Montag, 30. Juli 2012

Auf dem Balkon: Sarde alla Regaliali oder Sardinen à l'orange



Die frittierten Semmelbrösel auf
den Sardinen sind etwas dunkel geworden....

Die Kochbuchfürstin Lorenza de‘ Medici hat, wie sie in dem Buch „Die Renaissance der italienischen Küche“ beschreibt, bekanntlich in allen Regionen Italiens ihre adelige Verwandtschaft. So ist sie auch mit dem sizilianischen Geschlecht Tasca d‘Almerita verwandt, dem u.a. das Weingut Regaleali bei Caltanisetta gehört. Der Name geht auf das arabische „Rahl Ali“ zurück, das so viel wie „die Häuser Alis“ bedeutet. Regaliali ist mittlerweile eine Art Weinmarke geworden, die man auch in gut sortierten Supermärkten findet.

Natürlich wird auf Regaleali auch gut gekocht. Zum Beispiel Sardinen mit Orangen, die Lorenza de‘ Medici kurzerhand „Sarde alla Regaleali“ nennt. Es ist ziemlich einfach zuzubereiten, wie fast alle Gerichte der cucina alto-borghese, und der Genießer dachte, dass es sich prima dazu eignet, den Balkon in ein Stück Sizilien zu verwandeln. Die Zutaten Rosinen und Orangen weisen auf den arabischen Ursprung hin, und so machte er ein Schälchen Couscous dazu. Um andrerseits das Süditalienische zu betonen, gab es auch noch einen Caprese-Salat mit Tomaten und Büffelmozzarella.

Rezept: Sarde alla Regaliali oder Sardinen à l‘orange
Für 2 Personen

500 g Sardinen
frische Semmelbrösel
Olivenöl
2 Orangen
100 g Rosinen, in Wasser eingeweicht.
100 g Pinienkerne
Olivenöl
Pfeffer und Salz

Sardinen, schuppen, Kopf abtrennen und ausnehmen. In 2 Filets aufschneiden. Filets in eine leicht geölte Form geben. Pfeffern und salzen
Schale eine Orange abreiben. Orange anschließend auspressen. Saft über die Sardinen geben.
Semmelbrösel in Olivenöl leicht anbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Semmelbrösel mit Orangenschale, Rosinen und Pinienkernen vermischen. Alles über die Sardinen geben und schön verteilen. Mit etwas Olivenöl beträufeln.
Bei 180 Grad ca. 20 Minuten im Ofen backen.
Die zweite Orange in Scheiben oder Schnitze schneiden und die fertigen Sardinen damit dekorieren.
Dazu schmeckt natürlich ein Regaliali bianco mit seinen weichen Zitrusaromen.

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