Sonntag, 15. August 2021

Urbane Landhausküche: Schwarze Tomatensuppe „Black Beauty“


Ich erinnere mich immer wieder gerne an das große Menü rund um die Tomate, das wir von Slow Food vor drei Jahre mit Mario Kalweit in seinem Restaurant in Dortmund veranstaltet hatten (klick hier). Als Tomatenfachfrau war Rita Breker-Kremer vom Werkhof dabei, einer Demeter-Gärtnerei, bei der - neben einer Vielzahl anderer Gemüse - mit über 80 Sorten das größte Tomaten-Angebot weit und breit zu finden ist. Deswegen versuche ich, wenigstens einmal im Jahr eine Einkaufsexpedition von der Bochumer Innenstadt nach Dortmund-Scharnhorst-Grevel zu machen (klick hier). In diesem Jahr verband ich die Shopping-Rundfahrt mit einem Besuch bei Manufactum in Waltrop (klick hier) und dem italienischen Supermarkt Andronaco in der Dortmunder Nordstadt (klick hier).




Im Bioladen des Werkhofs in Dortmund-Scharnhorst gibt es die größte Tomatenauswahl weit und breit.

Als Beute brachte ich dann ein paar Kilo der verschiedensten Tomatensorten in allen Farben mit nach Hause, wobei es mir die fast schwarzen Sorten Black Beauty und Gargamel besonders angetan hatten. Mir schwebte vor, daraus eine schwarze Tomatensuppe zu machen, die ein wenig meine Befindlichkeit angesichts des letzten UN-Klimaberichts widerspiegeln sollte.

Schwarze Tomaten der Sorten Black Beauty und Gargamel

Wie bei blauen Weintrauben, steckt die dunkle Farbe der Tomaten nicht unwesentlich in der Schale. Als ich die Haut der Tomaten abgezogen hatte, sahen die kohleschwarzen Früchte plötzlich aus wie Pfirsiche, denn es kamen auch noch rot, blau und gelb zum Vorschein. Um dennoch eine so gut wie schwarze Suppe zu bekommen, gab ich noch einen guiten Schuss Rotwein daran, und statt der Ananasmarmelade, die meinen roten Tomatensaucen die leuchtende Farbe verleiht, nahm ich diesmal Quittengelee zum Süßen. Als mir die Tomatensuppe dann immer noch nicht dunkel genug war, tat ich noch etwas Tintenfischtinte dran, was ich durchaus als passend empfand.

Nach dem Abziehen der Schale haben die Tomaten Ähnlichkeit mit Pfirsichen.

Irgendwie hatte die fertige Suppe optisch dann etwas von einer dunkeln Bratensauce. Doch auf der Zunge erwies sie sich dann als herrlich fruchtig, wie es sich für eine Tomatensuppe gehört. Und kalt schmeckte sie dann noch besser.



Rezept: Schwarze Tomatensuppe „Black Beauty“

2 Teller

500 g vollreife dunkle Tomaten, z.B. Black Beauty und/oder Gargamel
1 rote Zwiebel
1-2 Stangen Staudensellerie
1 Möhre
½ Stange Lauch
1-2 Zehen Knoblauch
1 Kräuterstrauß aus Basilikum, Thymian, Romarin, Salbei und Oregano
½ Chilischote
1 Glas Rotwein
½ l Gemüsebrühe
1 Prise Curry
1-2TL Quittengelee
1 Schuss Olivenöl
evtl. etwas Tintenfischtinte
Pfeffer, Salz

Für die Garnitur:
6 Cherrytomaten, Basilikumblätter, Ziegenfrischkäse

Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen und die Haut abziehen. In Stücke schneiden und den Stielansatz entfernen.
Zwiebel, Möhre, Staudensellerie in kleine Würfel, Lauch in Ringe schneiden. Chilischote entkernen und klein schneiden. Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
Öl in einem Topf erhitzen, die gewürfelten Gemüse dazugeben und anschwitzen. Tomatenwürfel dazugeben und ebenfalls anschwitzen. Mit Rotwein und Gemüsebrühe auffüllen. Gewürzstrauß und Quittengelee dazugeben. Mit etwas Curry würzen. Ca. dreiviertel Stunde bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis die Gemüse sehr weich und die Tomaten zerfallen sind. Deckel abnehmen und noch weiter einkochen lassen.
Kräuterstrauß herausnehmen. Suppe durch ein Haarsieb in einen anderen Topf streichen. Mit Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken. Ggf. mit Tintenfischtinte nachschwärzen.

Zum Servieren in Teller füllen und mit halbierten Cherrytomaten, Basilikumblättern und etwas verdünntem Ziegenfrischkäse garnieren. Schmeckt auch kalt.

Werkhof Hofladen. Werzenkamp 30, 44329 Dortmund. 0231/72989230. Di, Fr 10-18 Uhr, sonst geschlossen.


Essen-Katernberg: Das Waldcafé auf der Bonnekamphöhe

Update 2026: Die diesjährige Saison beginnt am am Samstag, den 9. Mai. Das Café hat jeweils samstags ab 12 Uhr geöffnet.  

Update 2025: Die diesjährige Saison beginnt am am Samstag, den 10. Mai. Das Café hat jeweils samstags ab 14 Uhr geöffnet.

Update 2024: Am 4. Mai beginnt die diesjährige Saison auf der Bonnekamphöe und das Café hat jeweils samstags ab 11 Uhr geöffnet.

Update Sommer 2023: Die Bonnekamphöhe gestaltet den hinteren Teil des Geländes in einen Bildungs- und Workshopbereich um. Dort werden in Zukunft Projekte mit Kindern und Jugendlichen umgesetzt. Deshalb muss dort das Waldcafé weichen und wird sonntags nicht mehr stattfinden. Das Café ist nun in den vorderen Bereich bei der neuen Sitzlandschaft der Bunten Beete verlegt worden und hat unter dem Namen Gartencafé ab sofort im Sommer samstags von 14-18 Uhr geöffnet. Herzhafte Speisen wird es nur noch zu besonderen Anlässen geben. Hier ein Bericht über das neue Gartencafé klick hier.

Svenja von der "Bunten Beete"

Tatsächlich hat sich das Waldcafé auf der Bonnekamphöhe in Essen zu weit mehr als einem Geheimtipp entwickelt, seit Svenja mit ihrer "Bunten Beete" hier für die Verpflegung zuständig ist. Heute nachmittg sorgte darüber hinaus DJ Caba Kroll für dezente Beschallung des grünen Regfiums, während sich die Gäste die Sesam-Curry-Bowl mit gegrillten Auberginen, Möhren und gelben Beeten sowie Rote-Linsen-Curry und Kicherebesen samt Sesam-Sauce, hausgemachtes Eis, Limonade, Kaffee und Kuchen schmecken ließen. Ein herrlich relaxter Nachmittag.




DJ Caba Kroll









Seit Mai 2023 befindet sich das Waldcafé im vorderen Teil des Bonnekamp-Geländes und hat unter dem Namen Gartencafé im Sommer jeweils am Samstag ab 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Infos zu Bunte Beete, Feldernte, Restaurantzeiten, Führungen:
Permakulturstiftung Bonnekamphöhe
Bonnekamphöhe 8
45327 Essen-Katernberg
Immer Samstags 14-19
www.bonnekamp-stiftung.net

Donnerstag, 12. August 2021

Urbane Landhausküche: Gebackener Ziegenweichkäse mit gerösteten Weintrauben und Pistazien (vegetarisch)


Was mir in letzter Zeit so viel Spaß macht, ist Gerichte auf Genießerart nachzukochen, die ich auf Bildern auf Instagram entdecke. So waren es die gerösteten Weintrauben, die mich auf dem Bild eines überbackenen Camembert so beeindruckten, dass ich dachte, das machst du auch mal.


Als durchforstete ich das Internet nach so zubereiteten Trauben und entdeckte, dass man sie sowohl im Backofen als auch in der Pfanne herstellen kann. Ich entschied mich für die Pfanne, denn da konnte ich besser kontrollieren, wann die Früchte aufplatzen. Als Bratfett schmolz ich etwas Butter, die ich schließlich mit Honig, Thymian, Pfeffer und Balsamico abschmeckte bzw. verfeinerte. Klassisch hätten natürlich Walnüsse dazu gepasst, doch ich entschied mich für Pistazien, die genauso nussig sind und optisch zudem ein echter Bringer. Ich hatte ungesalzene, also kam auch noch etwas Salz dran. Bei gesalzenen Pistazien hätte ich darauf verzichtet.

Als Ziegenkäse-Aficionado war mir natürlich sofort klar, dass ich keinen normalen Camembert aus Kuhmilch verwenden wollte. Letztendlich nahm ich zum Backen dann einen kleinen Ziegenweichkäse, der eine ähnliche Rinde hat wie ein Camembert, mit seinen 150 g aber eine hübschere kleine Portion für dieses herrliche Happerl abgab.


Rezept: Gebackener Ziegenweichkäse mit gerösteten Weintrauben und Pistazien

1 Portion

1 Ziegenweichkäse 150 g
15-20 Weintrauben
1 EL Pistazienkerne
2 EL Butter
1 TL Honig
1-2 TL Balsamico
2-3 Zweige Thymian
Pfeffer, Salz

Ziegenweichkäse in ein ofenfestes Pfännchen geben und bei 220 Grad ca. 15 Minuten backen bis er braun, aber nicht zu flüssig wird.
Weintrauben waschen. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett etwas anrösten. Herausholen und aufbewahren. Butter in der Pfanne zerlassen, Thymian dazu geben und die Weintrauben bei milder Hitze darin braten, bis sie aufplatzen und etwas braun werden, sich aber nicht auflösen. Honig und Balsamico dazu geben, umrühren, bis sich der Honig aufgelöst hat. Die Pistazien dazugeben. Pfeffern und salzen.
Gebackenen Ziegenweichkäse aus dem Ofen holen und mit den Trauben samt Butter und Pistazien übergießen. Thymianzweige entfernen. Sofort heiß servieren.


 

Sonntag, 8. August 2021

Gestern bei Mama revisited: Linsen-Tomaten-Suppe (vegetarisch)


Hier auf Genussbereit ein Linsensuppen-Rezept zu posten, heißt eigentlich Eulen nach Athen tragen, denn das geschah schon öfter (z.B. hier). Schließlich ist der Genießer bekennender Linsen-Aficionado. Aber neulich stieß ich beim Aufräumen auf den Stapel der alten Kochbücher meiner vor mittlerweile sechs Jahren verstorbenen Mutter, darunter eines aus den 1980-er Jahren, „Kochen mit Tomaten“. Ausgerechnet bei dem Rezept für ein Linsen-Tomaten-Suppe steckte ein Stapel mit aus irgendwelchen Frauenzeitschriften ausgeschnittenen Rezepten. Beim Stichwort Linsen wurde ich hellhörig und dachte, das kochst du einmal nach.


Mamas altes Kochbuch

Aufmachungstechnisch wirken die Rezepte in dem Kochbuch ziemlich altmodisch. Sie haben nichts von veganer Weltrettungsattitüde oder hippem Nachhaltigkeits-Zurück-zur- Natur. Es sind einfach praktische Rezepte mit wenigen Zutaten, die eine überlastete Hausfrau (ja, -frau!) schnell und einfach zubereiten kann. So wird zum Würzen der Suppe nur Pfeffer und Salz und als Kraut Petersilie verwendet.

Das konnte für ein Genussbereit-Rezept natürlich nicht so bleiben. Spätestens beim Slow-Food-Linsensuppenkochen vor knapp drei Jahren (klick hier) hatte ich gelernt, dass ein mitgekochtes Stück Orangenschale wunderbar mit den Hülsenfrüchten harmoniert. Also kam es auch diesmal hinein, genauso wie je eine Prise Kreuzkümmel und Curry sowie ein Stich Senf. Statt Petersilie nahm ich tomatenaffines Basilikum. Die Suppe hätte mit einer Dose italienischer Pelati sicherlich ausgezeichnet geschmeckt. Da wir aber mitten in der Tomatensaison sind, nahm ich frisch geerntete vollreife Demeter-Früchte vom Wochenmarkt. Zur Garnitur gab’s ein paar Cherrytomaten.

Vollreife Tomaten und andere Zutaten vom Wochenmarkt

Das Rezept sah auch vor, etwas durchwachsenen Speck in Olivenöl auszulassen und die alles darin anzuschmoren. Geschmacklich ist das sicherlich das Beste, was man machen kann. Um vegetarisch und sogar vegan zu bleiben, verzichtete ich jedoch darauf. Um den Aromaverlust auszugleichen, bestäubte ich die fertigen Teller mit einem Hauch geräucherten Paprika.


Rezept: Linsen-Tomaten-Suppe

Ergibt 4 Teller

250 g grüne (oder andre) Linsen
1 Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
1 Möhre
1 Stück Lauch
1 Stängel Staudensellerie
500 g vollreife gemischte Tomaten
Schale von ½ Orange
Olivenöl
3 Stängel Basilikum
1 Prise Curry
1 Prise Kreuzkümmel
½ tl Senf
Orangensaft
Pfeffer, Salz
¾ l Gemüsebrühe oder Wasser
Cherrytomaten für die Garnitur
Geräuchertes Paprikapulver

Linsen waschen und in der doppelten Menge Wasser nach Packungsangabe in ca. 30 Minuten bissfest garen.
In der Zwischenzeit Gemüse putzen und in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen. Zwiebel würfelen, Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
Tomaten mit kochendem Wasser überbrühen und die Haut abziehen. In Stücke schneiden und den Stielansatz entfernen. Basilikumblätter von den Stielen zupfen.
Öl in ein Topf erhitzen. Zwiebel- und Gemüsewürfel darin schwitzen. Knoblauch, Tomatenstücke dazu und Basilikumstiele dazu geben und mitschmoren lassen. Mit Gemüsebrühe oder Wasser auffüllen, Orangenschale dazu geben, und alles köcheln lassen, bis die Gemüse weich und die Tomaten zerfallen sind.
Bissfest gegarte Linsen mitsamt Restwasser dazugeben und weiter köcheln lassen, bis die Linsens so weich wie gewünscht sind. Mit Orangensaft, Curry, Kreuzkümmel, Senf, Pfeffer und Salz abschmecken. (Wer mag, kann einen Schuss Weißwein dazugeben.) Basilikumblätter hacken und unterrühren. Einig ganze Blätter für die Garnitur zurück behalten.
Für die Garnitur Cherrytomaten am Zweig in einer geschlossenen Pfanne in etwas Öl anbraten, bis sie leicht aufplatzen.
Linsen-Tamten-Suppe auf vorgewärmte Teller geben. Mit Cherrytomaten und Basilikumblättern garnieren. Mit einem Hauch geräuchertem Paprikapulver bestäuben.


 

 

Montag, 2. August 2021

Off-Rü Gastronomie in Essen: La Petite Cave de Jeannette (jetzt auch mit Terrasse!)



Jeannette und Peter Schnitzler
auf ihrer neuen Straßenterrasse

Nicht erst seit der Neueröffnung des japanischen Restaurants „Byakko“ (klick hier) entwickelt sich die Kortumstraße in Essen-Rüttenscheid zu einem Hotspot der Off-Rü Gastronomie jenseits der Rüttenscheider Straße. Seit mittlerweile vier Jahren sind hier Jeannette und Peter Schnitzler mit ihrem „La Petite Cave de Jeannette“ vertreten (klick hier und hier), zwei davon allerdings eingeschränkt durch den Lockdown. Doch den haben die Schnitzlers dank der Corona-Hilfen gut überstanden – und vor allem durch ihr engagiertes Take-Away-Angebot, als das Restaurant geschlossen sein musste. „In dieser Zeit sind wir ein richtiges kommunikatives Zentrum im Viertel geworden“, freut sich Peter Schnitzler. „Die Leute haben hier ihr Essen abgeholt und, soweit es das social distancing zuließ, ein Pläuschchen gehalten und uns ihr Herz ausgeschüttet.“

Jeannette und Peter Schnitzler in der kleinen Küche

Damit haben die Schnitzlers ihren Traum von einem französisch inspirierten kleinen Bistro verwirklicht, den sie mit der Übernahme des schnuckeligen, kaum 20 Plätze umfassenden Souterrain-Lokal vor vier Jahren verbanden. Jeannette schwenkt die Pfannen und Töpfe in der kleinen Küche wie einst die legendären „mères“ in Lyon, jene Küchenchefinnen, die für den Weltruf der französischen Küche mitverantwortlich sind. Peter bedient als Patron die Gäste und würzt seinen charmanten Service mit Witzen, die noch trockener sind als die Rieslinge, die er zu Jeannettes Gerichten empfiehlt. Die Verwurzelung im Viertel wird noch weiter vorangetrieben, wenn im Hinterhof ein Gärtchen mit Gewächshaus realisiert ist, in dem frische Gemüse und Kräuter gezogen werden. Und natürlich durch die Terrasse mit den zwei, drei Tischen, die seit diesem Sommer auf dem Bürgersteig vor dem Eingang die Gäste empfängt.

Savoir-Vivre in Rüttenscheid
 
Obwohl – der Terrassen-Test wurde dem Genießer nicht ganz einfach gemacht. Einmal durch die große Baustelle auf der Zweigertstraße, die die Einfahrt in die Kortumstraße verhindert und die, so Gott will, irgendwann auch wieder verschwunden ist. Dann durch der klimawandelbedingten Starkregen, der bei einem ersten Besuch die Nutzung des Freisitzes verhinderte. Aber ein zweiter Besuch erlaubte es schließlich, bei samtiger Luft und lauen Temperaturen draußen zu fotografieren.




Akrobat schön: Peter hangelt nach dem Digestif

Und vor allem erlaubten es zwei Besuche, fast die gesamte Karte der letzten Juli-Woche 2021 einmal im dunklen Keller und einmal auf der hellen Terrasse abzuessen – Jeannettes wunderbar komponierte, mit handwerklicher Raffinesse, aber völlig unprätentiös servierte Gerichte, die jedem französischen Bistro alle Ehre gemacht hätten, und Peters Weinempfehlungen, deutsche und französische Weiße und Rote, die den Genuss perfekt machten.


Kullert im Glas. Pouilly-Fumée von Henri Bourgeois
Hinten ein Sekt Rosé von Ziereisen
 
Terrassenwein: Rhein-Riesling aus Boppard
 


Fast die ganze Wochenkarte im „La Petite Cave de Jeannette“
27. und 31.7.2021

Poke vom Thunfisch
Marinierter Thunfisch auf hawaiianische Art

Orientalischer Linsensalat mit französischer Wachtelbrust

Bretonische Fischsuppe mit Safran-Fenchel Aioli


Sorbets zur Gaumenkühlung

Glen Douglas Lachs auf Sauerampfersauce

Perlhuhnbrust auf Austernpilz-Tomaten-Ragout

Kalbsleber auf Birnenjus mit Coppachip

Armer Ritter vom Butter Brioche

Mascarpone-Pistaziencrème mit französische Aprikosen 
 
Ein Süßwein zum Dessert
 

La Petite Cave de Jeanette. Kortumstr. 47, 45130 Essen. Tel. 0201 509 996 49. Di 18-22 Uhr, Küche bis 21 Uhr, Mi-Fr 12-14.30 & 18-22 Uhr, Küche bis 21 Uhr, Sa 18-23 Uhr, Küche bis 22 Uhr. Reservierungen z.Zt. notwendig für 18 bzw. 20 Uhr. www.la-petite-cave-de-jeannette.de

Der Genießer bedankt sich für die Presse-Einladung

Sonntag, 1. August 2021

Nachgebacken: Focaccia mit Kartoffeln


Bilder-Gucken auf Instagram ist doch sehr inspirierend. Neulich fand ich dort ein wunderschönes Foto von einer Focaccia mit Kartoffel-Belag, und ich dachte: „Genießer, das kannst du doch auch!“ Also suchte ich ein Hefeteig-Rezept für das ligurische Fladenbrot heraus, der mir dann auch tatsächlich gelang, belegte ihn mit dünnen Kartoffelscheiben, ein paar Olivenstücken und etwas Thymian und Rosmarin, backte das Ganz im 220 Gard heißen Ofenund fertig war dieses farblich und aromatisch überzeugende, dabei schön lockere und knusprige Backwerk! Dabei konnte ich endlich die kleinen Reste an Weizen- und Dinkelmehl verbrauchen, die ich noch im Schrank hatte und kurzerhand vermischte.


Rezept: Focaccia mit Kartoffeln

300 g Mehl (ich hatte noch Weizen- und Dinkelmehl)
1 TL Zucker
1 TL Salz
21 g Hefe (½ Würfel)
3 EL Olivenöl
Etwas grobes Meersalz
150 ml lauwarmes Wasse
5 kleine Kartoffen (Drillinge)
4 kleine Oliven, entkernt und in Ringe geschnitten
1- 2 Rosmarin- und/oder Thymianzweige
Etwas Mehl für die Arbeitsplatte

Mehl in ein Schüssel sieben, Zucker und Salz untermischen. Eine Mulde hineindrücken. Hefe hineinbröckeln, mit lauwarmem Wasser und oliven angießen und mit einer Gabel umrühren, dass sich die Hefe auflöst. Nach und nach das Mehl untermischen und dann alles mit dem Knethaken mindestens 5 Minuten lang kneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Mit einem Tuch abdecken und mindestens eine halber Stunde gehen lassen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche durchkneten und zu einem zwei Zentimeter dicken Fladen ausrollen. Zudecken und und noch einmal 20 Minuten ruhen lassen.
In der Zwischnezeit die Kartoffeln gründlich abschrubben und in 2 Millimeter dicke Scheibem schneiden oder hobeln. Thymian bzw. Rosmarin von den Zweigen zupfen und etwas hacken.
In den geruhten Teig mit dem Finger viele Vertiefungdrücken. Fladen mit Olivenöl bepinseln. Die Kartoffelscheiben darauf verteilen. Ebenfalls mit Olovenöl bepinseln. Mit den gehackten Kräutern und etwas grobem Meersalz bestreuen.
Im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten lang backen.