Dienstag, 22. September 2009

Neu in Bochum: Fräulein Coffea



Nina und Katrin


Wo einst der „Geist von Malente“ sein Unwesen trieb, duftet jetzt der Bio-Kaffee. In dem ehemaligen Fachgeschäft für intellektuelle Fußballfans an der Bochumer Oskar-Hoffmann-Straße/Ecke Jakobstraße haben Nina und Katrin Oberheitmann letzten Samstag das Café „Fräulein Coffea“ eröffnet. Hier schenken die Schwestern, die das Gastronomiegeschäft im Bochumer Bermudadreieck von der Pike auf kennen gelernt haben, in chilligem 60's-Ambiente zwischen coolen Schwarzweißfotos vom Fotografen-Papa frischgebrühten Edel-Kaffee in allen Aggregatzuständen aus. Der wurde in der Behindertenwerkstatt „Gottessegen“ in Bochum-Wattenscheid in kleinsten Mengen streng handwerklich geröstet.
Die beiden Kaffee-Fräuleins sind als Existenzgründer Wegbereiter des kleinen Strukturwandels im Stadtteil Ehrenfeld. In Spuckweite vom Bochumer Schauspielhaus, in Rufweite vom Bermudadreieck und in Handyweite vom Rest der Welt, mausert sich diese Ecke der Stadt zur Zeit zum Bochumer In-Viertel für Kreativwirtschaftler, auch wenn der Bau der Bochumer Symphonie an der Viktoriastraße wegen leerer Stadtkassen praktisch zum Erliegen gekommen ist. Was von oben nicht klappt, wird jetzt von unten geregelt. Die Versorgung der modernen Denker mit Koffein ist jetzt immerhin sicher gestellt. Für feste Nahrung sorgt die „Pizzeria Teatro“ gegenüber, die das spießige Straßenbild der Oskar-Hoffmann-Straße schon seit einiger Zeit mit ihrer improvisierten Außenbestuhlung mediterran belebt.

Kommentare:

  1. Das gefällt einer Kaffeetante wie mir. Da muss ich schnell mal hin.

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  2. Eine echte Bereicherung im Ehrenfeld. Die liebevoll geschmierten Stullen sind die allerbeste Alternative zu diesem Labberzeug von Subways. Und der handgeröstete Kaffee ist ein Gedicht.

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  3. Hey Ihr beiden Fräuleins!

    danke für die spotan verlängerte Öffnungszeit am Freitag und die "NOW"-Erfrischung. Ich werde wieder zu Euch kommen! Gerade twitter ich Euch als IN-TIPP!

    Glück auf für viel Erfolg!
    Sebastian Gronbach (Von schräg gegenüber - dem Kultur-Haus-Oskar, der diese Ecke AUCH auffrischt und lebenswert macht? Oda?

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  4. handgeröstet find ich lustig! Also bloß nicht die Hand geben, sonst: aua...

    Schön, dass Bochum ein kleines alternatives Viertel entwickelt!

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