Am heutigen Erntedankfest zeigte sich der Oktober von der goldensten Seite, und das wunderbare Licht, das die warme Frühherbstsonne verbreitete, forderte eine nachmittägliche Jause auf dem Balkon geradezu ein. Da traf es sich wunderbar, das der Paketbote vor ein paar Tagen ein Päckchen mit Pröbchen aus der Feinkostmanufaktur von Tanja Leis in Stuttgart (klick hier) gebracht hatte. Tanja produziert Marmeladen, die zum Käse gereicht werden sollen, und schickt sich an, das Ruhrgebiet vertriebstechnisch zu erobern. So gibt es die pikanten Fruchtaufstriche schon in Klöcker’s Kaas-Kate in Essen-Werden und in einigen Restaurants der Region. Aber anders als bei ähnlichen Produkten, kommt sie bei ihren handwerklich hergestellten Käsemarmeladen ohne Senf aus.

Käsemarmeladen von Tanja Leis

Bei der Auswahl von Holunderblüte, Himbeere, Kirsche, Weinbergpfirsich und Aprikose fiel mit besonders die Zwetschgenzubereitung auf. Die schien bestens dazu geeignet, endlich die Zwiebel-Tarte-Tatin, die ich neulich Blog lamiacucina (klick hier) entdeckt hatte, nachzukochen. Auch da wird eine Zwetschgenzubereitung als Beigabe empfohlen, allerdings selbst gemacht. Aber warum nicht das fertige Produkt ausprobieren?

Zutaten: Roscoffzwiebeln,
brauner Rohrzucker, Gewürzmischung

Allerdings verließ ich für meine Tartelttes Tatin das Rezept ein wenig und benutzte Zutaten, die ich im Haus hatte. Statt roter Tropea-Zwiebeln aus Italien nahm ich die rosafarbenen Roscoff-Zwiebeln aus Frankreich und würzte sie nicht mit Würzsalz für helles Fleisch, sondern mit einer dunkleren Gewürzmischung, die ich mir einmal nach einem Rezept von Alfons Schuhbeck zusammengestellt hatte (klick hier) und die prima zu Zwetschge passte. Und ich fügte noch etwas Manouri-Käse dazu, doch davon später.

Für den Boden der Tartelettes bereitete ich erstmals Blätterteig selbst zu. Es war einfacher als ich dachte. Ich nahm nur die Hälfte der im Ursprungsrezept angegegebenen Zutatenmengen, was lässig für 10 Tartelettes reichte. Es hätten auch zwölf werden können, aber so viele Zwiebeln wollte ich nicht aufschneiden.

Ideale Mischung: Manouri, Tartelette Tatin,
Zwetschgenmarmelade, Rotwein

Fehlte also noch der Käse. Dabei verließ ich mich auch meinen Käsedealer Karsten, der mir zur Pflaumenmarmelade Manouri empfahl, eine Art griechischen Ricotta aus Molke von Schafsmilch. Den aß ich nicht nur dazu, sondern fügte ihn auch beim Backen der Tartelettes zwischen Zwiebelscheibe und Boden. Der Schritt zum Salice Salentino war dann nicht weit, bekanntermaßen ein Lieblingswein des Genießers. Er stammt aus Apulien, sicherlich aufgrund ihrer geografischen Lage eine der griechichsten Provinzen Italiens. Ich fand im Keller noch eine Flasche des Jahrgangs 2009 von Leone de Castris, bei der aufgrund ihrer Reife die rustikalen Trockenpflaumen-Aromen der Negroamaro-Trauben besonders gut zu Geltung kamen – besser konnte es gar nicht sein.

So entstand eine Erntedankfest-Jause, die ihresgleichen sucht. Die Zwetschgenmarmelade zum Käse erwies sich zwar als ziemlich säuerlich, was aber gut zum Wein passte, der als echter Italiener auch über eine beachtlich Säure verfügte. Idealerweise wurde das dann ausgeglichen durch den braunen Rohrzucker, mit dem die Roscoffzwiebeln der Tartelettes karamellisiert waren.


Rezept: Tartelettes Tatins von der Roscoffzwiebel
Ergibt 10 – 12 Stück

Blätterteig:
125 g gesiebtes Mehl
125 g Quark
120 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
1 Prise Salz

Alle Zutaten mit dem Teigschaber vermischen und ganz sanft zu einem Teig verarbeiten. Nicht viel kneten. Zwei Teigrechtecke 10x20 cm daraus formen, in Folie einschlagen und im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.
Nach einer Stunde die Teigrechtecke zu mindestens doppelter Größe ausrollen. Von den kurzen Enden her zusammenlegen, so dass drei Lagen entstehen. Etwas zusammendrücken, wieder in Folie einschlagen und eine halbe Stunde ruhen lassen. Wieder ausrollen, wieder zusaammenlegen und -drücken und wieder ruhen lassen.. Je öfter man diese „Tour“ wiederholt, umso feiner wird der Blätterteig. Für unser Gericht reicht aber einmaliges Tourieren.

Zwiebeln:
2 große und 1 kleine Roscoffzwiebeln
Pfeffer
Gewürzmischung aus Piment, Nelken, Korianderkörnern und Zimt
Salz
40 g brauner Rohrzucker
40 g Butter
Thymian, Rosmarin
Butter für die Form
Pro Tartelette 1 TL zerkrümelter Manouri

Die Zwiebeln schälen und in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. Salzen, Pfeffern und mit der Gewürzmischung würzen. In einem großen Topf Wasser mit ein paar Thymian- und Rosmarinzweigen zum Kochen bringen, einen Dämpfeinsatz einsetzen. Die Zwiebelscheiben darauflegen und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten Deckel dämpfen, bis sie weich sind.
Für das Karamell den Zucker in einer Pfanne schmelzen, bis er Blasen wirft. Die Butter unterrühren.
10 bis 12 Vertiefungen in einer Muffinform ausbuttern. Jeweils mit zwei TL Karamell füllen, mit etwas Thymian würzen und jeweils eine gedämpfte Zwiebelscheibe darauf legen. Darauf jeweils einen TL zerkrümelten Manouri verteilen.
Die ausgeruhten Blätterteigstücke so groß ausrollen, dass man jeweils 5 – 6 Teigböden mit einem Glas ausstechen kann, das die Größe der Muffinformen. Jeweils einen Teigboden auf die Zwiebelscheiben legen und einstechen.
Alles bei 200 Grad Umluft 12 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen und gar ist.
Fertig gebackene Muffinform auf ein Blech stürzen. Die Tartelettes Tatin mit Thymian garnieren und noch warm servieren.

 Die Zwiebelscheiben werden gedämpft

Zutaten für den Blätterteig: Mehl, Butter Quark 

Karamellisierte Zwiebelscheiben kommen in eine Muffinform
und werden mit Blätterteig zugedeckt.

 Was vom Kochen übrig blieb:
Butterkaramellsplitter, aus der Pfanne gekratzt.