Mittwoch, 23. Januar 2013

Restaurant Karussell 2013: 48 Restaurants präsentieren Frühjahrs-Menüs im westlichen Ruhrgebiet


Hauptgang von „Hannappel Essenz“:
Filet vom Kabeljau auf Kartoffel-Stielmusstampf in Senfschaum

Gestern stellte Rainer Bierwirth, Vorsitzender des Gastronomen-Vereins „Essen genießen e.V.“, das diesjährige „Restaurant Karussell 2013“ vor, das vom 1. Februar bis zum 31. März 2013 stattfindet. Schauplatz der Pressekonferenz war nicht von ungefähr das „Hannappel Essenz“. Das neue Restaurant von Knut Hannappel in Essen-Rüttenscheid war erst Ende Novembereröffnet worden, so dass seine Teilnahme am „Restaurant Karussell“ erst kurzfristig beschlossen werden konnte. So kommt es, dass das Menü von „Hannappel Essenz“ nicht im Programmheft der Gastroaktion aufgeführt ist, sondern nur im Internet angekündigt wird. 


Knut Hannappel, Rainer Bierwirth und Michael Scheil

Zur kulinarischen Untermalung der Pressekonferenz servierten Knut Hannappel und sein Küchenchef Michael Scheil ihr Karussell-Angebot und zeigten beispielhaft, was die Gäste bei der Aktion erwartet: abwechslungsreiche Vier-Gänge-Menüs inkl. Weinbegleitung um die 45 Euro. „Wir sind in diesem Jahr nicht teurer geworden“, betonte Reiner Bierwirth. Einige Menüs liegen über 50 Euro, und die beiden Sterne-Restaurants „Résidence“ und „Schote“ bieten ihre Schnuppermenüs für 95 Euro an. In der „kochBar essBar“ gibt es sogar einen Kochkurs: Hier können sich die Gäste unter Anleitung ihr Menü selbst zubereiten.

Neben 39 Restaurants aus Essen nehmen auch insgesamt 9 Restaurants aus Duisburg, Gelsenkirchen, Moers, Mülheim, Oberhausen und Schermbeck am „Restaurant-Karussell“ teil.

Für detaillierte Infos bitte hier klicken.
 

 Hannappel-Klassiker: 
Dominostein von der Entenleber mit Schalottenconfit und Baumtomate
 
 Crèmesüppchenvon Pastinake und Curry
mit gebackener Garnelenpraline

Dessert-Variation, fürs Foto kreiert

Temperamentvoll erklärt Knut Hannappel das Menü

Ruhrgebiet 2013: Bis Ende März drehen sich die kulinarischen Karussells

Wie jedes Jahr kommen die Feinschmecker im Ruhrgebiet im Februar und März ganz besonders auf ihre Kosten. Dann drehen sich die kulinarischen Karussells in der Region, bei denen zahlreiche Restaurants ausgesuchte Menüs zum Sonderpreis anbieten. Organisiert werden diese Leistungsschauen der Ruhrgebietsgastronomie auf Initiative von Gastronomie- und Getränkegroßhändlern im Revier, die im Nachklapp zum Kulturhauptstadtjahr 2010 ihre Claims abgesteckt haben. Während Rainer Bierwirth (Agentur Bierwirth, Essen) vom Verein „Essen genießen e.V.“ mit dem „Restaurant Karussell“ 48 Gastronomien in Essen und dem westlichen Ruhrgebiet rotieren lässt, bringt der Bochumer Niggemann Food Frische Markt im östlichen Ruhrgebiet mit drei „Menue Karussells“ sogar 91 Restaurants an den Start. Seit letztem Jahr mischt auch das „Westfalen Institut“ aus Lünen im Karussell-Reigen mit. Unter anderem ist der „Westfalen Menüfrühling“ im westfälischen Ruhrgebiet mit 9 Restaurants vertreten.

Restaurant Karussell 2013: Duisburg, Mülheim, Oberhausen, Gelsenkirchen, Moers und Schermbeck. 1.2. – 31.3.2013. Klick hier

Menue Karussell 2013: Bochum, Hattingen und Sprockhövel; Dortmund und Witten; Recklinghausen, Dorsten, Haltern, Marl, Oer-Erkenschwick, Castrop-Rauxel und Herne. 1.2. – 31.3.2013. www.menue-karussell.de

Westfalen Menüfrühling 2013: Castrop-Rauxel, Dorsten, Dortmund, Lünen, Werne, Schwerte und andere Städte in Westfalen. 21.1. – 31.3.2013. www.menüfrühling.de

Montag, 21. Januar 2013

Sonntagsessen: Radicchio-Fenchel-Salat mit Orangenfilets und süßer Olivensenfvinaigrette


Versprochen ist versprochen, und so folgt hier mit etwas Verspätung ein Post über den Salat, den es bereits vor zwei Wochen zum Malzbiergulasch gab. Er bestand aus in Streifen geschnittenem Radicchio, dünn gehobeltem Fenchel und Orangenfilets – eine schöne Wintermischung. Interessant war die Vinaigrette. Das Rezept sah süßen Senf vor und Olivenscheiben, die man nach Geschmack über den Salat streuen sollte. Ich hatte noch einen Senf mit kandierten Oliven aus der Hexenküche von Heiko Antoniewicz, und der passte prima. Statt weiterer Oliven streute ich geröstete Kürbiskerne über den Salat und rundete alles mit ein paar Tropfen Kürbiskernöl ab.

Rezept: Salat-Vinaigrette mit Olivensenf

1 TL Olivensenf von Heiko Antoniewicz
1 TL Honig
5 EL Orangensaft
2 EL Weißweinessig
5 EL Ölivenöl
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten gut miteinander verschlagen, bis sie sich verbinden.

Sonntag, 20. Januar 2013

Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste 2013: Die besten Restaurants im Ruhrgebiet


Gestern hatte der Genießer die „Restaurant-Bestenliste“ in der Post, die die Herausgeberin der Essener Zeitschrift „Sternklasse“ Uta Bühler für Gerolsteiner zusammenstellt. Dabei wertet sie die großen bundesweit erscheinenden Restaurantführer Michelin, Feinschmecker, Gault-Millau, Schlemmer Atlas, Gusto, Varta-Führer und „Der große Restaurant- & Hotel-Guide“ aus und rechnet die verschiedenen Wertungsssteme auf ein durchschaubares Punktesystem um, aus dem sich die „Gerolsteiner Restaurant-Bestenliste“ ergibt.
4.961 Restaurants haben die bundesweiten Restaurantführer insgesamt auf dem Schirm. Nach dieser Auswertung ist die „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn mit 522,36 Punkten das beste Restaurant Deutschlands, gefolgt vom „Gourmetrestaurant Vendôme“ in Bergisch-Gladbach (519,36 Punkte) und vom „Bareiss“ ebenfalls in Baiersbronn (518,61 Punkte). Das am schlechtesten bewertete Restaurant hat 14,8 Punkte.
Das beste Restaurant im Ruhrgebiet ist die „Résidence“ in Essen-Kettwig, mit 428,9 Punkten auf Platz 25 der Deutschlandliste. Die Liste zeigt einmal mehr, das Essen mit insgesamt 47 gelisteten Restaurants die Gourmet-Metropole im Ruhrgebiet ist und Dortmund mit 32 abhängt. Das erste gelistete Dortmunder Restaurant ist das „Palmgarden“ in der Spielbank Hohensyburg, mit 225,15 Punkten deutschlandweit auf Platz 404.

Hier die 10 besten Restaurants im Ruhrgebiet

1. Résidence, Essen Kettwig (428,9 Punkte, deutschlandweit Platz 25)
2. Rosin, Dorsten (411,04 Punkte, deutschlandweit Platz 41)
3. Nero, Essen-Kettwig (368,64 Punkte, deutschlandweit Platz 91)
4. Landhaus Köpp, Xanten (344,37 Punkte, deutschlandweit Platz 146)
5. Haus Stemberg, Velbert (338,47 Punkte, deutschlandweit Platz 160)
6. Goldener Anker, Dorsten (331,88 Punkte, deutschlandweit Platz 179)
7. Schote, Essen (325,89 Punkte, deutschlandweit Platz 191)
8. Hannappel, Essen (304,29 Punkte, deutschlandweit Platz 213)
9. La Grappa, Essen (257,13 Punkte. Deutschlandweit Platz 319)
10. Möllecken’s Altes Zollhaus, Mülheim (234,78 Punkte, deutschlandweit Platz 368)

Alle Daten lassen sich hier abrufen.

Sonntag, 13. Januar 2013

Gestern bei Mama: Schneller Kichererbseneintopf


Weil gestern nach einer Reihe schrecklich grauer Wintertage endlich wieder einmal die Sonne schien, machte ich für Mama etwas Mediterranes und trotzdem Winterliches: einen Kichererbseneintopf. Trotz des leichten Kreuzkümmelgeschmacks schmeckte es ihr prima.


Rezept: Schneller Kichererbseneintopf
6 Portionen

1 Glas Kichererbsen (340 g) samt Flüssigkeit
1 Dose geschälte Tomaten (400 g) samt Flüssigkeit
400 g Salsiccia oder andere Bratwurst
3 Möhren
1 Stück Sellerie
1 Bund Lauchzwiebeln oder 1 kleine Stange Lauch
1 Knoblauchzehe
1 getrocknete Chilischote
1 gehäufter TL Ananasmarmelade
Thymian, Bohnenkraut, Lorbeerblatt, Kreuzkümmel
Gekörnte Gemüsebrühe
Olivenöl
Pfeffer, Salz
Crème fraîche
Chili-Flocken (Pul biber)

Sellerie und Möhren schälen und in kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln bzw. Lauch in kleine Ringe schneiden. Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
Salsiccia aus der Pelle befreien und in einer großen Pfanne in etwas Olivenöl krümelig braten. Nach einer gewissen Zeit Frühlingszwiebeln, kleingeschnitten Chilischote und Knoblauch dazu geben und mitbraten, dann die die Möhren- und Selleriewürfel.
Kichererbsen und geschälte Tomaten samt Flüssigkeit dazu geben, eventuell etwas Wasser. Mit Kräutern, Lorbeerblatt, vorsichtig Kreuzkümmel, Ananasmarmelade und gekörnter Brühe würzen und köcheln lassen, bis die Gemüse weich sind.
In der Zwischenzeit Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser gar kochen. Abgießen und unter den fertigen Eintopf rühren. Eventuell etwas Wasser dazugeben und etwas weiter köcheln lassen. Mit Pfeffer, Salz und Olivenöl abschmecken.
Mit etwas Crème fraîche servieren und nach Geschmack mit Chiliflocken bestreuen.

Mittwoch, 9. Januar 2013

Topfgucker Spezial: "Gasthof Brendel" in Duisburg macht dicht

Wie die Rheinische Post meldet, muss zum Ende der Woche in Duisburg der "Gasthof Brendel" schließen (klick hier). Inhaber Dirk Brendel muss das Haus in Duisburg-Friemersheim zwangsversteigern lassen. Damit verliert die Ruhrgebietsstadt am Niederrhein ein alteingesessenes kulinarisches Highlight. Vor über 20 Jahren übernahm Dirk Brendel den Gasthof von seinen Eltern, wandelte ihn in ein Gourmet-Restaurant um und war damit ein Modellfall für den gstronomischen Strukturwandel im Ruhrgebiet.
Doch bereits im Februar will Brendel in Duisburg ein neues Lokal eröffnen. Das zumindest teilt er auf seiner Internetseite mit (klick hier).

Dienstag, 8. Januar 2013

Sonntagsessen: Malzbiergulasch

Eigentlich sollte alles ganz anders werden. Immer wieder räkelt sich ein schöner Ochsenschwanz in der Auslage von Metzger Gläser, nur letzten Freitag, als der Genießer Lust auf butterweich geschmortes Fleisch hatte, war keiner da. Aber ich hatte fürs Sonntagsessen natürlich einen Plan B im Kopf, und der hieß Malzbiergulasch. Das Rezept stammte aus dem schönen Kochbuch „Winterküche“ von G&U und empfahl ganz klassisch Böhmische Semmelknödel dazu - zum Reinlegen! Für die Vitamine sorgte noch ein Orangen-Fenchel-Radicchio-Salat (Rezept hier).

Rezept: Malzbiergulasch
Für 2 Personen

400 g Schweinegulasch
2 Zwiebeln
1 Möhre
1 ½ TL Kümmel
Schweineschmalz
Pfeffer, Salz
1 EL Tomatenmark
½ l Malzbier (Der Genießer hatte Müller’s Malz von Pinkus Müller aus Münster)
1 Lorbeerblatt
½ TL edelsüßer Paprika
1 TL getrockneter Majoran
1 TL gekörnte Fleischbrühe
1 TL Speisestärke
1 EL Crème fraîche

Zwiebeln und Möhre fein würfeln. Kümmel hacken.
Schweineschmalz in einem Bratentopf auslassen. Gulasch darin anbraten. Pfeffern und salzen.
Gulasch aus dem Bratentopf nehmen. Im Schmalz Zwiebelwürfel goldbraun anschwitzen. Möhrenwürfel und Kümmel dazugeben, mitdünsten. Tomatenmark dazu geben und unter Rühren anrösten. Mit einem Schuss Malzbier ablöschen, das Bier völlig verdampfen lassen. Dann das übrige Bier, Lorbeerblatt, Paprikapulver und Majoran einrühren und aufkochen lassen. Fleisch und Brühepulver dazugeben, salzen und pfeffern und bei 160 Grad für 2 Stunden in den vorgeheizten Ofen stellen. Eventuell nach und nach Flüssigkeit nachgießen.
Topf aus dem Ofen nehmen, eventuell Bier nachgießen und aufkochen lassen. Mit etwas angerührter Stärke ein wenig binden. Crème fraîche unterrühren.

Böhmische Semmelknödel
Für 2 Personen

2 altbackene Brötchen
Butter
½ Zwiebel
Petersilie
50 g Mehl
90 ml Milch
1 Ei
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
Speisestärke

Brötchen in kleine Würfelschneiden und in Butter goldbraun anrösten. Zwiebel würfeln und ebenfalls goldbraun rösten, Petersilie untermischen. Alles miteinander vermischen und abkühlen lassen.
Aus Ei, Mehl und Milch einen Teig rühren, kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Über das Brötchen-Zwiebelgemisch gießen und eine halbe Stunde ziehen lassen.
Aus dieser Masse zwei längliche Knödel formen und leicht in Speisestärke wälzen.
Wasser zum Kochen bringen, kräftig salzen und bei niedriger Temperatur die Knödel darin eine halbe Stunde simmern lassen. Knödel herausnehmen und in dicke Scheiben schneiden.

Frei nach Tanja Dusy: Winterküche. Gräfe & Unzer 2011.