Sonntag, 17. Juli 2011

Musikalisch-kulinarische Meile Essen-Kettwig: Nicht vom Wetter irritieren lassen

Kettwiger Gourmetmeile im Regen

Was ist diesen Sommer bloß mit dem Wetter los? Musste es gestern Abend, als die „Musikalisch-kulinarische Meile“ in Essen-Kettwig so schön Fahrt aufnahm, unbedingt so regnen? Denn was der Heimat- und Verkehrsverein Kettwig in Essens dörflichem Stadtteil an der Ruhr da zum 14. Mal auf die Beine gestellt hat, ist eine der exklusivsten Gourmetmeilen im Ruhrgebiet. Neben den beiden Sterne-Tempeln „Résidence“ und „Schloss Hugenpoet“ sowie dem „Parkhaus Hügel“ – alte Bekannte von „Essen verwöhnt“ – zeigen auch am heutigen Sonntag noch die Essener Ruhrtal-Gastronomien „Schmachtenbergshof", „Sengelmannshof", „Pierburg", „Löwntal" und „Alte Fähre“, was sie kulinarisch auf Pfanne und Herd haben.

Wildes Holz

Nachdem sich der Genießer gestern am virtuos-witzigen Blockflötenspiel des Trios „Wildes Holz“ ergötzt hatte, labte er sich an fantastischen Leckereien:

Als süß-pikantes Entree gab es die „Krustentiervariation“ vom „Schmachtenbergshof“: Garnelen mit Artischocken und roten Zwiebeln mariniert, gegrillte Gamba mit Cocktailsauce und feinen Salaten (5,50 Euro). Schön dazu ein Pfälzer Chardonnay aus Deidesheim.

Die „leicht geräucherte Entenbrust mit Parmesanmousse im Raukemantel“ (6 Euro) vom „Schloss Hugenpoet“ war dann der erste Schritt zum Höhepunkt. Das Fleisch war würzig, zart und saftig, die Mousse war pikant und zerging auf der Zunge. Schönheitsfehler: Das Parmsanröllchen mit Raukefüllung entsprach nicht der Bezeichnung und war so hart, dass es Messer, Gabel und sogar den Zähnen widerstand.



Der Höhepunkt war die „geschmorte Schulter vom Angus Rind mit Graupenrisotto und roter Zwiebelmarmelade (9 Euro) von der „Résidence“. Das weich geschmorte Fleisch konnte man mit der Gabel zerteilen und schmeckte dennoch kernig, wunderbar süß-pikant die Zwiebelmarmelade, die mit einem kräftigen Montepulciano harmonierte.


Zum Dessert gab es die „Caipirinhamousse mit Erdbeersorbet und Pitusschaum“ (5 Euro) vom „Parkhaus Hügel“, eine extravagante Kombination von Geschmacks- und Konsistenz-Erlebnissen.

Also, liebe Gourmetmeilen-Wanderer: Kommt ihr heute noch nach Kettwig, nicht vom Wetter irritieren lassen. Heute ist der letzte Tag.
Infos hier.

Samstag, 16. Juli 2011

Auf dem Balkon: Löwen-Fütterung


Da schien doch gestern Abend tatsächlich einmal die Sonne! Also gönnte sich der Genießer ganz spontan auf dem Balkon einen kleinen mediterranen Dämmer-Imbiss aus Salsicce von Metzger Gläser – italienisch mit Fenchel gewürzte Bratwürste vom niederrheinischen Bio-Schwein, Crostini vom Aufback-Oliven-Ciabatta mit gehackten, mit Knoblauch, Essig und Öl, Pfeffer, Salz und Basilikum angemachten Tomaten und ein Rest griechischen Feta. Dazu gab es die drittletzte Flasche Chianti Rufina Riserva 2004 von Renzo Masi direkt aus dem Keller. Italienischer Wein sollte ja nicht älter sein als sieben Jahre, habe ich einmal gehört. Und so war dieser Chianti optimal. Schön weich und dennoch leicht körnig, dunkel und bitter-süß gab er mir die Kirsche…

Freitag, 15. Juli 2011

Vor dem Sturm: „Dortmund à la carte“ präsentiert Latzschürze

Richtig gut meinte es der Wettergott in diesem Jahr mit den Gourmetmeilen im Ruhrgebiet bisher nicht. Vor drei Wochen war das Wochenende mit „GourmeDo“, „Castrop kocht über“, „Herten isst auf Ewald“ und „Schermbeck genießen“ verregnet bis durchwachsen. Sieht man heute aus dem Fenster, so kommt man sich im Herbst vor. Wenn morgen die „Musikalisch-kulinarische Meile“ in Essen-Kettwig startet, soll immerhin die Sonne wieder scheinen. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle, denn es präsentieren sich auf der kleinen feinen Edelmeile u.a. mit „Résidence“ und „Schloss Hugenpoet“ zwei Sterne-Restaurants.

Vom nächsten Mittwoch an ist dann wieder mal ein ganz „großes Fressen“ im Revier angesagt. Dann (20. Juli 2011) startet nämlich „Dortmund à la carte“, am Donnerstag (21. Juli) der „Kulinarische Treff“ Mülheim“ und am Freitag (22.Juli) „Bottrop echt lecker“ – hoffentlich kehrt der Sommer bis dahin wieder ins Ruhrgebiet zurück.

Mit gesundem Optimismus präsentierten gestern die elf Teilnehmer der Traditionsveranstaltung „Dortmund à la carte“ keinen Regenschirm, sondern eine Latzschürze, die die Gäste für 25 Euro zusammen mit dem limitierten „Genießer-Paket“ - zweimal das „Genießer-Gericht“ - zwei Freigetränke) bekommen können. (Wer jetzt denkt, der Genießer würde dafür irgendwelche Tantiemen kriegen, irrt. Leider. Die Namensgleicheit ist, wer hätte das gedacht, rein zufällig…)

Mittwoch, 13. Juli 2011

Slow Food: Einladung ins jüdische Restaurant „Matzen“ in Bochum

Rote-Bete-Suppe Borschtsch mit Dill

Am 27. Juli 2011 lädt Slow Food Mittleres Ruhrgebiet alle Interessierten zum Besuch in das jüdische Restaurant „Matzen“ in Bochum ein. Vor einem Jahr verwirklichte die jüdische Gemeinde Bochum-Herne-Hattingen den Plan, im Gebäude der Synagoge das Restaurant zu eröffnen. Die kleine Karte umfasst Gerichte aus der ostjüdischen, New Yorker und israelischen Tradition. Alles ist hausgemacht und wird traditionell gekocht und gebacken. Zu Speisekarte des "Matzen" geht es hier. Eine ausführliche Beschreibung des Restaurants finden Sie hier.
Interessenten melden Sie sich bitte hier an. Gegessen wird à la carte.

Montag, 11. Juli 2011

14. Musikalisch-kulinarische Meile in Essen-Kettwig

In Kettwig mit dabei: Suvad Memovic vom "Parkhaus Hügel"

Die Essener haben die Gourmetmeile „Essen verwöhnt“ noch nicht ganz verdaut, so geht es am kommenden Wochenende mit einem hochwertigen kulinarischen Freiluft-Angebot weiter. Auf der „14. Musikalisch-kulinarischen Meile“ im idyllischen Fachwerk-Stadtteil Kettwig schlagen am 16. und 17. Juli einige der besten Restaurants ihre Zelte auf. Kettwig ist schließlich die Heimat der beiden Essener Sterne-Restaurants „Résidence“ und „Schloss Hugenpoet“. Zu diesen beiden gesellen sich noch das „Parkhaus Hügel", der „Schmachtenbergshof" und der „Sengelmannshof", die „Pierburg", das „Löwntal" und die „Alte Fähre“.

Aber auch musikalisch wird einiges aufgeboten. Top Acts am Samstag sind die Blockflöten-Rocker „Wildes Holz“ und die Soul-Spezialisten von den „Komm‘ mit Mann!s“.
Das komplette kulinarische und musikalische Programm finden Sie hier.

Sonntag, 10. Juli 2011

Euro-Toques-Stern für „Herrn B.“ in der Gesellschaft Harmonie in Bochum

Das Restaurant ist geschlossen.

Euro-Toques-Präsident Ernst-Ulrich W.
Schassberger krönt Daniel Birkner mit
 einer Kochmütze ("toque") von "Euro-Toques"

Da freute sich Daniel Birkner, der als „Herr B.“ das Restaurant der „Gesellschaft Harmonie“ in Bochum zu einem der führenden À-la-carte-Häuser der Stadt gemacht hat. Gestern verlieh Ernst-Ulrich W. Schassberger, Präsident der Vereinigung World-Toques, bei einem vormittäglichen Empfang seinem Restaurant einen Stern der Stiftung Euro-Toques. Bei Daniel Birkner stimme einfach alles überein, so Schassberger. „Ambiente, Service, Gastfreundlichkeit und natürlich die Philosophie der Küche machen aus dem Restaurant ‚Herr B.‘ ein vorzeigbares und vorbildliches Unternehmen ganz nach Euro-Toques-Philosophie, die auf Nachhaltigkeit in Belangen achtet.“ Die Küche und Gerichte Birkners, so Schassberger weiter, „bauen auf Regionalität, Saisonalität und Frische. Ganz klar ist Birkners Küche frei von Chemie und künstlichen Aromen.“

Lohn der Nachhaltigkeit beim Kochen: eine schöne Urkunde

Gut speisen konnte man in der altehrwürdigen Villa am Bochumer Stadtpark, schon immer, denn die Gesellschaft Harmonie, die im Jahr 1817 aus einer Lesegemeinschaft angesehener Bürger gegründet wurde, widmet sich der Förderung von Geselligkeit und kultureller Bestrebungen. Seit Daniel Birkner (31) die Küchenverantwortung übernommen hat, weht in der Honoratioren-Gesellschaft ein jugendlich frischer Wind. Das Restaurant ist für jedermann geöffnet und überzeugt mit regional deftiger, aber auch mediterran angehauchter Küche. Zur Feier des Tages gab es davon ein paar Fingerfood-Beispiele.


Forellen-Mousse

Roastbeef

Pilzsalat

Entenbrust mit Kirschsauce

Samstag, 9. Juli 2011

Dennis Rother grillte in der Bergmann-Brauerei: Currywurst vom Bison


Wer dieses Blog regelmäßig liest, weiß, dass der Genießer eigentlich ein Currywurst-Hasser ist. Doch gestern wurde er zum Currywurst-Esser. Dennis Rother von der „Manufaktur CulinaDo“ grillte bei einem seiner kulinarischen Ausflüge an chice Locations in der Bergmann-Brauerei Bratwürste vom Bison. Und da konnte der Genießer als alter Winnetou-Experte nicht widerstehen, hatte er doch die Szene in dem Roman „Winnetou I“, in der Old Shatterhand seinen ersten Büffel erlegt und dabei Sam Hawkens das Leben rettet, seit seiner Kindheit in bester Erinnerung geblieben. Also fuhr er nach Dortmund und verspeiste seine erste Currywurst vom Bison – sehr lohnend, kräftig im Geschmack und würzig. Die eigentlich leckere Sauce wäre gar nicht nötig gewesen.

Vom Opa des Genießers gezeichnet: Old Shatterhand erlegt seinen ersten Bison und rettet Sam Hawkens das Leben.


Der Genießer isst seine erste Bisonwurst

Dennis Rother

Dennis Rothers Herren-Barbeque war eine angenehme Party in der Bergmann-Brauerei im Dortmunder Hafen. Die Teilnehmerzahl war auf 50 limitiert, und so gab es keine Schlangen an den sieben Grills. Alles ging sehr „männlich“ zu. Zum Bergmann-Bier gab es Fleisch über Fleisch, der Kartoffelsalat wurde in eier Speis-Mischmaschine gerührt. George Clooney war auch da, leider nur auf dem Bildschirm im Vampir-Schlachtfest „From Dusk till Dawn“ von Robert Rodriguez. Zur allgemeinen Gaudi stand ein Nagel-Einschlag-Wettbewerb auf dem Programm, und das Dessert wurde von reizenden jungen Damen serviert. Doch da war der Genießer leider nicht mehr da, denn zu viel Fleisch und Bier sind nichts für Gichtgeplagte…

Fenster in der Bergmannbrauerei


Grillen mit dem Bunsenbrenner: Dominik Schön
von der "Manufaktur CulinaDo"


Ochsenkotelett und Schweinerippchen (hinten,
außen schwarz, innen saftig)


Kartoffelsalat aus der Speis-Mischmaschine

Die Brauerei wurde chic ausgestattet

Die Jukebox lieferte Musik

George Clooney war auch da
- auf dem Bildschirm

Freitag, 8. Juli 2011

Sascha Heitfeld: BBQ und Home-Cooking

Foto: GEORGE Fine Dine
Die Dortmunder Spitzenköche haben das Outdoor-Kochen entdeckt. Nachdem bereits vor einigen Wochen Jan Möllmann von der „Siedlerklause“ und heute Abend Dennis Rother von der „Manufaktur CulinaDo“ den Charme der Bergmann-Brauerei im Dormunder Hafen als Kult-Kulisse für extravagnte Grill-Abende entdeckt haben, lädt Sascha Heitfeld vom „GEORGE Fine Dine“ am 21. Juli zu einem After-Work-Kochkurs „Kochen auf glühenden Kohlen“ um 17.30 Uhr ins Pullman Hotel ein (Anmeldung unter 0231-911 38 69 ein).

Diese und andere Infos kann man auf der neugestalteten Internet-Seite des „GEORGE“ entdecken. Unter dem Stichwort „GEORGE at home“ können Freunde und Liebhaber der Hoch-Küche Sascha Heitfelds Kreationen nun auch in den eigenen vier Wänden genießen. Auf Wunsch reist die komplette Küchen- und Service-Mannschaft des „GEORGE“ an, um in der privaten Küche ein Menü ganz nach dem Geschmack der Gastgeber zuzubereiten und zu servieren. Mit diesem Angebot kommt Sascha Heitfeld einem oft formulierten Wunsch seiner Gäste nach. Die Gastgeber können zwischen Live-Cooking oder klassischem Gourmet-Catering wählen, selbst ein Privat-Koch-Kurs mit geladenen Gästen ist realisierbar.
Infos hier.